Fisch Fasch

Hola!

30.04.2004

Dies ist der Start. Es ist wie vor sieben Jahren, alles ein Déjà vu.
Morgen flieg ich ab Frankfurt über Amsterdam und Nairobi nach Lusaka. Ich bin nervös, hab viel zu viel Gepäck und werde bestimmt nicht schlafen können.
Mal sehen, was ich hier noch hineinschreiben werde!
Danke Herr Webmaster-Mediengestalter-aus-Münster-Lubux.com
für diese tolle neue Funktion! You rock ;-)
Jetzt aber wieder zurück. Champagner trinken.

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Wir warten

01.05.2004

Schal, Mütze, Handschuhe, Fleecejacken und Flipflops sind eingepackt. Es kann losgehen!
Hier geht's zu allen Einträgen aus Sambia!

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Expect the unexpected

12.08.2004

Ich bin wieder in Münster, es schüttet wie aus Eimern und ich fühl mich wie eh und je. Der Rückflug war lang, von Lusaka nach Lilongwe nach Nairobi nach Amsterdam. Im verregneten, grauen Nairobi kam ich unverhoffterweise in den Genuß, eine Nacht im Hilton-Hotel zu verbringen. Dort gibt es übrigens das gleiche Geschirr, wie in der Aasee-Mensa. Ansonsten nix neues hier. Am Samstag ist Rhein in Flammen. Bernd macht gleich Tsatsiki, mmmh.

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Nicht zynisch werden, bitte

08.09.2004

Es gab Beschwerden, dass sich hier im Tagebuch nichts mehr bewegt. Also schreibe ich mal wieder etwas hinein. Ich war im Urlaub in Griechenland. 2 Wochen Kreta, das war sehr schön und erholsam, dominiert von venezianischen Häfen, Sonnenschein, selbstgemachtem Tzatziki, Feindbrot, Käsescheiben, die zwischen Schinken liegen, langen Märschen u.a. zu LIDL und Musik.
Aber jetzt bin ich wieder in Münster, schreibe Bewerbungen, habe mir heute beim Inlinern das Knie blutig gestürzt, nur eine Absage per e-mail erhalten und gehe heute Abend vielleicht tanzen.
Falls sich der Ablauf der nächsten 90 Tage ändern sollte, melde ich mich wieder. Ansonsten nicht.

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Ist das so?

27.09.2004

Heute habe ich tatsächlich ZWEI Bewerbungen geschrieben! Und war bei einem Vorstellungstermin zur Postbotin in Münster...mit mir noch 35 weitere Leute. Davon hätte man gut eine Komödie drehen können. Gerade erhielt ich einen Anruf von einer Sambierin, ob ich ihr nicht Geld leihen könnte. Kürzlich auch folgende e-mail aus Simbabwe:
WHAT IS NEEDED IS
650US$ ...MY ONLY HOPE IS YOU AND
YOUR FRIEWNS.
A FRIEND IN NEED IS A FRIEND INDEED THEY SAY I HOPE
YOU ARE GOING TO UNDERSTAND ME.
PLEASE PLEASE IN THE NAME OF THE ALMIGHT GOD I NEED
YOU HELP.
THE ONLY HOPE IS YOU.
Vielleicht sollte ich auch mal solche e-mails verschicken.

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Daumen drücken!

30.09.2004

Hallo! Der erste Tag im neuen Monat bringt für die Sändy und mich eine wahrhaft biblische Stunde, eine unglaublich wichtige Entscheidung. Will sagen: Die Stichwahl des Oberbürgermeisters ist ein Witz dagegen! Für eine gewisse Leserschaft sei angemerkt, dass es sich hier nicht um Nachwuchsfurcht handelt! Aber worum es geht, das sagen wir nicht, weil wir abergläubisch sind und finden, man sollte sowas nicht laut sagen, bis nicht alles unter Dach und Fach ist. ("Unterm Dach.... hihi") Also Devise: Daumen drücken, und zwar kräftig morgen früh ab 9 Uhr und nicht aufhören damit bis ca. 19:30 Uhr. Wenn es geklappt hat, werdet ihr hier davon lesen können. (Jan)

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2 x Absage, 1 x Zusage

04.10.2004

ES KLAPPT!!!!!!!!!!!!! Wir kriegen die Wohnung!!!! Umzugshelfer können sich gerne schon mal a) online anmelden oder b) gute Ausreden überlegen für den 16/17/18/19 Oktober.
Eine spannende Woche war das. Freitag bin ich nach Berlin gefahren zur Osteuropa-Auswertung vom SCI, dort waren Workcamper, die in Polen, Bulgarien, Estland und der Ukraine waren. Hat Spaß gemacht und ich bin schon wieder vom Workcampfieber gepackt. Ansonsten schreib ich weiter Bewerbungen und unterrichte türkische Schüler.
Ach ich freu mich so!!!

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Samba Komando

07.10.2004

Ein langer Mittwoch ist vorbei. Um 8 fing alles an, als mir
literweise Blut abgezapft wurde, um zu schauen, ob ich irgendwelche bösen tropischen Krankheiten in mir trage. Dann hab ich sicher 5 Stunden mit einer einzigen Bewerbung zugebracht, x Telefonate mit na dann Stellenangeboten geführt und war auch bei einem Vorstellungstermin (bei einer Krankenversicherung...). Na ja. Heute Abend war ich auf dem allerersten Konzert seitdem ich wieder im Lande bin und das letzte ist wirklich ewig her. Samba spielten im Gleis.
Eigentlich hatte ich gar nicht so viel Lust. Denn Samba ohne Frauke ist wie Pellkartoffeln ohne Quark oder But Alive ohne Babsi. Aber es war trotzdem soooo schön! Die Aktion, danach ins Theatercafé zu gehen hätte ich mir allerdings sparen können. Achseltäschchenalarm deluxe. Ich versuche ja, diese Woche toleranter zu sein (habe mir sogar einen Film mit Björk angeguckt!), aber irgendwo sind auch Grenzen gesetzt.
Es war wirklich unerträglich, was für Tussis da auf der Tanzfläche rumgetippelt sind. Von den Typen ganz zu schweigen, ich sag nur solariumgebräunt und Muskelshirt. Ich glaub, so einige wissen den Unterschied zwischen Grand Café und Theatercafé nicht. Außerdem wimmelte es von Erstis. Ich sag dann mal gute Nacht Freunde.

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Diskriminiert

09.10.2004

Hatte fast den Job bekommen, bei der Versicherung. Der Herr rief gestern an und sagt mir zu mit dem Beisatz "Sie sind doch noch eingeschriebene Studentin?" Nö, dann klappt das doch nicht, sorry. Ja super. Was soll ich noch alles tun? Katholisch werden? Mann werden? Schnell mein Uni-Diplom wegwerfen und nochmal Sozialpädagogik an der KFH studieren? Dann würd ich vielleicht zumindest mal noch einen Putzjob kriegen. Ich fahr gleich zum Mad Caddies Konzert.

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Umzug

10.10.2004

Ich ziehe nächstes Wochenende wieder um. Damit wird es dieses Jahr meine fünfte und hoffentlich letzte Adresse. In der Zwischenzeit habe ich in mindestens 18 verschiedenen Betten geschlafen.
Das Konzert gestern Abend war genial!

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Offline

25.10.2004

Nun bin ich im Internetcafé! Hallo. Ich habe derzeit keinen Zugang im neuen Heim und mein e-mail Account klappt auch nicht, also schreib ich hier mal wieder was rein. Am Freitag hatte ich ein Vorstellungsgespräch in Schleswig-Holstein. Seit diesem Tag verdienen folgende Dinge/Personen das Retter-Verdienstkreuz: 1) Mein Handy 2) Jan 3) verspätete Züge der DB. DANKE DANKE DANKE.
Der Umzug hat mit netten fleißigen Helferlein prima geklappt und mein neues Zimmer sieht schon recht gemütlich aus.
Ansonsten ist abwarten angesagt....

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Montag, Montag

08.11.2004

Hi. Ich sitze mal wieder in einem komischen Internetcafé am Bahnhof, war die letzten drei Tage jeweils um 5 Uhr wach, da ich mir nun mein Geld mit Leberwurstbrotschmieren bzw. Puten pürieren verdiene. Warum hab ich eigentlich studiert? Naja, die schönen Zeiten sind jedenfalls vorbei. Und meine Zeit im Internet auch. Studio Braun ist ausverkauft... wie kann also eine Woche schöner beginnen? Bis später.

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Zusatz

08.11.2004

Vergessen: der Absagenstapel wird immer größer. Zur Krönung des Tages fehlt ja bloß noch ein großer Umschlag im Briefkasten.

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Halle

15.11.2004

Hallo. Der große Umschlag kam dann auch noch. Ich bin fast auf dem Weg nach Sachsen-Anhalt, genauer nach Halle an der Saale. Dort wartet ein Gender Mainstreaming Seminar auf mich. Ich bin gespannt. Heute morgen hätt ich fast auf die Milchbrötchen gekotzt. Dachte ja, ich hätte mich schon an den Wurstgeruch gewöhnt, aber der gekochte Schinken geht wirklich gar nicht...Tschöö!

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Online!!!

22.11.2004

Steigerung der Lebensqualität um 50%! Komisch, früher ging das ja auch ohne Internet. Ein Montag. Bin schon um 5 aufgestanden, war arbeiten, wasche Wäsche und habe soeben meine letzte unausgepackte Kiste aus dem Keller geholt.
Die vergangene Woche war recht aktiv. War ja in Halle von Montag auf Dienstag. Halle ist eine Baustelle. Den Eindruck kriegt man jedenfalls, wenn man den Bahnhof verlässt. Schon steht man mittendrin in einem riesigen verschachtelten Loch. Nützt auch kein Stadtplan mehr was. Die Innenstadt war allerdings sehr schön. Dort demonstrierten rotfahnige Männer für die 30-Stunden-Woche. In meinem Hotel (ja!) tagte gerade die FDP. Das Seminar- ein Gender-Training- war interessant und ziemlich witzig. Z.B.: was ist der Unterschied zwischen einem Kuhschwanz und einer Krawatte?
Der Kuhschwanz bedeckt den ganzen Arsch.
Haha. Naja. Hat mir jedenfalls sehr gut gefallen dort.
Freitag begann ein Wochenendseminar bei der Aids-Hilfe Münster, welches auch äußerst spannend war. So, bis demnächst mal wieder.

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Endlich mehr!

22.11.2004

Auf dieser Seite sind nun endlich die heißersehnten Kategorien "Klos und Festivals" mit Bildern gefüllt. Auch sonst ist so einiges dazugekommen. Einfach mal rumklicken. Ihr Arbeitssuchenden habt ja alle Zeit ;-)

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Absagen

25.11.2004

bitte nehmen Sie diese Ablehnung nicht als Problemanzeichen
seien Sie versichert, dass uns die Wahl nicht leicht gefallen ist
diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen! (hallo Sandra)
wir bedauern daher, Ihnen trotz Ihrer interessanten Bewerbung absagen zu müssen
die Personalauswahl fiel uns nicht leicht, da wir über 100 Bewerbungen erhalten haben
leider sind Sie nicht für die Besetzung der Stelle ausgewählt worden
für Ihre Bewerbung dürfen wir uns bedanken. Leider müssen....
es erreichten uns mehr als 240 Bewerbungen, darunter auch sehr viele qualifizierte wie Ihre, die Auswahl fiel entsprechend schwer
wir hoffen, daß Sie nicht allzu enttäuscht sind

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Minuspost

30.11.2004

Wie können einem fremde Menschen die Laune verderben? Indem sie eine Telefonrechnung und einen großen braunen Umschlag bringen. Geht's noch ätzender?
Ich weiß ich weiß, ich sollte nicht so viel jammern.

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Welt-Aids-Tag in Münster

01.12.2004

Aiesec-Symposium zum Thema "A global fear without global solutions". Aiesec ist eine ganz gräßliche Studentenorganisation, die Leute für Praktika ins Ausland schickt. Ich hab mich da auch mal beworben und ich glaube, dass dies die einzige Stelle war, bei der ich meine Bewerbung wieder zurückgezogen habe.
Jedenfalls war ich heute mit der Frauke auf dieser super Veranstaltung. Am Eingang warteten schicke Studentinnen und Studenten, die uns Begrüßungspäckchen in die Hände drückten. Da waren Handywerbung, Camelia, Kondom, Tee, Snickers und sowas drin. Wow. Wir haben uns dann hingesetzt und erstmal eine halbe Stunde gewartet, bis endlich eine rosa Pullunder-Dame uns begrüßte und das Programm vorstellte. Da nicht genug Platz war für die Kurzfilme, blieb ein Abstecher ins Malik leider nicht aus... Oh Mann! Sowas schlecht organisiertes hab ich echt noch nie gesehen. Aber Hauptsache mal ordentlich die Presse eingeladen, Gelder von X Sponsoren eingetrieben aber nix bieten. Nach dem Mittagessen gab's schließlich 3 Afrikaner, die rumtrommelten, "um uns in die afrikanische Kultur einzuführen". Allerdings war eine Stunde doch ein wenig übertrieben. Um 14 Uhr begann endlich die erste Workshopeinheit, die wiederum total enttäuschend war.
Fazit: Vorurteile sind nun bestätigte Urteile.
Gerade war die Feuerwehr vor unserem Fenster und hat Jans Fahrrad gelöscht (fast). Tschöö.

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2. Advent

05.12.2004

Ihre Bewerbung auf den Arbeitsplatz 6327.
Sehr geehrter Herr Steinberg
wir haben uns über Ihr Interesse an unserer Arbeit gefreut. Leider ist der von Ihnen favorisierte Arbeitsplatz bereits neu besetzt worden.
> Beobachten Sie bitte weiter unseren Stellenmarkt (www.ded.de)

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"Sie sind lieb und nett, vor allem im Bett"

10.12.2004

Na das war ein arbeitsamer Tag. Zuerst im Altenheim, dann im Lernzentrum. Ich habe jetzt noch mehr türkische Schüler und langsam nähere ich mich wohl doch noch unfreiwillig dem mir so verhassten Lehramt an. Macht aber Spaß und ist ja schließlich nicht in der Schule. Im Altenheim ist es auch ganz witzig bisweilen, mal abgesehen vom pürierten Fisch.
Vom "wahren" Arbeitsmarkt gibt es nichts Neues außer Absagen und Eingangsbestätigungen. In 2 Wochen ist Heiligabend und ich habe keine Geschenkideen. Dafür hat ein anonymer Nikolaus aus Roxel einen großen Sack mit Süßigkeiten und Geschenken vorbeigebracht, vielen Dank!

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Auswandern!!!

10.12.2004

Die 37-Jährige sucht für den Sportbund nach Ein-Euro-Jobbern. Beispielsweise für die Jugendarbeit. „Am liebsten sind uns dafür natürlich arbeitslose Pädagogen oder Sportlehrer“, sagt Lehnert. Die Resonanz am Sportbund-Stand ist gut: „Einige sind enttäuscht, dass wir die Fahrkarte zur Arbeit nicht finanzieren“, so Lehnert, „viele wären aber einfach froh, aus der Wohnung raus zu sein und wollen unbedingt bei uns anfangen.“ Leider hat der Sportbund nur 100 Stellen zu vergeben, zumindest zu einem Gespräch sollen aber alle Bewerber eingeladen werden.
"...will die Verwaltung arbeitslose Pädagogen auf der Basis von Ein-Euro-Jobs verpflichten."

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BRASS MONKEY!

14.12.2004

Leute, Ihr habt echt was verpasst! Auch wenn ich einen stolzen Preis für die Karte gezahlt habe, hat es sich dennoch gelohnt. Beastie Boys Konzert in der Philippshalle, Wahnsinn! Seit über 10 Jahren hör ich jetzt mehr oder weniger regelmäig Beastie Boys und hab mir schon so einige Konzertchancen entgehen lassen müssen. Glaub zuerst waren die auf der Loreley, da durfte ich nicht hin (Erinnerung verblasst ein wenig), danach gab es noch 2 Sitzkonzerte, die ich nach meiner herben Radioheadenttäuschung boykottiere. Und jetzt also Düsseldorf. Wow. Wow. Wow. Hab ja so eine innere Liste mit Bands, die ich noch unbedingt sehen will/wollte. Die Beastie Boys stehen da wirklich seit Jahren ganz ganz oben und auch ziemlich einsam mittlerweile. Echt selten so ein geiles Konzert erlebt. War einfach alles super. Ein Hammer-DJ, ein Hammer-Publikum und eine Hammer-Stimmung.
Ich habe glaub ich keinen einzigen Menschen gesehen, der jünger war als ich, was auch schonmal für eine nette Grundstimmung sorgte. Nicht, dass die Jüngeren nicht auch aufKonzerte gehen sollen, aber beim letzten Konzert bei Flogging Molly hab ich echt schon gezweifelt, die waren echt fast alle so um die 14!!!
Und dann das Konzert, schwärm! Ich kann's wirklich jetzt nicht in Worte fassen. Hatte jedenfalls Riesenspaß. Und ich beglückwünsche alle, die die Stunden danach nicht mit mir verbringen mussten!
Wir hatten auch echt noch Schwein im Zug. Denn der Fahrkartenautomat in Oberbilk war kaputt und wir saßen nun in der S-Bahn und natürlich kamen 2 Kontrolleure. Bei mir kamen schon panische Déja Vus ins Hirn. Wir sagten denen dann, dass wir gerne noch eine Karte kaufen würden, weil der Automat kaputt war (genauso tolle Ausrede wie "Mein Bus hatte Verspätung"). Die nebendran riefen nur "Schwarzfahrer, Schwarzfahrer" und haben sich kaputtgelacht. Na jedenfalls haben die Kontrolleure komisch geguckt und gesagt: bei uns kaufen Sie die nicht. Und sind weitergegangen. Mit dem Resultat dass wir in Essen zur Regionalbahn gerannt sind und wieder keine Karte kaufen konnten. Kam aber kein Kontrolleur und deshalb dank ich dieses Jahr schon wieder der Bahn, diesmal für diese preiswerte Fahrt!
Ich geh gleich schwimmen, muss meine überschüssigen - BRASS MONKEY - Energien noch irgendwie loswerden. Heute scheint die Sonne!!!

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Stellenangebote

15.12.2004

"...sucht neue Jugendleiterin mit brennendem Herzen für Jesus und für Jugendliche..."
"...wäre super, wenn Sie ein Musikinstrument spielen könnten..."
"...gesucht wird ein Trainer für körperlich gewalttätige Männer..."
"....minimum of 15 years professional experience..."

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Tolle Website

18.12.2004

Klicke mich gerade durch eine CD-Rom vom BMZ, die unglaublich gut ist. Dabei bin ich auf folgenden Link gestoßen. Auf der Seite ist noch eine super Länderdatenbank!

Weltbevölkerungsuhr

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Schuhe

18.12.2004

Ich sag's ja immer: Schuhe! Am Donnerstag war ich im Arbeitsamt, nein STOPP in der Agentur für Arbeit, Verzeihung. Neben mir saß ein älterer, weißhaariger Mann. Plötzlich sagte er: "Ach! Samba-Schuhe! Wie toll. Die hatte ich früher auch immer. Von welchem Sport kommen Sie denn?" "Mmmh, gar kein Sport, ich zieh die nur so an." Das war mal eine wirklich angeregte Unterhaltung über Schuhe. Der Herr war allerdings ziemlich schockiert über die heutigen Preise. Wünsche ein schönes Wochenende! Hat jemand irgendwelche tollen Weihnachtsgeschenkideen???

Schuhe

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Eine Verkettung bescheuerter Erlebnisse

20.12.2004

5 Uhr: Wecker.
Arbeiten.
Auf dem Weg zum Bahnhof: Kette springt vom Fahrrad.
Bahnhof: Fahrkarte kann nicht am Schalter erworben werden. Bahncard gilt nicht. Bahnbeamter belügt mich. Ich zahle 6,60 Euro nach Steinfurt. Mit Bahncard sind es nur 6,50 Euro bis nach Enschede!
Steinfurt-Burgsteinfurt: Niemand holt mich ab. Warte eine halbe Stunde in der Kälte. Mal wieder rettet mich Jan, per Telefon.
Ich wurde vergessen. Ach so.
[Projektbesuch für ein eventuelles Workcamp. Also hatte das ganze doch noch was Gutes.]
Mittagessen in der Tagespflege mit Grünkohl und Mettendchen.
Rückfahrt nach Münster schwarz, da zu wenig Zeit. Und noch den Spruch gedrückt bekommen: "Diplom-Pädagogik-Studium sollte verboten werden."
Na dann.

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Meckern

22.12.2004

Ich weiß ja, dass es nichts bringt und dass ich selber sage, dass wir nicht soviel jammern sollen, aber es geht im Moment nicht anders.
Alle sind doch so bescheuert. Könnte mich den ganzen Tag nur aufregen. Diese Scheißbahn, diese Scheißweihnachtsmarkttouristen, diese Scheißautofahrer, diese Scheißfahrradreparaturwerkstätten, diese Scheißwurstbrötchen, dieser Scheißarbeitsmarkt, diese Scheißabsagen.
Und jetzt guck ich aus dem Fenster und sehe auch noch, dass es schneit.
Scheiße.

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Frohes neues mit Nägeln & Köpfen

03.01.2005

Wünsche ein schönes, neues Jahr mit Erreichung aller Ziele, viel Musik und tollen Überraschungen Ihr alle.
Silvester auf Ameland war sehr schön, auch wenn diese Insel stets solche alten Erinnerungen hervorruft.
Das Jahr startet jedenfalls gut. Vom Weihnachtsgeld (danke, Ihr großzügigen Schenker!) sogleich 2 Reisen mit der lieben Frauke gebucht, vielleicht auch eher europäische Städtekurztrips, will ja nicht übertreiben. Aber ich freu mich schon sehr darauf! Bei easyjet gibt es nämlich Flüge für 0,49 €, wirklich!
Ansonsten gibt es nix neues hier. Tschööö! Bald ist übrigens auch schon wieder Karneval Ihr Narren da draußen.

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Witzigkeit kennt keine Grenzen

09.01.2005

Auf in den nächsten Bewerbungsmarathon. Bei der Stellensuche stoße ich doch immer wieder auf äußerst unterhaltsame Dinge. Z.B. hier:
"Die Finanzierung der Arbeit erfolgt langfristig gesehen vorwiegend durch einen persönlichen Freundeskreis des Mitarbeiters."
Das ist prima! Ab sofort erhöhe ich mir dann auch mal das Gehalt für's Wurstbrotschmieren, aufgrund Härtefallsituation. Ihr zahlt doch sicher gerne ein paar Euro dazu, oder?

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Neuigkeiten der Woche

14.01.2005

Es ist viel passiert, ohoho!
Seit Montag bin ich wieder stolze Eigentümerin eines Betts, damit meine im Mc-Kinley Rucksack transportierte Matratze nicht schimmelt. Am Dienstag hatten wir Lokalgruppentreffen und haben einen Brief an den Oberbürgermeister der lebenswertesten Stadt der Welt geschrieben. Wir hoffen, dass er sich meldet.
Am Mittwoch waren Indra und ich auf dem Emshof und das Ergebnis unseres Gegenwindfahrradkampfes: im August wird dort wieder ein internationales zweiwöchiges Workcamp stattfinden! Wenn alles gut geht, gibt es dieses Jahr 3-4 Camps in Münster und Umgebung, denn Stift Tilbeck will auch wieder ein Camp in Verbindung mit dem Barfußweg durchführen.
Morgen fahre ich nach München, zur Beerdigung von Moshammer. Ok, darüber macht man keine Witze. Aber daran ist jetzt Kate schuld, denn sie hat mich auf diese Idee gebracht!
Und außerdem habe ich heute eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhalten. Nächste Woche in Frankfurt bei der sozialistischen Jugend Deutschlands. Das war's!

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Leckerer Mangosaft

21.01.2005

Ich habe den Großteil der letzten Woche im Zug verbracht. Dabei hatte ich viermal das Vergnügen, die super ICE-Rennstrecke zwischen Köln und Frankfurt Flughafen zu fahren. Der Zug braucht bloß eine Stunde! München oder eher Oberbiberg war gut. Frankfurt auch. Viel mehr kann ich noch nicht sagen.
Ich freu mich jedenfalls erstmal auf's Wochenende. Tschöö.

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Besser kann eine Woche nicht starten

24.01.2005

Blick aus dem Fenster: Schnee! Nun ja, was soll ich machen. Irgendwie muss ich ja zur Arbeit. Um 5.30 Uhr fährt auch noch kein Bus nach Gievenbeck. Also fahr ich los. Komm nicht so weit, kurz vor'm Aasee flieg ich dank Glatteis samt Fahrrad quer über die Straße. Fahrrad total kaputt. Fährt weder vorwärts noch sonstwie. Also: schieben. Und zwar zurück nach Hause. Hoffe, die Alten müssen jetzt nicht verhungern.
Es ist auch mal wieder Zeit, den Arbeitsmarkt ein bisschen zu durchforsten. Dabei habe ich gerade dies hier gelesen:
"Honorarvergütung auf Erfolgsbasis". Was soll das denn schon wieder heißen? Ich krieg echt Plaque!!!!!

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Warten

26.01.2005

Ob es Arbeitgebern bewusst ist, unter was für Qualen sie die Bewerber setzen??? Ich rede nun nicht von den diversen Absagen der letzten Tage, sondern davon, dass ich bis heute nicht weiß, ob ich wohl eventuell am Montag nach Frankfurt ziehen werde oder nicht.

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Weiter warten

31.01.2005

und mal hier klicken

Bush in Mainz

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Laptop aber kein Job

02.02.2005

So. Nach fast 2 Wochen Ungewissheit nun die fast erwartete Gewissheit: ich bleibe der Arbeitslosenstatistik weiterhin erhalten und kann die 5 Millionenmarke leider auch nicht senken.
Dafür hat sich das Wurstbrotschmieren gelohnt und ich bin nun Besitzerin eines Laptops, damit ich von nun an noch bessere Bewerbungen schreiben kann, haha.

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Passiert nichts

03.02.2005

Heute habe ich eine Absage bekommen. Aber ich glaube, das sollte ich in diesem Rahmen nicht mehr erwähnen. Um halb sechs hat's mal wieder geregnet und die Fahrradtour nach Gievenbeck hat besonders viel Spaß gemacht. Zudem wurde ich noch von meinem Nachhilfeschüler versetzt, was den heutigen Tag mal wieder einzigartig macht. Ich verspreche hiermit, dass der nächste Eintrag nur entsteht, wenn der Inhalt positiv ausfällt.
Gute Nacht.

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Halb

12.02.2005

Was für ein stürmischer Tag! Und die Geburtstagspost hält sich mit den Absagen genau die Waage. Trotzdem freut mich heute sehr, dass es möglich ist, meinen absoluten Lieblingsradiosender über Jans fantastischen Computer empfangen zu können! Den Link findet Ihr unten und falls Ihr technisch versiert seid, dann hört Euch das an. Gerade läuft Taking Back Sunday und mehr muss ich nicht sagen.

Hörbares Radio

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Klappt

12.02.2005

nicht?

hier klicken

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Sändy ist zu blöd

12.02.2005

Aber aller guten Dinge sind ja 3.

RADIO!

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Budapest!

18.02.2005

Hallo! Endlich gibt es mal wieder was zu lesen von Fisch Fasch's Abenteuern. Unterwegs war ich mal wieder mit meiner alten erprobten und getesteten Reise- und Schicksalspartnerin Frauke!
Wir starteten am Montag in aller Früh am Münsteraner Hbf, um mit einem ausgetricksten Ticket nach Holzwickede zu fahren. Ist alles nicht so einfach, wenn man kein StudentInnenticket mehr und trotzdem die Bahncard 50 hat. So fuhren wir also frohen Mutes mit dem Shuttle Bus zum Flughafen, wo wir auch alsbald einchecken durften und uns tolle Zeitschriften à la Astroblick leisteten, die sicherlich teurer waren, als der gesamte Flug!
Im Flugzeug begrüßte uns dann auf der Rückbank direkt unser netter und äußerst attraktiver (mmh) Flugbegleiter Guido sowie unsere Flugbegleiterin Nina, die ja an Karneval vom Kölsch soooviel zugenommen hat! Oha. Die orangefarbene Dienstkleidung von Easyjet, die eigentlich aussah wie die der Müllabfuhr trug leider auch nicht wesentlich mehr zur Seriosität der Fluggesellschaft Easyjet bei. Nun denn, wir starteten und turbulenzten Richtung Budapest.
Teil 2 folgt, weil ich Bernd wohl nicht noch einmal um eine halbe Stunde vertrösten kann...
Also. Habet Geduld!

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5 Uhr

23.02.2005

Da ich derzeit entweder um 5 Uhr aufstehen muss oder um 5 Uhr erst ins Bett gehe, fehlt mir leider die Zeit, die Fortsetzung von Budapest zu schreiben.

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So geht's nicht.

01.03.2005

Es schneit! Und zwar so richtig tolle Schneeflocken, ganz viele kleine Sterne. Ich find's toll. In Budapest hat es nicht so schön geschneit, da war das ganze eher eine ziemlich nasse Angelegenheit. Ich wollte ja noch zu Ende berichten. Also. Überlegt Euch gut, ob Ihr mit Easyjet fliegt oder nicht. Ein besonders gutes und sicheres Gefühl geben einem die orange gekleideten (1-Euro-Jobber?) nämlich nicht. Aber Budapest ist eine schöne Stadt, lohnt sich allemal.
Ich habe mir gerade eine Karte für's Hurricane Festival besorgt. Und ich hab damit die erste Originalkarte von Elpi erworben. Ha! Danach habe ich meinen Job im Lernzentrum gekündigt, und zwar fristlos. Bekam nämlich 20 Minuten vor Beginn des Unterrichts eine SMS, dass er nicht stattfindet. Natürlich hab ich beim Radfahren nicht unbedingt das Händy in Vibriernähe. Naja. Ich war jedenfalls stinkesauer und habe Konsequenzen gezogen.
Gestern hatte ich auch schon so einen prallen Tag. Erstmal sagen die ganzen Workcamp Projekte total kurzfristig ab und dann hat mich auch noch die Polizei beim Missachten der StVo erwischt. Ich hatte es allerdings mit einem außerordentlich netten Polizisten zu tun, den ich dann mit meinem elenden Schicksal erweichen konnte, nur 10 Euro Strafe zahlen zu müssen.
Morgen geht's auf nach Gelsenkirchen, übermorgen nach Göttingen. Ich werde berichten.
Absagen in den letzten 4 Werktagen: 5
Au revoir.

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Von Hundert auf minus Hundert

07.03.2005

In Gelsenkirchen auf der Tagung haben die Leute im Vortrag erzählt, dass sie 900.000 Stellen schaffen werden. In den nächsten 150 Jahren oder wann?!?
In Göttingen im Waldschlösschen war es sehr schön und erholsam. Ich war dort auf einem Beratertraining von der Aids-Hilfe. Hat wirklich viel Spaß gemacht. Kaum war ich wieder in Münster hat sich allerdings alles gewendet, denn es lagen 3 große braune Umschläge auf meinem Bett. Ich glaub es fühlt sich noch besser an, verprügelt zu werden. Wenn ich keine Bewerbungen mehr schreibe, krieg ich auch keine Absagen mehr. Das ist zumindest eine Überlegung wert und ich hätte viel mehr Zeit.
Soeben habe ich auch meinen verbleibenden Job gekündigt. Wer ihn haben will, kann sich an mich wenden.

Dies ist das Waldschlösschen

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Von minus tausend auf plus tausend

10.03.2005

Vorstellungsgespräch!!! Und wie schnell sich diese ekelhafte Laune geändert hat...

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Sonne

18.03.2005

Schön war's in Marburg, wo ich ab Mittwoch mein lerngeplagtes Schwesterchen besucht habe. Zum feiern ging es erstmal in die 2Bar, wo hammergute Musik lief. Endlich mal wieder tanzen. Ich sag nur Panteon Rococo, Mad Caddies und Mighty Mighty Bosstones mal abgesehen von "The Impression that I get". Das wurde Donnerstag direkt beim "Donnersdance" im Café Trauma nach einigen Runden kickern wiederholt.
Und jetzt sitz ich wieder im verregneten und vor allem kalten Münster und esse leckeren Salat.
In Marburg bin ich heute sogar im T-Shirt rumgelaufen und saß draußen in der Eisdiele! Hoffentlich wird's morgen schön sonnig und warm.

Schöne Musik

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Vorstellen

23.03.2005

So, gestern war also das Vorstellungsgespräch in Bonn. Hat mir echt gut gefallen dort, aber was war ich nachher platt... Jetzt ist mal wieder das W A R T E N angesagt. Nächsten Dienstag krieg ich Bescheid. Bis dahin, genießet die Sonne und macht ein Aaseepicknick!

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Nichts besonderes

26.03.2005

Während das Felskronebrot im Backofen ist, ich auf den Dienstag warte, z.B. auch weil das Brittsche dann zu Besuch kommt (juhu!!!) und die Dips kalt werden, freue ich mich schon auf den gleich folgenden Besuch im Ratiobaumarkt, um mir einen Fischklodeckel zu kaufen, den ich gestern bei Laura und Meike gesehen habe und dachte: den will ich auch!!! Sonst geht's mir eigentlich ganz gut, aber langsam werd ich schon wieder hibbelig...
Also. Ich sag frohe Ostern, schönes Wetter und spielt mal wieder Tischtennis, das ist witzig.

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Eine Frage oder ein paar mehr

29.03.2005

Wann reißt eigentlich der berühmte Geduldsfaden? Und was passiert, wenn er reißt oder gar zu Ende ist?
Ich warte nun schon wieder den lieben langen Tag auf D E N Anruf und er kommt nicht. Ich hasse es. Und ich hab auch keinen Bock mehr darauf, es ist wirklich I M M E R wieder das selbe.
Warum sagen Leute: ich ruf auf jeden Fall am Dienstag an (das kann man ja auch schön auf andere Lebenssituationen übertragen) und es geschieht einfach nichts? Jaja, ich meld mich dann (=l.m.a.a.). Ich kann's nicht mehr hören! Ach Mensch, das klappt schon irgendwann, irgendwann kommt der richtige (Job, Freund).
Wer sucht, der findet? Und wer die Schnauze voll hat bleibt Single und arbeitslos. Aaaaaaaah! Scheiße. Aber Sandra, Du brauchst doch bloß Arbeit. Ja. Stimmt. Und vielleicht soll es gerade nicht sein. Jaja. Soll ich jetzt in den Keller gehen und Wäsche waschen (heulen)? Oder klingelt dann gerade das Telefon?

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By the way

30.03.2005

kam dann zum krönenden Abschluss des ohnehin schon tollen Tages der GEZ-Mann. Also so was unverschämtes und schleimiges ist mir selten untergekommen. Verflucht nochmal!!!!

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Über's Wetter reden

08.04.2005

Der ersehnte Anruf kam schließlich doch noch und ich durfte zu einem 2. Vorstellungsgespräch nach Bonn reisen. "Wir sagen Ihnen auf jeden Fall Montag Bescheid." Samstag bin ich mit Frauke und Katrin nach Prag geflogen. Zu Hause wäre ich wahrscheinlich komplett durchgedreht. Am Montag Nachmittag kam dann auch der Anruf, nachdem ich schon 7 Stunden mit Herzklopfen durch Prag gerannt bin und es war doch wieder eine Pleite, verdammt. Begründung: die andere war schon eine zeitlang in Australien, das passe besser zum Länderprogramm. Echt plausibel. Ich selbst war ja auch noch gar nicht im Ausland. Ich bin halt zusammenfassend gesagt viel zu zurückhaltend, völlig unpolitisch und war noch nicht in jedem Land der Welt länger als drei Monate. Wie soll ich da auch einen Job finden?!? Dat geht ja nun auch wirklich nicht.
Dafür war Prag allerdings sehr cool. Montag Abend waren wir auf einem tollen Konzert von Big D and the Kids Table, ich hab noch eine alte Bekannte aus'm Workcamp wiedergetroffen und es war alles sehr entspannend. Prag ist eine wunderbare Stadt!
So, und nun brauch ich was zu tun.

Big D

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2v1

09.04.2005

Ok, Kaddy hat mich darauf hingewiesen, die Vorband von Big D auch zu verlinken. Voilà und schönes Wochenende.

2v1

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Action

13.04.2005

Sonntag/Montag war Vorstandssitzung in Bonn.
http://www.sci-d.de/dersci/vorstand.htm
Ich glaube, manche Leute denken mittlerweile, ich tu nur so, als sei ich immer weg oder müsste immer sofort los, wenn sie anrufen.
Das stimmt aber nicht, ich bin echt nie da! (ok, fast nie) Ab Freitag bin schon wieder auf dem 2. Teil des Beratertrainings im Waldschlösschen bei Göttingen.
Gestern habe ich zum ersten mal bei der Aids-Prävention in einer Schule mitgemacht. Hat mir gefallen. Ich finde, die Schüler dort machen ein super Projekt mit:
http://www.bmgs.bund.de/deu/gra/themen/jugend/6063_6673.php
Gestern Nachmittag war noch Besuch beim Stift Tilbeck http://www.stift-tilbeck.de/ angesagt, wo wieder ein Workcamp stattfindet in diesem Jahr. Dort gibt es einen tollen Barfussweg, den ich unbedingt bei nächster sonniger Gelegenheit gehen möchte. Und Abends hatten wir noch Lokalgruppentreffen. Unser neues Poster sieht super aus!

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Agentur für Arbeit (???) und Fahrrad

18.04.2005

Alle drei Monate wieder müssen nichtleistungsbeziehende Arbeitssuchende und -lose den Weg zur Agentur für Arbeit gehen, um dort Fahrtkostenbelege von eventuellen Vorstellungsgesprächen bzw. Bewerbungslisten abzugeben. Heute hatte ich einen Batzen Bus-, Zug- und U-Bahnfahrkarten. Zunächst darf man sich in der Akademikerabteilung in eine Reihe grauer Stühle setzen, bis man aufgerufen wird. Das ist dann die sogenannte Anmeldung. Meistens kommt man sowieso nicht weiter bis zur persönlichen "Beraterin" (bei der ich überhaupt erst ein einziges mal war).
Heute also dieser Fall: "Normalerweise geht das aber so nicht mit den Fahrkarten, wir haben ja ein Großkundenabo und stellen die Karten selbst aus." "Ja, aber ich habe ja 2 mal angerufen und bin nach 10 minütiger (nerviger) Melodie weitergeleitet worden nach Coesfeld oder Rheine und die haben mir eine ganz andere bzw. gar keine Information gegeben". "Ja, das ist das Problem, die wissen das da nicht."
Mit anderen Worten: ich soll also den MitarbeiterInnen in Rheine vor allem sagen, dass die mir kein Fahrtkostenformular schicken dürfen, weil die AA ja Großkunde der Bahn ist?!?!
Ist doch wohl nicht zu fassen. Naja, ausnahmsweise geht das jetzt gnädigerweise doch mit meinem Antrag. Weiter geht's. Ich will zu meiner Beraterin, habe viele Fragen auf dem Herzen. Komme aber nicht zum "meiner" Beraterin, sondern mal wieder zu einer anderen. Die guckt mich schon an, als hätt ich sonstwas verbrochen. Ich sag ihr also, dass das mit dem Bewerbungschreiben nix bringt und ich bloß Absagen kriege etc. pp. , sie stellt blöde Zwischenfragen in der Variation "Warum?" "Wieso?" "Und warum?" und ich antworte brav. "So ist der Arbeitsmarkt." Dann bietet sie mir ein 2 wöchiges Bewerbertraining an. Ist ja vielleicht gut gemeint, aber ich habe mittlerweile nahezu 100 Bewerbungen geschrieben, x Bücher und Ratgeber gelesen und mit großer Wahrscheinlichkeit nach meinem Wochenende zunächst mal keinen Bock mehr auf Rollenspiele jeglicher Art. Nun denn, das Datum passt eh nicht, ist quer durch's Hurricane. Also sag ich ihr, dass ich am 10.06. nicht kann. "Und warum nicht?" fragt sie in einem etwas schril
len Ton. So langsam krieg ich Plaque. Erzähl ihr was von einer Vorstandssitzung und weiter im Gespräch.
Ob ich mich denn auch deutschlandweit bewerbe.
Ob ich denn auch im Internet nach Stellen suche.
Ob ich denn nicht vielleicht über ein "Betriebspraktikum" nachdenke? Da finanzieren sie mir ja für 8 Wochen sogar die Fahrtkosten.
Ach neee. Alles völlig neue Ideen. Danke Agentur für Arbeit.
Und auf die Frage, wie ich vielleicht aus der privaten Krankenkasse rauskomme, hat sie auch keine Antwort.
Ich frag mich wirklich, wieso der ganze Flur dort voll mit sogenannten BeraterInnen ist, wenn einem doch sowieso nie jemand überhaupt auch nur eine einzige Frage in einem halbwegs normalen Ton, wenn überhaupt, beantworten kann. Dort wird man wirklich behandelt wie der letzte Dreck. Eigentlich sollte ich mich beschweren. Wozu sitzen diese Leute da und gehen NIE ans Telefon, wissen NIE irgendwas?!?
So. Dieses Thema ist erstmal beendet.
Ich habe mir gerade ein neues altes supertolles Fahrrad gekauft, denn mein altes steht wirklich kurz vor seinem Ende.
Wünsche einen schönen Abend und viel Spaß beim Seriengucken.

hier klicken

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Weiterbildung?

20.04.2005

Eine Weiterbildung, die von manchen Arbeitgebern als "zwingend erforderlich" angesehen wird, kostet z.B. in Wiesbaden bloß 25.000 €.

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Volltreffer!

24.04.2005

Brittsche und ich fahren zur WM! Juhu! Wer hätte das gedacht?
"Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass Ihnen im Rahmen der Auslosung zur Ticketverkaufsphase 1 anlässlich der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006 (TM) Einzeltickets für folgendes Spiel zugeteilt werden konnten:
2 Tickets für Spiel Nr. 35, am 20.06.2006, in Köln..."
Außerdem hat meine Cousine Angela am Freitag einen neuen brasilianischen Fußballgott namens Bjarne auf die Welt gebracht!
Einen schönen Gruß aus Koblenz an alle.

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Rheinkultur!

26.04.2005

Nur noch 67 Tage.

Rheinkultur

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.

02.05.2005

Schon ein Jahr her, dass ich in Zambia gelandet bin! Wahnsinn.
Habe gerade mein erstes Radiostudiointerview gegeben.
Und ich habe mich in Kambodscha beworben. Ansonsten habe ich keine Neuigkeiten.

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NRW-Wahl

03.05.2005

Hi Leute,
heute Abend war auch ich bei Angie auf dem Domplatz. Meine Ohren sind für immer taub. Einer fragt mich: "Ey, verkaufst Du mir eine Trillerpfeife, bitte bitte!" Und zückt schon sein Portemonnaie. Woher weiß der, dass ich überhaupt Trillerpfeifen zum Verkauf dabei habe? Die passenden Fotos gibt es brandaktuell und hier (wer seine Titanicsammelbildchenkollektion noch erweitern will):

Jan knipst Angie

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Geht wählen!

21.05.2005

Hier passiert ja gar nichts mehr bei Fisch Fasch. Ich hatte letzte Woche ein interessantes Seminar in Berlin-Kreuzberg, welches ich geleitet habe. Als wir ankamen und nach dem Seminarraum fragten, kam ein verwunderter Blick und "Seminarraum??? Wir haben gar keinen." Prima! So haben wir das Seminar in einer Kita durchgeführt, hatte auch was. Am Mittwoch war ich in Essen auf dem Rise Against Konzert. Der durchschnittliche Besucher dort war einen Kopf kleiner als ich und mindestens 12 Jahre jünger. Das war schon hart. Jetzt bin ich wieder in Münster, will unbedingt Siedler spielen ;-), saß gerade gemütlich am Aasee und fahre nächste Woche in die Schweiz. Aber morgen ist ja erstmal wählen gehen angesagt! Leute, wählt was! Macht doch auch mal den Wahl-O-Mat!
Schönes Wochenende noch.

Der Wahl-O-Mat

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Siedlern

22.05.2005

Hallo! Ich habe beim Siedlerspiel gewonnen. Seitdem Frauke auf Mallorca ist, gewinne ich immer ;-)
Gestern Abend war eine Party, auf der ich einen Menschen traf, der zur gleichen Zeit wie ich im Petrisberg gewohnt hat! Unglaublich. Im 6. Stock. Das ist echt lustig, vor allem weil ich außerhalb des Petrisbergs noch nie jemanden getroffen habe, der dort auch gewohnt hat. Was der Petrisberg ist?
"The only residence that needs description is Petrisberg. It is actually a converted hospital, used by the French as a military hospital, and only used for student accommodation since 1993, which may be why relatively few refurbishments have been carried out. A TV room with satellite and video have been installed, and new doors and toilets, so they are working on it. It will be quite a shock when you first walk in as the rooms are huge - the first thing I wanted to do when I saw mine was turn round and go home - but don’t let this put you off - they only look unwelcoming when they are bare. So get all of your own things in straight away, plenty of colours and posters etc. and they look great. In fact all the best parties happen at Petrisberg!! Now I love my room and wouldn’t swap it for one of the smaller ones."

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Bern

25.05.2005

So, jetzt habe ich endlich ein Internetcafé gefunden. Ich bin nun in der Schweiz, genauer gesagt in Bern. Wow ist das eine coole Stadt. Am Bahnhof kann man Fahrräder umsonst ausleihen, ist zwar McDonalds Werbung drauf, aber schon eine tolle Sache! Eben war ich im Gurtenpark, da fährt eine Bahn hoch und man hat einen Waaaaahnsinnsblick auf die Alpen. Wow. Das haut mich gerade wirklich um. Aaaah. Der eigentlich Grund, warum ich hier bin, war ja schon sehr früh am Morgen. Ich danke für's Daumen drücken und hoffe wirklich, dass es diesmal was genützt hat. Liebste Grüße aus dem heißen Bern (hab schon wieder Bernd geschrieben ;-)

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Städte am Rhein

29.05.2005

So. Ich bin wieder in Münster. Nach Dortmund, Basel, Bern, Koblenz und Bonn (bloß 3 Rheinstädte) endlich wieder in der lebenswertesten Stadt der Welt. Was mir in 4 Tagen in jenen Städten widerfahren ist, grenzt schon an Psychoterrorismus. Ich hatte 2 Vorstellungsgespräche in Bern und Bonn. Die Standardfragen wie sie im Buche stehen kann ich wohl mittlerweile wirklich schlafend beantworten. Nun ja, ich bin ja schließlich auch überqualifiziert, wen wundert das dann noch. In Bonn wurde ich fast nicht hineingelassen und der Chef wusste nichts von einem Vorstellungsgespräch. Wollte mich dann Kaffeetrinken schicken, aber es lief schließlich doch auf den Nachmittag hinaus. Zum Glück war's gar nicht heiß draußen und ich überhaupt nicht verschwitzt. Bescheid (für ein Praktikum) krieg ich vielleicht, eventuell, mal sehen, frühestens Anfang übernächster oder vielleicht doch überübernächster Woche, und wer weiß, vielleicht gibt es noch ein drittes Gespräch?
Richtig schön war's hingegen noch in Basel und Koblenz, wo ich endlich mal wieder meine liebsten Freundinnen getroffen habe und wir Abends am Rhein saßen.
Gestern war ein chilliger Tag am Kanal angesagt und Hafenfest, leider hatte ich meine Flipflops an, was eine nicht ganz so gute Idee war, denn beim Tanzen in der Osmohalle (?) wurden meine Füße fast zertrümmert. Was soll ich machen? Soll ich noch Bewerbungen schreiben? Soll ich noch ein Praktikum machen? Soll ich meinen Lebenslauf vielleicht kürzen? Soll ich doch konvertieren? Schönen Sonntag noch an alle.

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Frage!

03.06.2005

Wie oft muss man eigentlich zum Klo, wenn man 4 Liter Wasser getrunken hat?

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Zitat

06.06.2005

"Ihre Unterlagen sind ansprechend und stellen an sich keinen Grund für eine Absage dar.
Wir hatten auf unsere Stellenanzeige allerdings eine so hervorragende Resonanz, dass wir uns letztendlich für eine Mitbewerberin entschieden haben, deren Profil sich mit den Anforderungen der zu besetzenden Stelle noch exakter deckt, als das schon bei Ihnen der Fall ist. "

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Zitat II

06.06.2005

"Leider konnten wir Ihre Bewerbung angesichts weiterer ebenfalls qualifizierter Bewerbungen nicht in der engeren Auswahl berücksichtigen. (...)
Ihre Bewerbungsunterlagen senden wir Ihnen zu unserer Entlastung zurück."
Anmerkung: Es handelte sich hier um eine ONLINE-Bewerbung. Ich wusste gar nicht, dass diese so belastend ist, als dass man sie mir ausgedruckt per Post zurückschicken müsste. Nun denn. Auf ein Neues.

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Zitat III

08.06.2005

"Liebe Sandra
Wie ich ihnen am Telefon schon mitgeteilt habe, ist unsere Wahl auf eine andere Bewerberin gefallen. Wir haben deine Bewerbung sehr geschätzt und möchten uns nochmals für dein Interesse danken. Anbei senden wir dir deine Bewerbungsunterlagen zurück. Wir wünschen dir viel Erfolg bei ihren weiteren Bewerbungen..."
Anm.: Originaltext! Und ebenfalls Antwort auf eine pdf Bewerbung.

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Neuigkeiten von Fisch Fasch

22.06.2005

Guten Tag,
ich habe mich lange nicht mehr gemeldet. Inzwischen ist das Hurricane vorbei. Es war recht angenehm dort, wenn auch so kalt wie manchmal im Winter nicht. Habe zum Glück Fraukes Ecuador-Strickjacke dabeigehabt und nicht sooo schlimm gefroren. Favorisierte Bands: SKA-P, Olli Schulz und der Hund Marie und überraschenderweise Audioslave (haben Songs von RATM gespielt!).
Danach Bonn, Köln, Zandvoort, Amsterdam, alles wunderbar. Alte Bekannte wiedergetroffen, in der Nordsee schwimmen gewesen, entspannt und trotzdem total angespannt ->
wieder in Bonn: Auswahltagung des DED. Drei Tage lang Psychotests, Gruppendiskussionen, Einzelgespräche, Sprachtests etc. Resultat: Ich bin geeignet. Endlich hat es mal jemand erkannt. Wenn alles gut geht, ich tropentauglich bin, die Leute in Kambodscha noch zustimmen, dann kann es schon fast losgehen. Endgültige Entscheidungen werden bekanntgegeben.
Und wenn jetzt noch Babsi, die alte Quasselstrippe ;-) mal auflegt, könnte ich auch bekanntgeben, dass ich zu ihrer Geburtstagsparty nach Trier komme!

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Tropentauglich

23.06.2005

"Sehr geehrte Frau Steinberg,
wir freuen uns, daß Sie nach den Ergebnissen der medizinischen Untersuchung tropentauglich sind und damit die gesundheitliche Eignung besitzen, die für Entwicklungshelfer/innen und deren Angehörige Voraussetzung zur Ausreise ist."

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Trier

24.06.2005

Juhu, ich fahre heute nach Trier. Ich freue mich! Gerade habe ich mal wieder ein Radiointerview gegeben, zu hören nächste Woche, wenn ich sowieso nicht in Münster bin. Hat aber Spaß gemacht.
Schönes Wochenende.

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Neue Frechheit

28.06.2005

"Wie Sie wissen, liegen uns mehrere Nachfragen zu einem Praktikum in der XXXXXXXX vor. Wir haben uns nun für eine Praktikantin entschieden, die bereits über mehr Kenntnisse im Bereich Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit verfügt."
Seit April warte ich auf eine Antwort, die ich nun, nach gestriger etwas genervter e-mail auch heute erhielt. Ok. Nicht aufregen.
Dafür hab ich eine neue Brille, dank großer Unterstützung, ausgesucht.
Ab nach Mainz. Und tschüß!
PS: Heute Abend könnt Ihr mich im Radio hören, Antenne Münster.

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Fisch Fasch is back!

26.07.2005

Hallo Leute,
nach einigen technischen Schwierigkeiten auf dieser Website (emmhemmehm) bin ich wieder zurück! Ich melde mich aus Berlin. Hier war ich zwischenzeitlich auf einer interessanten Tagung zum Thema "Langzeitwirkungen von internationalen Freiwilligendiensten" war. Ich kann nur jedem mal empfehlen, eine solche Maßnahme mitzumachen. Direkt im Anschluss an Berlin war ich in Reichelsheim im Odenwald in einer arg christlichen Umgebung, wo wir abends Jesusbilder angetanzt haben, was nicht ganz so inspirierend war für die zukünftigen CampleiterInnen, die wir dort ausgebildet haben.
Ja, und nun bin ich erneut in Berlin, in einem schwulen Präventionsprojekt namens Mancheck. Diese Woche besuchen wir fast täglich soziale Projekte, die sich im weitesten Sinne mit der HIV/Aids Thematik beschäftigen. Zudem werden wir uns abends auf Parties befinden, um dort condoms and lubricants zu verteilen. Mein favorisierter Abend: Donnerstag, Pope Party. Ich bin sehr gespannt. Die Gruppe hier ist wirklich super. Wir haben Leute aus Österreich, Finnland, Schweden, Moldawien, der Türkei und Spanien und alle sind so easy und nett und aktiv.
Am 20. Oktober fliege ich nach Kambodscha, falls ich das noch nicht erwähnt hatte!
Und ich möchte noch meiner lieben kleinen Schwester zum Geburtstag gratulieren!
Meine Mittagspause ist gleich vorbei.

Mancheck

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Münster, Bonn, Köln, Wendland

06.08.2005

Hey. Das Camp hat sich gespalten. Meine Truppe befindet sich zur Zeit Bonn, wo wir gestern unser erstes HIV-Training gegeben haben. Hat Spaß gemacht. Britta hat mir letzte Nacht Asyl in ihrer neuen Wohnung gewährt, wunderbar! Dort, wo wir untergebracht sind, pennen nämlich noch 20 andere Leute und es gibt bloß kaltes Regenwasser, welches wir ja draußen schon zur Genüge haben. Wir wohnen in einem ehemaligen Gefängnis, an sich aber ein sehr cooles Haus.
Heute waren wir in Köln, shoppen, sightseeing, shoppen...
Und morgen geht's ins nächste Camp, das Antiatomcamp im Wendland.
Ich bin ziemlich k.o., dafür aber superfroh.
Heute haben mir meine lieben Mädels einen Lindenstraßenkalender für 2006 geschenkt! Wow, da war ich echt überrascht.
Ich flieg übrigens schon am 19.10. los. Neben mir sitzt eine hektische Mutter mit einem schrecklichen Kind, die machen mich ganz irre. Deshalb geh ich jetzt mal wieder in den kalten Regen.
Also, seid gegrüßt und bis bald!

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Berlin again

09.08.2005

Hallo aus dem Internetcafé. Neben mir sitzt abermals eine nervige Mutter mit neugierigem Kind, das dauernd meine mails mitliest.
Wir sind aus dem Wendland zurückgekehrt. Es war so bitterkalt, mehr kann ich grad nicht berichten. Jetzt sind wir in Berlin in einem besetzten Haus untergebracht und ich freu mich schon wieder auf einen etwas festeren Schlafplatz.
Wenn Ihr unten auf den Link klickt und dann bei
Galerien:
Schwestern in Aktion
anklickt, könnt Ihr unser Camp begutachten.

Schwestern der perpetuellen Indulgenz

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Auf Malle triffste alle!

27.08.2005

Hey, hiermit melde ich mich aus Fraukes neuer Heimat Spanien! Wie es der Zufall so will, sind Annika und Katrin im Nachbarort und so haben wir heute mit Frauke Tours eine Inselerkundung gemacht, war super! Anstelle von Postkarten, die sowieso ja nicht vor mir ankommen: schoene Gruesse aus dem heissen Urlaub. Bis bald dann!

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Endlich Sommer, endlich Sofa

31.08.2005

Hey, es ist heiß und man kann sich am Kanal räkeln, wie schön! Wenn's dann noch nicht heiß genug ist, kann man auch schwere grüne Sofas vom Sperrmüll ins oberste Stockwerk schleppen...
Juhu! Wir haben endlich ein Sofa! Ansonsten werde ich in den nächsten Tagen bestimmt zu vielen Ärzten gehen, solang ich noch versichert bin, damit ich meine ganzen komischen Knubbel und Knochen nochmal untersuchen lassen kann. Mein neuer Reisepass ist nun auch da! Und jetzt guck ich Fernsehen. Tschööö!

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Neues

02.09.2005

Es gibt einen Zwischenmieter. Das heißt jetzt auch wieder: mein Leben in Kisten packen. Das ist so anstrengend. Und immer mehr landet auf dem Müll, wenigstens das.

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Wo ist eigentlich Kambodscha?

03.09.2005

Kambodscha ist zur Zeit Thema, logisch. Aber kaum einer scheint zu wissen, wo das überhaupt auf der Welt so liegt.
"Ist Kambodscha ein Nachbarland von Zambia?"
"Na Sandra, wann geht's denn los nach Afrika?"
"Ach, schon wieder Afrika!"
"Mmh, wo issn das?" (Die Augen ausschließlich auf Afrika gerichtet ;-)

Hier ist Kambodscha!

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Fortsetzung

05.09.2005

"Wann gehst du nach Mosambique und für wie lange?"
Offenbar haben nun auch immer mehr Leute Interesse an meinem Zimmerchen, das ist ja witzig...
Ansonsten Kreditkarte beantragt, Kontaktlinsenvorrat gekauft, Ärztetour I erfolgreich beendet. Heute Abend wird gegrillt.

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Warum...

07.09.2005

...passt eigentlich so verdammt viel Kram in ein blödes IKEA-Regal?
...sind Bücher so schwer?
...hat dieses Haus keinen Aufzug und warum wohn ich ganz oben?
Ich hasse es, Umzugskartons zu packen!!! Das ist eine ganz schön schweißtreibende Angelegenheit. HILFE!

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Flohmarkt

18.09.2005

Vorgestern und gestern habe ich einen Flohmarktstand gemacht. Es hat sich ziemlich gut gelohnt, denn ich habe an die 100 Euro verdient, obwohl Bernd meine besten Sachen für 1 Euro pro Stück rausgehauen hat!!! So platt wie gestern war ich schon ewig nicht mehr. Der Flohmarkt in Münster spielt sich hauptsächlich nachts ab, was toll ist, denn so kann man auch abgeschnittene Band-T-Shirts zu angemessenen Preisen verkaufen und die Leute sind gut gelaunt. Hat was von Festivalstimmung. Heute Abend beginnt meine Kambodschavorbereitung und ich habe immer noch nicht gepackt. Dafür war ich aber schon wählen. So, dann muss ich mich wohl mal an die Arbeit machen. Kann mir jemand per SMS die Wahlergebnisse mitteilen? Ich werde auf jeden Fall, egal wie ich fahre, im Zug sitzen....

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Hier passiert noch was!

03.10.2005

Hallo und guten Abend!
Ich habe hier schon länger nichts mehr eingetragen, weil ich seit 2 Wochen im Vorbereitungskurs für Kambodscha bin und bisher noch nicht dazu gekommen bin. Dafür aber jetzt mit neuem Laptop im Internet! Komisch ist nur, dass die einzige Seite im ganzen Internet meine eigene ist, die er nicht richtig anzeigen kann.
Morgen beginnt mein Trainingskurs "Interkulturelle Kommunikation". Mal sehen, wie das so wird.
Dieses Wochenende habe ich übrigens mein Zimmer komplett leergeräumt und war auf Ameland. Jetzt fahre ich gleich in mein stinkendes Hotel und hoffe, nicht wieder in Hundescheiße zu treten.
Gute Nacht Freunde und Freundinnen!
PS: Am 12.10. mache ich ein kleines Abschiedsfest, Ihr dürft alle vorbeikommen.

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Völlige Verwirrung

07.10.2005

Kaum zu Hause schon wieder alles voller großer Fragezeichen, die sich eigentlich gerade verflüchtigt hatten.
Meterweise Post im Briefkasten, unter anderem der lang ersehnte Dienstpass mit Visum. Aber auch mein Flugticket mit völlig bescheuerten und vor allem anderen Flugdaten!!!
Ursprünglich sollte ich ab Frankfurt über Bangkok nach Phnom Penh fliegen mit Thai Airways.
Jetzt flieg ich Düsseldorf-Amsterdam-Kuala Lumpur-Phnom Penh mit Malaysia Airlines. Na prima. Wie gut, dass ich schon Kram in Koblenz habe, den ich dringend mitnehmen muss. Wie gut, dass ich nun manchen lieben Leuten gar nicht mehr tschüß sagen kann.
Und wie ich mit 20 kg auskommen soll, ist mir nach wie vor ein Rätsel.
Ich habe eine kilometerlange Liste abzuarbeiten. Ich will das nicht machen. Ich will da jetzt schon sein, hier ist ja eh gerade niemand.
Heul. Heul. Heul.

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Noch mehr Verwirrung

09.10.2005

Liebe Leute,
seit längerer Zeit wundere ich mich darüber, dass ich meine neuen Emails bei GMX nicht mehr angezeigt bekomme. Gestern habe ich mein Passwort mal geändert und siehe da: als ich mich gerade eingeloggt habe, stand da: 10 fehlgeschlagene Login-Versuche!!!
Wer liest denn da um Himmels Willen seit Wochen meine Emails? Wer macht sowas?
Sehr sehr seltsam. Eigentlich weiß ja nur meine liebe Schwester mein Passwort und die würde sowas niiieeee machen! Schon komisch, das.
Ich werde mal die letzte Chance nutzen, um Inlinern zu gehen.

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Wohin?

17.10.2005

"Wohin fliegen Sie nochmal? Nach Namibia?" fragte die Bankfrau.
"I wish you all the best in Corea." schrieb Paqui per Email.
Mann, in dieser Bude sind's bloß 15°C und ich friere. Das wird wohl sobald in KAMBODSCHA, Südostasien, nicht mehr vorkommen. Übermorgen sitze ich schon im Flugzeug, mit hoffentlich all meinem ganzen Gedöns.
Wenn's nicht ausverkauft ist, gehe ich morgen noch zu Olli Schulz und der Hund Marie ins Gleis 22.
Das nächste mal melde ich mich an dieser Stelle dann aus Phnom Penh.

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Fast fertig

18.10.2005

Hey. Ich habe nun, wie nicht anders zu erwarten, auf den letzten Drücker alles gepackt, fast. In 3 Stunden fahr ich mit Jan nach Düsseldorf zum Flughafen, treffe dort noch meine Schwester und dann geht's los. Drückt mir die Daumen, dass ich nicht die Hälfte meines Gepäcks wieder auspacken und hierlassen muss. Ich weiß immer noch nicht, ob ich das Siedlerspiel einpacken soll, aber es ist ja auch noch Zeit. Bis bald aus Phnom Penh!

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Kambodscha

20.08.2006

Alle Einträge aus Kambodscha findest Du hier.

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Out of Space

23.08.2006

It's a new life. Ihr habt lange nichts mehr von mir gelesen, weil ich immer noch nicht richtig sortiert bin. Ich bin wieder in Deutschland, soviel steht fest. Ich friere ununterbrochen. Das Land ist leer, leise und luftig. Meine neue Stadt gefällt mir bis jetzt ganz gut, auch wenn ich mich wie ein verlorenes Schaf fühle. Im letzten Kambodschaeintrag hab ich von Tränen über verschiedenen Ländern gesprochen. Auch in Düsseldorf habe ich schon Tränen vergossen, das ist über 11 Jahre her, die Liebe... Meine Rucksäcke und Taschen aus Kambodscha habe ich noch nicht ausgepackt. Eine Woche lang bin ich täglich von Münster nach Düsseldorf und zurück gefahren mit dem stets verspäteten ICE, EC und IC, inklusive schreiender Kegelclubfrauen. Jetzt schlafe ich in einer leeren Wohnung, sie wird auch meine zukünftige Wohnung sein, allerdings wird sie komplett renoviert und das wird noch dauern. Schräg gegenüber ist ein beheiztes Internetcafé, in dem ich mich jetzt befinde. Hier werden Sprachen gesprochen, die ich nicht verstehe aber ich fühle mich ein bißchen heimisch. Aber mal ein bißchen der Reihe nach.
Meine letzten Tage und Stunden in Phnom Penh waren fürchterlich. Ich kann Abschiede nicht ertragen. Am Flughafen lief alles schief, ich konnte nicht alle Taschen mitnehmen und man hat mir sogar meine Holzschlange abgenommen, die in meiner Laptoptasche lag. Damit hätte ich ja die Piloten erschrecken können... In Bangkok bin ich erst zum falschen Gate gerannt, danach hab ich mich auf den falschen Platz gesetzt. Sowas ist mir noch nie passiert. In Frankfurt bin ich zu früh gelandet und niemand war da. Da fiel mir auch die Holzschlange ein und ich bin wieder rein in die Gepäckausgabe, denn dort sollte sie im Sperrgepäck landen. Da fand ich sie auch und als ich das zweite mal durch die Tür ging, stand immerhin schon mein liebes Schwesterlein da. Kurze Zeit später kamen auch meine Eltern und Jan und raus ging es in den Regen...
Am Samstag dann erstmal ne dicke Hose und Jacke gekauft. Ohne die wär ich wahrscheinlich schon erfroren. Sonntag nach Münster und Montag nach Düsseldorf, Wohnungen angucken im strömenden Regen. Dienstag war mein erster Arbeitstag. Der war richtig nett und mittlerweile ist auch meine erste sehr gute Woche schon rum. Es ist schon eine krasse Umstellung, wieder Menschen um mich rum zu haben, die Tacheles reden. Aber ich hab ein gutes Gefühl. Ich bin froh, auch wenn es gerade alles zu viel ist. Alles wird auf einmal wieder so kompliziert. Hier kann ich nicht Sonntags eine Waschmaschine kaufen und sie per Moped nach Hause transportieren lassen. Wo krieg ich ein gebrauchtes Fahrrad her, woher den Rest? Und Wohnungspreise kann ich leider auch nicht runterhandeln. So, dann geh ich jetzt mal pennen. Seid gegrüßt aus der Landeshauptstadt NRW!

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Banane bricht, Curry verläßt

01.09.2006

In der Zeit nach meinem letzten Eintrag:

- habe ich unglaublich viele Dinge erledigt, z.B. habe ich mir ein Fahrrad für Düsseldorf gekauft

- war ich mit Laura in der Sputnikhalle
Dort war es wunderwunderbar. Auf dem Hawerkamp begegneten mir lauter Menschen, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Kurzzeitig kam das Gefühl von Heimat auf, was ich aber ansonsten bislang nicht sehr verspüre.

- habe ich auf dem blanken Fußboden übernachtet
Ein Zuhause habe ich noch nicht. Die nächste Woche werde ich in einem Hostel wohnen, dort stehen immerhin Betten, auch wenn ich dann das Zimmer mit 10 Leuten teilen muss.

- habe ich geträumt, dass ich schwanger und hiv+ bin (woher das nur kommt...)

- bin ich mit dem Fahrrad aus Versehen auf die Autobahn gefahren

- habe ich mehr französisch gesprochen, als in den letzten 10 Jahren zusammen

Ansonsten mache ich mir typischerweise mal wieder mehr Streß, als nötig ist, völliger Schwach- und Wahnsinn. Am Montag Abend war ich in Köln, um zum Rise Against Konzert zu gehen, was natürlich schon ausverkauft war. Am Mittwoch Abend war ich in Bonn, um meinen KYA Chef zu treffen, der mir freundlicherweise mein Hängemattengestell mitgebracht hat. So rase ich durch die Städte am Rhein, ernähre mich nur noch von Bahnhofsfutter und schaffe es weder, meine Emails zu lesen, noch einen Brief abzuschicken. Die Arbeit ist gut aber auch umwerfend: alles neu, alles viel und alles sehr krass. Jetzt bin ich froh, dass ich ein paar Tage frei habe und ich mich mal zurücklehnen kann.

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Fragwürdig?

03.09.2006

Ja wundert sich denn hier niemand über den komischen Betreff im letzten Eintrag? Ich würde mich da ja schon fragen: häää? Was soll das? Aber da niemand fragt, erkläre ich es auch nicht. Gerade heute bin ich wieder an so einem Punkt angelangt: soll ich meine Homepage sperren oder löschen? Oder Passwörter einbauen? Das Internet ist doch unheimlich.

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Hostel

05.09.2006

Was gibt es demütigenderes, als in einem Hostel zu wohnen, wenn man nicht mal Urlaub macht? Das war ja schon in Kambodscha nervend, aber dort musste man sich immerhin nicht für 20 € in 6-Etagenbett-Zimmern ablegen. Diese Woche wohne ich also im Hostel bzw. Backpackers. Ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht doch den harten Fußboden in einer leeren Wohnung bevorzuge. Denn natürlich ist es so: sobald man endlich im viel zu weichen Bett liegt, kommen die ersten Asiaten von ihrer "ich habe ein Altbier getrunken und bin total besoffen Tour" nach Hause und schreien lauthals in der Gegend rum. "Where are you from?" Und sind dann natürlich völlig verwirrt, wenn man Germany antwortet. Leider bin ich heute vor meinem Wecker aufgewacht, aber morgen stell ich mir einen System of a Down Weckton ein. Für einen guten Start in den Tag. Für alle! Die Woche startete übrigens auch schon ganz prima. Ich wollte ja nicht so schnell wieder ins Jammern über die Bahn verfallen, aber bis jetzt hat mich noch kein einziger EC aus der oder auf dem Weg in die Schweiz nur halbwegs normal ans Ziel gebracht, und Münster-Düsseldorf bzw. umgekehrt ist ja nun nicht so die lange Strecke. Gestern jedenfalls blieb der Zug aus unerklärlichen Gründen in Bochum liegen, juhu, dabei hatte ich doch eigentlich um halb acht einen Termin mit der neuen Vermieterin. So, dann gehe ich mal Frühstücken, ich bin gespannt, ob es in deutschen Hostels wenigstens auch deutsches Brot gibt!

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Engländer

05.09.2006

Was ist noch schlimmer in Hostels als Asiaten? Richtig. Ihr erratet es. Die Überschrift dürfte dieses mal jedem Menschen einleuchten. Zugegen: ein englisches Cricket-Team. Durchschnittsalter etwa 20. Immerhin haben sie mir gerade eine Dose Beck's geschenkt. Man macht schon was mit. Die gehen gleich auf die Piste und stylen sich seit sage und schreibe einer Stunde dafür. Was die wohl alles vorhaben, man weiß es nicht und will es nicht wissen. Männer mit blonden Strähnchen sind ja schon speziell.
Ich warte derweil auf eine spätere Stunde, um endlich ins Bett zu gehen. Was für ein Leben. Heute morgen habe ich noch schnell eine Anzeige geschaltet. Zimmer gesucht. Habe schon viele Anrufe erhalten. Sehr suspekt zum Teil, manche suchen wohl auch einfach Kontakt. "Mein Freund ist ausgezogen und jetzt bin ich so allein in der Wohnung... ich kann Dich auch mit dem Auto zur S-Bahn fahren, kein Problem..." Ah ja. Ich weiss nicht, was ich davon so halten soll. Hab doch keine Kontaktanzeige geschaltet. Im Hostel befindet sich auch ein Freak, der davon ausgeht, dass jeder hier niederländisch spricht. Das erste was er gemacht hat war mir an die Oberarme zu packen, um zu gucken, ob ich genug Muskeln habe, meinen zur Zeit doch sehr kleinen Rucksack zu tragen. Falls er nicht irgendwelche Leute hier nervt rennt er im Haus rum und spielt Gitarre. Außerdem stinkt es jetzt hier noch nach Bratwurst. Ich habe mich für einen Türkisch-Kurs angemeldet. Wenn noch Platz ist, fange ich morgen damit an, da bin ich gespannt. Bis später.

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Nirgendwo

06.09.2006

schmeckt Schokolade besser als in Deutschland. Und Brot sowieso. Enttäuschenderweise gibt es hier im Hostel nur labberiges Weißbrot, so wie es wahrscheinlich der größte Teil der Kundschaft dieses Hauses auch wünscht. Aber man legt uns Deutschen im Ausland doch auch kein Vollkornbrot auf den Frühstücksteller! Im Gegenteil!!! Doch bevor ich mich jetzt weiter über Brot auslasse und ins Bett gehe noch ein paar andere Sätze. Heute Abend hatte ich meine erste Türkischstunde. Das schönste Wort: görüsürüz. Der Türkischlehrer trägt ein Rock am Ring T-Shirt und die Türkisch-Lernenden sind ein ziemlich bunter Haufen. Von Leuten die behaupten, die Türken in Deutschland können alle kein Deutsch über Türken, die nur Deutsch sprechen.
Nun gut, irgendwann kommt der Zeitpunkt. Die hoffentlich letzte Nacht im Hostelbett.

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Ein Versuch

07.09.2006

Jan - auf Party - und ich - auf Kamillentee - haben uns neulich ein hübsches System einfallen lassen. Dieses System soll uns davor bewahren, zu viel zu jammern und lamentieren, es soll uns zeigen: hey, es könnte doch viel schlimmer sein, freu Dich einfach, dass es jetzt so ist, wie es ist. Dazu haben wir uns einige Gedankenkarteikärtchen ins Gehirn gepflanzt und siehe da! Es funktioniert. Auf den unsichtbaren magischen Gehirnkarten stehen kluge Sprüche wie "der Zug könnte auch 45 Minuten Verspätung haben und in ihm könnte ein herrenloses Gepäckstück stehen also freu Dich gefälligst, dass Dein Zug bloß eine halbe Stunde später kommt". Oder: "Dein ganzer Computer hätte im Arsch sein können, und nicht bloß Deine DVD mit lächerlichen 10.000 Fotos, also sei dankbar". Falls die persönlichen Karten nicht gleich erscheinen, hilft der oder die andere eben mit seinen eigenen Karten nach. Manche Karten sind auch mit Fotos bestückt, eine meiner Karten zeigt zum Beispiel eine kambodschanische Landstraße in der Regenzeit. Die hole ich morgens in Düsseldorf raus, wenn ich zur Arbeit radele. Das morgendliche Radeln in unserer Landeshauptstadt ist nämlich in der Tat schlimmer, als in Phnom Penh. Und ich dachte eigentlich, dass es nichts schlimmeres gibt. Wie ich mich irre. Leider verhält es sich derzeit mit der Deutschen Bahn so, dass ich keine Kärtchen mehr habe. Im Gegenteil: ich stelle mir vor: ach säße ich doch im Capitol Bus von Battambang nach Phnom Penh und müsste Karaokevideos gucken, dann hätte ich wenigstens nicht lauter außerplanmäßige Halts, zum Beispiel in Ascheberg, um einen außerplanmäßigen Lokführer auszuwechseln. Oder ich müsste Montag morgens nicht im bitterkalten Bochum aussteigen, weil der Zug nicht weiterfährt. Für die Ergänzung der Karten nehme ich gerne neue Vorschläge entgegen.

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Ausländer

08.09.2006

Gleich fahre ich nach Paderborn, Fortbildung zum Deutschen Ausländerrecht. Zuvor möchte ich auf diesen sehr interessanten Link verweisen, auf den ich heute Morgen in der Taz aufmerksam geworden bin. Unglaublich.

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Wohnst Du schon?

29.09.2006

Es ist lange her, dass ich mich hier bei Fisch Fasch habe blicken lassen. Das hat ganz viele Gründe. Der plausibelste ist, dass ich kein Internet habe und die Internetcafés nicht so toll sind wie in Kambodscha. Ein anderer Grund ist: ich habe keine Zeit. Ich schufte und werde reich.*
Letztes Wochenende bin ich endlich umgezogen. Umzüge gehören zu den Anti-Top 10 meiner persönlichen Liste. Zum Glück hatte ich tatkräftige Unterstützung von Jan, Max, Chris, Hermann und meiner gigantischen Teppich-Verlege-Schwester. Ohne diese guten Menschen wäre gar nix gegangen. So habe ich also in 2 Tagen meine gesamtes Hab und Gut aus Münster und Koblenz zusammengesammelt und in meine neue Wohnung in Düsseldorf gepfercht. Gefühlter Rausschmiss von allen Seiten. Hier, Dein Kram. Tschüss dann. Nein, so dramatisch war es natürlich nicht. Erst heute, eine Woche später, krieg ich hier ein bisschen Luft. Alle Umzugskartons sind leer. Komischerweise habe ich in Kambodscha keinen der Kartons vermisst. Meine Musik hatte ich auf MP3 dabei und Lieblings-Fotos digital im Laptop. So war ich doch einigermaßen gespannt, was sich in den 3000 (mindestens!) Kartons verbirgt. Was da alles zum Vorschein kommt... Ich habe mir vor Sichtung der Kartons geschworen, auszumisten. Doch kann ich einfach so Hunderte von Briefen von verflossenen Lieben und besten Freundinnen in die Altpapiertonne kloppen? Ich habe das getan. Zumindest damit begonnen, und mich immerhin von ein paar Briefen getrennt. Es ist wirklich verdammt hart. Deshalb mache ich auch jetzt eine Pause. Es tut richtig weh. Denn das waren coole Zeiten. Und die kommen so nicht wieder. Aber ich bin ja nun mal im hier und jetzt und weiß auch nicht, wie lange das andauern wird. Wer weiß, wo ich in 2 Jahren schon wieder bin? Und wer weiß, wie cool die Zeit hier in Düsseldorf erst wird? Bis jetzt war jeder Ortswechsel hart und schwierig aber irgendwie gut.
Gegenüber ist ein großer Puff, den ich vom Wohnzimmer aus sehen kann. Vom Süden mit dem Zug kommend fährt man daran vorbei und sieht die Nummern und leicht bekleideten Damen im Fenster. Ich kleb mir auch ein Nümmerchen ins Fenster, mal sehen, was meine pedantische Nachbarin dazu zu sagen hat.
Bei mir läuft Nada Surf. Glücklich, traurig, das bin ich. Morgen kommt Kate. Ich freue mich riesig, denn wir haben uns seit fast anderthalb Jahren nicht mehr gesehen.

Was ist denn noch passiert? Außer dass ich eine 1,40 Meter breite Matratze mit dem Fahrrad nach Hause transportiert habe, mir mal wieder eine Waschmaschine gekauft habe, die dieses mal aber nicht auf dem Moped transportiert wurde, sondern auf einer Sackkarre und ich heute mindestens 20 Löcher in die Wände gebohrt habe? Ich arbeite nicht nur als Handwerkerin, sondern auch im Büro, das mach ich gerne, es macht immer noch Spaß und ich denke, dass sich all die Mühe gelohnt hat. Damit meine ich die lange quälende Arbeitslosenzeit samt Wurstbrotjob. Damit meine ich die schwerwiegende Entscheidung, nach Kambodscha zu gehen, in dem Wissen, eine weitere Beziehung durch Auslandsaufenthalt auf’s Spiel zu setzen........Jetzt ist aber gut. Und bevor ich gleich im Internetcafé den Eintrag blogge, mache ich noch einen Abstecher zum Altpapiercontainer, um nicht doch noch meine Meinung zu ändern.

Ich hänge hinterher. Zuletzt sprach ich noch von einer Fortbildung. Kann es Spaß machen, drei Tage lang in einem Gesetzestext zu blättern? Ja! Es hat mir sogar großen Spaß gemacht. Ich werde mich gleich für Jura immatrikulieren. In unserer Gruppe waren z.B. eine Türkin, eine Sibirierin, ein Ex-Jugoslawe, ein Palästinenser, eine zum Islam konvertierte Ex-Katholikin, ein atheistischer ehemaliger Kommunist und Religionslehrer und auch ein paar Deutsche zwischen 17 und 67 Jahren. Alle diese Herrschaften sind in der Flüchtlingsarbeit tätig. Die meisten gehören zum Verein „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft“ Büren, der kürzlich den Aachener Friedenspreis bekam. Bin schwer beeindruckt von dieser Truppe. Geplant ist demnächst die Revolution im Sauerland. Man darf gespannt sein!
Am letzten Abend der Fortbildung haben wir einen Film des NDR geguckt, der die Hamburger Ausländerbehörde bei ihrer alltäglichen Arbeit zeigte. Ich habe selten einen so schrecklichen Film gesehen. Auch wenn die Grausamkeiten in Deutschland nicht ganz so offensichtlich sind wie anderswo auf dieser Welt, so begegne ich ihnen doch ziemlich gehäuft in der letzten Zeit, oder lasst es mich anders ausdrücken: Mein neuer Job lässt mich etliche Menschen treffen, die in unserem Land arg vom Schicksal gefickt sind.

Mittlerweile ist ja tatsächlich das Wochenende auch schon wieder vorbei und ich habe es immer noch nicht auf meine Homepage geschafft. Kate und Jan waren hier. Ich habe kein Vertrauen zu mir selbst. Wenn ich die Waschmaschine anschließe, dann bin ich mir sicher, dass es bald eine Überschwemmung gibt, wenn ich ein Regal anbohre rechne ich fest damit, dass es bei nächster Gelegenheit von der Wand fällt und wenn ich eine Lampe anschließe muss ich erst telefonieren und mich vergewissern, dass sie, wenn sie leuchtet, auch tatsächlich leuchtet und nicht explodieren kann. Kate und ich haben dann im Badezimmer todesmutig Regale angebracht: Sandra steht auf dem Badewannenrand mit Schlagbohrer, stemmt sich gegen die Wand, ist zu schwach, Katrin stemmt Sandra noch mit beiden Armen in Richtung Wand und trotzdem tut sich nix...
Nächstes Problem: Stromleitungen. Der Stromsuchpieper piepste an der gesamten Wand. (Allerdings auch auf der Haut und in der Luft.) Nach etwa 10minütiger Diskussion hab ich schließlich gebohrt, nix ist passiert, also stocherte Katrin dann gleich mit einem Nagel im Loch herum... Jaja, Handwerkerinnen am Werk. Ich hasse so was. Ich reiße gerne Tapeten von Wänden und mache Kartons kaputt, aber diese ganze Fuddelei und immer fehlt dann noch genau eine Schraube. Ich hasse auch den Toom Baumarkt, wo ich in der letzten Woche fast jeden Tag nach der Arbeit noch hingefahren bin. Die Menschen dort haben alle ein schlechtes Karma. Jawohl.
Ich würde so gerne was von der Arbeit schreiben, aber ich habe ja Schweigepflicht. Zumindest könnte ich jedoch erwähnen, dass ich heute der örtlichen Ausländerbehörde einen Besuch abgestattet habe. Ein freundlicher Mitarbeiter hat mich durchs ganze Haus geführt. Mehr sage ich jetzt dazu nicht. Jeder sollte mal in eine Ausländerbehörde gehen, ein Nümmerchen ziehen und sich das anschauen.

Und tatsächlich habe ich noch was zu erzählen: Türkischkurs. Ich schwanke zwischen: „Och nee, nicht schon wieder eine komplizierte neue Sprache und Vokabeln lernen“ und „Mensch Sandra reiß Dich mal zusammen, lern die Zweitsprache Deutschlands und interagiere sozial mit den anderen Türkischkurs-Leuten, schließlich ist das dein erster Versuch außerhalb der Arbeit mit Menschen in Kontakt zu treten“.
Gut, ich zwinge mich jetzt, mindestens eine halbe Stunde, türkische Verben zu üben. Computer aus.

Und jetzt ist wieder Wochenende, ich fahre morgen mit den Mensings nach Ameland und freue mich riesig!!! Bis demächst, das könnte wieder etwas dauern.

* Unzutreffendes bitte streichen.

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Übrigens:

30.09.2006

Sowohl die Regale als auch die Wasserrohre halten. Bis jetzt. Es gibt also doch Grund, mir selbst handwerklich mehr zuzutrauen als ich das bis jetzt tat. Das ist doch mal ein schöner Start in den Oktober, der morgen schließlich beginnt. Heute Abend war ich in Münster und es war sehr schön. Zunächst lernte ich Jans neue Mitbewohnerin kennen. Wir kamen auf das Thema Physiker zu sprechen (kommt man da nicht irgendwann immer drauf zu sprechen?) und schnell stellte sich heraus, dass in einer gewissen WG in der Nähe des Cubanova nun eine Freundin der beiden auf dem grünen Sperrmüllsofa sitzenden Diplom-Pädagogikstudentinnen einzieht. Dass aber die andere, die da vorher in der WG gewohnt hat und gerade in Indien weilt dort dann auch noch ein paar Wochen wohnt und es dann sicher etwas eng wird. Hihi! Weiter ging's. Die Pädagogikstudentin, die nicht bei Jan einzieht, wohnt ja schließlich auch irgendwo. Na und wo? Bei der Lize in der WG.... und die hab ich ja nun mal wiederum über die, die in Indien weilt und deren Link bei Jan auf der Homepage ist und die in ihrem Blog Lizes Blog verlinkt hat überhaupt erst in Kambodscha im Elsewhere kennengelernt, wo wir ja auch feststellten, dass ihre Freundin und meine liebe Freundin, die gerade überall Kinderanimation macht, im selben Haus gewohnt haben, nämlich in der Ferdinandstraße, wo ich ja auch mal kurz wohnte, da war die andere aber mit Lize in Peru und so, und Lize erzählte, dass sie da in Münster in 'ner WG wohnt, aber ihre neue Mitbewohnerin, eine Pädagogikstudentin, noch gar nicht kennt.
Schließlich mussten wir diesen Dialog abbrechen, weil Jan zur Bandprobe gefahren ist und mich als Groupie mitgenommen hat. Das letzte mal war ich glaub ich vor 10 Jahren bei der legendären Punkband Mendacious Party im Proberaum. Nun denn. Derjenige aus der Band, für den Jan jetzt eingesprungen ist, hat auch mal in Trier gewohnt. Wie wir vor ein paar Jahren feststellten, haben wir natürlich auch im gleichen Wohnheim gewohnt, ich im 2. Stock, er im 5. Stock, aber natürlich kennt man so die gewissen Leute aus dem Petrisberg. Ein anderer Herr aus der Band ist in Fritzlar geboren, wo außer mir sonst glaub ich niemand geboren ist, zumindest hab ich in meinem Leben noch nie jemanden getroffen. Die Musik, die die Band macht, gefällt mir gut und die Menschen waren freundlich und ich freue mich so, dass es sowas gibt.
Danach war ich noch auf einer netten Einweihungsparty und jetzt verabschiede ich mich nach hinten.

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Güterzüge vs. Stöckelschühchen

16.10.2006

Nach sechs Wochen Nonstop-Action war ich zur Feier der deutschen Einheit auf der wunderbaren Nordseeinsel Ameland. Die Tatsache, dass ich dreimal in der Nordsee schwimmen war, deutet darauf hin, dass ich mich wieder komplett akklimatisiert habe. Was nicht heißen soll, dass die Temperaturen nicht gerne auch 10-20 Grad wärmer sein dürfen. Aber es hat auch Vorteile, überhaupt nicht mehr zu schwitzen und wieder leckere heiße Tees trinken zu wollen und es ist ja wahrlich ein goldener Oktober.
Nun was meine neue Stadt betrifft, so habe ich bisher hauptsächlich in ihr gearbeitet und geschlafen. Letzten Sonntag habe ich zum ersten mal ein paar Stunden Freizeit in ihr verbracht und war doch einigermaßen beeindruckt vom Hafen um dem Rheinufer. Städte an Flüssen vor allem am Vater Rhein sind hat, da gebe ich Max Goldt wie in so vielen Fällen recht, einfach was feines.
Was nicht fein ist, sind Geräusch, die permanent auftauchen und von stöcckelschuhtragenden Modedesignstudentinnen in frühen Morgenstunden weit vor Ertönen des sanften Weckgeräusches in mein Ohr eindringen. Stöckelschuhe gehören verboten! Ich werde ein großes Anti-Stöckelschuheplakat an mein Schlafzimmerfenster hängen. Mögen es die stöckelnden und gackernden Weiber zur Kenntnis nehmen und sich schämen. Eine richtige Alternative gibt es allerdings nicht. Im Wohnzimmer zu nächtigen bedeutet zu ebenfalls frühester Stunde von Güterzügen aus dem Schlaf gerissen zu werden, wie Kate bereits miterleben durfte, die jetzt gerade allerdings von ganz anderen Geräuschen im Königreich Kambodscha beschallt wird ;-) Eine prima Überleitung zu meinem momentanen Standort, kein Königreich, dafür aber ein Schlösschen, nämlich das Waldschlösschen, wo ich mal wieder eine Rechtsfortbildung habe, meine Entscheidung, Jura studieren zu wollen aber schnell wieder über Bord geworfen habe. Das Waldschlösschen, ein Ort ohne Geräusche, mit unfassbar sauberer Luft und ohne Handynetz. Wird es im Leben von Fisch Fasch eigentlich in absehbarer Zeit mal eine Woche am Stück geben, in der ich im gleichen Bett schlafen werde? Ich wage es zu bezweifeln. So pi mal Daumen hatte ich innerhalb der letzten 12 Monate mit mindestens 1000 Leuten Kontakt, ungelogen. Von diesen 1000 Menschen kann ich mich eventuell noch an 15 % der Gesichter und an 5 % der Namen erinnern. Und zu 2 % habe ich noch Kontakt. Uaaah. Ich wünsche mir, dass ich im nächsten Jahr weniger "Neue", dafür aber viel mehr "Alte" Menschen treffen werde.

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Was man unbedingt tun sollte, wenn man für längere Zeit im Ausland war

16.10.2006

Liebe Rückkehrenden, liebe Flipfloptwinsister,

wir kennen das doch. Wir waren/sind im Ausland, und wenn es sich nur um ein paar Wochen dreht, aber wir haben die Welt verstanden, wir durchschauen das System und fühlen uns dem Neuland verbunden. Deutschland wird uns fremd und egal, vielleicht vermissen wir unser Vollkornbrot und idealisieren die DB aber gewiss nicht die Jammerer und Meckerer, zu denen wir selbst einst gehörten. Im Ausland ist alles easy-peasy locker und cool. Und falls nicht, wir haben ja die Kohle, um im Ernstfall jederzeit wieder verschwinden zu können.
Und egal, wo wir waren/sind, USA, Kenia, Thailand, Argentinien. Gewiß haben wir innerhalb kürzester Zeit unsere Gewohnheiten und Tugenden so über Bord geworfen, dass wir als total veränderte Individuen zurückkamen, deren Horizonte sich zum Bersten erweitert haben, bloß dass es zu Hause leider niemanden interessiert, keiner würdigt unserer Anstrengungen. Oder halt: die können das ja nicht verstehen, sie waren doch zu Hause wie immer, saßen im Zug und lasen die Bild.

Wer nun also aus der Ferne zurückkommt, sollte bitte folgendes tun:

* Hennatattoos bzw. Afrozöpfchen mit viel Kunsthaar und Perlen am besten kurz vor der Abreise machen lassen, damit alle wissen, wo man war, für Männer, die in Afghanistan waren empfehlen sich z.B. volle Bärte
gut sind auch rote Punkte auf der Stirn, Nasenpiercings und abrasiertes Kopfhaar, falls man buddhistischer Mönch geworden ist oder gerne wäre
* Perlenketten, Täschchen, T-Shirts, Schmuck etc. immer tragen damit niemand vergisst, wo man war
* möglichst viele schwere landestypische Dinge mit nach Hause schlörren, z.B. meterhohe Giraffen aus Tropenholz oder tonnenschwere Apsaratänzerinnen aus Stein, aber auch kleine Dinge, die man dann schön in WGs und im Freundeskreis verteilen kann
* die deutsche Sprache vergessen und in jedem 2. Satz fremdsprachliche Wörter einfließen lassen oder sagen: "Oh isch weiss gar nischt mehr was das in Deutch heißt"
* jeden Satz mit "also in Nepal war das ja so und so" beginnen
* allen Leuten seine 20.000 Digitalfotos unaufgefordert zeigen
....(Ergänzungen nehme ich gerne entgegen)

Vor wenigen Tagen hatte ich übrigens meine Rückkehrtage beim ded, da konnte ich wieder wunderbar Leute beim Zurückkommen beobachten. Ich habe mich übrigens auch selbst beim Rückkehren betrachtet, ist doch klar!
Dabei wundere ich mich nur, wie ich es geschafft habe, nach einem Jahr USA noch der deutschen Sprache mächtig zu sein und nach 10 Monaten Kambodscha den Menschen hierzulande immer noch die Hand schütteln zu können... Dinge gibt's!

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Was man unbedingt tun sollte, wenn man sich ins fernere Ausland begibt

17.10.2006

Liebe Reisenden, liebe FFTS,

Reisefieber, Fieberreise! Nach meinem Rückkehrmonolog möchte ich gleich noch einen weiteren Eintrag tätigen. Es folgt eine Liste, die im Ausland unbedingt beherzigt werden sollte.

* nach Ankuft im Zielland sofort auf deutsch loskeifen, z.B. über nicht angekommenes Gepäck, zu große Hitze, Abgase etc.
* beim ersten Essen bitte hysterisch die Eiswürfel aus dem Glas fischen oder z.B. laut (diesmal auf Englisch, da die Leute ja KEIN! - Unverschämtheit! - deutsch sprechen) die Bediensteten fragen: "Sis is open, or?"
* unter keinen Umständen eine Auslandskrankenversicherung abschließen
* bei kleinen Magenproblemchen trotz rausgeworfener Eiswürfel sofort Malaria, Denguefieber, Typhus und japanische Encephalitis vermuten, an der nächsten Straßenecke ganz viele Tabletten kaufen, dann einen Arzt aufsuchen und ihm nicht glauben, wenn er Dir erzählt, dass es nur eine Magenverstimmung ist. Beharre darauf, dass Du mindestens Malaria hast, damit Du in Deutschland auch was zu erzählen hast!
* möglichst schulter- und bauchfreie Kleidung tragen (es ist ja sooo heiß!)
* am Strand bevorzugt in Stringtangabikinis rumlaufen und Dir von den Einheimischen den Rücken eincremen lassen
* Abends immer tierisch aufregen, dass die Männer ja sooo aufdringlich sind "ich werd echt dauernd angebaggert, das neeeervt ja sooooo"
* Tiere, die Dir begegnen auf jeden Fall erstmal streicheln, auch Spinnen haben ein weiches Fell
* viele Fotos z.B. mit lustigen bunten Mönchen machen und ihnen dabei am besten noch über den rasierten Kopf streicheln
* in stehenden Gewässern schwimmen
* in Südostasien auf jeden Fall viel Hühnchen essen und mit Vögeln spielen
* Fleisch! Alles probieren! Dann kann man später erzählen: Krokodil schmeckt wie Hühnchen, mit Haifisch kriegst Du jeden Mann rum etc.
* Decke Dich gleich mit landestypischer Kleinung ein, z.B. Sarongs, Burkas, Saris, Mönchskutten, um möglichst nah an der Bevölkerung zu sein

Auch hier sind Ergänzungen natürlich herzlich willkommen. Gute Reise an meine lieben Reisenden! Wie geht es Euch???

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Ja sind wir im Wald hier?

15.11.2006

Liebe Internetchecker,

es ist wieder so weit. Es gibt auf meiner kleinen sich kaum noch verändernden Seite was zu lesen, über das Ihr Euch wie immer wundern, freuen oder aufregen könnt, jeder und jedem, wie es beliebt. Es wird alles furchtbar durcheinander, das kündige ich an. Curry bricht, Banane verlässt. Darauf möchte ich noch einmal zurückkommen. Es war zu lesen als Überschrift einer meiner letzten Einträge und auf einem Artikel in einem Asienshop als herrliche Übersetzung von Curry Leaves, Banana Splits. So oder so ähnlich übersetze ich in der letzten Zeit schätzungsweise auch komplexe Problemfälle ins Französische, was ein Grund dafür sein könnte, dass die Beratungsgespräche so lustig sind, trotz ernster Thematik. Kommunikativ geht es ähnlich zu wie in Kambodscha, nämlich mit Händen, Füßen und viel viel Lachen. Obwohl das vielleicht im Kontext einer tödlich endenden Krankheit erst mal absurd klingen mag. Das ist momentan das für mich faszinierendste: wie es die Leute schaffen, trotzdem immer noch so viel Kraft zu haben. Vor allem die Frauen, die die Hölle durchgemacht haben bzw. immer noch durchmachen. Und wenn sie Dir dann am Telefon sagen: „ Ma chérie, je suis soulagée et contente! Je veux partager ma chance avec toi.“ Das ist schon der Wahnsinn. In der letzten Zeit war ich öfter auch in Krankenhäusern, sei es komplett vermummt (da die Leute leider auch noch x andere Krankheiten haben) oder auf der Säuglingsintensivstation. Langweilig war mir bisher jedenfalls noch nicht. Flüchtling möchte ich niemals sein müssen. Was für ein Schweineglück ich doch habe, in diesem Land in die Welt gesetzt worden zu sein.

Eigentlich weiß ich nicht genau, was ich hier in mein Tagebuch schreiben könnte. Zu viele Leute, die ich gar nicht oder nicht richtig kenne, lesen es und seine ursprüngliche Funktion, meine Eltern während meiner Sambiazeit auf dem Laufenden zu halten, hat es ja längst nicht mehr. Ich traf doch wirklich vor ein paar Wochen in Münster auf einer Party eine Person, die mich durch Fisch Fasch kannte und ich hab sie noch nie gesehen! Das fand ich gruselig.

Vielleicht schreib ich aber doch weiter. Zum Beispiel über die Modestadt Düsseldorf. Habe auch mein erstes Kleidungsstück auf der Kö gekauft. Schließlich arbeite ich ja jetzt, sehe seriös aus und bin reich. Wie man an meinem Penthouse sehen kann. Düsseldorf war früher meine Lieblingsstadt, ich erwähnte das glaube ich bereits. Hier konnte man prima shoppen, damals noch nicht auf der Kö, sondern eher in der Alstadt, Doc’s für 30 DM zum Beispiel. Es gab H&M und den Bodyshop und daran machte ich früher gute Shoppingstädte aus. Mittlerweile sieht ja leider fast jede deutsche Stadt gleich aus. Trotzdem ist Düsseldorf immer noch besonders. Ich habe noch nie in einer so offensichtlich bierseligen Stadt gelebt. Gelebt habe ich sowieso erst in Fritzlar, Koblenz, Wayland, Trier, Münster, Bonn und Phnom Penh, an Fritzlar erinnere ich mich nicht und deshalb habe ich auch nur eine handvoll Vergleichsmöglichkeiten. Aber egal ob wochentags, morgens, mittags oder abends, die Leute scheinen in der Landeshauptstadt NRWs immer und überall in der Altstadt Altbier zu trinken. Deshalb heißt die Altstadt hier auch Altstadt (so steht es zumindest am Bahnhof) und wahrscheinlich nicht umsonst längste Theke der Welt, jajajaja. Zudem gibt es im Oktober bei 20°C Skilanglauf-Weltcups am Rhein und auffällig viele Punks. Kiosks heißen hier Trinkhallen und die Leute sind generell gesprächiger als z.B. in Münster. Das gefällt mir sehr gut. Ich halte gern mal ein Schwätzchen, das hab ich mir in Münster ja ziemlich schnell abgewöhnt, als ich bei HMV oder Andrä feststellen musste, dass die Leute tatsächlich nur CD’s anhören und kaufen wollen und nicht sprechen möchten.

In den Vorabendserien erkenne ich immer mehr Drehorte und auch an abendlichen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung tun sich immer mehr Orte auf (doch wo ist meine Energie?!). In der Altstadt sind allabendlich massig Junggesellenabschiede sowie männliche Sportmannschaften aus ganz Europa anzutreffen. Wer also Männerbedarf hat (dies gilt sowohl für Männer als auch für Frauen), komme nach Düsseldorf. An nur drei Ausgehabenden lernten wir (variabel Fisch Fasch und eine weitere weibliche Person ;-) ein englisches Cricket-Team, eine irische Rugby-Mannschaft sowie Fußballer aus Bristol und Holland kennen. Ob das so erstrebenswert ist bleibt offen... Immerhin sind die Abende kostenneutral und sehr witzig. Im Pretty Vacant Club, der als einziger neben dem Stone einigermaßen in meinen Ohren gute Musik ankündigt war jetzt vier mal gähnende Leere. Das Gegenteil war im Nähkörbchen oder -kästchen oder –stübchen der Fall. Dort feierten die 2 Heten-Schwestern bzw. Stressschwestern mit einer Person, die unbekannt bleiben will, Karneval mit ungefähr 500 supergut aussehenden und riechenden Schwulen. Wie traurig. So viele hübsche Männer auf einem Haufen findet man in der ganzen Altstadt, oder sogar auf der ganzen Welt nicht!!! Lustig lustig war es. Auf diesem Weg ein paar Küsschen an mein Schätzelein in Marburg!
Am Abend zuvor gab es eine Einweihungsparty, meine eigene übrigens. Mir gefiel sie gut, die Gäste waren brav, die Polizei kam nicht vorbei und am Ende sangen wir Karaoke. Ich habe von meinen Michele-Fan-Kollegen viele Blumensträuße mit Röschen bekommen und war gerührt. Babsis Befürchtung also, Sandra Parties, wo Frauke auch am Start ist enden in Katastrophen bestätigte sich nicht. Eine gute Nachricht erreichte mich am selben Tag: die Zitterpartie, von der ich hier überhaupt nichts geschrieben hatte, ist vorbei. Mein Job stand nämlich auf der Kippe und gedanklich habe ich schon wieder meinen Umzug geplant. Das war nicht schön.

Was wiederum aber sehr schön war ist das:
Noch einen Abend zuvor kam die bereits erwähnte Frauke aus Bremen angebraust. Zuletzt hatten wir uns im Dezember 2005 ein paar Tage in Phnom Penh gesehen und seither telefonierten wir nur noch sporadisch aus Hotelfluren und Internetcafés miteinander. Kein Zustand! Außerdem spielten uns unsere Handys noch üble Streiche und die Kommunikation war gestört. So holten wir Donnerstag alles nach, was wir verpasst hatten und es war einfach wunderwunderbar und irgendwie auch wie eh und je.

Vorletztes Wochenende gab es ein großes Familienausmisttreffen in Koblenz.
Es war sehr anstrengend aber auch toll. Schwierig war es natürlich schon, sich von all diesen Dingen zu trennen, aber sie sind nun in einem Kinderheim in Bonn und jemand freut sich vielleicht drüber. Wir haben alle Kinderbücher weggeschmissen!!! Nein, nicht alle. Die von uns als pädagogisch wertvoll erachteten und heißgeliebten mindestens 1000 mal gelesenen natürlich nicht.
Auch Spielzeug wurde eliminiert. Nicht darunter allerdings Barbies und Kens, die Dada- und die Holzeisenbahn. Besondere Freude hatten wir auch an so mancher Babykleidung aus dem Jahre 1978. Mal sehen, wer sein Kind als erste in die Schlaglatzhosen und orangen Nickipullis stecken wird... Aber auch hier Entwarnung. Ich möchte noch ein Blatt einscannen aus dem Jahre 1986, 2. Schuljahr, mit schöner Schreibschrift geschrieben. Da ich aber keinen Scanner zur Hand habe, tippe ich es wohl besser ab.

Es sind 10 Fragen zum Thema Armut und Reichtum in der Welt.

1. Was fällt dir ein, wenn du das Wort „arm“ hörst? Schreibe es hier auf:
Dass jemand arbeitslos ist und kein Geld verdient.

2. Und was fällt dir bei dem Wort „reich“ ein? Schreibe es auf!:
Dass jemand sehr viel Geld hat.

3. Was denkst du über dich selbst: Bist du reich oder arm?:
mittel

4. Wohnst du in einem reichen oder in einem armen Land?:
In einem reichen Land

5. Kennst du Länder, in denen sehr viel arme Menschen leben?:
Afrika, Indien

6. Gibt es auf der Welt wohl mehr reiche oder mehr arme Menschen?:
Mehr arme Menschen

7. Nehmen wir als Vergleichszahl an, die Weltbevölkerung bestünde aus 10 Menschen. Wieviele davon wären arm? Schätze!:
Neun

8. Warum sind manche Menschen arm?
Weil sie arbeitslos sind.

9. Warum sind manche Menschen reich?
Weil sie eine Arbeitsstelle haben.

10. Wie kann man armen Menschen helfen?
Indem man mehr Arbeitsplätze baut.

Wenn das mal alles so einfach wäre! Koblenz bot noch weitere Höhepunkte. So war ich auf dem Tus Koblenz gegen 1. FC Köln Spiel im Oberwerth. Supi! Die Tus hat gewonnen und die Schängelchen haben sich gefreut. Ich scheine mich zum Fußballfan zu entwickeln.

Da ich jeden Abend zu faul bin, ins Internetcafé rüberzulatschen, wird der Eintrag immer immer länger. Morgen ist wieder Türkischkurs. Für „rauchen“ und „trinken“ gibt es nur ein Wort. Leider kann ich mich nach wie vor nur sehr schwer motivieren, Vokabeln und Grammatik zu lernen. Der Kurs ist auf die Hälfte geschrumpft und wir sind nur noch 9 Leute. Eigentlich ja sehr prima. Aber vielleicht sollte ich das nächste mal einen Nähkurs oder sowas bei der VHS besuchen.

Was ich schon immer untersuchungswürdig fand, sind Gesprächsthemen in der Mittagspause. Beim SCI zum Beispiel haben wir uns erstaunlich oft über Unterwäsche unterhalten. In Kambodscha war die Mittagspause ja 2 Stunden lang, sodass sich die Themen doch sehr ausbreiteten. Aber wenn die lieben Kolleginnen und Kollegen eine halbe Stunde haben, worüber spricht man dann? Meine Mittagspausen drehen sich jedenfalls ständig in irgendeiner Weise um Sex. Diese Woche ging es bereits um Verrichtungsboxen auf dem Düsseldorfer Straßenstrich, um schwule Strandabschnitte auf Ferieninseln und um Liebe in der Gerontopsychiatrie. Worüber sprecht Ihr in der Mittagspause?

Und jetzt möchte ich schließen, indem ich Euch noch erzähle, dass es in Deutschland Babies gibt, die Miracle heißen!

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Typisch Frauen!

15.11.2006

Kate hat mir gerade diesen Link gemailt: Für Russenmarkt-Fans

Außerdem noch diese kleine Geschichte, bekam ich an der Arbeit auch gemailt:

In New York gibt es einen Laden, wo Ehemänner gekauft werden können.
Jede Besucherin darf nur einmal eintreten. Es gibt 6 Stöcke, und die Qualität der Männer nimmt mit jedem Stockwerk zu.
Besucherinnen können irgendeinen Mann wählen oder einen Stock höher steigen.

Zur Auswahl nach unten zurückzukehren ist verboten.

Eine Besucherin bezahlt Eintritt, geht in den 1. Stock, wo über der Eingangstür steht: Diese Männer haben Arbeit.

Sie steigt in den 2. Stock hinauf, dort steht: Diese Männer haben Arbeit und lieben Kinder.

Sie zögert, geht hinauf in den 3. Stock, wo steht: Diese Männer haben Arbeit, lieben Kinder und sind sehr schön. Wow, denkt die Frau, aber sie steigt doch nach oben in den 4. Stock, wo steht:
Diese Männer haben Arbeit, lieben Kinder, sind sehr schön und helfen bei der Hausarbeit.

Unglaublich, denkt die Frau, ich kann nicht widerstehen. Aber sie geht in den 5. Stock, wo steht:
Diese Männer haben Arbeit, lieben Kinder, sind sehr schön, helfen bei der Hausarbeit und sind sehr romantisch. Die Frau hält ein, möchte einen auswählen, geht dann aber doch weiter nach oben. Dort steht:

Sie sind die Besucherin Nummer 31.456.012 dieses Stocks.
Hier sind keine Männer, dieser Stock existiert nur, um zu zeigen, wie unmöglich es ist, eine Frau zufriedenzustellen. Danke, dass Sie diesen Laden besucht haben.

**Gegenüber ist ein analoger Laden zum Verkauf von Ehefrauen. ***
**Im 1. Stock sind Frauen, die gern Sex haben. **
**Im 2. Stock sind Frauen, die gern Sex haben und reich sind. **
**Der 3. bis 6. Stock sind bisher nie besucht worden.


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Hotelschiff Siesta (16.11.)

18.11.2006

Freunde, ich möchte Euch vom Hotelschiff Siesta erzählen. In ganz NRW gibt es nur noch eine einzige Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge aus den Krisengebieten dieser Erde. Sie befindet sich in einem abgelegenen Industriehafenbecken in Düsseldorf. Dort ist Platz für 150 Menschen. Der Name des Schiffs ist tatsächlich Hotelschiff Siesta, es könnte zynischer kaum sein. Fehlen nur noch die 3 Sterne. Als ich heute dieses Schiff wieder verließ, hätte ich am liebsten nur noch geheult. Wer dort länger als eine Nacht verbracht hat, weiß wohl auch schon, dass ihn nicht das Paradies auf Erden erwarten wird. Die goldenen Versprechungen der Schlepper sind schon zunichte gemacht. Nach der Anhörung werden die Kleinkinder, Schwangeren, Kranken, Familien dann deutschlandweit verteilt, wenn genug Platz ist, fährt erstmal ein Bus nach Schöppingen. Menschenhandel, Folter, Vergewaltigungen...ich will nicht näher drauf eingehen, was so viele dieser Menschen durchgemacht haben müssen. Ich glaube mal wieder, dass es manchmal einfach besser ist, nicht alles zu wissen. What can I do?

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Justin Timberlake ist nicht ok.

19.11.2006

Dies ist ein Stereoeintrag. Sändy gibt zu, dass sie Justin Timberlake in Form von N'Sync bereits live und umsonst gesehen hat. Was nicht heißt, dass sie ihn in der SPUTNIKHALLE hören will!!! Überhaupt, was bildet sich dieser arrogante DJ-Kerl eigentlich ein???
Weil nämlich: Sputnikhalle, das ist ein Ort, an dem schon immer viel Musik und viel verschiedene Musik lief und läuft. Und die DJs waren auch schon irgendwie immer arrogant, findet Jan. Aber: Noch nie spielten sie so penetranten Einslive-R'n'B und behaupteten im Anschluss auch noch, a) noch nie System Of A Down o.ä. an einem Samstag in der Sputti (von wegen Sputze!) gespielt zu haben, und b) Tenacious D (lief nämlich auch schon mal) nicht zu kennen.
Der (Fleisch-)Typ hatte nämlich in Wahrheit nur vor, seine Ische zu knutschen die ganze Zeit. Um die tanzende, bzw. nicht-tanzende Masse hat er sich keinen Deut gekümmert! Wir sind schwer enttäuscht, liegen auf dem harten Boden und darben vor uns hin: aua aua.
Der einzige Trost sind die göttlichen Oreokekse mit der weißen Schokoladenumhülsung. Mmmh, lecker! Damit geht auch gleichzeitig ein Gruß raus an meine Flipfloptwinsister im fernen Ausland.
Vorsicht, jetzt kommt ein Karton: Gerne würden wir dir ein paar weißschokoladige Oreokekse mit der Post schicken, aber wir haben die Adresse verbaselt! Jawohl! VerBASELT Dingelingeling! Dieser Witz wurde vorher noch nie irgendwo gemacht! Wie wachsame LeserInnen bereits erfasst haben, waren wir gestern in den heiligen Hallen des Hawerkamps. Wachsam waren einige ältere Besucher der Veranstaltung hingegen nicht. Ein stadtbekannter Doktor der Physik* lag auf dem harten Boden und darbte schlafend und schnarchend seines Schicksals. Ein ebenso anonym bleiben wollender Engel namens Jan (öhm) kam herbeigeflogen und rettete diesen armen alten Mann. Sandra, auch noch darbend: "Meinst Du nicht, das ist ein bißchen gemein, Jan?" "Ja, das ist es. Deshalb schreiben wir es ja auch in Deine Homepage hinein, trara." (Jan fühlt sich an dieser Stelle zwar nicht wörtlich zitiert, aber sehr gut wiedergegeben.)
Wenn wir gerade schon dabei sind von gestern Abend zu schreiben: Eine stadtbekannte Studentin der Biologie schnitt Jan seinen Bart ab! Die freche Göre! Jan tobte und spränge herum, läge er nicht darbend auf dem kalten, harten Estrich. (Jan ist an dieser Stelle besonders stolz, dass er es schafft, in einem Haus mit Holzböden auf dem kalten Estrich zu liegen. Eine wahre Meisterleistung, für die es mehrerer Jahre Übung bedarf.) Der Bart hatte zum Teil sogar schon Tripel-Spliss! Das dies nicht stimmt kann von mir jetzt erklärt werden (Zitat!)
...
...
Ende


*anonymisiert, die Redaktion

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OSudHM

19.11.2006

Jan gewann, zwar nicht, wie von ihm angekündigt, den Lottojackpot, dafür aber 2 Karten für das inoffizielle Radiokonzert von Olli Schulz und der Hund Marie morgen Abend im Pretty Vacant Club in Düsseldorf (ja, genau da, wo sie sich die Gesichter aussuchen, die sie Samstag Abend reinlassen und ich deshalb eigentlich nicht mehr dort hingehen wollte). Trotzdem: jippie juhu! Denn er nimmt mich mit! Welch Ehre! Gute Nacht dann.

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Frei

20.11.2006

Heute habe ich ü-frei. Mein Laptop funktioniert wieder ohne alle drei Minuten blaue Bildschirme oder Fehlermeldungen anzuzeigen und ist zudem wesentlich schneller, glauben kann ich es noch nicht, deshalb schreibe ich auch dauernd was. Musiktipp: Die "Dusk and Summer" von Dashboard Confessional hören. Sooo schön. Vor allem für frisch Verliebte ;-)
Gleich fahr ich mal in die lebenswerteste Stadt, vielleicht gibt es die eine oder andere schöne Klamotte.

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Fugleinfluensa

24.11.2006

In Münster bin ich wieder einmal und deshalb schreib ich auch wieder viele belanglose Dinge hier hinein. Ich höre Tearing up my Heart in voller Lautstärke (geil!), Schuld ist natürlich meine kleine Boygroupschwester, die mir diese MP3s unbemerkt auf meine Festplatte überspielt hat.
Jede Woche bekomme ich regelmäßig eine Email von der deutschen Botschaft in Phnom Penh über die Vogelgrippesituation und der Botschafter wünscht ein schönes Wochenende. Heute kam aber noch eine andere Email, und zwar eine Einladung zur Germany meets Cambodia Party. Da freue ich mich ganz besonders drauf, denn ein passendes Outfit ist erwünscht. Ach Kambodscha. Wie sehr ich doch das Wetter, meine Wohnung und die Abende dort vermisse. Aber am Sonntag sollen es ja 19°C werden und wir sind auf dem besten Weg, tropische Weihnachen zu feiern.
Am Montag war das besagte Olli Schulz und der Hund Marie Radiokonzert. Lustigerweise hatte die Freundin meines Arbeitskollegen ebenfalls Karten gewonnen und so gingen wir gemeinsam in den Keller. Wie auch immer es dazu kam, wir landeten ungeplant in der ersten Reihe. Ich stand präziser ausgedrückt direkt vor Olli und guckte genau auf das obere Ende seiner Jeans. Eine etwas seltsame Perspektive aber das Konzert war trotzdem sehr amüsant! Überhaupt ist gerade wirklich alles sehr wunderbar (mal abgesehen von der Tatsache, dass ich täglich mindestens viermal durch den Regen radeln muss, das gefällt mir beim besten Willen nicht!). Eine Dreitagewoche ist toll und Weihnachtsgeld gibt es auch noch! Deshalb habe ich mir heute eine Kondomvase gekauft. Da hängt man ein zur Blume passendes am besten abgelaufenes farbiges Kondom hinein, füllt es mit Wasser und stellt das Blümlein hinein.
Ach ich freue mich so. Und Frauke kommt am Dienstag nach Düsseldorf! Gleich gibt es selbstgebackene Pizza. Mmmh lecker!

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Eklig

25.11.2006

Eigentlich wollte ich ja nur schreiben, dass ich bei Ankunft am Münsteraner Hauptbahnhof mit der obligatorischen Verspätung des Schweizer EC in meinem Fahrradkorb zwei vom Regen aufgeweichte Salamiweißbrote fand. Was für ein tolles Willkommen! Ich danke dem Menschen, der mir diese Freude bereitet hat! Das nächste mal wünsche ich mir doch bitte vegetarische Sandwiches.

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Black paint

26.11.2006

Das Wochenende ist schon wieder vorbei und ich fand es wirklich sehr nett. Viele Menschen getroffen und viel gequatscht. In der Sputnikhalle wurde trotz der immer noch seltsamen Musik gerockt und erstaunte Leute wunderten sich über meine Anwesenheit (bist Du nicht in Südafrika?). Seit langem bin ich heute mal wieder mit der Mitfahrzentrale unterwegs gewesen und habe einen sehr netten Fahrer erwischt. Bei all der Jammerei meinerseits über die DB muss ich dann ja konsequenterweise auch was dagegen tun.
Und gerade erhielt ich einen Anruf, ob ich nicht wieder für den SCI Vorstand kandidieren möchte.
Wenn alles so prima und schön ist, muss ja irgendein anderer unnötiger Mist auftauchen. Zum Beispiel dieser. Wir haben uns noch in Jans WG drüber unterhalten, dass Verabredungen seit dem Handyzeitalter nicht mehr fix sind. Ok, auch ich gebe zu, dass ich manchmal bei strömendem Regen einfach ne SMS schicken will und mich ins Bett legen mag anstatt noch loszuradeln. Trotzdem kann es doch aber nicht angehen! Termine werden völlig spontan geknickt und man kann sich auf nix mehr verlassen. Besonders beschissen find ich das, wenn es um wirklich kostbare Zeit geht, die man z.B. mit einem lieben Menschen gerne verbringen möchte und vielleicht auch nur begrenzt kann. Es ist ja nicht so, dass man dann nur eine Person versetzt. Was für Konsequenzen das noch auf andere Leute hat ist glaub ich den wenigsten dieser Absager/Nichtkommer klar. Früher musste man immerhin noch mit den Leuten reden und sich eine feinere Ausrede einfallen lassen. Mit der SMS und Email Kultur geht das doch alles kaputt. Ich finde, sowas sollte man mal in der Schule lehren, anstatt Bruchrechnung, dafür gibt es immerhin Taschenrechner.
Ich krieg einen richtigen Brass auf die neuen Medien. Die sind nämlich an allem Schuld. Jawohl. Bald gibt es wahrscheinlich nur noch Pärchen, die sich im Internet kennengelernt haben. Schöne Woche allen.

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Polis nerede?

29.11.2006

Zunächst möchte ich mich über unfreundliche Menschen moquieren. In Essen gar schrie mich eine Frau an, während ich gähnend die Hände in den Taschen verbarg aufgrund der bitteren Novemberkälte, ich solle doch gefälligst die Hand vor den Mund halten, man sähe ja ALLES!
Als ich heute voller Vorfreude in den Stern-Verlag in Düsseldorf hineintrat, um dort diverse Bücher und einen Eine-Welt-Taschenkalender zu erwerben, fand ich dort nichts und rein gar nichts von dem vor, was ich wollte. So fragte ich eine der 1000 Damen an den Beratungscomputerterminals und wurde stets relativ barsch an die nächste Kollegin in der anderen Abteilung oder am anderen Terminal verwiesen. Am Ende kaufte ich drei Objekte und bestellte vier. Ob ich die vier abholen werde weiß ich noch nicht, da ich Läden mit einer solch unfreundlichen und inkompetenten Belegschaft nicht unterstützen möchte.
Vorhin, als ich zur Uniklinik radelte, um dort meine Klientin zu besuchen, telefonierte ich mit Jan. Dabei fuhr ich durch den Park, der so groß zu sein scheint, dass ich jedesmal an einer anderen Ecke rauskomme und nie weiß, wo ich bin. Fest stand nur, dass ich auf der falschen Straßenseite auf dem Bürgersteig fuhr und obendrein noch telefoniert. Da kam die Polizei! Handy in die Tasche und schnell abbiegen. Aber wie bisher schon vermutet scheint sich die Düsseldorfer Polizei für Radfahrer nur marginal zu interessieren.
Heute Abend dann Türkisch. Letzte Woche hatte ich arbeitsbedingt gefehlt und schwupp hab ich auch glatt den Anschluss verpasst. Wir sind nur noch zu siebt! Kleiner Zeitsprung. Heute morgen fuhr ich mit dem Aufzug nach unten. Warum? Na weil ich gestern meinen Schreibtisch abgebaut habe, da ich sowieso nicht an ihm sitze. Anstatt des Schreibtisches befindet sich nun meine Hängematte im Schlafzimmer, was viel viel besser ist. Und im Aufzug hatte ich einen Klapptstuhl und Schlittschuhe zu transportieren. Aber was geschah danach? Der Aufzug fuhr nicht, wie erwartet nach unten, sondern in den 5. Stock! Ui! Im 5. Stock stieg ein Mann ein und im Fahrstuhl ergeben sich ja, insbesondere in einer Stadt wie Düsseldorf, schnell Gespräche. So hatten wir, als wir unten ankamen, unsere Lebensgeschichten ausgetauscht und ich wurde zum Kaffeetrinken eingeladen. Der Herr ist Türke und vielleicht ergibt sich hiermit die erste Möglichkeit, diese Sprache auch mal zu sprechen! Was mich auch motiviert hat, heute zum Türkischkurs zu fahren, wo wir wieder beim Thema wären. Während des Türkischkurses hat mich Elke angerufen. Ein Jahr lang haben wir täglich mindestens 2 Stunden lang telefoniert, heutzutage schaffen wir das höchstens 2 mal im Jahr :-(
Na jedenfalls hab ich mich voll gefreut und gleich nach dem Kurs zurückgerufen. Auf dem Fahrrad natürlich. Und völlig unbemerkt von mir verfolgte mich ein gutes Stückchen lang die liebe Polizei... bis aus den Lautsprechern ertönte: "Fahren Sie mal rechts ran." Ok, das war's dann, dachte ich so. Die Polizisten hielten auch an, stiegen aus und ermahnten mich - freundlich - im Gegensatz zu den Stern-Verlag-Mitarbeiterinnen. Das ist verboten, im Auto wird man sogar angezeigt, das kostet 25 € etc. pp. Oh je, das tut mir aber leid, das wusste ich ja gar nicht, mit dem Auto ja schon, na klar, aber das war ein Notfall! Perso bitte. Der eine Polizist blieb draußen, der andere stieg mit meinem Perso ins Auto. Währenddessen rief Elke wieder an. Ich sagte ganz kleinlaut, dass mich die Polizei angehalten hat und ich gleich zurückrufe. Da kam auch schon der Autopolizist wieder und gab mir meinen Ausweis zurück. Lange Rede, kurzer Sinn: wieder einmal musste ich keine Strafe zahlen, juhu!!! Und deshalb werde ich dem Nächsten, der mich in Düsseldorf besucht, einen großen Cider ausgeben und lecker Essen kochen! Gute Nacht!

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Auf & Davon

04.12.2006

Ja wunderbar! Melde mich aus dem Internetcafé gegenüber des Bunsenbrenners, obwohl ich das wohl nicht mehr erwähnen brauchte. Soeben war ich bei Kaufhof, die Uhr sagt 22.06 Uhr. Ich stehe total auf die neuen Ladenöffnungszeiten! Endlich endlich. Mir tun die armen Verkäufer und Verkäuferinnen nicht leid. Ich bin in meinem tagsüber-Leben sozial genug um dies hier offen kund zu tun. Außerdem können jetzt die Studenten und -innen auch ihre Studiengebühren abarbeiten, ist doch eine prima Sache, das geht ja sonst zu den bisherigen Öffnungszeiten nicht, wo die Unis immer strenger werden. Trotzdem erwarb ich nicht, wie geplant das Glühbirnchen für mein Rücklicht (es sollte über FÜNF EURO kosten!), sondern einen ebenso überteuerten Block, um dort Türkisch-Vokabular mit meinem Lamyfüller hineinzuschreiben. Aber das zögere ich ja jetzt wieder prima hin, indem ich meine Zeit hier verbringe.
Mein Wochenende war ein schönes. Herr Lubux war hier und schenkte mir einen selbstgebastelten Adventskalender! Ich bin entzückt, verzaubert und glückselig! Damit hätte ich wahrhaftig nicht gerechnet. Womit ich auch nicht gerechnet hätte ist die Urlaubsplanung für 2007, die sich in rasender Schnelle so sehr konkretisiert hat, dass - sollten unsere Chefs den Urlaub bewilligen - wir bereits in wenigen Monaten via Dubai mit den Emirates nach xxx fliegen werden... Uijuijuijuijuijuijuijui, wie es der kleine Tiger im Gespräch mit Maja Papaya zu sagen pflegt. Ein Anruf in meinem Lieblings-unschlagbar-und-absolut-genialsten-Reisebüro weit und breit nämlich Auf & Davon in Koblenz und die Sache war quasi so gut wie geritzt. Da Jan und vor allem ich ja auch noch so unglaublich jung sind fliegen wir mit dem Jugendtarif, Bahnfahrt inklusive etc.pp... Die Flüge sind bis auf weiteres, d.h. 10 Tage vor Abflug reserviert. Ach, Vorfreude olé! Wohin die Reise geht, darf gerne im Gästebuch diskutiert werden (aber nur die, die dat noch nicht wissen ;-) Es gibt viele Preise zu gewinnen!
Weltaidstag war ja auch. Spendensammeln bringt mir keine Freude. Ich hasse es, von Spendensammlern in der Fußgängerzone angelabert zu werden und genau das strahlte ich wohl am Samstag auch aus. Im Gegensatz zu Jan, der sogar einen 10 €-Schein kassiert hat hab ich nur ein Mitleids-2-€-Stück erbettelt. Also hab ich noch ein bißchen von meinem eigenen Kleingeld in die Dose gesteckt, schnell das Ding wieder abgegeben und mich lieber hinter den Infostand gestellt. Das macht mir hingegen große Freude. Es gab auch ein paar Promis, die Spenden gesammelt haben. Letztes Jahr waren es die Verbotene Liebe Stars (ach wie toll!) Dieses Jahr aber leider nicht. Dafür aber z.B. Isabel Varell, von der ich im Leben noch nix gehört hatte. Andere hingegen offensichtlich schon und so kam eine ältere aufgeregte Dame zu mir. Sie steckte ein paar Euros in die Dose und fragte gleichzeitig nach Isabel Varell. Sie hätte das in der Zeitung gelesen und sei extra wegen ihr nach Düsseldorf gefahren. Aber jetzt ging sie schon drei Stunden die Kö auf und ab und die Isabel ist einfach nicht zu finden. Dann zückte die alte Dame einen Stapel Fotos (aus dem Jahr 1989) und bat mich, der Isabel Varell diese zu überreichen. Lustig. Gerade lese ich bei Google, dass die Isabel Schlagersängerin ist, Kinderbücher schreibt, vegetarisch isst, Wein trinkt und zu jedem Kleid ein passendes Paar Satängschuhe hat, die sie sich selber färbt. Na prima!
Ein weiterer vermeintlich Prominenter, den ich auch nicht erkannt habe zeigte sich sichtlich verärgert über die Tatsache, dass er mit der Spendendose so wenig Aufmerksamkeit erhascht, das sei er nun im normalen Leben nicht gewöhnt. Arrogant, diese Herrschaften!
Tschüß Ihr Lieben! Morgen mache ich übrigens eine Dienstreise zu IKEA.

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Surprise, surprise!

06.12.2006

Hun Sen hat verboten, an Silvester Knaller in die Luft zu pfeifen. Der hat ja auch wirklich nix besseres zu tun als Handys mit Farbdisplay zu verbieten und kurze Röcke auch und so'n Quatsch.
Während ich gestern so schön nach Hause fuhr, mit großer Entzückung feststellte, dass mein Rücklicht wieder funktionierte und ich mich auf meinen freien Tag vorfreute, der ist nämlich heute, dachte ich über dies und jenes nach, vor allem darüber, dass es viel viel zu warm ist! Ich trug gestern weniger Klamotten als im August. Kaum öffnete ich die Haustür und schritt über die neue Beton-Fußmatte, sah ich einen Brief aus meinem Briefkasten luken. Genauer sah ich einen 50 Riel Schein!?! Nanu, wer schickt mir denn ein Päckchen??? Eilig öffnete ich es und tada: noch mehr Geld! Kambodschanische Scheine, tadschikische Scheine und moldawische Scheine sowie moldawische Schokolade und Musik, ein superschönes tadschikisches Portemonnaie und ein DED-Luftballon! Die Freude war riesig und ist sie immer noch! Danke danke danke! Im Düsseldorfer Hauptbahnhof steht im Übrigen ein Flügel und ein Herr spielt beherzt Klavier. Das find ich prima. Auch prima finde ich die Düsseldorfer Landesbibliothek, die sich in unmittelbarer Nähe befindet und bei der ich mir heute endlich einen Ausweis besorgt und hübsche Bücher von Reiseführerautoren und Haruki Murakami ausgeliehe habe. Im gleichen Gebäudekomplex befindet sich auch die Volkshochschule, bei der ich mich gleich für den Türkisch II Kurs angemeldet habe. Dabei fand ich auch heraus, dass es jede Menge Sportkurse für alle Altersstufen gibt (ok Kaddy?). Werde mich sobald das Programm raus ist, anmelden. So muss ich immerhin nicht in ein affiges Fitness-Studio gehen!!! Weitere unglaubliche Dinge haben sich an diesem Tag ereignet. Ich habe eine Privathaftpflichtversicherung abgeschlossen und bekam sogar noch einen "öffentlichen Dienst-Rabatt". Der HUK Versicherungsmann war äußerst freundlich und hat nicht versucht, mir irgendwelche unnützen Dinge anzudrehen. Als ich nach einer Auslandskrankenversicherung fragte, schlug er die Hände über dem Kopf zusammen. Die sei sehr sehr teuer und er könne mir schon ein paar Unterlagen geben, aber nach Abschluss einer Auslandskrankenversicherung könne ich mir sowieso keinen Urlaub mehr leisten. Die Rheinländer. Dat Ding kostet 8 € pro Jahr :-)
Es gab heute noch mehr Überraschungen. Nachdem ich drei (!) Stunden lang Türkisch gelernt habe (ne güzel!) bin ich zum Stern-Verlag gefahren, um die bestellten Bücher abzuholen. Auf dem Weg dorthin entdeckte ich quasi direkt vor meiner Haustür einen ALDI-Supermarkt!!! Außerdem ein weiteres Internetcafé mit Flachbildschirmen, das ich gerade ausprobiere. Wat schön!

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INTERNET!!!

06.12.2006

Ich freue mich wie ein Kleinkind oder wie Jan einmal bemerkte "Beamtenkinder freuen sich?" äh vergessen wie der Spruch noch ging. Jedenfalls könnte ich durch die Wohnung hüpfen, zum einen weil Türkisch toll war und weil ich vorher noch einen bekloppten Mann im Flur kennengelernt habe. Der ist mit meinem Nachbarn befreundet, der mit der Kifferfußmatte. Und so wurde ich hineingebeten. Es war aber schon 20 vor Verbotene Liebe und so ließ ich mich nur kurz nieder. Jedenfalls bot mir mein Tabak-in-der-Bong-rauchender "das ist die perfekte Simulation der Inhalation"-Nachbar an, das Internet mit ihm zu teilen. Ach herrlich. Früher teilte man Brote, heute das Internet. Was ich seit Tagen schreiben wollte: ich träume wild in der letzten Zeit. Eines Nachts war Kate bei mir zu Besuch und wir wurden von der GEZ verfolgt. Es war schrecklich! In einer der nächsten Nächte begegnete ich einer sehr sehr sehr sehr bösen Ex-Schulfreundin, die voller Überzeugung Diddl-Klamotten und Accessoires trug. Jetzt werde ich noch ein bißchen surfen gehen!

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Vergesslich

06.12.2006

Was ich doch seit heute Nachmittag schon schreiben wollte ist dies: morgen arbeite ich im Landtag. Und gespannt bin ich!

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Marzipanwurst

10.12.2006

Als Pendelwesen hat man es nicht immer leicht. Schön ist jedoch, drei Adventskalenderpäckchen auf einen Schlag zu öffnen. Im Landtag war es stinkend langweilig. Ungern wäre ich Politikerin. Ich kann mir nichts ätzenderes vorstellen, als den ganzen Tag rumzulabern und zu diskutieren. Aber so konnte ich mein Gesicht den Geldgebern entgegenstrecken und das ist ja wichtig heutzutage.
Heute habe ich sowohl die Lindenstraße als auch den Weltspiegel verpasst. Normalerweise passiert mir das nur, wenn ich im Ausland weile. Am heutigen Tage jedoch war ich zum Plätzchenbacken in Düsseldorf eingeladen und eine solche soziale Chance wollte ich nicht missen. So machte ich mich auf den Weg und traf auf einen interessanten Haufen von in Düsseldorf arbeitenden Menschen. Wir stellten leckere Plätzchen und Feuerzangenbowle her und jetzt ist allen mindestens schlecht, aber gut war's trotzdem.

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Was ist eigentlich dieses Tokio Hotel?

10.12.2006

Ich habe in Phnom Penh gegenüber vom Tokyo Hotel gewohnt aber Tokio Hotel sehe ich heute zum ersten Mal im Fernsehen. Ja, auf Schuhen und T-Shirts hab ich die auch schon mal erspäht aber schon komisch einen Jahresrückblick zu sehen wenn man 2006 hauptsächlich von DW-TV informiert wurde...

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Merhaba

11.12.2006

Zunächst möchte ich jammern: Scheißwetter! Ich will sofort mindestens 40 Grad Hitze, egal, wirklich, dieser beknackte kalte Regen, lieber schwitze ich und dusche drei mal täglich.

Als nächstes stelle ich die Frage: werden wir alt? Am Wochenende lieber "Wetten dass" gucken als ausgehen? Ist es soweit? Na gut, hinzuzufügen ist, dass wir Freitag auf einer Party waren und erst ziemlich früh in die Federn gekommen sind und entsprechend im Eimer waren. Weiterer erschreckender Punkt: schreibe ich jetzt auch schon in der Wir-Form? Oder habe ich das jetzt unterbewusst nur benutzt, um nicht allein so alt dazustehen?

In der MIttagspause war ich heute beim Izmir Grill. Letzte Woche war ich bereits dort und bestellt zur Belustigung des Inhabers einen Döner ohne Fleisch. Heute war seine Frau da und ich begrüßte sie auf Türkisch. Die Bestellung tätigte ich jedoch auf Deutsch, weil ich der vegetarischen Vokabeln noch nicht mächtig bin. Die Dame sprach aber fröhlich Türkisch mit mir und guckte mich fragend an.
"Äh, ich mach grad erst einen Anfängertürkischkurs, tut mir leid!"
"Oh, ich dachte Sie sind Türkin!"
Eine sehr lustige Unterhaltung folgte sowie ein Riesenvegidöner mit allen Features. Es lohnt sich also durchaus, Türkisch zu lernen :-) oder einfach mal Merhaba zu sagen.

Nach der Mittagspause versuchte ich zum x-ten mal, eine afrikanische Botschaft in Bonn anzurufen. Als mir schlussendlich eine Tonbandstimme sagte, dass die Nummer nicht existiert, rief ich das Auswärtige Amt an. Eine nette Mitarbeiterin erzählte mir, dass die Botschaft wohl die Telefonrechnungen nicht bezahlt hatte und das Telefon deshalb abgestellt wurde. Trotz Mahnungen seitens des Auswärtigen Amts haben sich die Botschaftsherrschaften aber noch nicht zurückgemeldet, vermutlich öffnet auch keiner die Post. Da kann man nichts machen. "Schicken Sie dort auf keinen Fall Ihren Reisepass hin".

Jetzt stellt sich hier natürlich die Frage:
Will Sändy nach Afrika reisen? Die Emirates fliegen ja bekanntlich auch nach Tansania oder Südafrika wo gerade ihr Cousin weilt.
Oder fliegt sie doch nach Neuseeland zu ihrer Schwester? Oder etwa doch wieder Asien? Für welches Land braucht man ein Visum? Werde gleich weiter Reise-Know-How lesen. Soviel sei gesagt: das Telefonat war dienstlich...



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Erlebnis Zugfahren

17.12.2006

Innerhalb einer Woche verlor ich 3 Handschuhe und bekam eine zweite Bahncard zugeschickt. Gut, dass ich sonst nicht so viel verliere. Neulich suchte ich meinen Führerschein, weil ich eine Dienstreise zu Ikea unternehmen musste. Um halb 2 Nachts fand ich ihn schließlich in einer nicht komplett ausgepackten Kambodscha-Tasche. Welch Freude! Auch mein Impfpass und weitere nicht ganz unnütze Dokumente kamen zutage. Eine meiner Stärken ist es ja, Dinge besonders gut vor Diebstahl zu schützen und so erfreue ich mich auch regelmäßig daran, größere Geldsummen in längst vergessenen Verstecken zu finden. So auch diesmal ;-)

Eine chronologische Logik in den Ereignis-Wust der vergangenen Woche hineinzubringen wird mir schwerfallen, versuchen werde ich es aber allemal.
Die Woche begann mit einer Portion Supervision. Ich bin keine Supervisionsgegnerin, als überzeugte Befürworterin möchte ich mich jedoch auch noch nicht bezeichnen. Die Tot- und Ausdiskutiererei von Dingen ging mir schon in meinem dafür bekannten Studium mächtig auf den Keks. Zum Glück gelingt es uns aber, irgendwann auch zum Punkt zu kommen, sodass es nur halb so schlimm ist.

Am Dienstag war ich mit meinen Arbeitskollegen in Essen, um 60 massive Stellwände, die wir für die Kunstauktion von der Uni geliehen hatte, zurückzugeben. Am Montag fand nämlich eine Kunstauktion statt, wo die Reichen sich Bilder ersteigern konnten, um meinen Arbeitsplatz zu sichern (in etwa).

Ab Mittwoch fand meine Ausbildung zur Freiwilligen-Koordinatorin statt. Des Abends kam Jan zu Besuch und wir schauten uns das Muse-Konzert in der Philipshalle an. Dass ich eine Heulsuse bin ist ja den meisten von Euch bekannt. Aber dieses Freudenheulen ist schon wirklich was extrem-emotionales. Wenn diese gigantische Band einen Song anspielt und einem Schauer den Rücken hinunterlaufen, uaaah, großartig. Hat sich also gelohnt.

Genauso gelohnt hat sich das Konzert am nächsten Abend in Münster. Vor etwa vier Jahren erzählte mir Jan, dass er in einer Punkrock-Band Schlagzeug spielt. Komisch nur, dass ich in der ganzen Zeit noch keinem einzigen Auftritt beiwohnen konnte. Vielleicht war das ja auch nur ein Lockmittel, mir das zu erzählen?
Jan spielt jetzt Keyboard und nicht Schlagzeug, seine jetzige Band trägt den Namen "Mensch Julius" und punkrockt nicht. Sie gefällt mir aber trotzdem sehr gut und ich bin froh, dass ich eine dumme unfreundliche Zugfahrt nach Münster ins Cubanova auf mich genommen habe. Das Konzert war sympathisch und viele Zuschauer hatten ein zufriedenes Grinsen im Gesicht. Vielleicht werde ich Groupie und tanze das nächste mal auch. Da die DB auch Nachts nicht vor Verspätungen gefeit ist kam ich erst um halb vier wieder in Düsseldorf an, immerhin waren die Durchsager aber lustig und neben mir saßen keine doofen alten Männer.

Erstaunt war ich, wie fit ich doch am nächsten Morgen war, das lag aber mit Sicherheit an dem strahlenden Sonnenschein, der mir den Freitag verschönte. Am Ende meiner dieswöchigen Fortbildung bekam ich ein Zertifikat überreicht und darf mich jetzt offiziell "Freiwilligen-Koordinatorin (AfED)" nennen. Toll, suuper, ab sofort möchte ich mit Frau Dipl.-Päd. Freiwilligen-Koordinatorin Steinberg angesprochen werden. Und schwupp, kurze Zeit später saß ich schon wieder im Zug.

In Kambodscha hatte ich mir vorgenommen, immer wenn ich im Begriff bin mich über die DB aufzuregen an die zum Bersten überfüllten Fahrzeuge zu denken, nach deren Benutzung ich noch eine Woche später taube Arschbacken verspürte und aufgrund der staubigen Piste im Schweiße meines Angesichts neue Klamotten auf dem Russenmarkt erwerben musste. Leider funktioniert diese Taktik oftmals nur mit äußerst geringem Erfolg und meine Laune schlägt in tendenzielle Aggressivität um, wenn ich z.B. im IC auf die Frage, ob ich mich neben jemanden setzen darf nur einen bösen Blick und Gebrummel entgegnet bekomme. Der angesprocheneTyp hielt es auch nicht für nötig, sein Bein ein wenig auf Seite zu bewegen und als mein Handy leise vibrierte und ein Anruf mich erreichte erntete ich auch noch bitterböse Kommentare. Der Idiot stieg dann aus und vergaß sein Buch. Unter normalen Umständen bin ich ja so nett und weise Menschen auf vergessene Dinge oder auch offene Rucksäcke hin aber in diesem Fall habe ich nix dergleichen getan.

Ihr werdet Euch vielleicht fragen, warum ich überhaupt ständig zugfahre. Als Opfer der Globalisierung gehöre ich zu der Gruppe von Menschen, deren gute Freunde und Freundinnen leider alle mindestens 1 Zugstunde entfernt wohnen. Die Gesellschaft zwingt mich quasi gerade dazu, die öffentlichen Verkehrsmittel so intensiv zu nutzen! Jawohl! Wo war ich stehen geblieben? Richtig, ich saß im Zug auf dem Weg nach Marburg. In weiser Vorausschau nahm ich einen sehr frühen Zug nach Köln, um keinesfalls den nur im 2-Stundentakt nach Gießen fahrenden RE zu verpassen. Mit 20-minütiger Verspätung erreichten wir Köln und da ich jetzt noch viel Zeit hatte ging ich shoppen. Seit Monaten renne ich durch die Geschäfte und suche eine Kapuzenjacke mit Teddyfellfutter, spreche fremde Menschen auf der Straße an, um zu erfahren wo sie diese Jacken herhaben und nada. Überall Fehlanzeige. Ich habe auch eine bestimmte Vorstellung davon, wie das Teddyfell sich anfühlen soll und wie der Außenstoff beschaffen sein soll. In Köln fand ich endlich ansatzweise, was ich suchte! Ich zögerte nicht lange und griff zu. Ich danke Dickies für ein Ende dieser Suchaktion. Bevor ich fortfahre zunächst noch eine Momentaufnahme (offizieller Titel von Mensch Julius!) aus dem Zug.

Vierersitz. Eine Spanierin-Kroatin (hier mal Tussi genannt), eine dicke Deutsche die mit einem Araber verheiratet ist, eine asiatisch anmutende Person, die eine Autozeitschrift liest und eine recht unbeteiligte Person. Ich sitze nebendran und lausche. Die Dicke und die Tussi unterhalten sich über die Verspätung der Bahn. Als die Autozeitschrift lesende Person (ich sah die Zeitschrift nicht und dachte aufgrund der Langhaarfrisur und Oberkörperfülle, dass hier eine Frau sitzt) das Lesematerial in den Rucksack steckt, fragt die Tussi: "Was haben sie denn gelesen?"
Die Person antwortet mit tiefer Stimme (Sändy sehr erstaunt!): "Eine Autozeitschrift!"
Darauf die Tussi: "Oh, ist da ein Horoskop drin?"
"Nein, wohl eher in der Bild-Zeitung".
Daraufhin besorgte die Person der Tussi die Bild-Zeitung. Die Tussi fand mit großer Mühe das Horoskop und bat nun die Unbeteiligte, ihr das Horoskop vorzulesen. Währenddessen wurde mein Grinsen immer breiter und ich freute mich ungemein über diese lustige Truppe. Weiter ging's. Tussi fragte die Person, ob sie Philippiner sei. "Sie sehen aus wie ein Thailänder."
Person: "Nein, ich bin Türke!" Als die Unbeteiligte ausstieg, wurde ich mit ins Gespräch einbezogen. Zugfahren kann auch lustig sein!!!

Auf der Zugfahrt von Köln nach Gießen setzte ich sich zum Beispiel ein junger Chinese neben mich, mit dem ich mich mehrere Stunden lang unterhielt. Besonders interessant wurde der Part, als ich ihm versuchte zu erklären, wo ich arbeite. Erzählt mal einem Chinesen, der erst seit 10 Monaten Deutsch lernt, was die Aidshilfe so ist! "Was ist Aids?". Nach ca 15 Minuten hatten wir das dann zur Freude aller anderen im Umkreis sitzenden Leute auch geklärt.
Auf der Rückfahrt heute hatte ich einen marokkanischen Sitznachbarn, der mich in Düsseldorf gleich zum Teetrinken am Bahnhof einlud. Habe ich ein Schild auf der Stirn kleben: liebe Ausländer, bitte setzt Euch ruhig neben mich und sprecht mit mir? Es scheint so. Der Marokkaner hieß übrigens weder Mustafa noch Mohammed und wollte mich auch nicht gleich heiraten ;-)

Ich entdecke gerade die Band Amber Pacific für mich. Ist die von Dir, Kaddy?
In Marburg war es sehr schön! Das Wochenende war seit Mai/Juni geplant, denn alle mehr oder weniger freiwillig in Kambodscha arbeitenden und feiernden Zeitgenossen sind mittlerweile aus Kambodscha wieder in Deutschland und wir hatten uns seit jeher am Glühweinstand an der Elisabethkirche verabredet. Mathias hat zwei Fähnchen in güldenen Fahnenmasten mitgebracht und die bilaterale Begegnung konnte starten. War wirklich nett, leider war Anne in Berlin im Krankenhaus und Conrad konnte auch nicht kommen.
Katrin und ich sind auf dem Heimweg noch spontan in dem Film "Adams Äpfel" gelandet. Lange nicht mehr einen so tollen Film gesehen, geniale Schauspieler und viel viel zu lachen.

Als letztes möchte ich Euch noch von meiner Pizzabrötchen-Odyssee erzählen. Seit über eine Woche suche ich verzweifelt an verschiedenen Orten Deutschlands die klassische Kombination Salat plus Pizzabrötchen mit Kräuterbutter zum Mitnehmen. Ich hatte letzte Woche einen wahnsinnigen Heißhunger darauf und rannte kilometerweit durch die Städte und nirgendwo wurde ich zufrieden gestellt. Auch nicht in Köln, da wurde ich sogar aus einer Pizzeria mit den Worten "it's closed" verscheucht. In Marburg versuchten wir es zunächst in einer waschechten Pizzeria. Dort bestellte ich Salat. Die Portion war für den hohlen Zahn und als Beigabe stellt man mir ein Körbchen mit hartem Baguette hin. Eine Unverschämtheit. Als nächstes suchten wir einen Pizza-Abholservice auf. Auch hier bestellte ich einen Salat. Als dieser verpackt wurde, stellte ich mit großem Entsetzen fest, dass auch hier keine Pizzabrötchen beigelegt wurden. Enttäuscht fragte ich den Pizzabäcker, ob es heutzutage gar keine Pizzabrötchen mehr gibt? Er schien großes Mitleid mit mir zu haben und bot mir an, mir eine kleine Margherita-Pizza zu schenken. Ich bedankte mich herzlich, glücklich war ich aber nicht. Das gleiche Spiel auch schon am Donnerstag in Münster! Zunächst aß ich einen gefälschten Salat (viel zu viel Kraut!) beim Türken-King und fragte dann bei Butt's Bierstube nach Pizzabrötchen ohne Füllung. In der Tüte steckte schließlich ein Pizzaboden!!! Glücklicherweise ist in Düsseldorf gleich gegenüber ein Italiener, wo es diese Traumkombination ohne wenn und aber gibt.

Zum Schluss noch: Ich wünsche mir mehr Gästebucheinträge. Das war's!

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Flugroute:

18.12.2006

Frankfurt-Dubai-Kalkutta <-> Bombay-Dubai-Düsseldorf
Noch Fragen? Juhu!!! Urlaub genehmigt!!! Urlaub gebucht!

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I hate India and the Indians

18.12.2006

Mit diesen Worten beginnt mein Reiseführer und ist mir gleich sympathisch. Ja ich weiß. Auch wenn Ihr es mir nicht ins Gästebuch schreiben werdet sondern nur denkt. Ich habe noch vor gar nicht allzu langer Zeit geschrieben, dass es mich nicht nach Indien zieht. Aber es zog mich, darf ich darauf hinweisen, auch nicht gerade nach Kambodscha und nach Afrika zog mich eigentlich ausschließlich Kate.
Ich möchte mich nicht rechtfertigen. Ich möchte nur sagen: let's see...
Bin sehr gespannt und freue mich ungemein, allem voran, endlich endlich endlich mit meinem Freund zu verreisen ohne diese beknackte "was kommt danach-Ungewissheit" im Nacken sitzen zu haben und ihn quasi zu Fernreisen "zwingen" zu müssen ;-) Los Indien-Erfahrene: raus mit den Tipps!

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Weihnachtsspaß

22.12.2006

Die letzte Arbeitswoche vor Weihnachten ist vorbei. Weihnachtsfeiern im Flüchtlingswohnheim und der 2. Etage AHD brachten neue Erkenntnisse über interessante Brotsorten aus Erithrea sowie Fleischpenisse und ein Abend in der Theaterstube, einer alte-Herren-Schwulenkneipe, viel Freude. Liebe Schwester Du bist hiermit herzlich von allen Schwulen zum Schwerdonnerstag eingeladen! Oder bist Du da etwa schon im Flugzeug?

Weihnachtet es sehr? Geht so. Meinen Kinder-Adventskalender von Babsi, der im Büro hing, hab ich in einem stressigen Moment gleich Anfang der Woche komplett aufgegessen und auf dem Weihnachtsmarkt war ich = 0 mal. Ich freue mich auf Weihnachten, vielleicht weil mein letztes schon 2 Jahre her ist. Am Samstag fahre ich nach Koblenz und werde sicherlich vielen Leuten begegnen, mit denen ich zur Schule gegangen bin. Den meisten davon möchte ich gar nicht begegnen, weil wir uns schon damals nichts zu sagen hatten. Krampfige Fragen wie "was machst'n Du jetzt wo bist Du wie geht's Dir was macht eigentlich" möchte ich weder stellen noch beantworten. Dafür ist ja auf dem 10 jährigen Abinachtreffen sicher noch genug Zeit und Raum.

Am meisten Spaß bereitet mir zur Zeit der bereits erwähnte Reiseführer. Während des Lesens lache ich Tränen und die Vorfreude wächst. Normalerweise find ich Reiseführer, solang ich noch nicht vor Ort bin, ziemlich nichtssagend. Anders aber hier. Ich zitiere ein paar Sätze:
"Einen Ventilator gibt es in Indien in fast jedem Hotelzimmer. Funktioniert er auch? Und wenn ja, wie? Manche sind so träge, dass sich kein Lüftchen bewegt, andere lösen einen mittleren Wirbelsturm aus und donnern wie ein Hubschrauber im Tiefflug...(ich denke freudig an Sansibar zurück, liebes Flipflopgirl!)
Oft liegen die Zimmer direkt an einer ununterbrochen von Brummis befahrenen Hauptverkehrsstraße... (freudig denke ich an das rattige Hotel in Bangkok mit Blick auf die Skytrain-Station und das Nürburgring-Feeling). Inder lieben es, bei voller Lautsärke in die Röhre zu glotzen. Oft befinden sich im Erdgeschoss von Hotels Restaurants, deren Lärm und Gerüche einen am Einschlafen hindern...
Im Unterschied zu vielen anderen Ländern Südostasiens wie etwa Thailand, Malaysia oder Indonesien, in denen man an fast jeder Straßenecke über mobile Garküchen stolpert, kann es in kleineren Orten Indiens vorkommen, dass man erstmal eine längere Zeit suchen muss, um seinen Hunger stillen zu können...
Die meisten Inder bevorzugen zum Essen schlicht Wasser, welches einem dementsprechend immer als erstes auf den Tisch gestellt wird... (Hallo Wasserinder auf der 63.!)
Zu behaupten, Indien sei kein idealer Ort für Nachtschwärmer, käme einer gewaltigen Untertreibung gleich... Anerds als andere asiatische Länder wie Thailand, Vietnam oder die Philippinen bietet Indien so gut wie keine abendliche Unterhaltung...
Kalkutta kann den zweifelhaften Ruf für sich in Anspruch nehmen, die Stadt mit dem weltweit schlechtesten Image zu sein..."

Schwupp, ich will ja nicht den ganzen Reiseführer abschreiben.
Aber da ich schreiben muss - dies ist ein Zwangs-Blog, sollte ich nicht genug schreiben, dann löscht Jan die Domain - sind Zitate auch mal ganz erfrischend. Adé!

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Das soll keiner wissen!

26.12.2006

Während ich so mit dem lahmen IC durch den Ruhrpott zuckelte, über die geniale Party nachdachte und jämmerlich auf dem Fußboden darbte, weil der Zug natürlich an einem vorweihnachtlichen Samstag rappelvoll war und ich noch ein bißchen, geschah weiterhin nicht viel mehr, als kühle Zugluft, die alle paar Minuten mal hineinhuschte und mich daran erinnerte, dass das vergangene Jahr ein wirklich wunderbares war, in der Tat.
So fuhr ich dem heiligen Feste in die Arme, aber mein Vater erkannte mich nicht mehr. Viele Menschen zuvor bemerkten bereits die metamorphosische Wirkung meiner H&M Mütze, aber jetzt auch noch sowas.
Am prägeheiligten Abend traf ich mich mit meiner geliebten Flipfloptwinsister in der Koblenzer Innenstadt. Mit großem Schrecken musste ich feststellen, dass sie nun auch zur Achseltäschchen-Brigade übergewechselt ist und ich mir ernsthafte Gedanken über ihre Zukunft in der High Society machen muss!!! Dennoch wurde es ein nettes Pläuschchen.

Heiligabend verlief außerordentlich stressfrei, wir, das heißt meine Familie und ich, lungerten in der Gegend herum, schnippelten Raclette-Zutaten, hörten die wundersamen Joey Cape & Tony Sly, die göttlichen Zwei, die meine gesamte Jugendzeit begleiteten und nun in Zeitlupe noch einmal vereint und akustisch für mich singen*, und unterhielten uns. Nach dem Raclette-Essen konnten wir nur noch Ouzos in uns hineinschütten und dann sofort schlafen gehen.

Lüge! Bescherung!!! Ich kann sagen: dieses Jahr habe ich ausschließlich unnütze und häßliche Dinge bekommen. Jan schenkte mir einen kratzenden und stinkenden Wollpulli in verwaschenen Farben, Katrin schenkte mir wie jedes Jahr ein Buch, was ich bereits besitze und zur Krönung bekam ich noch einen Akkuschrauber, nachdem ich alle 1000 Schrauben meiner Ikea-Möbel bereits unter großen Qualen und Schmerzen per Hand reingefummelt hatte. Na prima!

HALT! Natürlich war auch das eine glatte Lüge, ich hoffe, ich habe niemanden ernsthaft auf's Glatteis geführt, oder etwa doch?

Jetzt mal Ernst. Immer das selbe Buch ist schon ein bißchen doof.
Aber ich bin schon jetzt ganz vernarrt in all diese hübschen Dinge, die mein Eigen wurden, äääh, also ich komm hier jetzt nicht mehr so raus, irgendwie muss ich die Kurve kriegen. Möchte sagen: cooles Weihnachten! Ehrlich. Sehr schöne und überaus nützliche Geschenke, thankss you, very mu!

Gestern bekam ich des Abends Besuch von einem jungen Hünen aus Münster. Wir buken und bescherten was das Zeug hielt. Besonders Jan buk gut (das ist ein Zwangs-Satz, Ihr wisst ja...)
Heute dann oha! Familienzusammenführung auf neutraler Erde, nämlich in der goldenen Mitte Düsseldorf. Unsere Erzeuger haben sich vorbildlich benommen fand ich. Das haben wir gut hingekriegt :-)
Mit einem breiten Grinsen im Gesicht schließe ich den heutigen Tag ab, freue mich auf die Arbeit morgen und noch mehr auf den beginnenden Amelandurlaub übermorgen!

*Joey Cape und Tony Sly sind die Sänger von Lagwagon und No Use for a Name für alle die auf dem Schlauch stehen.

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Stress-Schwestern sagen Adé!

27.12.2006

Das Jahr endet wunderbar. Ich bekomme nach dem neuen Tarifsystem TVÖD weniger Gehalt als ein ALG II Empfänger, der sein Lebtag noch nicht gearbeitet hat. Ich hoffe, es handelt sich um einen groben Rechenfehler. Wenn nicht, werde ich doch meinen nächsten Urlaub im Saarland verbringen.

Im morgigen Morgengrauen werden wir zwei Hübschen (siehe Überschrift) in unseren zweiten wohlverdienten Neujahrsurlaub des Jahres 06 aufbrechen. Unsere Vorsätze zum letzten Neujahr im April haben wir bereits erfolgreich umgesetzt. Nun ist es an der Zeit, neue Vorhaben anzudenken. Das Meer wird uns wieder stark inspirieren. Am 1.1. werden wir uns zum traditionellen Neujahrsschwimmen auf Ameland in die Fluten stürzen. Was danach folgt, wird in Kürze auf dieser Seite bekannt gegeben. Bis dahin! Ihr guten Menschen. Kommt gut ins neue Jahr. Es wird ein turbulentes werden!

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Meine 2 Lieblingsbilder

03.01.2007

Zurück aus Ameland.
Wie nicht anders zu erwarten sind wir natürlich doch nicht in die Nordsee gehüpft, denn die Jahreszeit ist viel zu kalt. Mir zumindest, denn ich friere, friere, friere und kann den nächsten warmen Tag nicht abwarten. Lieber schwitze ich, als zu frieren, denn schwitzen tut nicht weh. Was denkt Ihr?
Mit sieben Leuten waren wir also auf der hübschen kleinen Nordseeeinsel Ameland, genauer in Hollum. Silvester-Paardie stand noch da wie letztes mal und wie immer hatten wir auf dem Weg zum Strand keinen Zucker dabei. Es waren ein paar nette Tage, es wurde eine Menge Blödsinn geredet und viel geschlafen. Weil alle immer nur Fern sahen und Carcassonne spielten, bin ich mal in die Dünen gehüpft. Im Ernst: Manchmal warf das Verhalten einzelner entgegen aller sozialen Spielregeln im größeren Teil der Gruppe wahrlich große Zweifel auf. Wie kann es bloß sein???
Ach, ein neues Jahr schlüpfte ja auch noch aus dem Ei!

Da blick ich doch auf ein fettes letztes Jahr zurück. Schöner konnte es nicht beginnen, schöner konnte es nicht enden. Ich bin glücklich und zufrieden, freue mich über einen handgeschriebenen Brief von Chris und ärgere mich erneut über den häßlichen inkompetenten Toom-Baumarkt, wo ich nach der Arbeit einfach nur eine Badezimmerlampe und Regalbretter kaufen wollte, um sie mit meiner frisch ausgeliehenen Bohrmaschine in die Wände zu befördern. Nix haben die da!
Während sich komische Männer fragen, ob sie sich nun nach dem Onanieren an ihrem eigenen Sperma mit irgendwelchen Infektionskrankheiten anstecken können, will ich meine Wohnung umstellen und weiß nicht wie, weil ich einen afrikanischen Tisch geerbt habe von meiner Tante und der passt hier nicht mehr richtig rein. Auf welcher Internetseite steht eigentlich, dass man sich nur durch große Blutstropfen mit HIV anstecken kann? Außerdem habe ich mir vom Weihnachtsgeld einen Drucker gekauft und auch der passt hier nicht rein (ästhetisch gesehen). Mal sehen, was sich machen lässt.

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Life is Good (dreistimmig gesungen bitte)

07.01.2007

Ich befinde mich in einer rundum-Zufriedensheit-Wolke. Die Musik stimmt, die Stimmung ist gut und ich gehe gleich mit meinem Freund rocken! Was in den letzten Tagen geschah, werde ich in Kürze zu Protokoll geben. Zakk on the Rocks ist nun angesagt!

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Das Leben ist keine Discokugel

09.01.2007

Liebe Menschen!

Falls Ihr irgendwelche absonderlichen Probleme habt: ruft mich an, klingelt an meiner Tür, kein Problem. Ich beschäftige mich auch in meiner Freizeit sehr gerne mit Euren Macken und Ticks. Ich scheine wirklich mehrere unsichtbare Schilder auf der Stirm kleben zu haben. Auf jeden Fall dieses: "SPRICH MICH AN SOFERN DU EINEN KNALL HAST". Als mein Nachbar sich Sonntag dann die vierte Wasserpfeife mit Skunk stopfte, verließ ich fluchtartig seine Wohnung. Er hatte zuvor mindestens siebenmal geklingelt und darum gebeten, dass ich kurz vorbeikomme bei ihm und seinen "Kumpels", denn dann würde es sicher noch lustiger. Ich entgegnete, dass ich erstmal Lindenstraße gucken müsse und dann weitersehe. Weil ich halt einfach zu nett bin, ging ich während der Handyakkuaufladezeit kurz rüber. Seine Kumpels waren schon "gegangen".

Axel erzählte dann breit grinsend, dass er drogenabhängig ist und sich, gäbe es keine Drogen mehr, suizidieren würde. Außerdem nimmt er noch Anti-Depressiva und Schlafmittel aber die setzt er jetzt ab weil die Drogen sowieso die besten Medikamente für ihn sind.

Ich kenne aber auch Leute in Düsseldorf, mit denen man sich Abends entspannt treffen und über erfreuliche Dinge unterhalten kann und die nicht mal Zigaretten rauchen, juhu!

Freitag war ich mit Jan, Katrin und Flo, welchen ich über seine Freizeit (!)- Kontaktanzeige kennen gelernt habe in der Angkor-Ausstellung in Bonn. Bisher hatte ich immer Glück mit Kontaktanzeigenbekanntschaften. Ich habe aber auch erst einmal zuvor Leute über eine Kontaktanzeige kennengelernt, nämlich nach dem Pinkpop-Festival vor 10 Jahren. Da hatte ich mit einer wie sich kurze Zeit später herausstellte sehr hinterhältigen Freundin zusammen nach einer Band namens Pansen gesucht und die sich prompt gemeldet hatten, weil sie ja rein zufällig die Anzeige gelesen hatten. Der eine Pansen wurde mein Freund und genau den sah ich letzten Samstag auf der Rolltreppe bei H&M. Er sah mich aber nicht, vermutlich.
Aber das wollte ich eigentlich nicht erzählen. Ich war beim Thema Angkor.
Neben vielen Statuen und Steinen im Banteay-Srey-Stil gab es auch ein paar Filme anzuschauen, darunter ein Film über die deutsche Entwicklungshilfe in Kambodscha. Mehrmals musste ich laut lachen. Nicht nur, weil ich ein paar Kollegen erkannte, sondern auch über die altbekannte Selbstbeweihräucherung im großen Stil. Ohne die deutschen Gelder gäbe es beispielsweise diese Straßen nicht! Danke danke! Danke auch Anne für dieses Foto. Sie durfte glaube ich in Kambodscha mit allergrößtem Vergnügen und am extensivsten von uns allen die wunderbaren Straßen Kambodschas ländlichem Raum nutzen.

Das gesamte Wochenende war für meine Verhältnisse sehr aktionsreich. Seit ich im Arbeitsleben stecke, sieht man mich auf keinen Tanzveranstaltungen, Konzerte besuche ich nicht mehr und Kneipen schon gar nicht. Auch gehe ich nicht mehr shoppen, stöbere nicht mehr in Bibliotheken oder Musikgeschäften. Lediglich die Serien schaue ich noch an bevor ich erschöpft ins Bett falle. Samstag Abend war ich aber schließlich rocken, das hatte ich ja schon angekündigt. Es war super! Die Leute waren entspannt und absolut angenehm anzuschauen, das Alter durchmischt und die Musik vernünftig. Die Lokalität war entzückend und gleich schon schmiedete ich Pläne, wie ich diese Örtlichkeit mit meiner Arbeit vermischen kann. Es scheint zu funktionieren...

Meine Wohnung habe ich mittlerweile auch so umfunktioniert, dass der Drucker nun kein ästhetisches Problem mehr ist. An meiner Schlafzimmerdecke funkeln hunderte von Discokugeln - allerdings nicht über dem Bett, damit ich nicht nachts von einer der Kugeln erschlagen werde. Wie Ihr seht, läuft alles seinen Weg. Sollte ich gleich die Muße dazu haben, werde ich Kambodscha-Fotos selektieren und sortieren damit ich sie dem großen interessierten Publikum endlich auch einmal zeigen kann. (es gab immerhin seit August EINE Anfrage!)

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Arschtritte für die Welt

11.01.2007

Je déteste l'internet quelquefois. Après avoir lu certains pages d'accueil mon humeur devient misérable. Et ca suffit de voir les petites phrases...
Je ne sais pas pourquoi mais une chose est sure: je voulais bien assommer quelques personnes. Heureusement, il y a aussi d'autres personnes qui sont sympa. Et heuresement je suis une personne pacifique.

Es ist ja nicht so, als dürfte das hier keiner lesen: auf gut Deutsch: ich möchte zum Wochenende gerne einen mächtigen Arschtritt loswerden.

Ce n'est pas seulement que je déteste les personnes et l'internet, je déteste la moralité à Düsseldorf en plus. Si je suis en vélo, il y a tout le monde sur la piste cyclable et personne ne réagit si on sonne!

Einen Arschtritt für alle, die meinen, einen verdient zu haben.
Einen Arschtritt für alle, die Mülltonnen, Weihnachtsbäume, Sperrmüll, Farbeimer, Autos, Fahrräder und Baugerüste auf Fahrradwegen abstellen.
Einen Arschtritt für alle, die nicht in die Puschen kommen.
Einen Arschtritt für das Wetter.
Einen Arschtritt für alle Egoisten.
Und einen doppelten Arschtritt für alle, die Beziehungen kaputt machen.

Gott sei Dank - ich darf das schreiben, denn ich habe schon mehrstellige Eurozahlen an Kirchensteuern gezahlt, oh je was für ein Schreck in der Jahresabrechnung!!! hätte ich doch bloß Jura studiert - ist schon wieder Wochenende und ich kann morgen zum Zahnarzt gehen. Er wird feststellen, dass ich sehr gute Zähne habe, die 6er fehlen und mich dann wieder ins Bett schicken.
Ich habe meinen Türkisch II Kurs gecancelt. Meine Motivation, nach der Arbeit Türkisch zu lernen ist in etwa so groß, wie bei diesem Wetter am Rhein spazieren zu gehen oder Fischgerichte zu riechen oder aber Deutschland sucht den Superstar zu sehen.
Bis Februar muss ich meinen gesamten Jahresurlaub geplant haben. Das fällt mir ein bisschen schwer. Die Welt ist zu groß. Wo ist wann Regenzeit und wo will ich überhaupt als nächstes hin? Meine Probezeit ist doch noch nicht mal rum. Außerdem steht ja erstmal Urlaub an. Und nächste Woche fahre ich in die Schweiz, Wasserskifahren, wenn nicht noch das Wunder von Bern geschieht.

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Die Viertel am Bahnhof sind wirklich immer die hässlichsten

22.01.2007

sagte eine Frau gestern im Zug. Damit fühlte ich mich und mein Viertel am Bahnhof natürlich arg gekränkt. Nachdem ich das letzte mal ja Arschtritte verteilt habe, werde ich heute versuchen, wieder etwas mildere Worte nutzen.
Zunächst einmal ein paar Sätze über mein schönes Viertel. Oder auch Konsumexkurs. In unmittelbarer Nähe meiner Wohnung gibt es einen asiatischen Supermarkt, in dem es sogar Longans zu kaufen gibt. Es gibt auch Räucherstäbchenvorratspackungen, große Messer, spielende Kinder und Sojamilch in Dosen. Im Schaufenster steht eine Winkekatze und jedesmal freue ich mich sehr, wenn ich in diesem Laden bin. Die Verkäufer lächeln und sind nett. Ein paar Meter weiter ist ein USA-England Shop wo es meinen Lieblingstee von Celestial Seasonings namens Sleepytime zu kaufen gibt. Es gibt dort auch meine Lieblings M&Ms, nämlich Peanut Butter M&Ms. Und es gibt dort meine Lieblings-Weiße-Schokolade von Hershey's. Und Cider und und und. Die Verkäufer sind dick und nicht zu freundlich. Ein bißchen weiter, am besten mit dem Fahrrad erreichbar, das Viertel verlassend, kommt man zur Eisdiele, wo ausschließlich mein Lieblingseis verkauft wird: Ben & Jerry's. Lieblingssorte: Chocolate Chip Cookie Dough. Die Verkäuferinnen lassen manchmal das Wasser so lange laufen, bis das Spülbecken einen drei Meter hohen Schaumberg hat. Mein Lieblingsdrogeriemarkt, nämlich DM befindet sich im Bahnhof und hat 7 Tage die Woche geöffnet. Verkäuferinnen fragen dort gerne, warum ich rote Linsen kaufe und was ich damit anstelle. Aldi ist am nächsten dran. Dort kaufe ich billige Bio-Sojamilch weil ich für meinen Traum, alles im und auf dem Bio-Markt zu erwerben mein Geld für zu viele andere Dinge ausgebe. Urlaube, Bahnfahrten, Musik und Umhängetaschen nämlich. Umhängetaschen vor allem. Ein Buch kaufte ich mir auch im Buchladen um die Ecke (Aktion 39, Kauf da ein, wo Du wohnst We are what we do) einen Reiseführer für Indiens Norden. Der Buchhändler freute sich und hielt einen ordentlichen Schwatz mit mir und "Ist das Ihr F?" "Ja, ich bin der Freund." Mit dem guckte ich übrigens neulich einen tollen schnulzigen 18stündigen Bollywood-Film auf DVD.
Programmkinos gibt es auch. Letzte Woche sah ich mir Babel an. Mir gefiel der Film sehr gut. Für kurze Zeit verlor ich die Lust am Reisen in Länder, in denen die medizinische Versorgung nicht gewährleistet ist. Ich gewann sie aber schnell zurück. Musikalisch gesehen befinde ich mich derzeit auf seltsamen Pfaden. So höre ich Anoushka Shankar rauf und runter obwohl mir der Name der Dame sowie das Cover der CD überhaupt nicht zusagen.

Am Donnerstag machte ich mich wie angekündigt auf den Weg in die Schweiz. Es gab einen Sturm in Deutschland, aber ich kam pünktlich wie ein Maurer in Basel an. Dort musste ich zu einer Doktor der Physik-Feier. Himmel hilf das fehlte mir ja gerade noch! Es war aber doch nicht so schlimm wie befürchtet. Kate, die ich besucht hatte, zeigte mir noch ihre Kambodschafotos. Sie und ihr dazu gezwungener Freund waren ja da, als ich schon wieder hier war. Leider haben sie ein ganz anderes Kambodscha gesehen, als meine restlichen Besucher, das ist schade. Beim nächsten mal timen wir das besser!

Am folgenden Tag ging es nach einer dienstlichen Besprechung mit einer Mitarbeiterin der Aidshilfe beider Basel weiter nach Bern. Elke hatte Geburtstag und wir feierten das erste mal seit 9 Jahren wieder gemeinsam bei Käsefondue und Wein. Das letzte mal waren wir in Philadelphia und hatten mächtig Spaß. Von Boston aus sind wir mit dem Greyhound nach New York gefahren, kamen um 2.30 Uhr an und verbrachten die Nacht am Port Authority, wo wir Monster-Schiß bekamen, weil uns ein turbanisierter Mann bis zur Damentoilette folgte. Um 7.15 Uhr fuhren wir mit dem Greyhound nach Philadelphia. Im Bus entstand eine Prügelei, der Busfahrer schmiss die Leute raus und wir kriegten nix mit, weil wir tief und fest pennten! Unseren ersten Einkauf tätigten wir im Wawa-Supermarket, der ab sofort unser Liebling in Philadelphia wurde. Wir erwarben dort fetthaltige Vitamin D Milch für's Frühstück. (Bei unseren Gastfamilien gab es immer nur Skim Milk mit 0% Fett.) Wir verliefen uns ständig, weil wir uns an den zwei doofen hohen Häusern orientierten. Am Ende prophezeiten uns die chinesischen Glückskekse folgendes: "Your luck has completely changed today" sowie "Serious trouble will bypass you"
Es stimmte. Wir wurden in New York ausgeraubt und Elke fast enführt, hätte ich sie nicht gerettet!

Zurück zur Schweiz. Da wir ja eigentlich Skifahren wollten, aber nirgendwo Schnee lag außer auf den Berggipfeln, die man von Elkes und Leos Wohnung aus erblicken konnte (NEID!) war der Samstag ungeplant. Eine zeitlang saßen wir auf dem Balkon mit dem wunderwunderschönen Ausblick und bräunten uns. Ich möchte sogar sagen, dass ist der schönste Ausblick aus einer Wohnung in einem nicht gerade schönen Haus, den ich jemals gesehen habe. (Außer natürlich der Ausblick aus meiner Wohnung in Phnom Penh...) Die Sonne war so warm, dass man nackig im Liegestuhl liegen konnte. Na gut, fast.
Dazu muss gesagt werden, dass Elke und Leo im 15. Stock wohnen und die Höhensonne dort schon sehr brennt. Meine Kollegin stellte heute zumindest fest, dass ich Farbe bekommen habe (ich erklärte ihr jedoch wahrheitsgemäß, dass das durch meine Fahrradfahrt zur Arbeit bedingt ist).
Weil das Wetter ja wirklich sehr schön war, wanderten wir an der Aare entlang in die Berner Innenstadt. Ein kleines Stückchen wagten wir es sogar ins kühle Nass und ließen wir uns von der Strömung treiben. Die Temperatur betrug aber nur 6 oder 7 Grad Celsius und war recht schlecht zu ertragen. Trotzdem superschön! Aber wirklich unglaublich, da grillten Leute, picknickten, und das im Januar!
Ich kann mich nicht entscheiden, welche Stadt mir besser gefällt, Basel oder Bern. Sie sind beide wirklich sehr pittoresk. Das Panorama in Bern ist aber wohl nicht toppbar.

Gestern fuhr ich wieder zurück, machte einen Abstecher zu meinen Eltern und beendete endlich Kafka am Strand. Dass einer aus Katzenseelen Flöten machen will, finde ich immer noch sehr respekteinflößend!

Alle paar Wochen räume ich meine Wohnung um. Das ist bei mir immer so, wenn alles noch so neu ist, leidtragende Mitbewohnerinnen, die meine Schränke mit verrücken mussten, können davon ein Lied singen.
Diesmal war das Wohnzimmer dran. Ich habe ein weiteres Sofa hinein platziert. Zum Glück ist es ein leichtes Sofa, denn es besteht aus Luft. Mal sehen, ob ich mich an den Anblick gewöhnen kann. Das ist natürlich auch sehr optimistisch, ein weiteres Sofa hier reinzustellen, denn es impliziert ja, dass ich mehrere Menschen in meiner Wohnung erwarte. Diese Woche werde ich mir auch noch das Schlafzimmer vornehmen.

Bevor ich noch mehr Blödsinn schreibe und Euch Menschen noch weiter von der Arbeit abhalte (ja ja, ich weiß das: Ihr lest das nämlich alle an der Arbeit!) bzw. Euch arbeitslose Menschen davon abhalte, endlich Arbeit zu kriegen und Euch Menschen, die das hier einfach so lesen, ohne zu arbeiten und ohne Arbeit zu suchen weiter langweile, und Euch Menschen, die den Computer vor dem zu Bett gehen doch noch einmal anschalten vom Schlafengehen abhalte höre ich jetzt auf und lese weiter die Wilde Schafsjagd.

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Petition

23.01.2007

Seit langer Zeit weise ich mal wieder auf eine Online-Petition hin. Es handelt sich um eine Aktion von Ärzte ohne Grenzen:

"Das Pharmaunternehmen Novartis verklagt die indische Regierung. Sollte das Unternehmen gewinnen, würde dies den Zugang zu erschwinglichen Medikamenten für Millionen Menschen weltweit gefährden.

In Indien werden kostengünstige Medikamente produziert, die lebenswichtig für viele Menschen in den ärmeren Ländern sind. So sind mehr als die Hälfte der derzeit in diesen Ländern eingesetzten HIV/Aids-Medikamente aus Indien. Ärzte ohne Grenzen behandelt gut 80 Prozent seiner derzeit 80.000 Aids-Patienten mit Medikamenten aus indischer Herstellung."

Bitte klickt mal kurz hier drauf: "Menschen sind wichtiger als Patente".

Wusstet Ihr, dass die LTU Abschiebeflüge durchführt?
Jetzt haben die von mir vergessenen Bibliothekslerner auch tatsächlich noch was gelernt!

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Übel

31.01.2007

Ein Artikel aus der Zeit über Kinderschänder. Damit Euch nicht so langweilig ist im Internet. Ich schreib auch bald wieder selber was.

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Holiday in Cambodia

31.01.2007

Den Link im vorherigen Eintrag hat mir die liebe Anne geschickt, die mich vorhin fragte, ob ich wahnsinnig bin, das hat aber nix mit dem Link zu tun.
Der Tee, den ich trinke, riecht nach Thunfisch, igitt. Ich muss mich beeilen, vielleicht wird bald das Internet ausgeschaltet, denn mein Nachbar zahlt seine Rechnungen nicht und ich hänge ja mit ihm in Netz drin.

Es wurde ein Problem festgestellt. Windows wurde heruntergefahren.

ICH KANN ES NICHT MEHR SEHEN! Jan hat das halbe Wochenende damit verbracht, meinen Laptop zu heilen, kaum schalte ich ihn an, kommt nach ein paar Minuten dieser verhasste Bluescreen. Ich hatte es vorhergesehen. So ist es immer schon gewesen. Meine Computer machen irgendwelche Mucken, jemand Versiertes schaut sich das Ganze an, stellt fest: da ist doch eigentlich gar nix mit. Kaum bin ich wieder allein, spinnen die Dinger erneut rum. Scheinbar hab ich zerstörerische Kräfte in meinem Körper. Alles geht kaputt.
Am Wochenende waren auch meine Kopfhörer und mein Münsterfahrrad kaputt. Ich ersetzte und ließ für viel Geld reparieren. Wie immer das gleiche in der Radstation am Bahnhof. Man bekommt einen Preis genannt, der bei Abholung stets teurer ist. Aufregen könnt ich mich! Zu Recht, wie ich meine. Aber zu viel rege ich mich auf. Das will ich gar nicht. Vor allem nicht immer und immer wieder über die DB. Manchmal nur ist sie ok. Zumeist, vor allem wenn man sie wirklich mal braucht ist sie allerdings völlig Scheiße. Eine seit August ständig angekündigte "Störung im Betriebsablauf" in ALLEN ECs der Schweiz nehme ich einfach niemandem mehr ab. Denkt Euch wenigstens mal was kreativeres aus. Aber schimpfend im Münsteraner Hauptbahnhof zu stehen und schlechte Laune zu schieben bringt ja in Wirklichkeit auch gar nix.

Am Donnerstag bin ich U-Bahn gefahren. Gegenüber von mir standen zwei etwa Zwölfjährige. Das Mädchen sagte zu dem Jungen: "Ey krass, Du bist ja Afrikaner! Ich wusste gar nicht, dass Marokko in Afrika liegt." Daraufhin sagte der Junge zu dem Mädchen: "Ja ich hätte aber auch nicht gedacht, dass Du Polin bist, Du bist so braun, hätte eher gedacht, dass Du aus Spanien oder so kommst." Fand ich toll. Als ich bei einer Sitzung vom Ausländerbeirat im Rathaus war, saß neben mir eine etwas ältere Dame. "Ja wann fangen die denn endlich an? Jetzt ist es schon 10 nach 4!" Sie erzählte mir stolz, dass sie mindestens 8 Obdachlosenzeitungen im Monat kauft, immer bei anderen. "Die tun mir ja so leid." Allerdings hätte sie doch gerne, dass die faulen Ausländer wieder zurück in ihre Länder gehen. Die Deutschen lassen sich ja nur von denen ausnutzen. "Ich verstehe gar nicht, warum die nicht freiwillig zurückgehen." Wenig später erzählte sie mir, dass sie selbst vor 38 Jahren aus Brasilien nach Deutschland gekommen ist. Sie ist aber auch Deutsche und hat noch nie Sozialhilfe bezogen. Ich legte ihr meinen Standpunkt zum Thema dar und damit war das Gespräch zum Glück beendet und die Sitzung begann kurze Zeit später.

In meinem turbulenten Leben haben sich schon wieder so viele Dinge zugetragen, dass ich mal wieder kaum weiß, wie ich sie ordnen soll. Neulich schrieb ich vom Zahnarzt. Wenn ich mir einer Sache an mir selber sicher bin, dann keiner so sehr wie meiner Zähne. Doch oh Schreck! Der Zahnarzt in Düsseldorf erzählte mir, dass meine Zähne schlecht seien, dass er 2mal bohren muss und Amalgam reintun wird, weil das die Kasse zahlt! Außerdem hätte ich Paradontose, meine Zähne seien alle total schief und das Zähneputzen müsse mir wohl auch erstmal jemand beibringen. Eine bodenlose Frechheit! Und ich solle doch das nächste mal etwa 230 € mitbringen. Niemals, niemals wird mir dieser Kerl in meinem Gebiss herumfuhrwerken! Wenn ich bedenke, was für Pappnasen Zahnmedizin studieren, wird mir eh ganz anders. Früher dachte ich immer, dass Ärzte schon wissen, was sie tun! Wie naiv. Ich surfte im Internet und fand heraus, dass der Typ nur ein paar Jahre älter ist als ich. Vielleicht war ich seine erste Patientin?
Also zum Zahnarzt meines Vertrauens nach Münster. Der guckte sich das alles an, auch die schlechten Röntgenaufnahmen, und sagte: alles in Ordnung, gut dass Sie nochmal hergekommen sind! Supi! Geld gespart und sofort investiert.
Ich fliege nach Kambodscha! In sechs Wochen! Ich freu mich so! Zitat Reisebüro: "Dann kommen Sie ja gerade rechtzeitig wieder, um nach Kalkutta zu fliegen. Na irgendwie muss man ja die kalte Jahreszeit rumkriegen." Das sehe ich auch so. Das Allerwunderschönste ist, dass ich keinen Touristendruck habe, mir nicht 1000 Tempel und die Killing Fields anschauen muss, sondern den ganzen Tag Fruchtshakes bei Nature and Sea oder im Elsewhere schlürfen werde, in der Hängematte die Seele baumeln lasse, den Russenmarkt leerkaufe, ans Meer fahre, Freunde und Kollegen wiedersehe und chille. Sonst nix. Ach doch, mit Lize, die ich besuchen werde (jipppieeee!!!!!) abhängen, essen gehen, quatschen, relaxen! Ich kann es noch gar nicht glauben! Wenn ich bloß daran denke laufen mir warme Schauer über den Rücken (das wird dann eher Schweiß sein, wenn ich erstmal dort bin, aber man kann sich ja vieles schönreden)! Könnte springen und tanzen vor Freude! Obwohl ich eigentlich fix und fertig bin von meinem Aerobic-Kurs. Damit ich altersbedingt nicht einroste, mache ich nämlich jetzt nach der Arbeit Sport: Pilates und Aerobic. Pilates gefiel mir schon mal außerordentlich gut. Es war ein bißchen anstrengend, aber superentspannend. Aerobic, ui ui. Der Trainer ist ein fescher Schauspieler, aber ich weiß nicht, in welcher Soap :-) Alle im Kurs haben schon mal Aerobic gemacht, nur ich nicht. Ich hab mich aber nicht gemeldet, weil ich keinen Bock hatte, dass ich unter Dauerbeobachtung stehe (das ist die, die nix kann) und so bin ich auch selbst Schuld, wenn ich bei A-Step nicht sofort schnalle, welche Beine jetzt wohin gehüpft werden müssen. Lustig ist es aber auch! Ich war in etwa so fertig wie nach 3 Stunden durchtanzen in besten Sputnikzeiten. Da es hier aber ja Vergleichbares nicht gibt, muss ich wohl zu solchen Methoden greifen. Morgen ist schon wieder Wochenende!

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Wochenend-Kotze

04.02.2007

Es ist Sonntag. Zeit für Hunderttausende Pärchen, sich an sämtlichen Bahnhöfen Deutschlands wieder einmal zu verabschieden. Ich glaube es gibt fast nichts beschisseneres als Wochenendbeziehungen. Ach doch, wie konnte ich das bloß vergessen: Fernbeziehungen, deren Distanz nicht mit der Bahn zu überwinden ist sind natürlich noch beschissener.
Aber wie soll man sich als junger Mensch heutzutage denn entscheiden? Aus Liebe lieber arbeitslos? Aus Zukunftsängsten und Karrieregründen lieber liebelos? Wieviele Kompromisse eingehen? Wie weit gehen? Und wann sind die Grenzen erreicht?
Ich weiß es nicht. Weniger denken, mehr leben. Das wäre ein Versuch.

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Der Ficus wirft die Blätter ab

06.02.2007

und ich weiß wirklich nicht, warum. Jetzt hat er einen neuen Platz erhalten und soll gefälligst seine Blätter nicht mehr abwerfen. Mein Versuch, weniger zu denken und mehr zu leben klappt an sich ganz gut. Schließlich habe ich wieder gute Laune! Das wenige Denken verstärkt sich insbesondere bei Telefonaten, die sich um Übertragungen gefährlicher Krankheiten durch Handschweiß drehen. Heute war wieder Aerobic. Der Trugschluss, man könne alte doofe T-Shirts ja immer noch zum Sport anziehen, deshalb nehmen sie schließlich seit Jahren unnötig Platz im Kleiderschrank und im Umzugskarton ein, bewahrheitet sich tatsächlich, Überraschung: als Trugschluss. Denn nicht mal beim Sport will ich ein häßliches Abi-T-Shirt oder ähnliche Verwirrungen aus der Mode der letzten 10 Jahre jemals wieder zur Schau tragen. Aber die Rumhopserei trägt trotz inadäquater T-Shirts dazu bei, dass neben gefährlichem Schweiß auch viele Endorphine ausgeschüttet werden und ich jetzt glücklich und zufrieden darauf warte, dass sich das Schloss in der Tür dreht und mein werter Freund zur Tür hereinspaziert! Es lebe die Wochenendbeziehung! Denn in dem Fall, wir wohnten noch beisammen, würde ich mich sicher gar nicht so freuen. Spökes, alles Spökes hier. Es lebe auch der Karneval! Ich wünsche Euch allen einen närrischen Tag. Helau!

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El Festival

09.02.2007

Beastie Boys · Bloc Party · Die Fantastischen Vier · Fotos · Marilyn Manson · Me First and the Gimme Gimmes · Pearl Jam · Virginia Jetzt! ·

Ich denke, das reicht bereits aus :-) Wer kommt mit?
In Anbetracht zu vermutender eisiger Temperaturen vielleicht mal das südliche ausprobieren?

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Cool

09.02.2007

Habe meine erste Einkommensteuererklärung gemacht. Fühle mich erwachsen und gut. Und mein Thai-Airways-Ticket ist da! Höre Buddha-Bar und habe einen Preisnachlass von 35 € für meinen Kambodschaflug bekommen! In fünf Wochen bin ich schon in Phnom Penh, ich kann's noch gar nicht richtig glauben. Nächste Woche ist meine Probezeit rum! Nächste Woche sind Geburtstage, Valentinstag und Karneval! Tschüß, Eure türkische Freundin!

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29 jetzt

14.02.2007

Hallo. Es scheint, dass sich die sentimentalen Silvesters in sentimentale Geburtstage umgewandelt haben. Letztes Jahr saß ich immerhin mit Jan und kreischenden metallsägenden Thais in einem unfreundlichen ägyptischen Restaurant halb wahnsinnig in Bangkok, sodass ich allen Grund hatte, sauer und wütend zu sein, dass mein Geburtstag so doof ist. Vielleicht liegt diese Sentimentalität allerdings auch daran, dass ich ganz allein bin und keine Freunde habe in Düsseldorf. Wobei das ja auch nicht 100%ig stimmt. Aber es gibt hier halt nicht so FreundInnen wie Euch (Ihr wisst schon, wer gemeint ist hier!). Ich meine, bisher hab ich immer zu Hause gewohnt, in WGs oder Wohnheimen und hier in der Bunsenstraße ist halt nur mein Drogennachbar und ich backe meinen Geburtstagskuchen selbst und niemand tanzt nachts mit mir.
Zudem hatte ich auch noch das wichtigste Gespräch meines Arbeitslebens an meinem Geburtstag, buh. Das Ergebnis lässt sich allerdings feiern, sodass mein Geburtstag schon insgesamt gesehen ein schöner war: weil: Probezeit überstanden, bin weiter erwünscht. Außerdem ist Jan auch hier, meine liebsten Menschen denken an mich und ich denke an sie und eine große goldene Winkekatze hab ich mir zur Feier des Tages auch gekauft, nachdem meine alte aus Kambodscha nicht mehr winken kann. Mit den Winkekatzen hab ich nicht viel Glück. In Phnom Penh ist der einen ja der Arm abgefallen und meiner kleinen Winkekatze ist die Batterie ausgelaufen. Hoffen wir mal, dass die neue große Winkekatze ein langes schönes Leben haben wird.
Haben gerade eine neue Kneipe ausgecheckt (fange jetzt an, selbstverständlich in der WIR-Form zu schreiben, das kann ich mit fast dreißig langsam auch mal anfangen, was meint Ihr), die heißt Pitcher und spielt rockige aber eher punkige Musik und veranstaltet Anti-Karnevals-Parties. Support your local local.
Gute Nacht! Miss you big big :-)

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Du hast da Sperma an der Backe!

16.02.2007

Helau! Voller Nachfreude von gestern Abend muss ich jetzt schnell berichten. Katrin, die jetzt übrigens auch bloggt kam nach Düsseldorf, um den 11.11. mit mir und meinen Kollegen im Nähkörbchen fortzusetzen. Gestern war Schwerdonnerstag oder Altweiber wie man hier sagt. Treffpunkt war die AIDS-Hilfe, wo wir uns verkleideten, schminkten und die Taschen packten. Los ging's. Unser Ziel sollte sein, die Jecken flächendeckend mit Kondomen und Lollies zu versorgen, gleichzeitig noch ein paar Spenden einzuheimsen und natürlich mitzufeiern! Wir starteten in den Schwulenkneipen der Stadt, der erste Wirt gab uns gleich 'ne Runde Bier aus. Kaum waren wir in der Altstadt angekommen, war der Wahnsinn perfekt. Eine unbeschreibliche Atmosphäre... Unglaublich viele Menschen, der absolute Hammer. Kamerateams mittendrin im Gewühl. Und wir!
Am Anfang war es etwas gewöhnungsbedürftig, die Leute alle anzulabern. Doch schnell fanden wir eine ziemlich erfolgreiche und einfache Beutestrategie (ähnlich dem Motto: wir laufen über's Hurricane-Festivalgelände und grinsen einfach die Leute an, mal schauen, ob sie zurückgrinsen...) Unglaublich, wie leicht das ging und wie viel Spaß es gemacht hat und wie toll die Leute waren! Manche waren auch wirklich total rührend. Ein Pärchen, das eher so aussah, als lebte es am Hauptbahnhof, hat sich riesig über die Kondome gefreut und uns sogar Geld gespendet.

Die Top Sprüche:
"Ey Du hast Sperma im Gesicht!"
"Probierst Du das Kondom mit mir zusammen aus?"
"Ich brauch keine Kondome, ich bin verheiratet."
"Dürfen wir ein Foto mit Euch machen?"

Lustig lustig lustig war's! Freue mich schon riesig auf Rosenmontag und mal gucken, ob ich noch ein Kostüm finde in der Stadt. Wenn Ihr mal einen kleinen Blick erhaschen wollt: das ist vor'm Nähkörbchen.
Dat kütt wenn et kütt!

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Tage wie dieser

20.02.2007

Es riecht nach Frühling. Selbst an der dreckigen trostlosen Oberbilker Allee, die ich täglich rauf und runter radele. Ich ertappe mich dabei, Preise von Bahn-Pendeltickets rauszusuchen. Viel schlimmer: ich ertappe mich dabei, den DED Stellenmarkt zu durchforsten. Und rede mir ein: einfach nur so, mal gucken, was es aktuell gibt. Begleitet wird der Tag von Karnevalsnachwirkungen und Extremschokoladenkonsum.
Katrin ist gut in Neuseeland angekommen, und Lize in Kambodscha. Schöne Grüße Mädels! Ich bin auf jeden Fall urlaubsreif und zähle die Tage.
Die Idee, meinen Reisepass vor Kambodscha noch an die indische Botschaft zu senden, war vielleicht nicht die beste. Ich sah mich schon am Tag meines Abflugs in Frankfurt vor der indischen Botschaft stehen mit einer Menge kleiner Scheine... Zum Glück kam heute Post von der Botschaft und ein Visum hab ich auch. Allerdings haben die vergessen zu stempeln, was mit Sicherheit schon mal für Spaß bei der Einreise sorgt.

Am Wochenende war ich in Münster. Ich habe mir die Theatersoap angeguckt, die der Hermann mitgeschrieben hat. Ich fand's wirklich super und wünsche mir eine zweite Staffel!

Am Donnerstag fahre ich nach Berlin und besuche die Frauke. Freue mich schon drauf! Britta zieht noch im Februar nach England. Meine Freundinnen sind bald alle weg :-(

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Typisch deutsch!?

21.02.2007

Dat war wohl nix mit dem Frühling. Pisswetter und grauer Himmel, nicht funktionierende Computer am Arbeitsplatz, genervte aggressive Kollegen. Davon krieg ich sofort schlechte Laune, und die Tatsache, dass ich von sowas schlechte Laune kriege nervt mich noch obendrein. Würden alle Leute öfter grinsen bzw. die Klappe halten wäre es nicht ganz so schlimm. Den halben Vormittag mit Systemadministratoren telefoniert, WLAN-Boxen ausgestöpselt und wieder eingestöpselt, Telefonanlagen nicht verstanden und häßliche Flyer erstellt.
Diese Stadt ist so trostlos, obendrein. Dicke Drogendeals gleich am Ende der Gustav-Poensgen, ich war auf dem Weg zum Türken, Ingwer besorgen und Bücher in die Stadtbibliothek zurückbringen, die ich eh nicht zu Ende lese.
Das ständige Hü und Hott dieser Tage nervt mich auch. Am dööfsten find ich zur Zeit wahrscheinlich mich selbst, daher diese Motzerei.
Das war ja jetzt ein richtig deutscher Jammereintrag. Verzeiht mir. Morgen ist alles viel besser, da bin ich mir sicher!

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Grapevine und Powerhouse

27.02.2007

"Sie sind chronisch gesund." Das hört man ja gerne. Ich werde ein bißchen aus dem Nähkästchen plaudern, solange meine Wäsche noch in der Waschmaschine herumgeworfen wird.

Jedesmal, wenn ich nach Berlin komme, bin ich zunächst geschockt. Vielleicht mag es daran liegen, dass ich stets spätabends in sozialen Brennpunkten ankomme, in denen bös anmutende Menschen herumlaufen. Vielleicht liegt es auch an der unsäglichen Größe dieser Stadt, ich weiß es nicht. Von A nach B kann man schließlich länger fahren als vom Grünen Grund in die Bunsenstraße. Meist dauert es ein, zwei Tage, bis ich wieder sage: ich mag Berlin. Und ich mag Berlin wirklich! Irgendwie wohnen auch immer mehr mir bekannte und liebe Leute dort, sodass ich in Freizeitstress gerate. Doch das ist schöner Stress. So zum Beispiel ein Treffen mit Conrad. Wir waren zur gleichen Zeit in Kambodscha. Wollten in eine tadschikische Teestube, die hatte aber noch zu. Da es wirklich arschkalt war am Freitag, haben wir beschlossen, in die nächste Lokalität, die uns entgegen kommt, hineinzuhuschen. Und: es war ein INDER! So bestellten wir in alter Wasserindermanier ein Palak Paneer, wurden allerdings enttäuscht, dass wir keinerlei Wasser bekamen.

Zuvor hatte ich einige afrikanische Projekte in Berlin besucht. So kam es auch, dass ich von einem afrikanischen Priester fast dazu genötigt wurde, eine Thüringer Bratwurst zu essen. Aus Höflichkeit und Erfahrung versuchte ich es erst gar nicht mit "Äh, ich bin doch Vegetarierin", sondern täuschte vor, schon unglaublich viel zu Mittag gegessen zu haben. Das ging aber nicht durch, also musste doch die Vegetariernummer dran glauben. Papa Botembes Gesicht hellte sich auf: er war selber Vegetarier. So saßen wir in dieser gutbürgerlichen deutschen Pinte und unterhielten uns über Gott und die Welt und Aids und Afrika und Vegetarier.
Vorher war ich fast zwei Stunden in der afrikanischen ökumenischen Gemeinde und durfte als Mama Sandra der Beratung hochschwangerer Angolanerinnen beiwohnen. Ich lernte außerdem viel über afrikanisches Trommeln und die Geister, die dabei in die Körper der anderen Menschen übergehen...

Abends feierte die Frauke Geburtstag und Einweihung und ein Physiker verschüttete Rotwein. Ist das vielleicht ein Gesetz?

Am nächsten Tag kaufte ich mir Spinnenschuhe, ja wirklich! Ich hatte zuerst so Schuhe mit Katzenkappen in Augenschein genommen, dann hab ich mich aber doch in die karierten Spinnenschuhe verliebt.
Später traf ich mich wieder mit Arnaud und ging diesmal wirklich mit ihm in die tadschikische Teestube, gemeinsam mit einer weiteren DED-NFP-Ehemaligen. Und wieder später traf ich mich mit einer ganz alten Workcampbekanntschaft. Wir treffen uns immer, wenn ich in Berlin bin. Das ist ja nicht sehr häufig. Wir entdeckten einen ganz tollen Schmuckladen mit Winkekatze und sooo schönen Dingen! Da kaufte ich mir noch Ohrringe und der Tag war schon wieder vorüber. Noch ein wenig Singstar bei Frauke und schwupps war das Wochenende auch schon wieder vorbei. Der neue Bahnhof in Berlin gefällt mir übrigens nicht. Er wirkt auf mich wie eine amerikanische Shoppingmall, die zu allem Überfluss noch total zugig und grau ist. Aber vielleicht brauch ich auch hier ein paar Begegnungen, bevor ich mich mit diesem Stück Berlins anfreunden kann.

Montag Abend quälte ich mich zum Sport, Dienstag Abend quälte ich mich zum Sport und jetzt bin ich wieder an dem Punkt angelangt, wo ich denke: och, morgen hätt ich auch gern nochmal so ein bißchen Sport, ein bißchen auspowern, über gar nix mehr nachdenken und so.

Ansonsten könnt ich wieder über den Regen jammern, aber immerhin ist das einzige Positive an der derzeitigen Wetterlage, dass die Hundescheiße vor der Haustür langsam fortgeschwemmt wird.

Wie geht man eigentlich erfolgreich mit andauerndem Weltschmerz um? Gibt es ein Mittel dagegen? Würde mich über ein paar Tipps freuen.
Die Wäsche ist immer noch nicht fertig. Mein Licht im Bad ist kaputt. Im Shuffle singt gerade Peter Licht "Ich schätze es im Scheißeregen zu stehen". Mein Kühlschrank ist leer. Ich will endlich ins Bett.

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Geld macht glücklich

07.03.2007

Freunde, es ist wieder soweit. Das "ich kann Dein Gästebuch nicht mehr lesen"-Problem wurde von meinem wundervollen Junior-Webmaster Herr Lubux dot com bravurös behoben. Ihr könnt wieder kommentieren, was das Zeug hält!
Keine Ahnung, wie ich plötzlich auf Moby den Vegan-Punk komme aber ich musste gerade an ihn denken, schiebe nun die CD in den Player und schwelge sofort nach Südafrika. Stoppppp.
Ich möchte sagen, dass ich gestern 5 mal nass wurde. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Erstaunlich ist wiederum, dass obwohl große Teile meiner Kollegschaft krank sind und die Viren ja nur so durch die Luft schwirren, gerade in meinem Genre, ich mich den gesamten Winter schon, was die Gesundheit betrifft, wacker schlage. Ich bin ja überzeugt und behaupte, dass es daran liegt, dass ich seit etlichen Jahren Schoko-Lacto-Vegetarierin bin. Dass ich ausgerechnet jetzt den Milchschnitte-Jieper habe, liegt ausschließlich an der Werbung, die vor Wetten dass... lief. Meine Güte, wie beeinflussbar ich doch bin.

Vor einigen Wochen bekam ich eine Angela Merkel Saftpresse geschenkt. Der Kopf von Angie sitzt in einer roten Schale und ihre Händchen gucken oben raus, wat süß! Dann nimmt man eine saftige Orange oder Tangerine oder Zitrone und presst sie auf dem Haupt der Kanzlerin, bis die Schale mit köstlicher Flüssigkeit gefüllt ist. Lecker!

Letztes Wochenende war ich seit langer Zeit mal wieder auf einem Konzert. Es fand in der ex-lebenswertesten Stadt der Welt statt, war gratis, jedoch keinesfalls umsonst. Es lohnte sich wahrlich sehr und ich freue mich schon auf das nächste (Schleim²). Den Selbstbeweihräucherungsbericht eines Bandmitglieds findet Ihr auf obig genanntem Link. Mein signiertes Poster hat übrigens noch kein adäquates Plätzchen in meiner Gallerie gefunden, ein entsprechender güldener Rahmen muss noch erworben werden.

Samstag war ich ein bißchen Sommerklamotten shoppen. Ich erwarb 2 Röcke für Kambodscha und den hoffentlich heißen nordrheinwestfälischen Sommer. Zudem gönnte ich mir auch noch Winterschuhe, seit Jahrzehnten besaß ich ein solch wärmendes Fußkleid nicht mehr! Entzückt sprang ich von Baum zu Baum, um hinter den Ästen die Mondfinsternis zu beobachten, aber leider leider wurde der Himmel ja von einer dicken Wolkenschicht bedeckt. Also musste ich wohl oder übel die unsagbar schlechten Wetten von Wetten dass... anschauen.

Als ich schließlich aus Münster in meine (gezwungenermaßene) Wahlheimat zurückkehrte, empfing mich mein Fahrrad platt. Na tolle Wurst. Da hab ich doch lieber regendurchweichte Salamibrote im Korb als sowas. Glücklicherweise hatte mir aber nur jemand die Luft rausgelassen.

Die Woche konnte also sorgenfrei beginnen. Mein Aerobic-Kurs entpuppte sich als noch schlimmer, denn zuvor vermutet. Mindestens die Hälfte der Kursteilnehmerinnen ist magersüchtig, weißblondiert und kackebraun mitten im Winter. Soviel kann man ja sehen, ohne je Gesagtes vernommen zu haben. Ebenso sehen kann man, dass die "ich möchte einen J.Lo-Arsch haben" Tussis fiese getigerte Stringtangas unter ihren sexy Sporthöschen tragen. Das will ich nicht sehen! Gestern unterhielten sich zwei mir besonders sympathische Modepüppchen darüber, dass sie "Steuern" bestanden haben. Warum müssen all meine Klischees auch immer wieder erfüllt werden?!? Diese BWL-Ischen.

Pardon. Es gibt auch ein, zwei nette BWLer, bestimmt. Aber Ausnahmen bestätigen schließlich die Regel. Die finden mich mit meinem Schlabber-Stern-T-Shirt und albernen Indie-Stirnband ja auch total affig.

Ein wirklich wunderbares Ereignis trug sich gestern auch noch zu! Da es ja in Deutschland Banken gibt und ich mein Geld hier auch auf einem Konto horte, passiert es nicht so oft, dass ich in irgendwelchen versteckten Nischen und Ecken ein paar Hundert-Euro-Scheine finde. Das ist natürlich schade, aber irgendwie auch gut. Gestern jedenfalls bekam ich Post vom Finanzamt - ich erwähnte ja neulich stolz, dass ich meine Steuererklärung gemacht hatte - mit der grandiosen Nachricht, dass sie mir alle Steuern zurückzahlen werden!!! Jippieeeeee!!!!! Ich habe natürlich sofort einen Flug gebucht und werde 3 Wochen, nachdem ich aus Indien zurückkehre, nach Südafrika in Urlaub fahren*.
So, dann werd ich mich mal darum kümmern, dass das, was im Backofen ist, da auch rechtzeitig wieder rauskommt. Grüße nach Neuseeland, Kuba, Kambodscha und in die Schweiz. Ja, meine Leserinnen sind halt international :-)

PS: Gestern in der Mittagspause erwähnte ich, dass ich ungern fliege. Und dass ich immer noch auf ein Flugzeugunglück warte, damit die Wahrscheinlichkeit für mich nächste Woche geringer ist, abzustürzen. Das letzte mal, als ich diese etwas brutale Theorie lautstark gegenüber Leuten äußerte, war am 10. September 2001... Da machte ich mir ja schon so meine Gedanken. Als ich heute morgen die Nachrichten sah, erschrak ich mich schon ziemlich arg, meine Kollegen empfingen mich auch entsprechend irritiert. Tut mir leid!!!

*kleiner Scherz.

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Haribo

10.03.2007

Während ich mich auf den Urlaub vorbereite, bemerkt mein Freund mal wieder nicht, dass ich mir heute morgen beim Frisör eine tropentaugliche Frisur gekauft habe. Männer, es sei denn, sie sind schwul oder metrosexuell, merken nie, dass Frauen beim Frisör waren. Im Gegenzug dazu habe ich es aber neulich auch nicht bemerkt, dass mein Freund sich seinen Bart abrasiert hatte. So sind wir quitt.

Ich freue mich wahnwahnwahnsinnig auf Kambodscha. Gestern hatte ich Besuch von 2 frisch aus Phnom Penh zurückgekehrten Menschen, die mir das Resultat unserer monatelangen Arbeit vorbeibrachten, das Frauenfotobuch. Es ist wunderschön geworden und wenn ich nicht sowieso nächste Woche fliegen würde, würde ich jetzt erst recht unheimlich gerne wieder nach Kambodscha reisen. Ich kann es kaum noch erwarten! Heute bei Aldi kaufte ich 10 Packungen Haribo, um meine mir zu begegnenden Mitmenschen damit zu beglücken. Einen Stapel Fotos hab ich auch schon im Gepäck. Hach! Jubel, Tanz, Hüpf!

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Give it a name

11.03.2007

Falls jemand Interesse hat, mich zu diesem hübschen Festival am Freitag, den 20. April in Köln zu begleiten - bitte sehr:

Jimmy Eat World / Lagwagon (nur Köln) / Thursday / Sparta / Senses Fail / Voodoo Glow Skulls / Mxpx / Gallows / Zebrahead / One Fine Day / Grown At Home / Mewithoutyou / The Sleeping u.v.m. -

der schicke mir doch eine kurze Bewerbung per Email und Motivationsschreiben. Ich habe 2 Karten und eine davon kann schon bald Dir gehören!

Gestern Abend sahen Jan und ich uns im Zakk eine Funny van Dannen Lesung an. Er las z.B. von klitzekleinen Nilpferden, die auf Straßenlaternen sitzen und von adoptiertem Mehl. Grandios! Der Andi von den Toten Hosen saß direkt vor uns, wow was hätte ich mich früher darüber gefreut, ich wäre wahrscheinlich ausgeflippt, bin ich doch auch immer nach Düsseldorf gefahren, um dort den Toten Hosen aufzulauern, was natürlich niemals gelang.
Im Anschluss an die etwas zu lange Lesung (drei Stunden!) gab es noch zwei Parties. Eine gräßliche Charts-Party in der Halle und den African Dance Jamboree im Club. Auf der Charts-Party waren auffällig viele Männer über 30 mit Hemd bzw. T-Shirt in die Hose gesteckt. Auf der Afrikaparty waren auffällig viele fürchterlich gekleidete Frauen, z.B. Miss Bauchtasche. Unfassbar! Wer nun wen abgeschleppt hat, konnten wir nicht mehr nachverfolgen, weil wir ziemlich früh das Feld räumten. Auf der nächsten Party verteil ich wieder Kondome!
So, mein Akku is gleich leer, ich muss aufhören. Ich liege nämlich schon im Bett und der Laptop hat keinen Strom. Schlaft schön, Ihr Schäfchen.

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Wir haben in Düsseldorf...

11.03.2007

... die längste Theke der Welt, jaajajaja. SONNE!!! Heute war den ganzen Tag blauer Himmel und Sonnenschein, juhu!!!! Mensch, was in dieser Stadt an Menschenmassen unterwegs ist, ich kann es echt nicht fassen. Die Altstadt war heute wieder mal gerammelt voll mit Leuten, die Altbier tranken oder Pommes mit Majo oder Eis aßen. Wie an Karneval, ehrlich. Das Wetter war ja wirklich auch saugut und so machten Jan und ich uns mit den Fahrrädern auf den Weg zum Flughafen. Wir wollten einfach mal ausprobieren, ob das geht. Es geht! Wir machten einen Ausflug auf die bereits bekannte und beliebte Besucherterrasse, beobachteten die Start- und Landebahn und freuten uns, dass wir dieses mal den Flughafen gemeinsam wieder verlassen konnten. Anschließend radelten wir zurück, hockten wir uns auf eine sehr grüne Wiese am Rhein und beobachteten die unzähligen Menschen, die da in alle Richtungen wuselten. Und jetzt ist mein Akku wirklich gleich leer, aber das musste noch erwähnt werden!

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Vier, drei, zwei, eins

13.03.2007

Und mal wieder mit den "ich hab mir heute die Wimpern färben lassen Girls" rumgehüpft. Das ist so schön trivial, es tut gut.
Gerade habe ich die letzte Maschine Wäsche gewaschen und auch gleich den Hahn abgedreht. Man weiß ja nie!
Einige denken, dass ich nach Kambodscha zurückgehe und dort bleibe. Das stimmt so nicht! Vorstellen könnte ich mir das schon, aber erstmal werde ich nur Urlaub machen und mir den Sonnenschein ins Herz zurückholen. Das klingt wie ein schlechter Schlager. Aber ich brauche die Sonne und ich brauche auch die Herzlichkeit. Das geht im grauen Deutschland schlecht. Aber die letzten Tage sind schon mal ein guter Anfang. Sogar die Menschen in den Behörden sind relativ freundlich diese Woche.

Der Herr Stoiber spricht in den Tagesthemen von Ausländerinnen und Ausländern. Seit wann ist denn Gender ein Thema bei der CSU? Ach ich vergaß, Gender ist ja ein Querschnittsthema.
Sind wir doch mal ehrlich. Welcher geduldete Ausländer findet hier eine Arbeit??? Zunächst muss ja erstmal abgesichert sein, dass kein Deutscher diese Arbeit macht. Ich habe tagtäglich mit Geduldeten zu tun. Sie sind nicht geduldet. Sie sind unerwünscht. Ihnen wird das Leben so schwer gemacht, dass sie keinen Bock mehr auf Deutschland haben. Und dann "freiwillig ausreisen". Will aber keiner. Es gibt Leute, die kriegen ihre Duldung immer nur für einen Tag verlängert. Das heißt, sie müssen JEDEN Tag zur Ausländerbehörde, um sich eine neue Duldung abzuholen. Wenn sie Pech haben, dann müssen sie auch noch 30 € dafür bezahlen. Das hängt ganz vom Ermessen und der Laune des Sachbearbeiters ab. Aber woher 30 € nehmen? "Meine" Geduldeten sind hart im Nehmen. Sie haben keine Zukunft, sie haben keine Perspektive. Und sie sind krank. Geduldete dürfen nicht aus der Sammelunterkunft für Flüchtlinge ausziehen. Sie sind intelligente, starke, faszinierende Menschen. Schneider, Ärzte, Lehrer, Juristen, Bauern, Politiker, die etwas gegen korrupte und brutale Regierungen in ihren Heimatländern getan haben. Jede Woche brechen die Leute in meinem kleinen Büro zusammen. Weinen leise, weil sie das alles nicht mehr aushalten. Sprechen von Gott. Sprechen von Suizid.
Wie sieht es aus mit den Menschenrechten? Selbst wenn man den "erfolgreichen arbeitenden" Ausländern statt der Duldung dann die Aufenthaltserlaubnis auf Probe geben wird, so werden doch die wenigsten in diesen Genuss kommen. Denn ohne Reisepass keine Aufenthaltserlaubnis. Und woher einen Reisepass bekommen, wenn doch die meisten ohne jegliche Papiere hier in Deutschland eingereist sind? Wer mit Reisepass einreist, ist ja schön blöd, denn dann kann man ihn ja auch schnurstracks ins nächste Flugzeug zurück schicken. Zur Zeit ja besonders gerne nach Kamerun und Togo. Es gibt quasi einen EU-internen Wettbewerb. Herr Schäuble ist stolz darauf.

Und dann Zimbabwe. Es wird nicht besser. Auch das macht mir zu schaffen. Mugabe und diese ganzen Idioten. Das nimmt mich besonders mit, weil ich da war. Wir durften nicht sagen, dass wir für die Zimbabwe Workcamps Association arbeiten. Sie sind bekannt als Oppositionsbefürworter. Es war zu gefährlich, das zuzugeben. Ich kenne Leute dort, ich bin bestürzt. Was geht nur ab in dieser Welt?

Morgen muss ich noch eine Forbildung für 15 Sozialarbeiter aus Flüchtlingswohnheimen geben, danach ist Entspannung angesagt.
Abends kommen ein paar Freunde zu mir und dann hab ich Donnerstag nur noch ein Beratungsgespräch (Frau mit Duldung...), eine Teamsitzung und eine Mittagspause, bevor ich mich in den super Flitze-ICE nach Frankfurt setze, um meine liebe Cousine aus Hessen und meinen lieben Cousin aus Schleswig-Holstein, die ich beide etwa seit 4-6 Jahren nicht mehr gesehen habe und auf die ich mich irre freue, im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens zu treffen, um dann um 20.15 Uhr Richtung Südostasien zu schweben.

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Kambodscha

15.03.2007

"Ach das ist doch in Mittel- oder Südamerika, stimmt's?" Schön, dass sich alles im Leben wiederholt.

Ich bin sauer und genervt, weil man es den (ich muss es leider sagen: deutschen) Leuten nie rechtmachen kann und man für Gefälligkeiten auch noch einen Arschtritt kriegt. Aber ich habe in wenigen Stunden Urlaub und schere mich einen Dreck um diesen blöden Kram und werde ihn deshalb hier auch nicht aufschreiben. Es gibt glücklicherweise ja auch noch genügend andere Menschen, die auch mal was Nettes sagen.

Heute gab es den ersten Spieleabend bei mir und wir spielten Lifestyle, das super Achtziger-Jahre Spiel mit den geilen Fotos. Die anwesenden Menschen sind glücklicherweise auch alle sehr sehr nette Zeitgenossen und so hatten wir einen spaßigen Abend. Nach dem 3. Versuch "jetzt packen wir's aber", da ja alle morgen auch arbeiten müssen, packte ich auch endlich mal meinen Kram. Bis dahin hatte ich mich noch nicht 100% entschieden, welchen Rucksack ich denn nun mitnehme. Das muss ja alles wohlgeplant sein. Gerade habe ich 350 US $ in kleinen Scheinen gefaltet, sodass sie in meinen super Gürtel hineinpassen. Auch eine tolle Beschäftigung. Den Rest des Stapels habe ich gut versteckt. Aber es ist irgendwie schon eine ziemliche Herausforderung, mit vier Währungen zu verreisen und sie logisch so im Handgepäck zu verteilen, dass sie immer zum gewünschten Zeitpunkt griffbereit und nicht zu zahlreich zur Verfügung sind. Euro, Baht, Dollaaa und Riel, da kommt ma ja völlig durcheinander. Lize hat mir ihre Koordinaten verraten und ich bin gespannt, ob ich dem Motodupfahrer das richtig erklären kann.
Ich denke schon. Ich denke auch, dass ich wohl besser gleich mal schlafen sollte, aber ich denke auch, dass ich sehr aufgeregt bin und es gar nicht schaden kann, wenn ich nicht viel schlafe, denn dann kann ich im Flugzeug besser schlafen. Ich weiß noch gar nicht, was ich im Flugzeug anziehe, da ist es doch immer so kalt. Ach herrje. Ich habe Reisefieber! Und ich habe Schiss zu fliegen und dass neben mir jemand sitzt, der sich zuvor im Duty-Free-Shop mit ekligem Parfum eingesprüht hat. Außerdem befürchte ich, dass ich des Nachts ein Sandwich gereicht bekomme, in das ich genüßlich hineinbeiße und es ein Schinkensandwich ist, was sie mir aus Versehen geben und was im Dämmerlicht wie ein Käsesandwich aussieht.

Meine Paprikapflanze hat plötzlich weiße Blüten bekommen! Wie erklärt sich nun dieses Phänomen?

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Sintflut

20.03.2007

Wie jetzt!?! Grauer Himmel, Regen und nachts Pullis anziehen zum Schlafen? Das hab ich ja noch nie erlebt hier. Ausserdem ist doch Trockenzeit! Gestern Nacht öffnete sich der Himmel und sagte: Land, geh unter. Ich regne jetzt einfach die ganze Nacht so derbe und laut auf Eure Wellblächer, dass Ihr alle absaufen möget, auch auf Euren Dachterassen (schreibt sich mit 2 r oder?, war gestern schon ganz unsicher).
Heftig heftig heftig. Gestern Abend noch kurz bei Nike's Pizza gewesen, keinen Wodka und kein Beck's bestellt ;-) und unlucky SIM-card besorgt.

Heute war ich bei KYA, habe meine ehemaligen Arbeitskollegen besucht und bin ein paar Kilo Haribo losgeworden. Ist wirklich toll, wieder da zu sein! Bei meinem Lieblingskhmervegetarier war ich auch und habe dort den leckeren Tomatenreis mit den Pilzen verzehrt. Ich grüsse Euch im Schnee!

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Vergebliche Müh

22.03.2007

Ihr Lieben! Danke für Eure Diskussion in meinem Gästebuch. Von weiteren Massageerlebnissen werde ich Euch selbstverständlich berichten.

Um die Art der Selbstgeisselung im Urlaub noch zu toppen, ging ich Dienstag samt meinem geschundenen Rücken bei tropisch-feuchter Postregenluft in einer frisch auf dem Russenmarkt erworbenen Vollplastik-Adidas-Sporthose in ein unklimatisiertes Yogazentrum, um mir anderthalb Stunden den restlichen Schweiss aus dem Körper zu treiben... Hat aber durchaus Spass gemacht und ich überlege, den VHS-Arschbacken-Stringtanga-Aerobic-Kurs im nächsten Semester gegen einen Oooohhhmmm-Yogakurs einzutauschen. Im ersten Moment war ich ja ausserordentlich skeptisch, vor allem als wir tatsächlich oooohhhmmm rufen und grinsend wie der dicke Buddha auf unseren Matten hocken mussten. Am liebsten wäre ich aufgesprungen und hätte den Raum sofort verlassen. Danach gab es aber ein paar ganz gute Übungen ohne Geräusche und ich fand Gefallen daran. Die Kursleiterin war eine proppere Inderin, die von Zeit zu Zeit immer wieder laut "Rrrrreeeeellaaaaax" rief bzw. irgendwelche indischen Verse sang.

Gestern traf ich eine Reihe ehemaliger DED-Kollegen beim Mittag- und Abendessen, das war sehr schön. Während ich mir kategorisch alles zu essen und trinken kaufe, was meinem Körper mit Sicherheit grosse Freude bereitet und was man in solchen Ländern ja auch stets wärmstens empfohlen bekommt (frage nach einer Extraportion Eiswürfel, esse stets frischen Salat, der mit Leitungswasser gewaschen wurde, kaufe Streetfood...), vergehen die Tage und ich bin schon wieder eine Woche unterwegs! Natürlich möchte ich meinen Magen bloss auf Indien vorbereiten, mal sehen, ob sich die kambodschanischen und indischen Würmchen verstehen. Tja, und so wollte es der Zufall, dass ich gestern Abend indisch essen war, und zwar nicht beim Wasserinder, sondern bei einem anderen Wasserinder nähe des Independent Monuments. Vom Geräuschpegel kann man es wohl mit einem Restaurant auf der A1 vergleichen, bloss, dass auf der A1 nicht so viel gehupt wird. Interessanterweise bekamen wir unaufgefordert zum Nachtisch gerollte Tabakblätter in einem Tontöpfchen sowie Streichhölzer und Anis. Als wir fragten, was das denn sei, antwortete der freundliche Kellner "agriculture". So rauchten wir also die Landwirtschaft und kauten auf Aniskörnern rum.

Heute morgen wollte ich schwimmen gehen. Der Pool meiner Wahl befindet sich in der Nähe des Flughafens und mit dem Rad fährt man dann schon eine dreiviertel Stunde durch den Wahnsinn dieser Stadt.
Als ich schliesslich völlig braun (vom Staub) und durchnässt dort ankam, wies mich der Security Supervisor in seiner obligatorischen Uniform mit den güldenen Knöpfen freundlich darauf hin, dass sich die Policy leider geändert hat und Nichtmitglieder den nicht mehr Pool benutzen dürfen. Das haben die Amis entschieden, weil sie Angst vor Terror haben und noch mehr Angst, dass ihre Kinder, die auf dem Gelände des Pools zur Schule gehen, von Fremden (also mir) Schaden nehmen können. Schade.
Also fuhr ich zurück. Ich muss zugeben, es kostet mich ab und an doch etwas Überwindung, in einem dreispurigen Kreisel in der Mitte mit meinem Rad zu fahren, andererseits bin ich aber immer noch überzeugt, dass es hier ungefährlicher ist als in Düsseldorf. Soviel für heute!


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Mückenstiche und Sonnenbrand

27.03.2007

Leute, das wird ein mächtig langer, vielleicht sogar der längste ever und teurer Eintrag, denn mein MP3 Player muss aufgeladen werden, eine weitere Karaokebusfahrt überlebe ich sonst nicht.
Beginne ich gestern.

26.03.
Nach einer verregneten die-Hupe-ist-im-Bus-und-wir-haben-fünf-fast-Zusammenstösse-mit-trägen- Kühen-und-Büffeln-Tiefkühl-Karaoke-Fahrt sitze ich jetzt gottmutterseelenallein und verlassen in Sihanoukville, glotze auf den bewölkten Sonnenuntergangshimmel und warte auf meine "French Fried". Im Bus liefen wieder sehr geile Filme - in Kambodscha gibt es ja meines Wissens sowieso nur Liebes- und Horrorfilme. Wie praktisch, dass in Phnom Penh gerade wieder Filmfestival ist und ich letzte Woche schon eine ganze Reihe guter Filme aus Vietnam, Kanada und Frankreich angucken durfte.
Einer der Busfilme spielte am Strand von Sihanoukville. Zwei Kerle bewarfen und beschossen sich gegenseitig mit Kokosnüssen und am Rande des Geschehens stand ein Mädel, das mit seiner Supersopranpiepsknatschstimme immer wieder freudig hinaustönte, wie stark der eine doch sei. Leider reicht mein Khmer soweit noch. Am Tisch gegenüber sitzt ein blöder Typ, der so doll mit seinem Bein wackelt, dass dieses ganze auf Stelzen aufgebaute Restaurant mitwackelt. Wo ich schon gerade am lästern bin: Im Bus sass eine ganz furchtbare Franzosengruppe. Ich weiss nicht, ob mein Franzosenbild durch die zahllosen Frankreichschüleraustauschaktionen so komplett zerstört ist (ich schrieb glaub ich schon mal davon) und ob ich anders reagieren würde, wenn die Leute mich durch die Nutzung einer anderen Sprache in dem Glauben liessen, sie besässen eine andere Nationalität. Aber da fängt es doch schon an. Franzosen können keine Fremdsprachen... Warum schreib ich jetzt so Sachen über unsere französsichen Freunde? Im Bus sassen Eltern, Sohn, etwa 30 und Freundin. Sohn trug ein Muskelshirt und hatte unglaublichen Sonnenbrand, was ihn dazu veranlasste, sich geschlagene vier Stunden lang einzucremen. Da ich leider des Französischen ziemlich mächtig bin, hörte ich neben der nervtötenden Busmusik auch noch sämtliche Gespräche der Famillie X mit. Nun denn, ich möchte Euch nicht länger mit dieser Begebenheit anöden.

27.03.
Mal abgesehen von den alle paar Minuten auftauchenden "Hey ich weiss doch dass die Welt beschissen und ungerecht ist, aber lasst mich doch wenigstens meinen Urlaub geniessen!!!" a) einbeinigen sich durch den Sand robbenden und b) halbarmigen bettelnden Männern bzw. c) fish-bracelet-fruit-madam verkaufenden Gören und d) massaaaaa-manicure- cut hair-Frauen, denen ich durch frisch rasierten Beine schon mal vorbeuge, kann dieser Tag am Meer doch als erholsam und schön verbucht werden. Die Sonne geht gleich traumhaft schön unter - tatsächlich schien sie heute fast durchgehend (danke!), was man ja vom gestrigen Tag nicht gerade behaupten kann, von wegen Trockenzeit. Auf nix ist mehr Verlass!
Die ganzen Jungs, die jetzt am Strand mit grossen Müllsäcken herumlatschen, um Dosen und Plastikflaschen einzusammeln erinnern mich ans Freibad Oberwerth, wo um kurz vor 8 immer die Durchsage kam, dass jetzt der Müll gegen eine Schwimmbadfreikarte eingesammelt werden kann.

Vorhin machte ich eine kleine schweisstreibende Wanderung in die Stadt, um mir ein neues Buch zu kaufen, weil "Chaos"von David Mitchell noch heute zu Ende gehen wird und ich nicht vorhabe, zu einer der Strandparties zu gehen. Was nicht heisst, dass ich keine Lust habe. Wäre mein Liebster (!) oder meine Liebsten hier, sähe das natürlich etwas anders aus. Oh I miss you big big. Very luck to you! Bye Byes!
Heinz Bookstore hat eine ausgezeichnete Auswahl an gebrauchten Büchern. Sein Besitzer ist ein liebenswürdiger italienischer Alkoholiker (von letzterem gehe ich aus, weil er immer eine Fahne hatte, wenn ich in seinem kleinen Laden war). Er erkannte mich noch und fing an, mit mir über die Merkel, den Papst, Bayern und die Revolution im Allgemeinen zu diskutieren. Zurück liess ich mich mit dem Moped eskortieren, da ich trotz Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 20 eine leichte Reizung der Haut verspürte und ich ungern mit 29 an Hautkrebs sterben möchte. Ich hänge übrigens in genau dem Rattansessel am Strand rum, in dem ich auch auf Lizes Terrasse ständig rumlungere. Ziemlich easygoing und chillig. Das einzig wirklich nervige am alleine am Strand zu sein ist es, niemanden zum unterhalten zu haben und pinkeln zu müssen. Während man im Meer ist, könnte man ja pinkeln, muss aber ständig auf seine Sachen aufpassen, denn wie einige von Euch wissen (hallo ehemalige Digitalkameras...), ist Sihanoukville und vor allem der Strand ein gefährliches Pflaster. Aber ins Meer pissen geht ja auch nicht immer, vor allem nicht, wenn man wie ich gerade keine Badeklamotten mehr trägt. Naja egal. Ich erspare Euch die ausführliche Beschreibung der öffentlichen Toilette.

Ich hab ja auch noch gar nicht von unserem Sonntagsausflug berichtet. Lize und ich hatten überlegt, nach Kampong Chhnang zu fahren, weil wir beide noch nicht da waren und es nicht gross was zum anschauen geben sollte. Wir planten einen ausgiebigen Abhänge-Stopp am Flussufer sowie ein ordentliches Mittagessen und wenig Action. Da wir allerdings Samstag Abend gediegen pakistanisch essen und danach noch auf einem mit grässlichen Ausländern - der neueste Schrei scheint es zu sein, sich einen Schal um die Stirn zu binden - besetzten Partyboot waren, gedachten wir es sei gut erstmal auszuschlafen. Als wir schliesslich gegen 11 an der Bus Station ankamen, stellten wir fest, dass der nächste Bus nach Kampong Chhnang erst um 12 fuhr und wir in Anbetracht der 2,5 stündigen Fahrt und des letzten nach Phnom Penh zurückfahrenden Busses kaum Aufenthalt gehabt hätten. So überlegten wir, was noch in der Nähe liegt, erfragten, wann der nächste Bus wohin fährt und schon ging es nach Tonle Bati. Es stellte sich als superentspannter Erholungsort heraus, wo wir dem permanenten Lärm Phnom Penhs mal für ein paar Stunden entkommen konnten. Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach. Ein See, kleine darauf schwimmende Flächen, die überdacht sind und über einen schmalen Steg zugänglich sind. So liegt man direkt auf dem Wasser, hat genug Schatten und kann sich erholen. Sowas sollte man mal auf deutsche Seen bauen, wäre sicher erfolgreich! In der Nähe des Sees gab es noch ein paar Tempel mit den obligatorischen Nervkindern, die nach Lizes Vermutung wohl ein Seminar in Siem Reap belegt haben müssen: "Wie treibe ich Touristen mit meiner penetranten Laberei zur Weissglut Teil I"
Um 4 Uhr wollten wir mit dem Bus zurück. Das Problem war nur, dass selbst um 5 Uhr immer noch kein Bus kam (und wir sind in Asien, nicht Afrika!), es anfing zu regnen, langsam immer dunkler wurde und die Mädels aus dem Strassenrestaurant, die uns zuvor versichert hatten, dass auf alle Fälle um 4 der Bus kommt, verschwunden waren.
Irgendwann, nach endlosem ignoriert werden erbarmte sich ein Minibusfahrer, uns mit nach Phnom Penh zu nehmen. Danke! Wir zahlten brav einen Ausländerpreis und freuten uns, die Nacht nicht in Tonle Bati verbringen zu müssen.

Zeitsprung in die Gegenwart:
Das schlimme an meinem Guesthouse Restaurant ist, dass ständig Bryan Adams und Mariah Carey Lieder im Original bzw. von einer Khmerkaraokesängerin nachgesungen werden und das parallel dazu noch zwei Fernseher mit unterschiedlichem Programm laufen. Aber ich höre bald auf, mich über Musik zu beschweren, denn so langsam sollte mein MP3-Rettungsplayer ja auch mal aufgeladen sein!

Als ich mein Zimmer im Guesthouse telefonisch reservierte, fragte ich nach, ob es Moskitonetze gäbe. Man versicherte mir, dass es welche gibt. Da ich aber Asiaten nicht traue, wenn sie positive Antworten geben, da sie das nur zu oft aus Höflichkeit tun, steckte ich vorsichtshalber ein Moskitonetz ein. Wie sich später herausstellte, gab es tatsächlich - selbst nach mehrfacher höflicher Nachfrage - weit und breit kein Moskitonetz. Stattdessen kam eine Dame in mein Zimmer, sagte Mosquito? und sprühte Insektenkillerspray in alle Ecken, sodass es mächtig stank. Die Moskitos sind nicht das eigentliche Problem, welches ich mit dem Moskitonetz zu beheben suche, sind sie doch sowieso überall auf der Lauer und stechen spätestens auf dem Klo zu, während man da wehrlos hockt. Nein, vielmehr versuche ich mich vor den haarigen monströsen Riesenspinnen zu schützen, die neuerdings sogar bei meiner Schneiderin auf dem Russenmarkt hängen. Oh Graus!!! Gerade als ich meine frischgeschneiderten und allesamt total Scheisse und omahaft aussehenden Blusen anprobierte erblickte ich eines dieser ekelerregenden Exemplare des Tierreichs... So schnell wie möglich machte ich mich von Dannen. Meine Blusen werden nun abgeändert. Es ist ja ehrlich reizend, dass die Schneiderin die Knöpfe sicherlich mühevoll mit dem geblümten Blumenstoff umnäht, aber bitte, das geht ja wirklich gar nicht! Also sagte ich, ich will die Bluse kürzer, enger und mit normalen Knöpfen, dabei dauernd auf die Spinne guckend, dass sie mich ja nicht ansprang... Es tat mir auch sehr leid, sie hat sich ja solche Mühe gegeben, also die Schneiderin.

Nun will ich meinen zerstochenen und verbrannten (nachdem die blauen Massage-Flecken endlich fast alle weg sind) Körper mal in mein Zimmer auf die Plastikmatratze schleppen! Gute Nacht und Küsschen!

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Öffentliche Betten

19.03.2007

Damit ich nicht ständig auf Lizes Dachterasse eindöse, bin ich jetzt doch mal in die Internetclubschool geradelt, um Euch über den neuesten Stand der Dinge aus dem derzeit sehr relaxten Leben von Fisch Fasch zu unterrichten.
Es geht los mit Bangkok.

Bangkok 16.03.
Während ich das hier schreibe, liege ich auf einem roten Sofa im Bankokker neuen "lang lebe der König Flughafen" und trinke einen köstlichen Mango-Berry-Shake. Ich habe noch 5 Stunden Zeit totzuschlagen, ich denke aber, dass das auf einem bettgleichen Sofa mit Blick auf die Startbahn relativ gut gelingen sollte. Der Flug verlief unverhältnismaessig genial in Relation zu meiner vorherigen Nervosität. Ich danke an dieser Stelle nochmal meiner lieben Cousine Nadine sowie meinem lieben Cousin Julian samt Freundin, dass sie mich bis zum "diese Plastiktüte ist aber einige Millimeter zu gross Sie müssen sich eine neue kaufen"-Check-In begleiteten. Im Flugzeug sass ich in der allerletzten Reihe und hatte megaviel Platz, da ich keinen Sitznachbarn hatte, das war nahezu perfekt, bis auf dass alle naselang die Leute zum Klo an mir vorbeirannten, die Tür nicht wieder zumachten und es allmählich stank. Das vegetarische Essen war bis auf die Gelatine im Joghurt sogar wirklich vegetarisch und obwohl ich mir eingebildet hatte kaum geschlafen zu haben, hat die freundliche Flugbegleiterin doch recht lang an meinem Knie rumgewackelt, bis ich schliesslich wach wurde und es auch schon höllisch scharfes Frühstück gab um 5 Uhr morgens deutscher Zeit.

In der Zwischenzeit sind fast 2,5 Stunden rum, neue Sessel wurden aufgestellt und ich musste kurzzeitig meinen Ruheplatz verlassen, weil das Sofa doch nicht da stehen bleiben sollte. Diese Chance nutzte ich, um mir einen weiteren Fruit-Smoothie zu kaufen. Ich liebe das Reisen!
Doch manchmal bin ich einfach so hohl in der Birne. Eines jeden Sehbehinderten Alptraum ist ja der, seine Brille zu verlieren bzw. die Kontaktlinsen und dann völlig hilflos auf der Erde rumzuirren. Auf meinem letzten Flug nach Bangkok hatte ich ja schon mein Kontaktlinsendöschen ins grosse Gepäck eingecheckt, dieses mal aber hab ich meine Brille da unten drin!!! Wie dumm kann man sein? Naja, ich sass ja wiegesagt in der letzten Reihe, so war der Weg zurück vom Klo glücklicherweise nicht allzu schwer. Andere Wege geht man ja im Normalfall während des Flugs auch nicht. Allerdings konnte ich noch nicht mal die Anweisungen für das ohnehin dürftige ;-0 Unterhaltungsprogramm auf meiner Armlehne, geschweige denn meine zahlreichen für die Reise mitgenommen Bücher lesen.

Irgendwann waren die letzten Stunden auch rum und ich nahm ganz aufgeregt im Flugzeug nach Phnom Penh Platz. Es war schon dunkel und ich wusste gar nicht, wie dunkel Kambodscha von oben ist! Die Landung in Phnom Penh war etwas ruppig, hatte zeitweilig den Eindruck, die Landebahn ist vielleicht nur 400 m lang und wir mussten deshalb so derbe abbremsen. Ende gut alles gut. Ich schnappte mir ein Motodup und fuhr durch das feuchtheisse abendliche Phnom Penh und hätte vor Freude heulen können. Mir war, als wär ich gar nicht weg gewesen. Es folgte ein superentspannter Abend mit Lize auf der Dachterasse und ein tolles Wochenende.

Samstag erwarb ich zunächst ein Fahrrad. Mein Wunsch, in jeder Stadt ein Fahrrad zur Verfügung zu haben, wächst. Ich geniesse woanders kaum etwas mehr, als mit dem Fahrrad die Gegend zu erkunden bzw. altbekannte Wege zu erfahren. Es gibt mittlerweile ein paar mehr Ampeln und Mäuerchen in der Strassenmitte, dies soll wohl dazu beitragen, dass die Leute etwas gesitteter fahren. Merke allerdings keinen wirklichen Unterschied! Die Märkte habe ich auch schon so gut wie komplett abgeklappert, gestern waren Lize und ich stundenlang auf dem Psah Olympic Stoffe kaufen für Vorhänge und Blusen. Hat riesig Spass gemacht und Khmer kann ich sogar auch noch! Ich geniesse das Wetter, obgleich es unsäglich heiss und schweisstreibend ist und ich geniesse die frischen Früchte, die Melonen, den Zuckerrohrsaft, die frittierten und gegrillten Bananen, das Shopping und das Wiedersehen alter Bekannter. Ich freue mich über das Leben auf der Strasse, hatte fast vergessen, dass man in Kambodscha nie ausschlafen kann, da um 6 Uhr die Karaoke lautstark angeschaltet wird und ab halb 7 die Huperei losgeht. Ich kann mich nicht sattsehen an den ganzen wandernden Verkäufern, die leckerste Dinge feilbieten und ich freute mich sogar kurzfristig über die Hochzeitszelte auf den Strassen. Ein Blick von der Terasse enthüllte mir eben allerdings schreckliche Dinge. Auf einem Pick-Up wurden mehrere Stapel Stühle abgeladen. Das kann nichts gutes bedeuten. Ich werde es ja gleich sehen, wenn ich zurück bin... Hoffentlich keine Totenfeier...
Gestern Abend habe ich es nochmal mit der Massage probiert, aber ich glaube, das ist einfach nicht so mein Ding. Mein Rücken ist grossflächig rot und blau und schmerzt höllisch, die letzte Nacht konnte ich kaum eine angenehme Liegeposition finden. Das hat nicht allzuviel mit der gewünschten Entspannung zu tun möchte ich meinen. Aber ein Versuch war es immerhin wert. Vielleicht probier ich nochmal die Fussmassage aus, mal sehen, was dann so passiert!

Jetzt kommen nach und nach die Jungs von der Internetclubschool rein und sehen mich und sind verwundert, dass ich wieder da bin.
Und ich treff mich gleich mit Lize und wir versuchen mal, mir eine SIM-Card zu besorgen. Das ist hier kompliziert. Man braucht einen Mietvertrag, eine Arbeit und so. Ich hatte das alles mit Vollmacht von Lize bekommen. In dem ersten Laden hätte ich auch eine Karte gekriegt, allerdings gab es dort nur noch "lucky numbers", als 11, 22 etc. und dafür muss man hier sehr viel Geld zahlen. Also, auf ein Neues! Seid herzlichst gegrüsst.

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Nachrichten

29.03.2007

* Drei neue Vogelgrippe-Tote in Asien.
* Schweizer wegen Majestätsbeleidigung in Thailand zu 10 Jahren Haft verurteilt.
* Meteorit beinahe mit einem Passagierflugzeug kollidiert (ach Du Scheisse, über diese mögliche Flugzeuggefahr hab ich ja noch gar nicht nachgedacht!).
* Landesweite Kommunalwahlen am Sonntag in Kambodscha - CPP wird Sieger sein, wer sonst.
* Treffe mich gleich mit Lize im Elsewhere.
* Angeber nerven.

Und noch eine Frage: Wo soll ich das nächste Wochenende (Ostern?) verbringen?

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"Mach mal Fisch Fasch"

04.04.2007

sagte mir meine Mutter zum Abschied am Telefon. Dann mach ich das mal.
Sie wünschte sich auch Fotomaterial, also schau ich mal, ob ich das in meinem verjetlaggten Kopf noch hinkriege. Richtig. Ich bin wieder in Düsseldorf.
Zunächst erzähle ich Euch aber noch ein bisschen was vom Königreich Kampuchea. Die letzten paar Tage waren sehr schön, sehr doof und sehr heiß auch. Schön waren sie, weil ich nette Leute traf, doof waren sie, weil ich gemeine Leute traf und heiß waren sie, weil die Sonne vom Himmel brannte wie bescheuert. Nette Leute traf ich bei KYA und auf dem Markt. Die bösen Menschen traf ich woanders. Da das Internet kein geheimer Ort ist, kann ich nicht näher darauf eingehen. Ich kann nur sagen, dass ich es prima geschafft habe zu lächeln und ARSCHLOCH ARSCHLOCH ARSCHLOCH zu denken. Das hab ich im Laufe der vergangenen Zeit gelernt, immerhin.

Mein Rückflug war ok. Aber allein fliegen find ich fürchterlich langweilig. Und das Essen war auch zum Kotzen. Warum kriegen die Vegetarier denn zum Nachtisch viereckige Gelatineklötze mit schwarzen Punkten während die Fleischmenschen Drachen- und andere Früchte kriegen? Das versteh ich nicht. Außerdem saß vor mir ein Sextourist (der hatte nämlich seine Beute gleich mit nach Hause genommen) mit einen riesigen quadratischen Kopf, der genau den Entertainment-Bildschirm verdeckte. Da lob ich mir ja die Emirates. Nach etwa 20 Stunden und mehreren durchgelesenen Büchern erreichte ich die Mainmetropole. Dort fiel ein älterer Herr samt 2 Rollkoffern auf der Rolltreppe nach hinten runter. Die einzige andere Person auf der Rolltreppe war ich und die hatte auch nicht gerade wenig Gepäck und vor allem nicht die Hände frei.
(Ich erinnerte mich an eine Fahrt zum Bizarre-Festival als ich mit meinem ähnlich schweren Rucksack in der S-Bahn umgekippt bin und zur Freude der anderen Mitfahrenden wie ein Käfer auf dem Boden lag.)
Also stemmte ich den Mann mit meinem Kopf hoch. Ein Koffer purzelte zwar nach unten, aber immerhin standen wir beide noch.

Als ich endlich in Düsseldorf ankam holte mich mein guter Freund vom Bahnhof ab, und empfing mich mit Brot und Käse, juhu!

Gestern rief ich dienstlich bei Auf & Davon an. Da ich aber auch für den eigenen Reisebedarf dieses Reisebüro bevorzuge, fragte ich den freundlichen Mitarbeiter, ob ich denn auch noch was Privates fragen dürfte. Er war ein wenig verwirrt und sagte: "Ja, wenn es nicht zu privat ist." Öh, ja, man sollte vielleicht nicht gleich am nächsten Morgen arbeiten gehen, denn ich hab wirklich nur Blödsinn fabriziert gestern. Na jedenfalls flieg ich (mit Jan) ja im April nach Dubai und Indien und da müssen noch so ein paar Dinge geklärt werden, zum Beispiel, wo WIR 30 Stunden lang in Dubai abhängen werden. Hat jemand eine Idee?

Oh, es ist ja schon April und in zwei Monaten ist schon wieder der längste Tag gewesen und dann wird es schon wieder Winter, wie fürchterlich!

So wie es aussieht, hab ich nur noch schlappe Freunde, die mich nicht mal zu Konzerten begleiten wollen. Was ist denn? Seid Ihr alle so alt und gediegen geworden? Das kann doch nicht angehen! Kein Arsch hat jemals auf meinen Festival-Aufruf reagiert und nächste Woche fahr ich auch allein nach Essen auf ein Konzert.

Yo, so sieht dat aus hier. Wenn Ihr Lust habt, dann könnt Ihr ein paar Impressionen aus Kambodscha Teil II anschauen.

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Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub

12.04.2007

Hallo lesender Mensch.
Du hast Dich entschieden, in mein Tagebuch zu gucken. Das freut mich, auch wenn ich nicht weiß, wer Du bist. Ich habe nur so eine Vermutung.
Dieser Internetstrip hat ja irgendwie auch wirklich was ganz schön abstruses an sich. Aber nun gut. Ich mache das freiwillig und Du ja auch.
Interpretiere aber bitte nicht soviel! Wie gestern bei einem Telefonat festgestellt kann sich z.B. nur der ein Bild von Regen in Kambodscha machen, der in Kambodscha war. Klar! Deshalb. Alles was hier steht: Egal. Nichtig. Unbedeutend.

Von vorn. Ich erwähnte zuletzt, dass ich allein zu einem Konzert fahre, weil ich keine Freunde mehr habe. Das Konzert ist bereits einige Tage vorbei und es war brutaler als Thaimassage, was man abermals an meinem Rücken ablesen kann. Die jungen Menschen von heute haben keinen Verstand mehr. Sie knüppeln und prügeln wahllos rum und jetzt sage mir keiner dass wir das früher doch auch gemacht haben! Wenigstens nach drei Liedern hat sich doch der Pulk irgendwie organisiert und ein wenig geordnet. Die Kiddies heute müssen ja auch dauernd ihre bescheuerten Digicams und Fotohandys rausholen und das Konzert mitfilmen, das kann ja nichts geben. Ätzend!!! Wäre am liebsten nach drei Liedern wieder gegangen, stellte dann aber fest, dass es weiter rechts wesentlich entspannter war, blieb doch und genoss. Ich war übrigens bei Rise Against falls es jemanden interessiert. Am schönsten fand ich Prayer of the Refugee.
Wo ich gerade beim Thema mit den Alten ist ja sowieso auch nix mehr anzufangen warum kommt keiner mit zum Festival bin.
Da sich ja bekanntlich immer noch keiner für meine zweite Festivalkarte interessiert und ich auf diesen ebay-Shit auch keinen Bock habe muss ich mir jetzt wohl eine neue Taktik einfallen lassen.

*Gewinnspiel*
Ich verlose die zweite Karte! Einsendeschluss ist Freitag der 13. April um 17.55 Uhr. Tada! Und schon wird Dein Freitag ein Lucky Happy Day.
Wie auch immer. Im Notfall wird sie halt dem Recycling zugeführt. Pech, Ende aus.

Gelernt I: Kaufe keine Hurricane Karte. Niemals! Obwohl Du da so gerne auch hinmöchtest...
Gelernt II: Mache Dich endlich auf die Suche nach Freunden in Düsseldorf damit Du nicht ständig im Internet bist. (Ist übrigens in Process).

Heute hat jemand für mich gebetet.



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Sonne

15.04.2007

+
Juhu! Endlich ist es warm! Ich freue mich so, auch wenn ich mich insgesamt gesehen justamente nicht so sehr freue.
-
Alles schreit nach Veränderung. Ich habe schon wieder mein Wohnzimmer umgeräumt, meine Haare gefärbt, ich suche verzweifelt nach neuen Schuhen obwohl ich schon nicht mehr weiß, wo ich die ganzen anderen unterbringen soll und ich hasse Wochenendbeziehungen.

Mein Nachbar lebt jetzt von Hartz IV und weiß nicht, was er mit seinem Leben anfangen soll, außer mit seinen Katzen zu kuscheln und zu kiffen.
Da geht es mir schon besser, keine Frage. Und es geht mir auch besser als Leuten, deren gesamter Freundeskreis bereits an Aids verstorben ist.

Aber trotzdem bin ich nicht sicher, ob es das ist, was es sein soll.
Vielleicht sollte ich umziehen. Ja. Nach der Indienreise werde ich mich umschauen. Es war in Kambodscha auch die allerbeste Entscheidung, umzuziehen. Danach war alles so viel schöner! Sorry, schon wieder so ein Seelenstrip.
+
Die Stadt an sich zeigt sich ja gerade von ihrer wunderbarsten Seite und ich mag sie.
Ich mag den Biergarten in Bilk, in dem ich am Freitag Abend saß. Ich mag den Volksgarten, in dem ich am Samstag lag und mit ein paar Leuten grillte. Ich mag das Zakk und die Leute dort. Es war am Samstag wieder Afrikaparty und ich habe mit ein paar Ehrenamtlern Tütchen mit Kondomen und Flyern verteilt. Und ich mag die Rheinwiesen, fantastisch dort! Hier lag ich heute den ganzen Tag mit Jan in der Sonne, wir hörten Musik, aßen vietnamesische "some kind of fruits", tranken Zitronenwasser, schauten den Flugzeugen beim Landen und Starten zu, beobachteten massenweise vorbeiflanierende Menschen und chillten ordentlich. Ja. Ich glaube, ich brauche eine andere Wohnung. Und einen Käufer für meine Festival-Karte bei ebay... Und eine Mütze Schlaf und die Welt sieht schon wieder ganz anders aus.

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Mein Rhein

17.04.2007

"Angela Merkel ist die weltweit wichtigste Stimme für die Armen." Sagt der Bono. Da bin ich gespannt, was sie so sagen wird!

Die Botschaft Kongo verlangt für einen Reisepass 256 € (!!!), kann die aber gerade nicht ausstellen. Tja. Wer keinen Reisepass hat kriegt auch keinen gescheiten Aufenthaltstitel. Voilà. Kettenduldung here we go. Und wer eine Duldung hat, darf nicht arbeiten und wer nicht arbeitet hat keine 256 €.

Vorhin war ich zum ersten mal Inlinern (also in Düsseldorf). Hat Spaß gemacht und der Rhein ist einfach gigantisch. Wenn ich es schaffe, fahr ich ab sofort so oft wie möglich zu ihm.

Ansonsten gibt es nix neues. Bis auf weiteres.



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Unser Rhein

19.04.2007

Mein Plan, den Rhein öfter zu besuchen, geht voll und ganz auf. Da dieser Fluss furchtbar romantisch ist und ich mir übrigens gar nicht mehr vorstellen kann, wie ich soviele Jahre ohne ihn verbringen konnte, brauche ich unbedingt Menschen, die mit mir zusammen zum Rhein gehen. Es funktioniert gut. Alle mögen den Rhein schließlich. Gestern war ich aber nochmal allein dort und betrachtete den feuerroten Sonnenuntergang. Superschön!!!
Nun denn. Ich fragte meinen Kollegen, ob er inlinert. Naja, sagte er, er sei früher öfter mal gefahren. Warum? Ob ich ihn wohl fragen wolle, ob wir zusammen fahren? Bingo! So ging er also nachmittags los, kaufte sich prompt neue Inliner samt Schoner und rief mich gleich an. "Sandra, ich brauch mal Deine Beratung: was zieht man denn so zum Inlinern an?" Hach, schwule Männer... Wahrscheinlich kommt er morgen supergestylt zum Rhein während ich möglichst unbedeutende Dinge trage. Schön. Ich freu mich schon.

Post im Briefkasten. Ein dicker Umschlag von Auf & Davon. Mmmh. Rätseln. Schenkt Jan mir eine Reise zu unserem Wirsindbruttoseitvierjahrenzusammentag? Nee. Glaub ich nicht. Schenkt mir das Reisebüro eine Reise? Auch eher unwahrscheinlich. Schicken sie uns die Flugtickets erneut? Möglich wäre das. Aber alles falsch. Zu finden sind eine Rechnung und ein Gutscheinheft eines Reiseveranstalters in Dubai... Gebucht hatten wir das nicht. Reserviert hatten wir nämlich bereits die Jugendherberge in Dubai. Aber da uns jetzt ja quasi ein verlockendes Angebot mit Swimmingpools und AC ins Haus geweht ist, haben wir uns entschlossen, dass wir uns zwei Tage Schonfrist gönnen, bevor wir in vollgekackten Zügen übernachten werden - wie mich meine Kollegin heute in der Mittagspause vorwarnte. Wir haben ja nach wie vor immer wieder die appetitlichsten Themen. Gestern: Leichentuberkel. Nachdem ein Mädel in der Altstadt mit einem Typen geknutscht hatte, bekam sie einen ganz komischen Ausschlag und ging zum Arzt. Der stellte Leichentuberkel fest, was bedeutet, dass der Typ zuvor mit einer Leiche zugange gewesen sein muss. Und tatsächlich: sie fanden in seiner Wohnung eine Leiche.
Leute, knutscht nie mit fremden Männern rum! Ihr seht ja, wie das enden kann.
In diesem Sinne: Küsschen links, Küsschen rechts!

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Irrelevantes

25.04.2007

Wieder einmal ziehen die Tage ins Land und ich weiß nicht, wo die Zeit so schnell hinflitzt! Zunächst noch einmal zum unliebsamen Festival in Köln. Es war ja schließlich letzten Freitag und ich habe noch gar nicht davon berichtet. Tja. Ich war auch gar nicht da. Zumindest nicht drin. Habe vor der Konzerthalle die Karten verlustig verkauft und bin dann in Köln frustshoppen gegangen. Das Resultat waren blutige Fersen und da es genau eine Sorte Schuhe gibt, die sofort blutige Fersen macht wisst Ihr ja, was für welche ich mir gekauft habe.
Den Rest meiner Freizeit verbrachte ich in meiner Heimat mit Familie und Verwandten. Das kommt ja eher selten vor.
Montag muss mich der Wahnsinn gepackt haben, denn ich habe mich VOR der Arbeit mit meinem Kollegen zum Joggen im Park verabredet. Dabei hasse ich Joggen doch. Aber keine Sorge. Sonst tickt alles noch ganz richtig. In zwei Tagen flieg ich übrigens via Dubai nach Indien. Ich habe sogar schon gepackt! Und morgen fahr ich nach Münster zu den Mad Caddies. Dort wird mir sicherlich nochmal die gute Laune auf's Brot geschmiert.
Oh Gott. Ich sehe auf Wetter.de gerade die Temperaturen in Indien. Auf der ersten Seite sind 20 Orte verzeichnet und der kälteste weist 40,3°C auf!!!!! Ok, in Kambodscha waren morgens auch mal 50°C und es waren nur 34°C angesagt. Das heißt ja, dass es in Indien dann fast 60°C sein müssen! Ich muss umpacken. Sofort.


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Wie der Tag vor dem Urlaub NICHT sein sollte

27.04.2007

Hallo. Was soll ich sagen. Ich habe einfach kein Glück mehr mit den Festivals. Noch gestern freute ich mich wie ein Kleinkind auf das Visions Festival mit den Mad Caddies, wofür mein Freund zwei Karten gewann, stresste mich heute komplett durch den Tag, um pünktlich in Münster anzukommen (vor der Arbeit zur Barmer und so) trotz verspäteter Bahn. Tja. Und was ist??? Nichts.
Das Festival war leider schon gestern.
Gute Nacht.

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God bless you sister

30.04.2007

Nur kurz. Ein ausfuehrlicher Bericht folgt spaeter, denn er wird handschriftlich verfasst. Wenn ich es schaffe, tipp ich ihn bald ab.

Muenster, Duesseldorf, Frankfurt, Dubai, Kalkutta. Die Reise dauerte einige Tage, und das ist es also nun! Wir sind in Indien und geniessen! Es ist weder so dreckig, wie versprochen, noch so laut, wie angekuendigt, noch so krass, wie erwartet. Und bislang waren alle Inder auch wirklich sehr freundlich. Dubai hingegen ist weder so glitzernd und schillernd noch so schrecklich wie angenommen. Das Essen ist bislang ueberall so lecker, dass wir gar nicht soviel essen koennen wie wir wollen. Mmmmhh.
Das klimatisierte Schlupfloch Internet tut allerdings trotzdem gut. Kalkutta vereint mehr Menschen als ganz Kambodscha, das macht sich schon ordentlich bemerkbar!!! Waehrend in Phnom Penh einige Menschen auf der Strasse uebernachten sind es hier proportional gesehen doch massig viele Leute und auch Hunde, die an allen Strassenecken rumliegen. Auf dem New Market sind extra Touristen-Nerver angestellt! Buy something, looking is free madam. Wir kennen es :-)
Ich habe Kopfschmerzen. Und eine neue Handynummer:
+91-9836935643. Mit der Vorwahl 01017 koennt Ihr Jan und mich rund um die Uhr fuer sage und schreibe 5,28 Cent pro Minute anrufen!!!

Fragen:
Gibt es in ganz Indien eigentlich nur Bretter als Matratzen?
Gibt es deshalb in Kalkutta ein Matress Museum?
Und wird Pif Paf zum Einsatz kommen?
Wird die indische Dame es schaffen, uns die letzten beiden Zugtickets Richtung Darjeeling zu besorgen???




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Schade

07.05.2007

Niemand schreibt.

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Inneres Kochen

10.05.2007

Auf der Suche nach Wind - und den gibt es dank Ventilator schoen foenheiss, (von wegen AC...) nur im Internet - und auf der Suche nach den vorherrschenden Temperaturen hier und am Zielort finde ich folgendes: Agra, hot, 119 Fahrenheit.
Die gefuehlte Temperatur ist noch hoeher, was bestaetigt werden kann.
Das Blut scheint zu kochen. Der Koerper oeffnet alle seine Schweissdruesen... Sogar auf den Schultern ohne jegliche Bewegung.

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Fahrerflucht

05.05.2007

Hier, lest etwas aus Indien: Bombay und ein Flugzeug.
Viele liebe Gruesse aus New Jalpaiguri!

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Namaste, namaste

15.05.2007

Das angekuendigte Abtippen des Reisetagebuchs wird sich noch ein wenig verzoegern, weil es mittlerweile ueber 70 Seiten umfasst.
Wir sind nach einem Tag am Meer - leider voellig verdreckt und trueb, das Wasser und der Strand - in einem Dorf namens Alibag und einer der Top 3-Hoellennaechte dieses Urlaubs wieder in Bombay zurueck. Jan laesst sich gerade ultraschwule Hemden schneidern ;-), die morgen zur Abholung bereit sind und ich bin im Sudoku-Fieber.

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Bollywood

16.05.2007

Nun sind Jan und ich auch endlich Bollywood-Stars. Nachdem wir ja in Muenster noch fleissig im Gruenen Grund Tanzen gelernt haben und ich bei der VHS noch einen Crashkurs "Dancing like the Bollywood Stars" belegt hatte, wurden wir gestern gecasted!!!
Mehr ueber den Oscar verdaechtigen Film gibt es dann demnaechst...

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Wieder da

21.05.2007

und schon fast wieder weg. "Dienstreise" nach Rügen. Hoffentlich sind die Betten dort nicht mit Holzmatratzen bestückt. Frohes Schaffen und eine schöne Woche wünsch ich allen.

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Schockierend

21.05.2007

"Diese Welt ist ja so schlecht dagegen muss man doch was machen..."
Sicherlich habt Ihr schon alle unterschrieben, falls nicht, klickt doch mal auf Deine Stimme gegen Armut.
Heute habe ich erfahren, dass jemand, bei dem ich letztes Jahr ein Seminar belegt habe, Morddrohungen von Rechtsradikalen erhält und deshalb untergetaucht ist und erstmal keine Folgeseminare anbieten kann. Ich bin fassungslos, ratlos, geschockt, wütend. Wir reden hier nicht von Ostdeutschland, wo man sowas ja schon mal hört, auch nicht von Kambodscha, wo ständig irgendwelche Menschenrechtler nach Thailand flüchten müssen. Nein, wir sind in NRW. Scheiße...

Oh Mann. Was gibt es nur für Menschen???

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Im Osten

28.05.2007

Rügen ist nach Mallorca die größte deutsche Insel.
Sie sieht schön aus und auf ihr befinden sich zu dieser Jahreszeit vorrangig Rentnerpaare und nachrangig sehr junge Paare mit pink und rot gefärbten Ponies und nicht schulpflichtigen Kindern. Dazwischen gibt es nichts, nur meine Kollegin und mich. Die Rentner werden es nie wieder so gut haben wie heute. Auf Rügen rumlungern, Massagen und Entspannungsbäder, Morgengymnastik mit feschen jungen Männern am Strand...
Beim Einchecken ins Hotel im Kurort Binz wurden wir gefragt, ob wir denn keinen Schwerbehindertenausweis hätten.
Die Ostsee ist zur Zeit türkis und sieht aus wie die Südsee!!! Immerhin wurde ich hier für den vermüllten indischen Siffstrand entschädigt, wo ich letzte Woche war. Leider ist sie ein paar Grad kälter, nämlich 14 Grad, da ich aber noch nie in der Ostsee war, ging ich rein.
Ich freu mich auf unsere Rügenreise im September!

Am Wochenende war meine Siamesenschwester aka Flipfloptwinsister zu Besuch aus der Schweiz und es war supi! Wir haben einen sechsstündigen Shoppingmarathon durchlaufen, wie in den guten alten Zeiten, die zum Glück vorbei sind ;-) Freu mich schon auf unser Sommer-Wochenende in der Schweiz. Der Berg heißt übrigens Petersberg.
Wie kann es denn sein, dass es im Westen 10 Grad und im Osten 29 Grad sind heute??? Wär ich doch mal da drüben geblieben...


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Schokotee

29.05.2007

Dank Regen bin ich gestern nicht nach Essen zum Open Air gefahren, glücklicherweise bin ich aber ja auch schon so musikt, dass ich bereits alle mir lieben Bands mindestens einmal live gesehen habe, sodass der Druck dann auch nicht mehr so hoch ist, sie nochmal sehen zu müssen. Das ist schön, denn stattdessen kam mein Liebhaber zu Besuch nach Düsseldorf. Ich habe mich dieses Jahr auch gegen das Hurricane entschieden. Nicht aufgrund der Bands, sondern aufgrund der Unlust, vier schlaflose laute Nächte in einem kalten Zelt im Schlamm verbringen und auf versiffte Dixietoiletten gehen zu müssen. Aber auch aufgrund mangelnder Motivation seitens meiner Freunde, bis auf eine Ausnahme, die, wie ich eben am Telefon erfuhr, in Erwägung zog, jeden Tag mit dem Auto zum Festival zu fahren, um sich eben Beschriebenes zu ersparen. Und aufgrund des Fertigseins nach so einem Festival. Tja. Geldverdienen ist kein Open Air Konzert.
Stattdessen flieg ich nach England, zusammen mit meinem Geliebten. Allerdings tun wir tatsächlich nichts weiter, als zusammen zu fliegen.
Chester und Newent sind die Ziele. Und Freunde!
Am 07. Juli ist Rheinkultur in Bonn. Umsonst, draußen und wunderbar entspannt. Das war es schon in den 80er Jahren, als unsere Eltern mit uns dahin fuhren und das ist es auch heute noch. Es dauert auch nur einen Tag und ich hoffe, wir sehn uns dort.
Ich starte übrigens den Versuch, 10 Tage am Stück in meinem eigenen Bett zu schlafen...

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Solidarity sucks sometimes

30.05.2007

Da ich einen Gästebucheintrag habe, schreib ich auch was neues.
Gestern Nacht war ich auf der Suche einer Schriftart dieser Homepage, die ich ja in Kambodscha erstellt habe. Folglich habe ich auch diese Schrift im kambodschanischen Internet heruntergeladen (nicht gedownloaded). Aber da Kambodscha zum Glück klitzeklein ist fand ich die Schrift nach nur etwa 850 betrachteten Schriften. Die Schrift brauche ich, um eine ausgeklügelte neue Seite über Indien zu basteln. Schade, ein adäquates Äquivalent zu "sophisticated" fällt mir auf Deutsch nicht ein. Ich esse ununterbrochen Schokolade, Meeresfrüchteschokolade die süchtig macht.
Aber gleich ist sie leer und mir schlecht.

Gähn.

Vielleicht was Interessanteres? Meine Arbeit zwingt mich, beim CSD mitzumachen, inklusive Demo. Vielleicht will ja mal jemand solidarisch mit MIR sein und kommt mit?
Wie ich gehört habe, is in Köln beim CSD die Lindenstraße mit am Start, na toll. Ich wohne einfach in der falschen Stadt. A propos Lindenstraße. Es passieren ja wirklich dramatische Dinge dort!!! Mein Gottchen ist es spannend. Habe heute durch einen glücklichen Umstand einen weiteren bekennenden Lindenstraßenjunkiekollegen ausfindig gemacht. Lindenstraße rocks!

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Shoppen

30.05.2007

Juhu, schon wieder ein Eintrag im Gästebuch!
Ich war gerade im Kino und zuvor Darjeeling Tee trinken (first flush!).
Ich hätte Jens und Markus angekreuzt ;-) Schlaft schön.

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Supi!

31.05.2007

Ich habe gerade eine rückwirkende Gehaltserhöhung bekommen. Mehr von solchen Briefen!

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Samstag und Sonntag: schöne Tage!

03.06.2007

Hallo! Ich habe gute Laune. Panjabi MC rockt die Boxen und ich war gestern endlich mal wieder ordentlich tanzen. Ich schreibe ich, weil ich dieses WIR so hasse, aber eigentlich waren WIR tanzen, nachdem wir zurvor das fantastische japanische Feuerwerk bestaunen durften (Babsi, Babsi, nächstes mal kriegste aber Deinen Arsch hoch, versprochen?).
Ich hab mir in der Stadt alberne nicht meinem Alter entsprechende T-Shirts mit Eiswaffeln und lachenden Wolken gekauft. Mir ist heiß, weil ich das Bad geputzt habe. Gleich muss ich arbeiten, das ist schade, aber ich denke, es wird schon gehen. Und ich fahre doch noch zu einem dreitägigen Festival!!! JUHU!!!!
Und zwar zu diesem hier.
Ich frage Euch aber nicht mehr, ob Ihr mitkommt. Das müsst Ihr schon selber wissen. Ein bißchen Verstärkung ist aber nie schlecht :-)

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Sagt mal

04.06.2007

Am 7.7. ist ja Rheinkultur. Und am 8.7. ist CSD in Köln. Die Demo-Parade geht um 12 Uhr los. Ist mit Sicherheit ein tolles Event (Lindenstraße...)! Wir gehen als Gruppe der AIDS-Hilfe Düsseldorf mit, na, wär das nix? Der Düsseldorfer CSD steht ja auch noch zur Debatte, am 17.6. Meldet Euch doch baldmöglichst bei mir samt T-Shirtgröße, damit ich Euch anmelden kann. Ich denke, Kaddy kann Euch versichern, was für einen Spaß es bereitet, mit der AHD loszuziehen :-)

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Strawberry fields

07.06.2007

Ihr Lieben!
Hoffentlich hattet Ihr alle einen schönen Feiertag (haha, pardon in die Nachbarländer und den Osten).
Ich habe noch gar nicht erzählt, dass ich ein neues altes Hollandrad habe. Es ist sehr häßlich und ruppig, aber leistet gute Dienste. Ich fahre nun doppelt so schnell durch Düsseldorf und habe deshalb noch mehr Zeit, am Rhein zu chillen.
Eigentlich wollte ich ja heute so gerne nach Holland shoppen gehen, aber soziale Aktivitäten standen als Alternative zur Auswahl und so ging ich mit 7 Menschen im Neandertal wandern. War super und kann von mir uneingeschränkt weiterempfohlen werden!!! Mit am Start waren erstaunlich viele Leute, die bereits in Indien und Kambodscha waren. Das ist praktisch, denn so kann man sich ja lang und breit über seine Reiseabenteuer austauschen. Reisen bildet nicht nur, reisen erweitert auch Small-Talks um ein Großes.

Schaut Euch mal dieses tolle Filmchen an, auf welches mich Jan aufmerksam gemacht hat. Es spielt in Kambodscha. Wenn es nicht so weit weg wäre, würde ich mich sofort auf mein Fahrrad schwingen und mal rüber düsen, kurz ins Elsewhere... Ach ja. Anne, Du hast es gut ;-)

Vor einigen Tagen habe ich eine große Dummheit begangen. Ich habe mir online Zugtickets in England bestellt. Da man sich die leider nicht an eine deutsche Adresse senden lassen kann, gab ich Brittas Adresse an. In meinem Multitasking-Eifer (ich telefonierte gleichzeitig) vergaß ich allerdings, die Straße einzutippen... Herzlichen Glückwunsch. Aber wie ich gerade erfuhr, sind die Tickets bereits angekommen, ein Hoch auf die britische Post!

Vielleicht esse ich gleich noch Erdbeeren. Oh ich freue mich so auf meinen Erdbeerpulli! Schlaft schön.

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Sommer?

12.06.2007

Vor vielen vielen Jahren ist es mir schon einmal in Magdeburg passiert, dass ich am Bahnsteig stand und die Türen des Zuges sich nicht mehr öffnen ließen. Genauso am Freitag. Dabei war ich exakt eine Minute vor Abfahrt am Bahnsteig! Bei genau dieser Gelegenheit werde ich so wütend, dass es kaum auszuhalten ist. Zumal ich ja normalerweise Freitags auch eigentlich nicht arbeiten müsste und mir schon genug kostbare Zeit des Wochenendes geraubt wurde. Aber was bleibt übrig. Setzt man sich halt in die Regionalbahn und steigt um. Immerhin war Freitag ja auch mal gescheites Wetter. Aber was ist das für ein Sommer? Ständig diese Unbeständigkeiten! Liebe Klimaveränderung: mach doch bitte, dass wir uns auf eine ordentliche Regenzeit einigen können und dass es dann im Sommer wenigstens mal konstante 30 Grad sind. Gewitter von mir aus, einige Dich dann auch auf eine gewisse Uhrzeit, sodass man sich drauf einstellen kann. Danke.
In meinem Büro würden meine Entwicklungslandkollegen sich übrigens weigern, zu arbeiten (unter'm Dach!). Ich hingegen bin lieber in einer Sauna als in einer Gefriertruhe, aber das hatte ich glaube ich bereits erwähnt.
Das Wochenende war zwar kurz, dafür aber auch fein. Ich habe den Film Full Metal Village nun auch gesehen und kann mich der allgemeinen Meinung anschließen. Zudem war ich in der Sputnikhalle (es gibt ja keine Wahl, oh pretty day, Du warst soooo schön) und ich habe so viel getanzt wie seit Jahren nicht mehr. Der DJ muss schizophren sein, denn dieses mal spielte er tatsächlich mehrfach System of a Down und mindestens 15 Kracher aus den guten Sputnikzeiten ("das lief hier noch nie, da musst Du Freitags kommen") à la Fear Factory, Machine Head etc.
Im Anschluss bzw. am frühen Morgen waren Jan und ich noch im Tryptichon auf der Reggaebaggae-Party. Wer heiraten möchte, ist hier genau richtig. A propos... aber nein, das unterliegt ja der Schweigepflicht. In der Telefonberatung ereignen sich seltsame und amüsante Dinge. Gute Überleitung, ich muss zur Arbeit. "Das Leben ist kein Tanzlokal" :-)

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Indien-Tagebuch

12.06.2007

Liebe Menschen! Na das ist ja mal eine rege Beteiligung im Gästebuch. Ich werde die Erfahrungen natürlich alle an die jeweils zuständigen ÖPNV-Betriebe weiterleiten.

Allen, die Langweile verspüren oder die sich vor Arbeit, Lernerei oder sonstwas drücken wollen, sei folgender Link genannt:
Fisch Fasch in Indien. Hier könnt ihr schon mal die ersten paar Tagebucheinträge lesen. Alle Namen, Orte und Ereignisse sind natürlich frei erfunden. Sollte es dennoch Ähnlichkeiten geben, so ist dies dem reinen Zufall zuzuschreiben. Viel Spaß!

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Es werde Licht!

14.06.2007

Es ist schon wieder so spät. Aber ich muss noch was loswerden, denn ich hab ja Sebastian versprochen, dass ich das hier an Ort und Stelle noch erwähne :-)
Mittwoch morgens fahre ich immer zur Uniklinik, weil ich dort Sprechstunde habe. Auf dem Weg dorthin begegne ich stets einem Menschen, der zuverlässig lächelt, das ist lustig. Doch das wollte ich gar nicht schreiben.
Das Highlight im allerwahrsten Sinne des Wortes war heute die unfassbar gute Tat von Sebastian und Sven, die mit Bohrmaschine und Werkzeug vor meiner Tür standen, um mir nach monatelanger Dunkelheit und Depression im Badezimmer wieder ein Leuchten zu verschaffen! Danke! Ihr seid wirklich großartig!!!

Es gab noch mehr schöne Sachen heute. Ich habe mir erlaubt, nur bis 13 Uhr zu arbeiten. Und ich war auf dem Konzert von La Vela Puerca aus Uruguay. Es war nicht nur an einem schönen Tag (mit Abendsonne) an einem schönen Ort (im ZAKK) sondern auch noch mit einem netten Menschen (Frauke II). Die anderen auf dem Konzert waren aber auch ok, niemand prügelte aggressiv herum, sondern alle tanzten fröhlich. So muss es sein.

Wettervorhersage für's Wochenende: Regen. Deshalb doch kein Flohmarktstand in Münster, schade. Stattdessen: Fisch Fasch und Lubux go Dutch. Auch wenn es keinen Mehrwert hat ;-)
Und jetzt: schlafen.

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Sonderangebote

14.06.2007

Auch wenn es in der gruseligen Comic Sans Schrift verfasst wurde, empfehle ich Euch einen Blick auf Schäuble Reisen.

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Frau Knef

17.06.2007

Ein ereignisreiches Wochenende geht vorbei. Geprägt war es von viel Spaß, Spiel und Besonderheiten wie dem Christopher Street Day, wobei zur Information hinzuzufügen ist, dass sich diese Christopher Street in New York befindet.

Zunächst einmal fuhr ich mit Jan nach Venlo, ein hübsches Städtchen, verregnet zwar an diesem Tag aber durchaus charmant. Mit der Regionalbahn stündlich von Düsseldorf aus in nur einer Stunde zu erreichen. Zu empfehlen.

Abends kamen die beiden Lampenhelden zu Besuch und es gab ein indisches Gericht mit westfälischem Nachtisch. Im Anschluss daran trafen wir noch zwei weitere Menschen aus Düsseldorf in einer Lokation namens "Hinterhof", wie sich herausstellte ganz bei mir in der Nähe und ein linkes Zentrum, was mich schwer an die Baracke in Münster erinnerte. Dort gab es gute Musik, preiswerte Getränke und eine Spieleecke. Sehr schön!

Ja und Samstag begann der CSD. Er ging bis heute Abend und hat wirklich Spaß gemacht. Zum Glück verhielt das Wetter sich wenigstens heute den ganzen Tag fair und sonnig! Interessante Leute, die da rumflitzten. Das Schöne ist ja, dass man die ganze Zeit umarmt und getätschelt wird :-) Ich freu mich schon auf den Kölner CSD! Danke Jan, dass Du solidarisch mit mir demonstrieren warst!

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Mehr

18.06.2007

gibt es jetzt aus Indien zu lesen.
Teil II ist online. Wie immer: alles erfunden.

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Tbc

26.06.2007

Neulich war ich in England. Das heißt, gestern war ich in England. Ich habe mir dort einen hübschen Lady Di und Prince Charles Hochzeitsteller mit Goldrand gekauft. Außerdem habe ich das Buch "Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück" gelesen, welches ich sehr toll finde. Seitdem ist mir einiges klargeworden. Und seitdem habe ich ziemlich viel Pech, aber das schreibe ich morgen, denn es ist schon spät jetzt und ich habe gerade über vier Stunden lang telefoniert, da kommt jetzt kein Wort mehr raus aus dem Hirn.

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England in der Regenzeit

27.06.2007

Ich fahre nicht mehr nach Europa in Urlaub, das ist mir wirklich zu abenteuerlich und stressig...
Nach meinem sehr schönen und verregneten Wochenende bei meiner Freundin Britta sowie Ian und dem kleinen Max verabschiede ich mich am Montag Morgen.

Um 8.50 Uhr soll der Bus von Newent nach Gloucester fahren, so habe ich über eine Stunde lang Zeit, meinen Zug um 10.02 Uhr zu erreichen. Prima!
Max und Britta begleiten mich durch's nasse Örtchen zur Bushaltestelle, wo sich bereits eine schöne englische Menschenschlange an der Straße entlangreiht.

Sicher kommt der Bus gleich! Dieser lässt allerdings bedenklich lang auf sich warten. Und eine Stunde später ist immer noch kein Bus in Sicht. Stattdessen immer mehr Leute, die der geduldigen Schlange sagen, dass es sinnlos sei im Regen zu stehen, da sowieso in der nächsten Zeit kein Bus käme. Straßen überschwemmt, Straßen gesperrt, Chaos, keine Chance.

Ich glaube das nicht, will es nicht glauben. Wir sind doch nicht in Afrika oder so, sondern in England, da wird doch wohl irgendwann auch wieder ein Bus fahren, die Straßen geräumt werden. Leider bin ich irgendwann die Einzige, die noch daran glaubt und durchnässt auf der Straße steht.

Max und Britta haben sich schon zuvor verabschiedet. Es ist viel zu kalt, klar, es ist Ende Juni, es ist Sommer, da trägt man halt mal wieder ne Winterjacke.

Zwischen meinem auserwählten und mittlerweile natürlich verpassten Zug, dessen Ticket selbstverständlich exakt genau nur für ihn gültig ist und meinem Flugzeug um 17.15 Uhr liegen genau drei Stunden Puffer. Leichte Verzweiflung macht sich breit und ich schreibe Jan eine SMS. Der antwortet sinngemäß zu hoffen, dass dies ein Scherz ist, um seine Nerven zu testen.

Ich latsche zurück zu Britta, wir versuchen gemeinsam per Telefon und Internet (dank Nachbars offenem W-Lan) eine Lösung zu finden. So wie es aussieht, ist meine einzige Möglichkeit, den Flug noch zu erreichen einen durchgehenden Zug ab Birmingham zu nehmen. Birmingham ist allerdings eineinviertel Autostunden von Newent entfernt. Britta hat zwar ein Auto aber auch einen kleinen Sohn und somit fällt diese Option auch wieder flach. Ich gucke bei Air Berlin auf die Homepage - was hätten wir früher bloß ohne Internet angestellt - und sehe, dass um 20.30 Uhr noch ein Flug nach Düsseldorf geht.

Per SMS kommuniziere ich mit Jan - was hätten wir früher nur ohne Handys gemacht - und er checkt die Möglichkeiten vor Ort, er ist nämlich bereits in Stansted. Kurze Zeit später verlässt uns sowohl das Internet als auch der Strom. HALLO GEHT'S NOCH? Sind wir vielleicht doch in Kambodscha? Wir gehen ein weiteres Mal zur Bushaltestelle. Die Uhr geht auf 11 Uhr zu und meine reellen Chancen, rechtzeitig nach Stansted zu gelangen verringern sich minütlich.

Birmingham wäre theoretisch immer noch eine Option. Also vielleicht Taxi? Auch wenn das meinen finanziellen Ruin bedeuten würde, egal, versuchen kann man es ja wenigstens. Also Taxi suchen. Doch leider gibt es in Newent kein Taxi. Die Verzweiflung wird größer, der Regen stärker und wieder verabschiede ich mich von Britta und Max und bleibe gefrustet an der Bushaltestelle stehen. Es vergeht eine weitere Stunde, bis um 12 Uhr endlich ein Bus kommt!!!

Vielleicht schaffe ich den Zug um 13.02 wenigstens. Nach Adam Riese wäre ich dann genau um 17.13 Uhr am Flughafen Stansted und hätte noch zwei Minuten Zeit, ins Flugzeug einzusteigen. Mmmh. Innerlich stell ich mich schon mal auf die horrend teure Umbuchung ein.

In Gloucester versuche ich es erstmal am Busbahnhof, doch Fehlanzeige, der nächste Bus nach London fährt erst um 14 Uhr. Also zum Bahnhof.
Die freundliche Bahnmitarbeiterin macht mich darauf aufmerksam, dass es ja nicht die Schuld der Bahn ist, dass die Straßen überschwemmt sind und keine Busse fuhren. Mein Ticket war ja nur für den früheren Zug gültig. Ein neues Ticket kostet 55 Pfund!!! Ich protestiere, dass ich doch wohl zumindest mit den Nahverkehrszügen fahren kann und sie sieht das plötzlich genauso.

Das Ticket kostet "nur" noch 44 Pfund. Ich öffne mein Portemonnaie und finde exakt 43,46 Pfund. Verflucht! Hätte ich mal nicht die Reese's Peanut Butter Cups gekauft... Die EC-Karte funktioniert in dieser Verkettung bescheuerter Umstände natürlich auch nicht und ich darf in den Ort rennen um einen Geldautomaten zu suchen, den ich nicht finde. In 10 Minuten fährt mein Zug und ich möchte schreien! Schließlich finde ich eine Western Union, die mir ein paar Euro zu einem unglaublichen Umtauschkurs wechselt und rase zurück zum Bahnhof.

Der Zug ist natürlich und glücklicherweise pünktlich, steht schon an Gleis 1 und ich renne los. Bis London Paddington fahre ich sogar durch, was mir eine halbe Stunde Zeit schenkt. Nach Plan soll ich um 16.43 Uhr in Stansted ankommen. Im Paddington Bahnhof renne ich zur U-Bahn und darf mit großem Schrecken feststellen, dass die Circle Line, die ich nehmen muss, leider aufgrund technischer Probleme heute Verspätung hat. Die anderen Linien fahren aber alle pünktlich. AAAAAAHHAHAHAHAAHHHH!!!

Ich steige in eine andere Bahn, fahre eine Station, steige um, springe in den nächstbesten Zug, lasse ein Bein draußen und frage in die Runde, ob der Zug zufällig zur Liverpool Street fährt. Er fährt! Und ich zähle die Minuten, zähle die Stationen und rechne mir eine Chance von 1:1.000.000 aus, dass ich den früheren Stansted Express noch erwische.

In der Liverpool Street sprinte ich aus der U-Bahn und darf mit Freuden erfahren, dass ich nicht rauskomme. Man muss sein Ticket in so 'nen Automaten stecken und dann geht eigentlich ein Tor auf. Da ich aber ja eigentlich vor drei Stunden hätte hier sein sollen... Das Tor bleibt verschlossen und glotzt mich gehässig an.

Ich sehe den Stansted Express da stehen und sehe, dass ich noch eine Minute habe. Nebenan ist gerade ein Durchgang offen für Leute mit viel Gepäck, ich zeige mein Ticket, sende Stoßgebete irgendwohin und renne weiter. Und ja: ich schaffe es!

Mein Stresspensum ist für die nächsten Wochen mehr als abgedeckt.
Am Flughafen wird es nicht wesentlich entspannter: ewig lange Schlangen am Sicherheits-Check und 99 Gates...

Ich erreiche mein Gate ungefähr eine Minute, bevor wir ins Flugzeug steigen können und feiere ein fröhliches Wiedersehen mit Jan. Zur Krönung des Tages fehlt eigentlich jetzt nur noch, dass das Flugzeug abstürzt.

Aber: Happy End.

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Indien Teil III

27.06.2007

Der letzte Teil meines Indientagebuchs.

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Festplatte

02.07.2007

Hat jemand von Euch vielleicht eine olle Festplatte mit IDE Anschluss abzugeben?

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Nur eine Frage

02.07.2007

Haben Sie in der letzten Zeit ein Wildschwein geschossen? Ich nicht.

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Züge

03.07.2007

fahren minütlich an meinem Wohnzimmerfenster vorbei. "Sollten für eine Region aktuelle Störungen vorliegen, ist sie grau hinterlegt." Ganz Deutschland ist heute grau. Kaum schreibe ich diesen Satz, fängt es auch schon wieder an zu schütten. Wenn es so weiter geht muss ich mich leider aufgrund schwerer Depressionen beurlauben lassen und in ein sonniges Land flüchten. Welt und Menschen: Ihr seid doof.

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Wärmflasche!

05.07.2007

Herrje, schon wieder eine neue Soap, nach der ich süchtig bin. Sie läuft auf Arte und heißt "High sein, frei sein, überall dabei sein". Leider läuft morgen schon der letzte Teil. Ich will auch verreisen. Jetzt. Sofort. Stattdessen sitze ich vereinsamt auf meinem Sofa und starre in den schwarzen Himmel, tolle Wurst, wirklich. Ich höre auf zu schreiben, denn es käme nur noch Frustriertes, Unmotiviertes, Enttäuschtes heraus. Und das könnt Ihr genauso wenig gebrauchen wie ich.

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Moin!

10.07.2007

Vier kleine Jungs sitzen auf der Eingangstreppe zu meinem Haus. Zwei sehen asiatisch aus, die anderen beiden eher türkisch oder arabisch. Alle essen das gleiche rotgelbe Wassereis und strahlen. "Der Strom ist wieder da!" sagt der eine zu mir. Ja, da freuen sich alle! Auch die Bäckerin erzählt aufgeregt, dass sie vorhin das Geld in Plastiktüten aufbewahrt hatten, weil ja die Kasse nicht mehr aufging und alles plötzlich dunkel war. Aber die Kunden hatten zum Glück Kleingeld und Verständnis.

Vielleicht sollte viel öfter der Strom ausfallen. Das fördert die Kommunikation, die Menschen müssen sich mal miteinander unterhalten anstatt nur in ihre Computer/Kassen/Fernseher zu starren. Offenbar war in Düsseldorf flächendeckend Stromausfall.

Heute hat mir jemand afrikanische Süßigkeiten gebacken! Und meine Sonnenblume guckt mich an. Zusätzlich scheint die Sonne und die Laune könnte allmählich mal wieder in positive Bereiche gelangen!

Ich wollte mir eben ein Katz & Goldt Buch kaufen, aber leider wurde ich erneut herbe enttäuscht. Das Buchhaus Sternverlag in Düsseldorf ist meiner Ansicht nach wirklich die inkompetenteste und schlechteste Buchhandlung, die ich betreten habe. Durchweg unfreundliches und unmotiviertes Personal und eine Buchauswahl, zum Wegrennen. Leider kenn ich keine andere Buchhandlung in Düsseldorf außer dem kleinen Laden um die Ecke, der vor meinem Feierabend schließt, es ist eine Schande. Dagegen ist Woolworth noch ein Designerladen möchte ich meinen. Wenn man angeschaut wird, als bestelle man in einer Kindervideothek Kinderpornos, nur wenn man nach Katz & Goldt fragt, dann weiß ich es auch nicht.

Nun wird halt doch bei Amazon bestellt. Das ist bequemer, billiger und so läuft es dann nun mal.

Das Wochenende habe ich mit 200.000 Menschen bei Rheinkultur und mit 600.000 Menschen beim Christopher Street Day in Köln verbracht. Beide Events haben viel Spaß gemacht aber anstrengend war es für eine alte Frau wie mich schon auch.

Am Sonntag wurde ein Brandanschlag auf die AIDS-Hilfe Bielefeld verübt und ich bin mal wieder geschockt, wozu Menschen fähig sind.

Ich ziehe in Erwägung, Besitzerin der Bahncard 100 zu werden. Soviel wie ich in der Gegend herumgondel...
Andererseits könnte ich von dem Geld mindestens vier Urlaube in Indien bezahlen!

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Hessen!

13.07.2007

Ich sitze im Psychologie CIP-Pool der Uni Marburg und hier hocken lauter schwarze Männer drin. Katrin und ich fahren gleich nach Waldeck am Edersee, um unsere lieben Verwandten zu besuchen. Wo sind eigentlich die angekündigten 35 Grad, hä? Seid gegrüßt und habt ein schönes Wochenende!

PS: Eine Festplatte brauche ich nicht mehr. Dafür aber eine Wohnung.

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Nervös

20.07.2007

Guten Morgen! Ich bin furchtbar aufgeregt, denn in einer halben Stunde habe ich einen Termin bei der Ausländerbehörde (also natürlich nicht ich, ich begleite nur). Und im Anschluss folgt gleich noch ein Termin, der entscheidende Veränderungen bringen könnte.
Bitte drückt für beide die Daumen!

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Hallo, ist die Wohnung noch frei?

23.07.2007

Seit fünf Jahren gelingt es mir nicht mehr, länger als ein Jahr an einem Ort zu wohnen. Man könnte fast meinen, Umziehen sei mein Hobby.
Und tatsächlich: ich ziehe schon wieder um. Am ersten September, zurück ins geliebte Münster. Die Stadt, in der ich es selbst nach zwei Jahren noch nicht satt hatte. Die Stadt, in der ich mir vorstellen kann, lange zu wohnen. Die Stadt, in der man so schön Fahrradfahren kann. Was jetzt natürlich nichts heißen soll. Ich kann mir genauso gut vorstellen, wieder in Phnom Penh zu wohnen (Dachterrassen, Wärme). Aber es ist einfach auch mal gut, nicht ständig durch die Gegend zu tingeln - herrje, jetzt wird sie sesshaft, alt, geht nicht mehr aus, wird vernünftig oder was?

Jawohl. Am Freitag haben Jan und ich uns eine grandiose Wohnung angeschaut. Mit im direkten Wettbewerb zwei Stöckel-Schminktussis mitsamt einer Stöckel-Mutter. Was soll ich sagen: WIR haben die Wohnung bekommen. Manchmal ist die Welt halt doch gut und gerecht :-)
A propos Tingeln. Ja, ich werde nun Berufspendlerin. Das Bahnfahren ist ja quasi auch eines meiner vermeintlichen Hobbies. Heute machte ich schätzungsweise dank meines Dauergrinsens die Bekanntschaft mit einem jungen Inder, neulich die eines jungen Iraners. Es bleibt spannend.

Am Wochenende war Afrikatag im Zakk. Dort habe ich zusammen mit Jan und Indra einen Infostand neben den Ibous gemacht (an dieser Stelle nochmal ein Riesendankeschön an Euch beide!). Hat mir große Freude bereitet. Im Anschluss daran kam noch Conrad, mein Kollege aus Kambodscha, zu Besuch und wir gingen alle zusammen indisch essen. Lecker und aua.

Ach ja, und letztes Wochenende habe ich ja mit meiner Schwester Nordhessen bereist, was auch superschön war. Haben mit unserer Oma ein Fläschen 1992er Spätlese gepichelt und gekichert ohne Ende. Waren am Folgetag in einem Sonnenblumenfeld und in Oberurff und freuten uns des Lebens.

Jetzt steht meine Wohnung in Düsseldorf zur freien Verfügung und heute waren bereits fünf Interessierte hier, um sie zu begutachten. Das hätte ich ja niemals für möglich gehalten.

Das Böse allerdings bleibt. Die Ausländerbehörde ist für mich der Inbegriff des Bösen und die Menschen, die in ihr arbeiten. Es ist unbeschreiblich, was für eine Atmosphäre darin herrscht. Immer, wenn ich dort bin, brauche ich einen Tag, um mich zu regenerieren, so geschockt bin ich von den Zuständen, den Umgangsformen und den Verhaltensweisen. Dabei bin ich ja nicht mal direkt involviert. Ziemlich erschreckend.

Aber gut. Die Fröhlichkeit überwiegt. Gute Nacht Freunde.

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Berufsbedingter Verlust der Umgangsformen

24.07.2007

Hey, in den Börsennachrichten spricht gerade eine Chef-Volkswirtin. Sowas gibt es? Bin ich auch irgendwann einmal Chef-Pädagogin? Das wäre ja super!
Mittlerweile haben sich schon acht Leute meine Wohnung angeguckt. Langsam habe ich meine Überzeugungsstandardsprüche drauf. Momentan sieht es so aus, als könne ich mir meinen Nachmieter sogar aussuchen...
Aber ich will ja nicht den Tag vor dem Abend loben, meine Vermieterin weiß schließlich noch nicht mal, dass ich ausziehe.

Duzen und siezen, das verwirrt mich gerade. Die Leute duzen erst und siezen dann plötzlich, das ist doch Scheiße, wenn ich sage geht ruhig in das Schlafzimmer rein und die dann plötzlich fragen "lassen Sie den Teppich drin"? Entweder oder und wenn schon umgekehrt! Wer mich duzt, den duze ich auch, es sei denn er ist ein alter weiser Afrikaner, da find ich das nicht angemessen. Vielleicht seh ich so alt aus und meine Stimme klingt am Telefon so jung und dynamisch und dann sind die Menschen verunsichert. Aber halt: auch heute am Telefon ein Praktikant am anderen Ende, der ständig zwischen Du und Sie wechselte. Sowas!

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Freude!

01.08.2007

Juhu, erster August und mal wieder ein Sonnenstrahl am frühen Morgen im winterlichen Düsseldorf. Auch sonst ausschließlich freudige Ereignisse.
Braucht jemand von Euch eine Waschmaschine, einen Kühlschrank, einen Herd? Habe all das günstig abzugeben.

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Es gibt keine Überschrift für jeden Eintrag!

07.08.2007

Das Zakk in Düsseldorf ist das Exhaus in Trier ist der Middle East Club in Cambridge, MA. Karamelo Santo spielten dort heute und vor mir stand eine Person mit langen blonden Haaren, die ein Grolsch nach dem nächsten trank, eine Kippe nach der nächsten rauchte und immer nur im Weg stand, indem sie sich 2 Stunden lang überhaupt gar nicht bewegte, außer zum ihre Haare anfassen und Zigaretten anzünden und neues Bier kaufen. In zwei Stunden hat sie nicht ein einziges mal gelächelt.

Das Konzert war gut, genauso wie das Wochenende, und hat den beschissenen Montag immerhin wett gemacht. Da ich keine Zigaretten rauche und auch nicht rauchen werde, kann ich mir nie welche ziehen. Da es im Zakk jetzt aber Literaturautomaten gibt, konnte ich mir zur Nacht immerhin eine Gedichtsammlung ziehen, und zwar von Mr. Hermann Mensing aka Schwiegervater in spe ;-)
So dann: gute Nacht.

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Warum???

09.08.2007

Was ist das denn für eine verfluchte Riesenscheiße da draußen?! Wenn es so weiterschüttet, dann haben wir an Rhein in Flammen Hochwasser!
Ich könnte kotzen.

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Wasser

13.08.2007

Hochwasser gab es zum Glück an Rhein in Flammen nicht! Dafür aber ein lustiges Wochenende in Koblenz.

Ich habe es heute geschafft, einen kompletten Altpapiercontainer zu füllen.
Der Regen ist doch nicht ganz gnadenlos an mir vorbeigezogen, dieser Arsch. Er hat meinen Keller geflutet, was dazu führt, dass es beim Umzug weniger zu tragen gibt... Nun sind sie alle weg, die Briefe von Euch. Nur einen einzigen Schuhkarton mit Briefen hab ich noch in der Wohnung.
Und alle meine Umzugskartons sind nass. Zum Glück waren die meisten noch leer. Jetzt sind sie mit großer Anstrengung in der Tonne gelandet (boah sind nasse Umzugskartons unhandlich) und ich bin froh, dass mir sowas nicht letztes Jahr widerfahren ist. Ich frage mich nur, wo das Wasser hingeflossen wäre, wenn nicht tausende von Briefen und Kartons es aufgesaugt hätten?!

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Weg

15.08.2007

* Der Altpapiercontainer wurde geleert.
* Ich bin dabei, meine sieben Sachen zu packen.
* Gerade versteigere ich meinen Umzug im Internet.
* Heute arbeite ich schon ein Jahr bei der AIDS-Hilfe.
* Backe Kuchen.
* Gute Nacht!

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Toom

21.08.2007

ist der ätzendste Baumarkt, den ich auf der Welt kenne, das wisst Ihr schon, weil ich mich darüber letztes Jahr schon ausgelassen hatte. Er bringt schlechtes Karma, ganz ganz schlechtes Karma.
Ich habe vor kurzem dort Umzugskartons gekauft. Was soll man als umweltbewusstes (oder ehergesagt Auto-loses) Wesen machen? Man läuft halt zum Baumarkt, auch wenn es ein Toom ist. Dort erwarb ich 10 Kartons und fing an zu packen. Drei Kisten. Dann dachte ich mir, mmh, kann ja auch erstmal die alten Kartons aus dem Keller holen. Was mir da schwante, wisst Ihr auch, nämlich Wasser und ruinierte Kartons.
Also doch die neuen Dinger benutzen. Doch was stelle ich da fest? Ich kann sie nicht falten. Entweder ich bin schon völlig bescheuert und bedeppert oder aber es fehlt die Perforierung. Und tatsächlich: an den restlichen Kartons fehlte überall die Perforierung zum Falten!!! Wütend eilte ich in einer kurzen Regenpause wieder zum Toom, um mich zu beschweren. Die doofe Toommitarbeiterin wollte sie mir zunächst nicht abnehmen, da ich den Kassenbon nicht aufbewahrt hatte. Eine andere Mitarbeiterin sagte aber "Uschi dat geht in Ordnung, sagen Sie nicht nein, wir hatten schon mehrere Reklamationen."

Toll. Gestern Abend habe ich mit Anne telefoniert. Wir wollten das Area4 Festival planen. Da fiel mir ein: wo sind eigentlich die Tickets? Da, wo sie mal waren, lagen sie nicht mehr. Scheiße!!! Erstmal panisch alles durchwühlt, aber nicht gefunden. Hier stehen immerhin schon an die 20 gepackten Umzugskisten...
Naja. Im Normalfall schmeiße ich ja keine Konzertkarten ins Altpapier! Aber sicher ist sicher: Anne und ich haben gleich bei einem Gewinnspiel mitgemacht, um noch Karten zu gewinnen. So ein Scheiß. Immerhin konnte mich Jan am Telefon aufklären, dass ich nur eine Karte zu suchen hätte, da er meine in Sicherheit aufbewahrt. Dieses Jahr ist einfach nur Pech mit Festivals angesagt.

Heute morgen kam mir dann die Erleuchtung und mit wenigen Handgriffen fand ich - natürlich in einem TOOM-Umzugskarton - die verloren geglaubte Karte für Anne.
Wie es aber natürlich nicht anders sein konnte, haben sowohl Anne als auch ich nun Gästelistenplätze auf dem Festival gewonnen :-)

Ansonsten bin ich furchtbar schlecht drauf, ich hasse dieses Wetter, ich hasse hasse hasse hasse es so sehr dass ich sofort meine Sachen in einen Container packen möchte und verschwinden mag an einen warmen freundlichen Ort. Ich hasse die Autofahrer in Düsseldorf und ich hasse es dass ich sie anschreie, jeden Tag und sie mich nicht hören. Jeden Tag könnte ich mich auf jeder Strecke mehrmals von Autos anfahren lassen.

Ich hasse das Regengeräusch und ich hasse Doofmenschen.

Es gibt nur eine einzige Sache, die mich im Moment nicht komplett durchdrehen lässt und das ist diese: ich ziehe nächste Woche um! Wenn die Vormieter nicht noch unverschämtere Forderungen stellen, dann am Dienstag. Ich würde mich über starke Umzugshelfer sehr sehr freuen. Angemessene Verpflegung ist garantiert!

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WG

24.08.2007

Ich sitze zum schätzungsweise letzten Male in dieser meiner und Jans ehemaligen Wohnung und dat Bad is besetzt. Und wahrscheinlich auch überflutet also ziehe ich gleich mal keine Socken an! Nach meinem Hasstiradeneintrag möchte ich jetzt meine Liebe zum Internet aussprechen. Das Internet ist so toll! Ohne das Internet könnte ich nicht leben. Das Internet macht mich reich, so reich! Innerhalb weniger Stunden habe ich meinen Herd, Kühlschrank sowie die Waschmaschine verkauft, fast all meine Adressänderungen vollzogen (außer bei der Stadtbibliothek, dort muss man vorsprechen und dann sagen sie einem, sie könnten die Adresse noch nicht ändern, das müsse erst im Personalausweis stehen!), einen LKW und Studenten für meinen Umzug gemietet und nicht zu vergessen eine Festivalkarte gewonnen! Internet ohohoho Internet!

Gleich geht's los zum Festival. Ich bin schon gespannt!

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Smile

21.09.2007

Heute morgen, nach alptraumdominierter Nacht, ging ich in den Keller, um einen Tisch mit nach oben zu nehmen. Auf der Treppe lag die Zeitung und der Dalai Lama grinste mir entgegen. Scheiße dachte ich nur, keine Karte, so eine beschissene Woche gehabt und dann werd ich auch noch daran erinnert, dass ich, als ich in der Draußen beim Arzt las, dass der Dalai Lama in der Halle Münsterland spricht und danach zum Kartenvorverkauf eilte gesagt bekam: "Schon lange ausverkauft". Ich radelte trotzdem zur Halle Münsterland und konnte draußen noch eine Karte ergattern von einer älteren Dame, deren Freundin krank war. Obwohl ich schon um 12.45 Uhr drin war - es sollte um 14.30 Uhr losgehen - war es schon ziemlich voll. Ich nahm zwischen 2 Menschen Platz, telefonierte zwischenzeitlich mit Jan, der vielleicht doch auch kommen wollte. Zehn Minuten später spricht mich der Herr zur Linken an, was ich denn sagen würde, wenn er noch zwei Karten zu verschenken hätte?!

Den Dalai Lama find ich gut.

Außerdem:
- wohne ich wieder in Münster in einer supergenialen Wohnung
- habe ich gerade die schlimmste Woche meines gesamten Lebens hinter mir
- fahre ich morgen nach Ameland

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Petition

29.09.2007

Tu was klitzekleines.

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Arm

08.10.2007

Besser als früher, jawohl, das bin ich. Ich packe Abends meinen Schulranzen, damit ich morgen früh nicht so eine Hektik habe. Soviel sei schon mal dazu gelernt. Ich mahle auch meine Körner zu später Stund, damit sich die Untermieterinnen bald beschweren können, dass am Abend immer so ein Lärm herrscht.
Währenddessen befindet sich mein Freund beim Glücksspiel, um das Geld wieder einzutreiben, welches ich zu Hauf in der Hauptstadt ließ.

Doch von vorn, denn dies schrieb ich aus Langeweile auf ein Stück Papier:
Seitdem ich wieder in Münster wohne, fahre ich jeden Tag mit dem Zug zur Arbeit und zurück - Berufspendlerin nennt man mich. Es soll belastend sein, die Lebensqualität verringern und überhaupt: "Das würde ich ja NIE tun." Danke, Mitmenschen. Ihr wisst ja glücklicherweise immer sooo viel besser Bescheid als ich und mischt Euch ungefragt in mein Leben ein.

Auch jetzt sitze im Zug, von Berlin zurück nach Hause. Hier konnte ich erstmals seit der Rügenreise wieder durchschlafen und auf andere Gedanken kommen. Sowohl auf Rügen als auch in Berlin war ich dienstlich, dennoch hatte ich das Vergnügen, ein paar meiner >100 Überstunden mit Frauke in der Hauptstadt abzufeiern. Mit bislang niemandem auf der Welt kann ich so gut rocken wie mit Frauke. Auch wenn wir ganz schön aus der Übung sind, wenn man bedenkt, dass wir es früher von Komm Küssen zum Pretty Day zu Sick of it All zu Rock-O-Mania zum Electric Ballroom geschafft haben... Um halb sieben waren wir jedenfalls wieder zu Hause und alles tat weh...

In der S-Bahn in Berlin habe ich mal wieder was ganz Tolles erlebt. Ein Haufen impulskontrollgestörter (persönliches Wort des Jahres!) Fußballfans stieg in mein Abteil. Da Alkohol sicherlich diese psychische Dysfunktion begünstigt und meine Alarmglocken derzeit ziemlich früh klingeln setzte ich mich ein paar Sitze weiter, nicht zuletzt um kein Bier über meine Habseligkeiten geschüttet zu kriegen. Binnen kurzer Zeit, sobald der Zug sich in Bewegung setzte, begannen diese armseligen kahlgeschorenen ausschließlich männlichen Kreaturen sich zu prügeln. Einer der Insassen zog die Notbremse, kurz darauf gingen Cottbus-Schals lichterloh in Flammen auf. Da frag ich mich doch wirklich, was in diesen kranken Hirnen vor sich geht. Man sollte all diese Vollidioten samt derer, die sie zu solchen herangezogen haben in die Wüste schicken!!!

Ansonsten habe ich - wie oben bereits angedeutet - unheimlich viel Geld in Berlin gelassen. Doch wie Frauke es justamente so schön per sms schrieb: jetzt sind wir arm, aber glücklich.

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Gackernde Mäuschen bei Whirlpool Fitness

09.10.2007

So wie es aussieht habe ich eine unsichtbare Fee in der Wohnung! Sie wäscht und hängt meine Wäsche auf, füllt den Kühlschrank und nimmt mir die Vorabendserien auf! Höret und sehet, seit ich pendele kann ich viel besser entspannen, denn lästige Alltagsscherereien bleiben weitestgehend erspart. Die Fee ist allerdings unsichtbar. Wenn ich nach Hause komme, ist sie schon fort. Wenn ich aus dem Haus gehe, stellt sie sich tot. Erst wenn ich schlafe, kehrt sie zurück.

Drum begab ich mich heute Abend zum Stadtbad Mitte, um dort mein neuestes sportliches Experiment zu starten. Es nennt sich Aquafitness und ist vielleicht das lustigste, was ich bislang in VHS oder sonstigen Kursen ausprobiert habe. Es gab heute Zirkeltraining im Wasser, anstrengend, aber gut. Mein Trizeps wächst schon. Nächste Woche treffe ich mich mit meiner Mitstreiterin bereits eine dreiviertel Stunde früher, da wärmen wir uns dann noch ein wenig im Whirlpool auf.

Neues vom Bahnfahren. Zwischen Dortmund und Münster waren heute Leute auf den Gleisen, so mussten wir einen Umweg über Hamm fahren. Soweit ich weiß, werden nur Regional- und S-Bahnen bestreikt. Es lebe die Intercity-Pendlerin!

An dieser Stelle noch einen herzlichsten Glückeswunsch an meine Flipfloptwinsister. Ich denk an Dich!

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Die drei ???

23.10.2007

Damit sich nicht der Eindruck verfestigt, ich sei eine fiese Emanze, die ihren Freund die ganze Zeit rackern lässt, möchte ich, nachdem ich die Wäsche aufgehangen habe, einen neuen Artikel auf dieser Seite veröffentlichen.

So, fertig ist die Wäsche!
Es ist wieder eine Zeit der großen Fragezeichen gekommen. Nächsten Monat entscheidet NRW, ob meine Arbeit, die ich verrichte, noch sinnvoll ist. Zu diesem Zwecke schrieb ich weise Worte in einen Antrag hinein. Mal sehen, was dabei herauskommt.

Ich will verreisen! Fernweh plagt meine Seele. Wohin soll es diesmal gehen?! Nach Vietnam, Südafrika oder Argentinien? Sehnsüchtig warte ich auf eine Email von Auf & Davon dem - habe ich es bereits erwähnt? - besten Reisebüro, das ich kenne, einzigen Reisebüro, in dem ich Reisen buche. In Argentinien habe ich Verwandte, die vor den Nazis geflüchtet sind. Zur Zeit tendiere ich stark dazu, Argentinien als Favorit zu betrachten (mmh, wer hat mich da bloß am Telefon beeinflusst?), aber es gibt ja noch zahlreiche andere attraktive Ziele. Vielleicht möchte jemand seinen Tipp dazu abgeben?

Das dritte Fragezeichen dreht sich um die bereits erwähnten dreistelligen Überstunden, darüber wird heute verhandelt, es wird einen "Kompromiss" geben, heißt es. Schon jetzt weiß ich sicher, dass ich morgen mit sehr sehr schlechter Laune in den Feierabend starten werde... Drum habe ich mir heute auch mal einen freien Tag gegönnt, um meinen haushaltlichen Pflichten ein wenig nachzugehen.

So denn, das Spülwasser ist heiß :-)

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Wohin?

25.10.2007

Uruguay?
Costa Rica?
Venezuala?
Chile?
Jemen?
Jamaica?
Nicaragua?
Panama?
Ghana?
Cuba?

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Eine Email:

26.10.2007

"sadra when are you coming back im just waiting for you please can you send me 2oo euro iam thinking about you ithink you must come then we go together to german"

Nun, dann muss ich wohl nach Simbabwe?!

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Themawechsel

30.10.2007

Es gibt ja schließlich auch noch anderes als potenzielle Urlaubsziele. Zum Beispiel Persil, freie Dienstage, die Bundesagentur für Arbeit, Bahncards, die nicht zugestellt werden und Kautionen, die nicht zurücküberwiesen werden. Um all das kann man sich ja an so einem wunderbaren freien Dienstag kümmern, indem man die kostenpflichtigen Hotlines anruft und mit netten Damen telefoniert.

Glücklicherweise erfuhr ich so, dass ich mir den weiten Weg zur Agentur für Arbeit sparen kann und dass die Daten nun an einem bestimmten Termin telefonisch aufgenommen werden. "Durch die Migration ist das alles nicht mehr auf dem neuesten Stand" sagte man mir.

Jetzt ist mir langweilig.



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Studivz

30.10.2007

oder wer kennt wen. Überall pinnt Ihr Eure Fotos hin. Ich habe hier einen fantastischen Vorschlag: Wie wäre es, wenn Ihr Botschafter für den Weltaidstag werdet?! Einfach hier klicken, Euer Foto oder auch nicht hochladen und einen Satz schreiben, schon seid Ihr mit dabei.

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Who is Hu?

02.11.2007

George Bush: "Condi! Nice to see you. What's happening?"
Condoleezza Rice: "Sir, I have the report here about the new leader of China."
Bush: "Great. Lay it on me."
Rice: "Hu is the new leader of China."
Bush: "That's what I want to know."
Rice: "That's what I'm telling you."
Bush: "That's what I'm asking you. Who is the new leader of China?"
Rice: "Yes."
Bush: "I mean the fellow's name."
Rice: "Hu."
Bush: "The guy in China."
Rice: "Hu."
Bush: "The new leader of China."
Rice: "Hu."
Bush: "The Chinaman!"
Rice: "Hu is leading China."
Bush: "Now whaddya' asking me for?"
Rice: "I'm telling you Hu is lea-ding China."
Bush: "Well, I'm asking you. Who is leading China?"
Rice: "That's the man's name."
Bush: "That's who's name?"
Rice: "Yes."
Bush: "Will you or will you not tell me the name of the new leader of
China?"
Rice: "Yes, Sir."
Bush: "Yassir? Yassir Arafat is in China? I thought he was in the Middle
East."
Rice: "That's correct."
Bush: "Then who is in China?"
Rice: "Yes, Sir."
Bush: "Yassir is in China?"
Rice: "No, Sir."
Bush: "Then who is?"
Rice: "Yes, Sir."
Bush: "Yassir?"
Rice: "No, Sir."
Bush: "Look, Condi. I need to know the name of the new leader of China.
Get me the Secretary General of the U.N. on the phone."
Rice: "Kofi?"
Bush: "No, thanks."
Rice: "You want Kofi?"
Bush: "No."
Rice: "You don't want Kofi."
Bush: "No. But now that you mention it, I could use a glass of milk. And
then get me the U.N."
Rice: "Yes, Sir."
Bush: "Not Yassir! The guy at the U.N."
Rice: "Kofi?"
Bush: "Milk! Will you please make the call?"
Rice: "And call who?"
Bush: "Who is the guy at the U.N?"
Rice: "Hu is the guy in China."
Bush: "Will you stay out of China!"
Rice: "Yes, Sir."
Bush: "And stay out of the Middle East! Just get me the guy at the U.N."
Rice: "Kofi."
Bush: "All right! With cream and two sugars. Now get on the phone."
(Condi picks up the phone.)
Rice: "Rice, here."
Bush: "Rice? Good idea. And a couple of egg rolls, too. Maybe we should
send some to the guy in China. And the Middle East."

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Ostblock

04.11.2007

Hallo. Wie schnell die Zeit vergeht. So viele Tage frei gehabt und schwupp muss ich morgen wieder den Tag mit -------- Menschen verbringen. Da haben's die, die nächstes Wochenende heiraten schon besser, die haben nämlich Urlaub ;-)

Unpraktisch ist, wenn Jan ein rotes Hemd anziehen will, denn das beißt sich farblich sehr mit meinen Kleidungsstücken, die ich für das Fest auserwählt habe.

Am Donnerstag war ich in Enschede und am Samstag in Oberhausen. Ich kann nämlich nicht länger als einen Tag lang kein Zugfahren, wisst Ihr. In Oberhausen war ich im Gasometer, dort ist eine Ausstellung mit Satellitenbildern, sehr schön, sehr empfehlenswert. Und im CentrO, sehr voll, sehr anstrengend, weniger empfehlenswert. Aber Abends: Cubanova, Ostblockparty "Kombinat". Prädikat: exzellent. Sehr tanzbar.
Und jetzt versuche ich noch, das Brot aus der Form zu prügeln. Tschüß.

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Träume

06.11.2007

Ich zitiere Niedergeschriebenes vom 25.08.1998, es geht um Reisewünsche:

"Neuseeland und Australien stehen auf Platz 1, denn abgesehen von dem nichtexistierenden Geld, welches ich dafür brauche habe ich immerhin dort Wohngelegenheiten bei Leuten, die ich hier auf irgendwelchen Trips kennengelernt habe. Nach Japan würde ich auch gerne mal, Südafrika wäre auch ok und seit neuestem klingt Indien auch nach einem interessanten Reiseziel. Aber da das alles doch erstmal wahrlich ein wenig utopisch ist, sollte ich vielleicht mal in Europa beginnen ... Oh Mann, Zeit und Geld bräuchte man. Die Welt ist zu groß und es gibt so viel zu sehen. Na ja, man kann ja vorerst mal davon träumen."

Lustig! Besonders überraschend finde ich die Sache mit Indien!

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Hahaharr!

07.11.2007

Sitze laut lachend vor'm Computer, weil ich gerade diesen Link geschickt bekam: bitte das hier lesen und freuen.
Besonders schön auch die Kategorie "Dienste".

Besuchte heute eine Fachtagung zum Thema Gesundheit und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte (aaarrgghh!). Begrüßt wurden die Teilnehmenden durch den Integrationsbeautragten der Landesregierung. Ganz toll. Teilgenommen hat er nicht, aber ist sicher auch ganz busy. Politiker labern noch mehr rum als die sozialen Pädagogen... Anstrengend. Die Hauptsache, so scheint es, ist es, neue Namen für Ausländer zu erfinden und neue Definitionen zum Thema interkulturelle, nein, stop, transkulturelle Kompetenz in die Welt zu schmeißen.
Herrjemine.

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Heute ist Weltwaschmaschinen-Tag

16.11.2007

Ich bin echt froh, dass diese Maschinen erfunden wurden. Man kann auf ihnen sogar schön selbstgenähte Waschmaschinen-Decken aus Leinen bügeln.
Auf der Fensterbank liegt eine Fliege. Sie ist tot. Ob sie wohl erfroren ist? Ich kann nicht fassen, wie kalt es hierzulande ist und ich frage mich, wie ich es in Montreal bei minus 42 Grad Celsius ausgehalten habe??? Meine Finger springen auf und bluten und ich kann nichts dagegen tun. Hat jemand einen Tipp außer eincremen, Handschuhe tragen und nicht mehr aus dem Haus gehen?

Ich muss jetzt mal von meinem beschissenen Dienstag berichten. Er hätte schon nicht ätzender beginnen können. Aber die Scheiße potenzierte sich noch bis zum Abend hin, es ist kaum fassbar. Von Klugscheißerei bis dreiste Arroganz war alles dabei. Und als hätte das nicht längst ausgereicht. Platzregen pünktlich zum Feierabend und mit dem Fahrrad zum Bahnhof. In Düsseldorf Radfahren gleicht einem überfüllten Dixieklo. Außerdem noch die Unwissenheit über den Fortgang meines Arbeitslebens. Ich könnte kotzen.

Ich scheine das unsagbare Glück zu haben, mich im Zug vor, hinter oder neben leberwurstbrotessende Zeitgenossen zu platzieren, sodass mein wohlverdienter Schlaf nicht möglich ist aufgrund dieses widerlichen Gestanks. Bäh, widerlich, ekelhaft!
Aaaah, ich flippe aus. Ich brauche Urlaub, ich muss ins Warme. Ich will weg hier, weg von den miesgelaunten Menschen, die mich umgeben und mit ihrer Griesgrämigkeit anstecken.

Letztes Wochenende war ich mit Jan in der Schweiz. Ich habe zwei tolle Freundinnen wiedergetroffen und eine davon hat geheiratet. Das war meine erste "echte" Hochzeit! Und schön war sie!!!
(Aber das soll jetzt bitte keine falschen Interpretationen hervorrufen.)

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Heute ist Welttoilettentag

19.11.2007

Wirklich!!! 2 Milliarden Menschen haben keine Toiletten! Muss man sich mal vorstellen. Das lernte ich gerade in der U-Bahn. Schönen Tag!

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Fünf Wochen

23.11.2007

Arbeitsvertrag. Ob es weitergeht weiß ich immer noch nicht. Die Entscheidung steht, bloß sagt mir keiner was verdammt noch mal! Vielleicht ist mein Antrag ja auch in irgendeiner Schublade "verschwunden", so wie ganz andere Sachen...

Scheiße!!!

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Verückt sein

27.11.2007

Auch vier Tage später gibt es noch immer keine Nachricht. Ich bin heute zu Hause, um ein paar meiner zahllosen Übestunden irgendwie zu verplempern, allerdings macht es mich fast so rasend wie im Büro zu hocken und nichts planen zu können.

Im Zug bin ich gestern fast durchgedreht. Auf der Hinfahrt setze sich ein so ekelhaft stinkender Mann neben mich, dass ich am liebsten gekotzt hätte. Ein Geruch, den man den ganzen Tag nicht mehr aus der Nase kriegt, aus verfilztem Bart, Klamotten die seit 6 Monaten nicht mehr gewaschen wurden und Rauch. Igittigittigitt. Die Rückfahrt hingegen war auch nicht viel besser. Ein komischer Typ mit Laptop und Dosenbier nahm breitbeinig im Ersatzzug neben mit Platz. Seine Playlist beinhaltete Green Day, AC/DC, Elvis, Pink und Adriano Celentano. Nicht nur, dass das schon einiges offenbarte, nein, er begann auch noch beherzt mit beiden Händen auf seinem Laptop rumzutrommeln und zu wippeln. Womit hab ich das verdient?!? Ich möchte Achterbahn fahren und laut laut schreien.

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Vorbei!!!

27.11.2007

Das Warten hat ein Ende. Ich darf noch ein Jahr. Puh. Achterbahnfahren nicht mehr nötig. Dafür wird gleich die Flasche Sekt geöffnet. Immerhin mal EINE erfreuliche Nachricht diesen Monat. Danke für's Daumen drücken.

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Fantastisch

29.11.2007

Gestern Abend spielten die Weakerthans im Skaters Palace in Münster. Das letzte Mal stand ich dort einen Abend bevor ich mit Jan nach Indien geflogen bin vor verschlossener Tür, das war weniger schön, aber da wohnte ich ja auch noch in Düsseldorf und konnte nicht zum Konzert LAUFEN.
Zu den Weakerthans muss ich ein paar Histörchen erzählen. Die Verbindung und Verknüpfung zu dieser genialen Band geht nämlich weit in die Jugendzeit zurück. Erinnert sich noch jemand an Propagandhi? Wer die Fat Wreck Sampler hat, kennt sie auf jeden Fall. Und auch sonst: Punkrock mit Texten. Da standen wir ja drauf. Mit "wir" meine ich jetzt mal im Speziellen die Babsi, die gestern auch mit war, aber im Propagandhi-Hörer-Kreis war die liebe Kate ja auch ;-)

Da fällt mir ein: ich war die Tage bei Green Hell und kaufte mir zur Freude des Verkäufers endlich endlich die "Für uns nicht", die ich sonst nur auf Platte besitze. Und das ist schließlich DER Meilenstein in meiner musikalischen Sozialisation schlechthin. Aber das am Rande, jedoch isses ja alles irgendwie verwoben miteinander.

Zurück zu Propaghandi. Der Bassist verließ irgendwann die Band und wie es der Zufall so will: er ist der Sänger der Weakerthans. Und zu einer Zeit, da wir noch in Trier studierten, spielten im Ex-Haus einige sehr gute Bands. Die angekündigten Weakerthans erschienen uns gleich interessant, angelockt durch diesen Propaghandi-Zusatz und überhaupt. Also gingen wir (in diesem wir verbirgt sich mittlerweile auch die liebe Frauke), hörten und freuten uns. Ein Konzert mit Tomte übrigens. Die einen kauften die erste Weakerthans CD, ich die erste Tomte, im Nachhinein ärgerte ich mich ein bißchen.

Irgendwann hatte ich die Idee, mit Elke nochmal in die USA zu fliegen, jetzt, wo wir die magische Grenze 21 endlich überschritten hattten.
Wir flogen alsbald und klapperten unsere Lieblings-CD-Läden ab, wie eh und je. Es gibt kaum etwas tolleres, als all diese kleinen Second Hand Lädchen in Boston und Cambridge zu durchstöbern und Schätzchen zu finden. Die "Fallow" erwarb ich für schlappe 3,99 $ bei CD Spins und so nahm das mit den Weakerthans seinen Lauf. Das letzte mal sah ich sie glaub ich mit Frauke im Gleis 22, das ist aber auch schon Ewigkeiten her. Da sag ich mal nur: "Leave the apartment to buy alcohol. Hang our diplomas on the bathroom wall..."

Sooo schön! Ja und gestern war wiegesagt das Konzert. Irgendwie landeten Babsi und ich in der ersten Reihe. Als der Sänger auf die Bühne kam, freuten wir uns ungemein aufgrund seines T-Shirts: Karl-Marx-Universität Trier :-)
Und auch sonst war das Konzert grandios! Den Menschen, die in Wiesbaden und Berlin noch das Vergnügen haben wünsch ich hiermit ganz viel Spaß!

Morgen übrigens: Nada Surf live!

Zwischen den Konzerten muss ich aber tatsächlich auch noch arbeiten. Leider! Ich brauche doch meinen Schönheitsschlaf! Morgen und übermorgen heißt es nämlich wieder auf der Kö den Reichen und Schönen das Geld für die Armen und Kranken aus den Taschen zu ziehen. Zu diesem Zwecke stehe ich stundenlang in Kälte und Nässe. Aber dat mach ich ja gerne ;-)

Vielen Dank übrigens auch für die Beglückwünschungen im Gästebuch. Kann mich ja an dieser Stelle mal herzlichst beim Gesundheitsministerium bedanken. Danke.
Meinen verlängerten Arbeitsvertrag habe ich heute unterzeichnet. Puh, aufatmen. Und dat Weihnachtsgeld ist auch schon da, juhu! Dann kann ich mich morgen zwischendurch immer mal in den feinen Boutiquen aufwärmen und ein paar Prada-Schuhe kaufen.

Also dann: happy happy to you all.
Und zu guter Letzt noch ein Song von den Weakerthans:

Confessions Of A Futon-Revolutionist
"Held like water in you shaking hands are all the small defeats a day demands. 10-6 or 9-5 trying, dying to survive. Never knowing what survival means. Leave the apartment to buy alcohol. Hang our diplomas on the bathroom wall. Pick at the plaster chipped away, survey some stunning tooth decay, enlist the cat in the impending class-war. Let's lay our bad day down here, dear and make-believe we're strong, or hum some protest song. Like maybe "We Shall Overcome Someday." Overcome the stupid things we say. Say I needed more than this, say I needed one more kiss. We left that light on way too long now. Let's plant a bomb at city-hall and kill an MLA. We'll talk the night away. You call in sick, I'll quit the word-games that I play. I swear I way more than half believe it when I say that somewhere love and justice shine. Cynicism falls asleep. Tyranny talks to itself. Sappy slogans all come true. We forget to feed our fear."

PS: A propos fantastisch und à propos Fantastische Vier. Neulich fuhr ich Zug. Ich fuhr nach Düsseldorf. Ich schlief. All das ist nichts neues. Neu ist, dass ich Musik hörte. Nein, auch das ist Quatsch und nicht neu. Ich döste also wahrscheinlich gerade ein bißchen vor mich hin, der Zug stand rum und in mein Ohr sagte jemand: Oberhausen, Oberhausen, wir sind hier in Oberhausen und begann dann zu singen, live. Ich öffnete die Augen und vor meinem Fenster - ich sitze, wenn möglich, IMMER entgegen der Fahrtrichtung am Fenster - tat sich ein Schild auf, auf dem "Oberhausen" stand (und wohl immer noch steht, danke Jan). Wache ich oder träume ich dachte ich! Ja sowas. Das gibt's.

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Nicht-Wunsch

12.12.2007

Lieber Weihnachtsmann. Bitte komm bloß nicht auf die Idee, mir das Buch "Wohin Du auch gehst" zu schenken!!! Ich würde fast sagen, es ist noch furchtbarer als "Die weiße Massai" und jedesmal wenn ich diese Story höre, sehe, lese krieg ich echt einen zu viel. Also, wage es nicht!

Lieber möchte ich einen ganzen Sack Kartoffeln schälen. Oder noch mehr Dinkel-Baguettes mit Walnüssen und Karotten backen.

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Weihnachtsgeschichte (zitiert aus Email)

18.12.2007

Säugling in Stall gefunden - Polizei und Jugendamt ermitteln
Schreiner aus Nazareth und unmündige Mutter vorläufig festgenommen

BETHLEHEM, JUDÄA - In den frühen Morgenstunden wurden die Behörden von einem besorgten Bürger alarmiert. Er hatte eine junge Familie entdeckt, die in einem Stall haust. Bei Ankunft fanden die Beamten des Sozialdienstes, die durch Polizeibeamte unterstützt wurden, einen Säugling, der von seiner erst 14-jährigen Mutter, einer gewissen Maria H. aus Nazareth, in Stoffstreifen gewickelt in eine Futterkrippe gelegt worden war.

Bei der Festnahme von Mutter und Kind versuchte ein Mann, der später als Joseph H., ebenfalls aus Nazareth identifiziert wurde, die Sozialarbeiter abzuhalten.
Joseph, unterstützt von anwesenden Hirten, sowie drei unidentifizierten Ausländern, wollte die Mitnahme des Kindes unterbinden, wurde aber von der Polizei daran gehindert. Festgenommen wurden auch die drei Ausländer, die sich als "weise Männer" eines östlichen Landes bezeichneten.

Sowohl das Innenministerium als auch der Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen über die Herkunft dieser drei Männer, die sich anscheinend illegal im Land aufhalten. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass sie keinerlei Identifikation bei sich trugen, aber in Besitz von Gold, sowie von einigen möglicherweise verbotenen Substanzen waren. Sie widersetzten sich der Festnahme und behaupteten, Gott habe ihnen angetragen, sofort nach Hause zu gehen und jeden Kontakt mit offiziellen Stellen zu vermeiden. Die mitgeführten Chemikalien wurden zur weiteren Untersuchung in das Kriminallabor geschickt.

Der Aufenthaltsort des Säuglings wird bis auf weiteres nicht bekannt gegeben. Eine schnelle Klärung des ganzen Falls scheint sehr zweifelhaft. Auf Rückfragen teilte eine Mitarbeiterin des Sozialamts mit: "Der Vater ist mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch nicht volljährig. Wir prüfen gerade mit den Behörden in Nazareth, in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen."

Maria ist im Kreiskrankenhaus in Bethlehem zu medizinischen und psychiatrischen Untersuchungen. Sie kann mit einer Anklage rechnen. Weil sie behauptet, sie wäre noch Jungfrau und der Säugling stamme von Gott, wird ihr geistiger Zustand näher unter die Lupe genommen.

In einer offiziellen Mitteilung des Leiters der Psychiatrie steht: "Mir steht nicht zu, den Leuten zu sagen, was sie glauben sollen, aber wenn dieser Glaube dazu führt, dass - wie in diesem Fall - ein Neugeborenes gefährdet wird, muss man diese Leute als gefährlich einstufen. Die Tatsache, dass Drogen, die vermutlich von den anwesenden Ausländern verteilt wurden, vor Ort waren, trägt nicht dazu bei, Vertrauen zu erwecken. Ich bin mir jedoch sicher, dass alle Beteiligten mit der nötigen Behandlung in ein paar Jahren wieder normale Mitglieder unserer Gesellschaft werden können."

Zu guter Letzt erreicht uns noch diese Info: Die anwesenden Hirten behaupteten übereinstimmend, dass ihnen ein großer Mann in einem weißen Nachthemd mit Flügeln(!) auf dem Rücken befohlen hätte, den Stall aufzusuchen und das Neugeborene zu seinem Geburtstag hoch leben zu lassen. Dazu meinte ein Sprecher der Drogenfahndung:
"Das ist so ziemlich die dümmste Ausrede vollgekiffter Junkies, die
ich je gehört habe."

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Entfernen

18.12.2007

Münster und Phnom Penh sind 9500,79 km, vermutlich Luftlinie voneinander entfernt. Das ist ganz schön viel, finde ich. Münster und Düsseldorf hingegen sind nur 101,335 km auseinander. Wenn ich allerdings bedenke, dass ich wöchentlich diese Anzahl an Kilometern (plus Umwegstrecke der DB hier mal nicht eingerechnet) 8 mal fahre, komme ich schon auf stolze 810,68 km, das macht monatlich, geht man von vier Wochen aus, 3242,72 km. Drei Monate und ich wäre theoretisch ziemlich entspannt in Phnom Penh.

Es gibt einige Leute, die in Münster wohnen und in Düsseldorf arbeiten. Mit der Zeit trifft man sie in gewissen Zügen immer wieder. Den mit der Kermittasche zum Beispiel. Oder den, mit dem großen Tatonkarucksack, der auf der Hinfahrt heute leer, auf der Rückfahrt hingegen voll war. Oder den Anzugmann. Oder den anderen, jüngeren schlacksigen, Anzugtypen. Oder den von den Grünen. Frauen sind in diesen Zügen unterrepräsentiert. Ich kann mir bislang nur eine merken, und die steigt erst in Duisburg ein und geht mir ziemlich auf die Nerven. Sie ist blond und trägt weiße Plüschjacken, ist einen Kopf größer als ihr Freund und es macht ihr erstaunlicherweise gar nichts aus. Dabei trägt sie doch extra hochhackige Schühchen und Hot Pants! Sie telefoniert am laufenden Band und teilt den Mitfahrenden ihre Lebensgeschichte mit.

Mir ist sehr kalt. In meinem Büro funktioniert die Heizung nicht. Zu Hause glücklicherweise schon! Ich weiß nicht, ob ich gleich zum Sport gehen soll. Das bedeutet, zurück in die Kälte, durch die Kälte Fahrrad fahren und dann ins kalte Wasser springen. Nicht sehr verlockend. In den nächsten 15 Minuten sollte ich mich jedoch entscheiden.

Na da hat doch noch das Telefon geklingelt! Meine Gesprächspartnerin ermunterte mich jedoch, mich auf den Weg zu machen. Also dann sag ich mal tschüß und entferne mich vom Computer.

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Ha!

24.12.2007

Schön isses draußen. So könnte es von mir aus in der kälteren Jahreszeit auch bleiben. Kalt, blau, strahlend.
Ich bin/war krank. Das ist besonders unpraktisch zur Zeit, aber ich kann es mir ja schließlich nicht aussuchen. Sollte ich mal bettlägerig sein/werden, so will ich es nicht sein. Länger als zwei Tage halte ich es schwerlich liegend aus und so ging ich des Samstags auf den Marché de Münster. Ein dort ansässiger Weihnachtsbaumverkäufer sagte folgendes: "Die Münsteraner kaufen immer auf den letzten Drücker, weil se keinen Platz im Wohnzimmer haben". So fühlte sich der Mann gut, der nicht als letzter eine Nordmanntanne erwarb. Dieses Jahr Weihnachten ist das erste Weihnachten, das ich in Münster verbringe. Deshalb bin ich auch Teilhaberin eines Weihnachtsbaums, der allerdings so groß ist, dass er stets in die eine oder andere Richtung kippt und derzeit noch mit Goldschnur an der Heizung festgeknotet ist.

Ich war eben auch wieder in der Stadt, weil ich mir eine Karnevals-CD von den Höhnern kaufen wollte. Da simmer dabei... Habe die ganze Zeit Höhner-Songs im Ohr. Mein Freund sagt, dass ich schon nicht mehr ganz so krank sein kann, wenn ich Höhner singend durch die Straßen laufe.

Ein Vorteil, wenn man krank ist, könnte folgender sein: der Freund geht mit einem in Kinofilme, die er sonst nicht angeschaut hätte. So zum Beispiel in "Warum Männer nicht parken und Frauen zuhören" oder wie er hieß. Der Film war trotz aller "öh schon wieder so'n blödes Männer-Frauen-Ding-Gedanken" überaus amüsant und kurzweilig. Besonders lustig die Rolle des Weltenfummlers.

Gestern Abend hieß es dann "Ein Mann ein Fjord" auf dem Sofa. Ein herrliches Hörspiel von Hape Kerkeling in allen Rollen.

Ein weiterer Vorteil, wenn ich krank bin, ist definitiv dieser: ich schaue so viel Fernsehen, bis ich endlich weiß, wohin ich in Urlaub will. Auf 3sat kam eine Reportage über Aleppo und da war klar: DA MUSS ICH HIN! Zufälligerweise will Jan auch da hin und so fahren wir im Mai voraussichtlich nach Aleppo, jippie jippo.

So nun wünsche ich Euch allen einen hübschen kleinen 24. Dezember. Werde nun in die Küche schreiten, Karnevalsmusik singen und Gemüse hexeln. Bye byes :-)

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Bonne année

02.01.2008

Bonjour mes chers amis et bienvenue ici! J'espère que vous avez celebré le soir du nouvel an et que 2008 sera bien pour tous.

J'étais à Paris et car je pense que vous préfériez la langue allemande, je vais continuer auf Deutsch. Paris Paris, die Stadt der Liebe. Für mich vielleicht immer noch die Stadt der Schüleraustausch-Traumata und der Gastmütter, die einem das Laken nach dem zu Bett gehen noch ein wenig fester unter die Matratze stopfen, was völlige Bewegungsunfähigkeit zur Folge hat.

Nun denn, Silvester ist mir schnuppe. Früher war es schlimm, heute ist es egal. Und so kam es, dass ich, um die lästige "was machstn Du an Silvester-Frage" zu umschiffen einen Kurztrip nach Paris buchte. Mit im Handgepäck mein leidgeplagter Freund. C'est la vie :-)
Der Flughafentransfer von Orly zum nächsten Bahnhof ist ungefähr teurer als der gesamte Flug. Anders als in Kalkutta jedoch entsann man sich in unserer Unterkunft an die von mir zuvor getätigte Online-Buchung und ein Kalkutta-ähnlich müffelndes Zimmer erwartete uns freudigst. Auf dem Klo stellte ich schnell fest, dass es zwar eine Duschvorrichtung gab, die Dusche an sich dazu jedoch komplett fehlte. Egal, ich bin ja nicht nach Paris gefahren, um zu duschen, sondern um Käsefondue zu machen.

Verantwortlich dafür ist eigentlich Elke, die mir zum Geburtstag ein wunderschönes Schweizer Käsefondue-Set schenkte, allerdings ohne Rechaud. Dies sollte in Folge ein besonderes Problem darstellen, bekommt man handelsübliche Käsefondue-Sets in Deutschland gewöhnlich im Geschäft mit Rechaud. Ein Rechaud ohne Set hingegen kostet locker 70 € und das kam mir dann doch ein wenig viel vor. Wie dem auch sei, meine Eltern brachten zu Weihnachten ein preiswertes Käsefondueset samt Rechaud mit, in der Hoffnung, Elkes Käsefondue-Set passe schon irgendwie drauf. Falsch! Nix passte. Also würfelten wir die Käsefondue-Sets wild zusammen, bis es irgendwie passte und stopften alles samt Brennpaste in die Reiserucksäcke.

Am Düsseldorfer Flughafen wurde ich übrigens - obwohl ohne Brennpaste im Handgepäck! - völligst gefilzt. Dass ich mich nicht nackig ausziehen musste wundert mich wirklich. Die haben mir sogar die Brust abgetastet als hätte ich im BH Wurfgeschosse versteckt. Echt ey. Fand ich ziemlich bescheuert.

Zurück zum Käsefondue. In Bern kaufte ich von den übriggebliebenen Franken nach Elkes und Leos Hochzeit Käse für's Käsefondue. Aber aufgrund des oben genannten nicht vorhandenen Rechauds konnte bislang kein Käsefondue-Käse verzehrt werden. Da dieser Käse nur noch kurze Zeit haltbar war, reiste er ebenfalls mit nach Paris.

Am Silvester-Abend war es endlich soweit. Das Käsefondue-Set kam zum Einsatz. Nicht bedacht wurde die Tatsache, dass die Hostel-Küche nur eine einzige funktionierende Herdplatte besaß, und diese heizte nicht gerade schnell ein. Als der Käse nach 45 Minuten endlich anfing, ein bißchen dahin zu schmelzen, hatte Jan bereits die zwei Baguettes gegessen, denn mittlerweile war es ja auch schon 22 Uhr. Außerdem durften wir schlussendlich das Rechaud nicht benutzen, denn die Rauchmelder waren "très sensibles". Nichtsdestotrotz schmeckte das Käsemahl vorzüglich und der französische Wein mundete außerordentlich. Wenig später gesellten sich auch unsere zwei chinesischen Freunde zu uns, die wir bereits am Vorabend in der Küche kennen gelernt hatten. Sie heißen Mary und Mickey und kommen aus Shanghai. Mit ihnen zogen wir kurz vor Jahreswechsel zum "Place de la Concorde" und feierten mit einer Million weiterer Touristen ins neue Jahr hinein. In Paris sind Feuerwerkskörper verboten, so blinkte nur ein bißchen der Eifelturm und funkelten die Lichter der Champs-Elysées. Hier und da doch ein Kracher und das war's. Mary und Mickey sind zurück zum Hostel gefahren, Jan und Sändy aka Helmut und Hannelore sind an der Seine (et ses ponts) noch zum Eifelturm promeniert und freuten sich über den Moment.

Und am nächsten Tag beim auschecken im Hostel lagen Geschenke von M&M für uns an der Rezeption bereit, mit einem "welcome to Shanghai". Helmut und Hannelore waren sichtlich gerührt und glücklich obendrein.

Den Rest des Tages verbrachten sie oder auch wir am Centre Pompidou, in einem kleinen Bistro, auf dem Friedhof, in Belleville und natürlich in der Metro. In den zwei Tagen sind wir mit Sicherheit theoretisch 2 mal den Eifelturm rauf und runter gelaufen!!! Paris, die Stadt der 100.000 Treppen.

Jim Morrison hat eine seltsame Ruhestätte. Spanierinnen und sicherlich auch andere Ausländerinnen werfen ihm Bierflaschen und Zigaretten auf's Grab.

An Bord der Air Berlin empfing man uns mit Sektchen und guter Laune.
An Bord der Deutschen Bahn empfing man uns mit enormen Verspätungen und schlechter Laune.

PS: Es gibt eine neue Funktion auf dieser Seite, die mir der Jan zu Weihnachten gebastelt hat. Ihr könnt nun Kommentare schreiben, und müsst dafür nicht mehr das Gästebuch benutzen. Ich wünsch Euch was!

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Hilfe

15.01.2008

Toll, da habe ich endlich auch so eine fantastische neue Funktion auf meiner Homepage und jetzt fällt mir nichts mehr ein, was ich dem weltweiten Netz schreiben könnte. Mir fällt nur ein, dass der Januar (zumindest in diesen Breitengraden) ein totaler Scheißmonat ist. Er ist dunkel, hat keine Feiertage und nervt mich von vorne bis hinten. Dieses Jahr fallen auch noch der 1. Mai und Christi Himmelfahrt auf ein und denselben Tag! Gemein ist das.
Hilfe Hilfe, ich bin verzweifelt. Nicht etwa, weil ich nächsten Monat dreißig werde, sondern weil das Wetter so schrecklich ist und es ausgerechnet auch immer noch Dienstags so fies ist, wenn ich zum Sport muss oder ehergesagt will, denn nach der körperlichen Ertüchtigung ist meine Laune immerhin ein bißchen besser.

Zu dieser Misère komm noch hinzu, dass ich nicht mehr arbeiten will. Dabei sind es noch sooooo viele Jahre bis zur Rente, von der ich vermutlich nicht mal mehr einen Cent ausbezahlt bekommen werde, wenn dat so weitergeht. Ach wäre ich doch schon 60 :-)
Ich wünsche mir zum Geburtstag ein paar Lose der Aktion Mensch, dann nervt der Frank Elstner Sonntags auch nicht mehr so sehr vor der Lindenstraße und meine Chancen auf die Sofortrente steigen auch exponentiell an. Sofortrente, das wäre mein Traum! Ich ginge nur noch arbeiten, wenn ich Lust dazu hätte! Das meiste Sofortrentengeld würde ich in Reisen investieren. Ich würde ein paar Kurztrips mit meinen lieben Freundinnen machen, ein paar Fernreisen zu fernen Freundinnen und Bekanntschaften unternehmen und mich auf ein paar wochenlange Reisen in die Länder begeben, die mir gerade so in den Sinn kommen. Argentinien, Burma oder Uganda zum Beispiel. Zwischendurch käme ich zurück, würde mich ehrenamtlich engagieren und einmal im Monat auf die Ostblockparty im Cubanova tanzen gehen. So könnten Jahre vergehen, die Menschen auf den Parties bleiben doch sowieso immer die selben. Tja, das wäre was.

Eine andere, realistischere Lösung wäre sofortiger Urlaub. (Frauke, wie geht es Dir? Warst Du schon Bungeejumpen, Freeclimben, Raften oder sonstwas?)
Ok, ich muss nur noch 6 Tage arbeiten und dann fahr ich mit meinen beiden Katrins in Skiurlaub, aber 6 Tage sind laaaang und danach muss ich ja schließlich auch wieder arbeiten.

Im Mai möchte ich - real - nach Syrien fahren. Ich erwähnte das bereits vor ein paar Einträgen, es hat sich aber sicher keiner die Mühe gemacht, Aleppo einem Land zuzuordnen. Vielleicht bleibe ich in Syrien und werde Falafelverkäuferin - eher irreal. Und nun auf's Fahrrad, durch Sturm und Regen, ab ins Schwimmbad.

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Gibbet doch nit

16.01.2008

Also wirklich. MP3-Player haben ein Gehirn, das hab ich ja schon immer behauptet. Aber dass dann heute morgen auf dem Weg zur Uniklinik (Arbeit, nicht Krankheit) zuerst "Everlong" und dann "Flach und aus Milch" kam, da steckt doch ein System dahinter, das kann mir keiner erzählen.

Ich muss jetzt mal was ganz Tolles erzählen und mache gleich ein kleines Quiz draus! Ich kenne viele Asylbewerberinnen. Eine von ihnen wurde schwanger und ihre Leistungen nach dem AsylBlg wurden aufgrund dieser Tatsache erhöht, das kennen ja die Alg II Empfängerinnen auch, die haben da einen Anspruch drauf. Jetzt kommt die Masterfrage: Um wieviel € wurde die Leistung erhöht?
Auf Eure Tipps bin ich schon jetzt gespannt. Jan darf nicht mitmachen ok! Los geht's.

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Apple

18.01.2008

Offensichtlich interessiert sich niemand für das Schicksal der Asylbewerberin. Hätte ich doch etwas "Provokativeres", zum Beispiel über Apple geschrieben... Da hätte man mir sicherlich auf meine Quizfrage geantwortet.
Nun denn, sie bekam monatlich zwei Euro zusätzlich. Ich finde es erbärmlich.

Ich verweise heute wieder auf einen Link von Avaaz.org, in dem Ihr Herrn Steinmeier eine Mail zum Thema Kenia senden könnt. Es ist sehr einfach.

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Schnee

20.01.2008

statt Regen! In Ratschings hat es zuletzt am 18.01.08 geschneit. Alle Lifte sind geöffnet und dank Webcam sieht man den Beweis! Ich freu mich!!!

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Wichtig

03.02.2008

Betreff:
"Gewinn" - "Mahnung" - "Bank" - "Sparkasse" - "Geheim" - "Vegas VIP Casino" - "Wichtig"... Wow. Eine Woche ohne Internet und irgendetwas verpasst? Nein. Nur 60 Spam-Mails. Dafür eine Woche Skifahren, Erholen, Abschalten, Sonne, Schnee, Nebel, Wolken, Rodeln, Essen, Schlafen, Spielen, kein Computer, kein Telefonat, fast kein Handynetz...

Was besseres kann es doch fast gar nicht geben. Oder?

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Ohne Worte

24.02.2008

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Schreiben ja, sprechen nee

28.02.2008

Nach der Arbeit fühle ich mich meist so k.o., dass ich nicht mehr viel gehirnmäßiges tun möchte. Vor allem möchte ich keine Probleme mehr wälzen und nicht mehr sprechen.
Eine ruhige Zugfahrt mit hunderten von Anzug tragenden Berufspendlern, die ebenfalls keinen Bock auf Konversation haben tut da meistens schon ihr Gutes. Zur Zeit verschlinge ich außerdem noch sämtliche Werke von Rafik Schami, um mich auf die bevorstehende Syrienreise vorzubereiten und einzustimmen. Sehr empfehlenswert übrigens.

Wenn ich allerdings, wie heute geschehen, in proppenvollen Nahverkehrszügen durch das Ruhrgebiet fahre, weil ich mich noch mit Klienten an Bahnhöfen des Potts treffe und dabei damit rechnen muss, dass ich von der Polizei verdächtigt werde, krumme Geschäfte zu tätigen, dann bleibt als letzte und einzig wiederaufbauende Instanz nur noch Vorabendserien und Germany's Next Top Model gucken. Da wird jetzt manch einer denken: Mensch, was hat'se für ein schlimmes Dasein, wenn das wirklich der Lichtblick des Tages ist. Aber manch einer kann mich sicher auch verstehen ;-) Und wenn dann zum Teufel auch noch die Serien ausfallen wegen FUSSBALL!

In meinem geliebten Reinhard-Express zwischen Essen und Münster platzierte ich mich heute auf den letzten übrigen Platz zu Bier trinkenden Menschen. Sie waren schon sehr betrunken und redeten viel Quatsch. Einer von ihnen fing an, sich eine Zigarette anzuzünden. Ich wies ihn freundlich darauf hin, dass hier im Zug ein Rauchverbot herrscht, woraufhin er mir seine "Raucherlaubnis" zeigte. Das fand ich ja doch sehr witzig. Die Raucherlaubnis kostet angeblich 46 € und man kriegt sie vom Amt bescheinigt :-) Seine Freundin wies ihn dann darauf hin, dass er auch oben in die Lüftung pusten muss, weil die da extra so eine Schicht reingebaut haben. Gestern kam das nämlich in den Nachrichten mit der Raucherbescheinigung und die haben da gesagt, dass man den Rauch in die extra eingebauten Folien blasen soll. Die Raucherlaubnis, die der Herr mir zeigte enthielt das Zauberwort "Methadon" und ich freute mich, dass ich mit den Gesellen nicht bis nach Rügen reisen musste, sondern nur bis Gelsenkirchen.

So, und nun freut Euch alle auf den 29. Februar und fühlt Euch gut!

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Ja mit Anfang 20...

07.03.2008

Hallo Wochenende. Heute war ich mal wieder in bester Shoppingbegleitung in der Einkaufsstadt Essen unterwegs. Dieser Ausflug diente auch dazu, dem Herrn Lubux zu seinem herannahenden Wiegenfeste ein paar fernöstliche Überraschungen herbeizuschaffen, was kaum besser gelingen kann, als im Herzen des Ruhrpotts...

Auf dem Weg kreuzten wir auch einen Tupperware-Laden. Der Laden war ziemlich winzig und fast komplett durch eine fleischige Verkäufern ausgefüllt. Wir schauten uns um, soweit das ging und ich stellte fest, dass ich fast ausschließlich mit geerbter beigefarbener und oranger Tupperware ausgestattet bin und das neue Sortiment mir weitestgehend fremd ist. Was ich eigentlich benötige ist ein verschließbares und auch zubleibendes Gefäß zum Transport meines Mittagessens an die Arbeit. (Und zwar im Rucksack.) Die dicke Verkäuferin hatte unser Gespräch belauscht, wie sie später zugab und schlug nach ca einer Minute vor, ich solle doch vielleicht mal Gastgeberin einer Tupperparty werden, dann bekäme ich auch diese tolle, eigentlich noch gar nicht auf dem Markt erhältliche - im übrigen auch orange - Schüssel umsonst, wenn die Gäste 8000 € ausgeben oder so ähnlich. Ich brauche aber keine Schüssel.
Sie stellte uns hunderte von Tupperdosen vor, in denen man Frikadellen und Hühnersuppe, Mortadella und Hackbraten unterbringen könnte. Oder sogar andere Wurst, aber nicht nur eine Scheibe.

Meine liebe Mitshopperin und ich warfen uns bedeutungsvolle Blicke zu und konnten uns das Grinsen kaum verkneifen. "Naja, mit Anfang 20 brauchte ich das alles auch noch nicht, aber wenn man erstmal mehr kocht..."
Wir verließen lachend den Laden.

Neulich wurde ich 30, das hab ich ganz vergessen, zu erwähnen. Der Vorteil eines solch runden Geburtstages ist, dass er so wichtig genommen wird und deshalb auch viele nette Menschen von weither anreisen! Das kann gerne wieder geschehen. Allerdings wird hier NIE WIEDER Konfetti geworfen... Das schwöre ich bei meiner goldenen Winkekatze :-)
Das größte (rein optisch gesehen) Geschenk traf erst heute hier ein: tada! Ein Gefrierschrank!!! Ab morgen wird gefroren, was das Zeug hält.

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Tibet Online Petition

18.03.2008

Da es in der Welt nicht viel erfreuliches zu berichten gibt und von mir auch nicht weise ich mal wieder auf einen Link hin:
Unterschreiben tut nicht weh.

Die Sofortrente hab ich übrigens immer noch nicht gewonnen und ich gewöhne mich an den Gedanken, für mein Geld arbeiten zu müssen.
Wenigstens scheint die Sonne und ich fahre in zwei Wochen nach Paris!

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Vom Weltschmerz zur Umhängetasche

28.03.2008

Ja schönen guten Tag! Da ich gerade ein Zeitfenster erblicke, melde ich mich mich mal wieder in dieser grellgelben leuchtenden Form der Unterhaltung. Die Ostereier sind alle verspeist und bald sind die Tage wieder länger, die Nächte heller und die Luft einfacher zu atmen. Freude kommt auf.

Die Menschen in meiner Umgebung machen alle so kreativ Musik. Ich hingegen kauf sie mir, das ist einfacher, z. B. "The feel good record of the year" mit "The feel good song of the year". Was für schöne Titel!

Am Mittwoch telefonierte ich mit meiner Schwester. Sie gab mir den Tipp, eine Kambodscha-Reportage auf ARTE anzusehen. Da sie leider in Kassel kein ARTE empfängt, wollte ich ihr die Reportage eigentlich aufnehmen. Dummerweise gelang es mir nicht. Für alle, die die Reportage gerne noch sehen wollen, sei dieser Link empfohlen:
Geo 360°. Es ist ein wirklich schöner Bericht. Weiß jemand, ob man die Geo-Berichte irgendwie speichern kann?

Ansonsten merke ich, dass ich nichts Interessantes berichten kann, der Alltag ist so, wie er ist und bedarf keiner weiteren öffentlichen Erwähnung. Natürlich könnte ich, hätte ich die Zeit dazu, jeden Tag von der DB berichten, von schlimmen Ereignissen rund um Afrika und von neu erworbenen Lebensmitteln oder so, werde es aber fortan unterlassen. Falls sich jedoch bahnbrechende Ereignisse ereignen, werde ich selbstverständlich nochmal auf diese Seite zurückkehren. Beispielsweise aus dem Ausland.
Adieu, Internet.

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Wie schön!

13.04.2008

Dauer aller Gespräche: 334:35:05. Die Frage ist nur, seit wann die Gesprächsdauer gezählt wird. Seit Beginn des Jahres etwa? Demnach habe ich knapp 14 Tage durchtelefoniert. Hinzu kommen die Telefonate an der Arbeit. Bloggen ist also doch gar nicht so schlecht. Einfach mal den Mund halten und tippen. Ich hab ne Menge auf Papier, das tipp ich bald ab. Vorher muss ich aber mindestens noch 24:24:24 Stunden schlafen.

Den gesamten Donnerstag und Freitag habe ich in einer Berufsschule ca. 250 Schülern im 15-Minutentakt genau 25 mal das gleiche erzählt - Analsex, Knutschen, Tättowieren, Mückenstich. Von mir wurde leider die Tatsache vergessen, dass ich nicht mehr in Düsseldorf wohne und wenn ich um 7:45 Uhr in einer Düsseldorfer Schule sein will ja doch relativ früh das warme Bett verlassen muss, nämlich um 5. Am härtesten war dieser Umstand am Donnerstag früh. Während ich zum Bahnhof lief erwarben die Mittwochabend-Partymenschen noch fleißig ihre Biere an der Tanke und fielen reihenweise von ihren Fahrrädern. So schnell befindet man sich auf der anderen Seite :-(

Ich sage: gute Nacht und bis bald!

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Jemand hat Bärbel Höhn von meinem Moskitonetz erzählt

19.04.2008

Rückblende:
Vor zwei Wochen war ich in Paris, davon möchte ich berichten:

03.04.2008
Ein beknackter Arbeitstag neigt sich endlich dem Ende zu und ich setze mich hektisch bepackt wie ein Esel in Bewegung zur U-Bahn und darin zum IC nach Bochum. Ich löse ein Killer-Sudoku, versuche nicht mehr so wütend zu sein, sammle neue Englischdurchsagen der Bahnmitarbeiter in meinem Rätselheft und beobachte den schlafenden Soldaten schräg vor mir. Irgendwann werde ich die Top Hundert der schlimmsten Bahnansagen veröffentlichen.

Fast zeitgleich erreiche ich mit meiner Schwester den Bochumer Hauptbahnhof. Wir verbringen einen vergnüglichen Abend im Studentenwohnheim und machen uns nach einer sehr kurzen Nacht in aller Herrgottsfrühe auf den Weg zum Bahnhof. Dort erwerben wir noch die großartigen kleinformatigen Frauenzeitschriften Jolie und Joy, die uns in 2 vs. 4 Wochen die Traumbikini-Figur versprechen. Kurze Zeit später rollt schon der quietschgelbe Job-Tours Bus an und wir steigen ein. In Essen steigen wir aus und um und sichern uns erstmal die Rückbank, so haben wir alles im Blick. Vor uns sitzen drei Weiber, eine davon heißt Petra und sie wird uns noch den ganzen Urlaub lang dank ihrer Zitate Freude bereiten.

Katrin und ich führen hochphilosophische sozialmedizinsche Fachgespräche, aber irgendwann verstummen wir und schlafen ein. Fünf Minuten später plärrt Günther, unser Vokuhila-Schnauzbart-Busfahrer ins Mikrofon: "Pause!" Wir machen an einer belgischen Raststätte über der Autobahn Halt. In Belgien scheint gerade eine große Wasserknappheit zu herrschen. Die Toiletten sind furztrocken, aus den Wasserhähnen kommen nur noch wenige letzte Tropfen. Oh Schreck! Schnell weiter. Während Katrin und ich arrogant auf der letzten Bank fläzen und Musik hören werden die Pauschalangebote von Reiseleiterin Conny angepriesen. Abendessen, Stadtrundfahrt, Lichterfahrt, Bootstour etc. Petra fragt derweil, ob wir denn auch ins Hard Rock Café wollen. Nee, wir wollen nicht. Sie fragt etwa 10 Jahre zu spät. Als Petra bemerkt, dass wir uns zu keinem Pauschalangebot anmelden, dreht sie verwundert ihren roten Schopf zu uns herum und fragt fassungslos:

"Na, Ihr macht ja bei KEINER Tour mit!?! Seid Ihr Euch sicher? Macht doch wenigstens die Stadtrundfahrt mit! Also wirklich, Respekt. Das würde ich mich nicht trauen. Auch wenn ich vielleicht sehr selbstbewusst wirke. Echt, ich bewundere Euch!"

Tja Petra, kannste mal sehen. In der Zwischenzeit haben Katrin und ich genug Gelegenheit, Blicke und entsprechende Worte über Petra, ihre Bemerkungen und ungleichen Begleiterinnen auszutauschen. Vermutlich waren sie noch nicht so oft auf eigene Faust unterwegs. Vielleicht mal auf Malle im All-Inclusive-Urlaub, ja, aber mehr nicht. Wir versuchen, Verständnis aufzubringen. An dieser Stelle wollen wir auch mal unseren Eltern danken, die uns scheinbar zu ganz fähigen Menschen erzogen haben!!!

Petra weiter:
"Die Franzosen sind ja sooo tolerant, nur wenn man deutsch spricht nicht. In Spanien ist das ja anders, da kann man ja immer deutsch sprechen."

Nicht nur haben uns unsere Eltern gut erzogen, sondern uns wurde offensichtlich noch eine ordentliche Prise Menschenkenntnis ins Futter gemengt.
Freudig dürfen wir im weiteren Verlauf der Fahrt erfahren, dass Petra und die Weiber in einem anderen Hotel untergebracht sind. Puh, nochmal Glück gehabt. Wir nähern uns Paris und ich bin erschrocken über die Bretterbuden am Straßenrand. Es sieht aus wie in Indien! So etwas bleibt einem ja generell gut verborgen, wenn man vom Flughafen ins Zentrum fährt. Beeindruckend ist auch der Friedhof vor einem großen Stadion, im Hintergrund eine Hochhaussiedlung irgendeiner Banlieue.



Wir erreichen das Univiertel, wir finden es schön, merken uns die Metrostation und beschließen, dass wir hier auf alle Fälle mal hinfahren wollen (ganz allein mit der Metro, oh Grusel!).

Praktischerweise ist unser Hotel ganz in der Nähe im 14. Arrondissement, gesprochen Arrondissemäng. Wir freuen uns sehr, denn eigentlich wären wir in einem ganz anderen Hotel untergebracht worden, das aber aus mysteriösen Gründen überbucht ist. Als wir im Hotel ankommen ist es etwa halb drei. Wir duschen und machen uns erstmal auf Entdeckungstour. Unser Ziel ist der Tour Montparnasse, den wir erklimmen wollen, um uns einen Überblick zu verschaffen. Zum Glück fährt uns ein Fahrstuhl in Windeseile die über 60 Etagen hinauf.
Wieder unten angekommen machen wir uns auf den Rückweg. Wir haben Hunger. Doch was müssen wir feststellen? All die Restaurants, die unseren Weg säumen öffnen ihre Pforten erst um 19.30 Uhr und bis dahin sind es noch gut zwei Stunden. Wir finden: das ist entschieden zu lang! Also laufen wir, schon etwas entkräftet, durch die Gegend auf der Suche nach einer gastronomischen Örtlichkeit, die auch Essen im einstelligen €-Bereich feilbietet. Das ist gar nicht so einfach.
Immerhin entdecken wir unterwegs noch schöne Dinge:



Ich mache auch endlich mal wieder einen Abstecher in meine Pariser Boutique:



Nach zig durchstudierten Karten finden wir die Brasserie unserer Wahl. Erschöpft nehmen wir Platz, bestellen Getränke zu horrenden Preisen und müssen erfahren, dass es abends leider kein Essen gibt. Wir flippen aus und verlassen verzweifelt die Brasserie, ohne auf unsere Getränke zu warten. Vergebens klappern wir sämtliche Nebenstraßen nach etwas Essbarem ab. Die letzte Chance scheint ein indisches Restaurant am Wegesrand zu sein, welches aber erst in einer Woche öffnet. Solange wollen wir nicht warten und verändern unsere Suche: ein Supermarkt muss her! Nach einer weiteren halben Stunde - in der Zwischenzeit ist es nach 20 Uhr - werden wir fündig und kaufen mit letzten Kräften Käse, Baguette, Taboulé und Cracker, die Spuren von Nüssen und Fischen enthalten, wie ich später angeekelt erfahren muss. Als ich an der Kasse in perfektem Französisch (in der Not spricht der Teufel französisch!) nach einem kleinen Löffel oder einer Gabel frage werden wir darauf hingewiesen, dass wir gerne die Großpackung mit einer Million Besteckteilen erwerben können. Da uns mittlerweile echt alles egal ist und wir einfach nur noch essen und schlafen wollen, verzehren wir unser Taboulé halt mit den Händen. Aus Cocktailtomaten werden Tomatencocktails und wir sind wieder froh.

Zu guter Letzt besuchen wir noch eine Vernissage dieses berühmten Künstlers:



Am nächsten Morgen starten wir unsere Sightseeing-Tour nach einem ausgiebigen Frühstück mit nach Chlor schmeckendem Baguette und mit nach Schinken schmeckendem Käse. Naja, die Croissants und das Müsli schmecken sehr lecker und so, wie sie schmecken sollen. So ist eben das harte Los der Vegetarier dieser Welt. Ich nehme es kopfnickend hin und meckere nicht öffentlich (öhm, zumindest nicht laut).

Gegen Mittag erreichen wir "La Défense", den großen Arche, gesprochen natürlich Arsch. Irgenwie landen wir in einem gigantischen Shopping Center namens Les Quatre Temps und finden erst vier komma vier Stunden später und um etliche €€€ ärmer wieder den Weg nach draußen. Wir können nicht mehr! Jetzt solle man bitte nicht denken, wir hätten wild Klamotten geshoppt, mitnichten. Wir waren ja nur in vier Geschäften und erwarben zum Beispiel dynamobetriebene Taschenlampen, einen Schlafsack, Teller, Tassen und Lebensmittel.

Des Abends sind wir mit meiner Khmerlehrerin zum Essen verabredet. Wie es der Zufall so will wohnt sie nicht weit entfernt im Studentenwohnheim. Und ganz nebenbei sind ein paar Tramstationen weiter zahlreiche asiatische und darunter auch Khmer-Restaurants. Wir sind begeistern und dinieren in einem kleinen vollgestopften Restaurant und fühlen uns auf der Stelle nach Kambodscha versetzt, ach wie toll!!! Ich bestelle mir eins von zwei vegetarischen Gerichten und haue mir beherzt Sojasauce über die Nudeln mit Gemüse. Ha! Verarscht! Wo Sojasauce draufsteht ist natürlich nicht gleich Sojasauce drin, vor allem nicht in einem Khmerrestaurant... Fisch Fasch hat sich soeben massig Fischsauce über das Essen gekippt. Na dann mal guten Appetit. Der Hunger treibt's rein, und in Anbetracht der Tatsache, dass ich 10 Monate lang sowieso in fast jedem Essen versteckte Fischsauce mitgegessen habe ist das eine Mal jetzt auch wirklich Banane. Wir haben trotz alledem einen sehr schönen und heiteren Abend, schlendern noch ein wenig durch Chinatown und bewundern die asiatischen Shopping Malls, die wir zur Ladenöffnung am nächsten Morgen sofort besuchen werden und beschließen den Tag im Kamboscha-Haus. Noch wissen wir nicht, was uns am nächsten Morgen und Tag alles erwartet...

Shopping Galore im Asiatenviertel:



Im Eisregen in Montmartre:



07.04.2008
Der Rest bleibt erstmal geheim, denn wir befinden uns bereits auf der Rückfahrt. Man soll es nicht für möglich halten, aber statt um 9.15 Uhr wie 1000 mal durchgesagt samt Gepäck am Hotel zu stehen, warteten drei Leute am Arc de Triomphe - die Abfahrt dort sollte um 12.30 Uhr sein. Und damit nicht genug. Eine der drei Weibsen fand sich weder heute Morgen am Hotel noch heute Mitag am verabredeten Treffpunkt ein. Es nützt alles nix, eine solche Dummheit gehört bestraft. Das Weib wurde in Paris zurückgelassen und sitzt jetzt heulend im Hotel. Petra hat ja schon an eine Entführung geglaubt! Jetzt läuft Conny durch den Bus und verteilt Bockwürstchen. Immerhin redet Günther der Busfahrer nicht mehr wie ein Wasserfall.
So, das war's auch schon! Ich sage winke winke und verabschiede mich mit diesem Bild:

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Istanbulda

01.05.2008

Fisch Fasch ist auch da! Euch allen einen schönen 1. Mai. Was bislang schon alles geschah gibt es dann exklusiv nach der Reise. Soviel sei schon mal verraten - Flug lief prima, Gepaeck am Start, bloss leider keiner, der uns, wie eigentlich abgemacht, am Flughafen abgeholt hat. Per Nachtbus und Taksı erreichten wir schliesslich gegen 4 Uhr unsere Unterkunft, wo auch mal wieder keiner was von unserer Reservierung wusste... Aber scheınbar muss das am ersten Tag ımmer so seın! Bıs bald!

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Tamam!

03.05.2008

Ein neuer Tag bricht an. Es ist der letzte in Istanbul und wir wissen leider noch überhaupt nicht, wo wir morgen mit dem Toros-Express landen werden, da wir festgestellt haben, dass zwischen Gazıantep und Iskenderun ein hohes Gebirge steckt! Ob man da überhaupt so easypeasy durchkommt??? Oder ob wir es doch einfach wagen sollen, trotz zu kurzem Visum bereits nach Syrien einzureisen? Wo werden wir schlafen? Wenn jemand darauf ein paar Antworten hat: bitte bitte, wir waeren sehr dankbar!

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Wir sind am Start und die Welt ist gross

05.05.2008

In der Gefahr, dass der Jan hinter mir genau das Gleiche schreibt... So (mit dem Beginner-Zitat) wurden wir gerade begrüsst von jemandem, das ist doch wohl wirklich lustig oder? Wir sind jetzt in Iskenderun und bereits bekannt wie ein bunter Hund, 'Hello my German friends!!!!' und so aehnlich.
Es geht uns gut, wir fahren morgen nach Arsuz und chillen, chillen, chillen!

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Yemek yemek

07.05.2008

Leider regnet es im Moment, da kommt das Internetcafe ja gerade recht.
Wir sind mittlerweile an diesem Ort angekommen. Çok güzel kann ich da nur sagen.

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Alles Liebe!

09.05.2008

Happy birthday happy birthday liebe Mama!
Dieses Mal gruesse ich Dich aus Aleppo.
Die Stadt ist noch zauberhafter, als ich sie mir je ertraeumt haette. Danke 3sat, fuer den tollen Fernsehbericht im Dezember. Ein Hoch auf das Fernsehen und das Geburtstagskind, ein Hoch ein Hoch ein Hoch!
Und schnell wieder raus aus dem Internet...

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Die Globalisierung macht mich fertig

12.05.2008

Reicht es nicht eigentlich schon, dass ich in Aleppo einem SYRER begegne, der eine DEUTSCHE Frau hat, die so heisst wie ich, beim DED in KAMBODSCHA gearbeitet hat und ich sie auch noch kenne?

Jetzt sitze ich auch noch in der SYRISCHEN Wueste und lese eine Mail aus SCHWEDEN von meinem Arbeitskollegen aus SAMBIA, der sich mit meinem Buerokollegen aus KAMBODSCHA trifft!!!

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Du bist Hama

15.05.2008

Ein freundliches Hallo aus Homs! Ich freue mich auf den Schokoriegel, den ich gleich essen werde. Ansonsten ist mein Tagebuch bald voll geschrieben und Ihr duerft Euch in den naechsten Wochen auf einiges gefasst machen...

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Unglaublich!

23.05.2008

Jan und ich haben im syrischen Lotto gewonnen und uns spontan entschlossen, noch ein paar Wochen in Damaskus zu bleiben! Wir haben uns in ein kleines Schlösschen mit WLan eingemietet und freuen uns über Eure Live-Berichte vom Hafenfest! Sonnige Grüße!

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Musiktheater

26.05.2008

Wahrscheinlich habt Ihr es geahnt. Das mit dem Lottogewinn ist ebensowenig wahr wie meine Sofortrente. Leider. Und so nimmt das Arbeitsleben wieder seinen Lauf. Immerhin gab es zwei schöne Momente: ein Brief aus Afrika und ein Sudoku-Kontest mit meinem Sitznachbarn im IC Richtung Emden :-) Wir kamen nämlich beide nicht weiter und haben irgendwann einfach die Hefte getauscht, um beim anderen eine Zahl zu finden. Leider war mein Gegner nicht erfolgreich und musste auch vorher raus. Tja, vielleicht morgen?!

Statt in einem Schloss in Syrien rumzuhängen sind der Herr Jan und ich vergangene Woche noch nach Hessen gefahren, um dort Verwandte jeglicher Art zu besuchen. Zum Beispiel meine Schwester in Kassel, die für uns gegrillt hat und mit uns tanzen war. Der DJ war so durchschaubar, dass die Lieder haargenau vorhersagbar waren, unglaublich.

Vorhersagbar war auch der Bruch des Flugzeuges der Kalitta Air, denn diesen seltsamen Namen hab ich letzte Woche schon in Bahrain etwas skeptisch betrachtet. Vielleicht hab ich aber auch hellseherische Fähigkeiten, wer weiß das schon?

Ansonsten sag ich für diese Woche: Emails schreiben ja. Telefonieren nein.

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Fort bilden

30.05.2008

Zur Zeit mache ich eine sehr tolle Fortbildung. Gestern zum Beispiel sollten wir uns anhand bestimmter Kriterien in ein kurdisches Dorf und anschließend in Düsseldorf einstufen. im Vorfeld gab es eine Präsentation über Kurden und die Aufgabe, herauszufinden, worauf man hierzulande stolz ist und wofür man sich schämt.
Mit einem Papa im Ministerium und einem Schriftsteller als Quasi-Schwiegervater (unverheiratet geht auf keinen Fall!!!) kam ich im kurdischen Dorf trotz der Tatsache, dass ich eine Frau bin, ziemlich weit nach oben! Das ist doch erfreulich, oder?

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Nach Syrien

31.05.2008

geht es übrigens in Kürze hier entlang.

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Sprüche der Woche

08.06.2008

Leider verzögert sich der Syrienreisebericht noch um ein Weilchen, denn das Wetter ist einfach zu gut, um es tippend zu verbringen. Dennoch ein kurzes Update:

Die vergangene Woche eignete sich hervorragend, um Sozialstudien in der deutschen Gesellschaft durchzuführen.
Freibad Stapelskotten: hinter der Hecke liegen zwei Teenies, die sich über ihr "voll Emo-Outfit" unterhalten. Ey nicht erschrecken, ich bin heute voll Emo gekleidet, ich hab ein T-Shirt mit ner voll großen Kirsche drauf. Wie hat es die Kirsche nur zu so einem Status gebracht? Warum nicht die Mirabelle oder die Drachenfrucht?

IC nach Düsseldorf: Das Abteil ist voll von Männern bzw. solchen, die es hoffentlich noch werden, die sich bereits einen ordentlichen Pegel angetrunken haben. Die meisten kommen aus dem Raum Hamburg bzw. aus Ostfriesland. Die erste Gruppe ist aber schon ausgestiegen, denn die fährt ins Sauerland, genauergesagt nach Willingen (?), zum größten Puff Deutschlands (Deutschland ist die geilste STADT der Welt, STADT der Welt, STADT der Weeeeelt), fast so geil wie Malle, Mann. Die anderen bleiben mir noch bis Düsseldorf erhalten. Alle sind aufgeregt ob der anstehenden EM und grölen und singen. Ich finde, das ist wirklich phänomenal, denn kein Mensch sagt irgendwas!!! Werden Fußballlärmendefans genauso hingenommen wie antike knarzende Wasserräder? Ich stelle die These auf, dass Fußball eigentlich genau das gleiche ist wie Karneval. Ich jedenfalls freu mich schon auf die EM, und zwar nicht wegen des Fußballs an sich, sondern wegen des Karnevals! Die Deutschen werden endlich mal wieder locker, und das ist gut so.

Und nun lasst uns alle singen:
Kombinat ist die geilste Party der Welt, Party der Welt, Party der Weeeelt....

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Türkei

09.06.2008

ist schon mal dabei. Im Reisetagebuch meine ich natürlich!

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Türkiye, Türkiye

16.06.2008

Juhuuuu!!!! Die Türkei hat gewonnen!!!! Zwar nicht 3:1, wie ich getippt hatte, dafür aber wohl das spannendste Spiel der EM abgeliefert. Und wat für 'ne schöne fröhliche Feier am Ludgerikreisel im Anschluss. Wunderbar! Im Reiseblog geht's übrigens auch voran. Heute Abend: Public Viewing @ Junkerstraße. Herzliche Einladung an alle.

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Gähn

16.06.2008

Boah, wie langweilig. Das Deutschlandspiel meine ich. Und meine Homepage, da ist auch nix mehr los. Der neueste Reisereport ist übrigens komplett.
Deutsche sind echt manchmal so doof. Um halb 10 rummeckern, wenn mal jemand beginnt, ein wenig begeisterter zu sein für's Fußballspiel, Mann Mann. Und feiern können sie auch nur besoffen. So, jetzt hab ich mich auch brav eingereiht in die deutsche Meckerecke. Gute Nacht.

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Jippie ja yeah!

22.06.2008

Liebe Menschen,

ich habe DEN Tipp für Euch! Das wahrscheinlich tollste Event der nächsten Zeit wartet im internationalen Musiksommer im Zakk, Düsseldorf auf uns! Die Disko Partizani Tour!!! Shantel & Bucovina Club Orkestar! Kommt mit, kommt mit und schwingt die Tanzbeinchen!
Es gibt noch Karten online zu bestellen...

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Unterwegs

11.07.2008

Just back from the coast - now on the way to the Wasserkuppe...
Morgen Abend ist das Konzert auch schon. Ich melde mich bei den Mitstreitern dann morgen gegen 15 Uhr!!!

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Butter bei die Fisch

13.07.2008

"Sehr geehrte Damen und Herren
Schöne Grüß,
ich zur zeit Fisch Futter Maschinen für Auslad zu Lieferin, bitte ich Sie um eine Hilfe wenn Sie haben uns noch info. weiter gehoöen .
Mit freundlichen Grüßen
herisch Kittani"

Eine sehr schöne Email! Die Zeit rast nur so durch die Weltgeschichte und die Sonne scheint, obwohl sie an einem solchen Sonntag besser nicht schiene, denn sie macht nur schlechte Gewissen all denen, die sich für die Bett / Sofa / Chillvariante entschieden haben.

Bei Fisch Fasch ist mal wieder die permanent unterwegs sein Phase eingetreten, exzessive Nutzung der Deutschen Bahn - brauche dringend das Buch "Senk ju for träwelling" - und kurze Besuche sämtlicher ländlicher Abschnitte der Bundesrepublik. Sehr schön war es hier auf Langeoog:



Am Wochenende ward ich als Ressource Person für Kambodscha auf ein Vorbereitungsseminar von weltwärts eingeladen. Wäre ich 10-11 Jahre später auf die Welt gekommen, hätte ich das mit großer Wahrscheinlichkeit wohl auch gemacht. Schade eigentlich. Das Seminar hat großen Spaß bereitet und ich bin gespannt, wie sich das alles so weiterentwickelt.

Zur Zeit ist auch wieder einmal die Planung der beruflichen Zukunft angesagt. Mein Vertrag läuft in Kürze aus und ich bin fleißig dabei, einen neuen Projektantrag zu stricken und mit innovativen Ideen für's nächste Jahr zu spicken. Das ist einerseits natürlich spannend, aber andererseits könnte ich auf diese Art von Spannung langsam echt mal verzichten.

Das zuvor angekündigte Shantel Konzert war der absolute Hammer! Die Band hat gerockt, und zwar mächtig. Ich krieg die Balkan Beats nicht mehr aus dem Kopf, was ganz schön anstrengt, denn das ist ein gewaltiges Gedudel, was mich seit Stunden permanent begleitet. Ein dreistündiger Tanzmarathon macht sich im Alter auch leicht bemerkbar. Und so darbe ich weiterhin dem Ende des Wochenendes entgegen. Adieu, Freunde der Welt!

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Hello Africa, tell me...

31.07.2008

Hello my friends,

it's been ages! Geld verdient sich nicht mit Zucker schlecken, leider.
Ich bitte Euch heute um einen Gefallen, gebt mir alles! Ich muss Menschen befragen, was sie so spontan über Schwarzafrikaner denken. Alle Vorurteile und Klischees dürfen gern auf den Tisch gebracht werden. Tippt drauf los und mailt es an tearitdown@gmx.de - da die Antworten evtl. nicht alle ganz politically correct sein könnten, bitte ich davon abzusehen, Eure Assoziationen in die Kommentarfunktion einzufügen :-)
Das Ganze hat natürlich auch einen tieferen Sinn, den verrate ich aber erst, wenn ich mindestens 10 Emails bekomme. Ihr bleibt bei der Sache selbstverständlich ganz anonym. Ihr würdet mir sehr weiterhelfen!

Thank you and bye bye!

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Die Deutsche Bahn

04.08.2008

Entweder beginnt der Tag am Münsterschen Hauptbahnhof mit der nervigen depressiven Bahnansagerin, die einen so dermaßen monotonen Ansageschwall auf's Parkett legt, dass man sich selbst am liebsten auf die Gleise legen würde oder aber er endet mit ihr. Ich weiß nicht, was schlimmer ist, jedenfalls treibt mich diese Frau langsam aber sicher in den Wahnsinn. Ich bin gewillt, ihr ein rheinisches Sprachtraining zu sponsorn, damit wenigstens ein kleines bisschen Singsang in ihrer Stimme Platz finden mag.

Doch nicht nur sie macht aggressiv, auch andere Durchsagen der BahnmitarbeiterInnen. Vor kurzem zerriss ein junger Mann wutentbrannt das "Ihr Reiseplan"- Blättchen. Ich reg mich ja schon fast gar nicht mehr auf, sondern notiere stillschweigend die absurdesten Ansagen in mein Sudoku-Heft. Das Heft ist zu Ende gerätselt und möchte dem Altpapier zugeführt werden, deshalb präsentiere ich nun die Highlights der letzten Monate. Danke, Deutsche Bahn, für die Ermöglichung kontinuierlichen Kopfschüttelns und Zusammenreißens (auch RDZ genannt:-)

Auswahl an Begründungen für Verspätung:
* wegen einer starken Streckenbelegung
* Personen auf dem Gleis
* Oberleitungsschaden
* Weichenstörung
* Stellwerkstörung
* spielende Kinder auf den Gleisen
* Notarzteinsatz am Gleis
* verspätete Übergabe aus dem Ausland / aus Dortmund
* Störung am Triebfahrzeug

Durchsagen auf einer einzigen Fahrt von Düsseldorf nach Hamm:
* Verspätung aufgrund zu später Bereitstellung
* Aufgrund der Verspätung verspätet sich unsere Fahrt noch um wenige Minuten.
* Verspätung wegen einer Regionalstörung
* Um wahrscheinlich 17 Uhr erreichen wir Duisburg (es ist bereits 17.15 Uhr).
* Streckenbrand einer Böschung in Mülheim
* Streckensperrung aufgrund eines Böschungsbrands
* Aufgrund der Verspätung und ausfallender Züge hält der Zug zwischen Dortmund und Hamm heute überall.

Durchsagen auf einer einzigen Fahrt von Düsseldorf nach Münster:
* warten auf Anschlussfahrgäste
* Stromausfall in Essen
* entgegenkommender Zug auf eingleisiger Streckenführung
* Signalstörung
* technische Störung am Zug
* vorausfahrender Regionalexpress
* Zugfolge

Auch die englischen Durchsagen sorgen oft für Erheiterung:
* If you have you any question my team and I will be glad to assist you.
* Our train don't stop in Oberhausen. Please take at 18.35 the train in Duisburg.
* I welcome to all nuse pessengers on board.
* We will shortly be arriving Du-isburg.
* We accept to arrive at Düsseldorf at 8.55.
* In der 1. Klasse servieren wir Getränke und Snakes auch gerne an Ihrem Platz.
* We say goodbye to you and wish you a nice evening goodbye.
* Ssänk ju for trävelinks wiss Deutsche Bahn goodbye.

Die Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird regelmäßig erweitert!

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Geruch

12.08.2008

Es blitzt! Heute saß ein Mann neben mir im Zug. Er roch nach Lagerfeuer und Schweiß, igitt igitt.

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Schirmherr

14.08.2008

Seit geraumer Zeit begegne ich fast jeden Morgen dem Schirmmann. Fast, weil ich keine geregelte Tagesstruktur habe. Wenn ich länger schlafen möchte, dann nehme ich gerne auch mal einen Zug später.
Ich weiß nicht, wie der Schirmmann heißt und was er macht, aber im Laufe der Zeit kommen schon einige Dinge zutage. Zum Beispiel geht er niemals ohne Schirm aus dem Haus. Aber aus welchem Haus? Vielleicht ist der Schirmmann mein direkter Nachbar? Keiner weiß es! Mittlerweile habe ich erkundschaftet, in welcher Stadt der Schirmmann aussteigt. Was er dort wohl macht? Vielleicht ist er im Schirmhandel tätig? Oder übernimmt wichtige Schirmherrschaften? Denn er trägt auch stets einen Anzug. Eines Morgens haben wir uns sogar auch mal gegrüßt. Aber nur einmal. Sonst tun wir immer so, als sähen wir uns nicht. Obwohl er mich oft überholt, weil seine Beine doppelt so lang sind, wie meine und er die roten Ampeln meist missachtet.

Diese Woche gab es eine entscheidende Veränderung! Schirmmann hat einen NEUEN Schirm! Fast hätte ich ihn darauf angesprochen, habe es mir aber dann doch verkniffen.

Morgen ist Flohmarkt und wir wollen einen Stand machen, deshalb haben Jan und ich gerade mal die Lage gecheckt. Es sieht gut aus, viele Jans und Sandras haben schon ihre Namen mit Kreide auf die Promenade gemalt, im Notfall haben wir also auf alle Fälle einen Platz, wenn auch nicht nebeneinander. Wir wollen aber eh viel lieber auf die Wiese, wie bei Carcassonne. Also bogen wir auf die Wiese ab. Und da passierte es: der Schirmmann kam uns mit einer Frau entgegen und sagte HALLO! Oder vielleicht habe ich auch zuerst HALLO gesagt, ich weiß es nicht. Ich flüsterte Jan zu: "Das war der Schirmmann!" Jan drehte sich um und stellte fest: "Er hat einen Schirm..."

Dinge gibt's! Auf ins Wochenende!

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Überwiegend PLUS

01.09.2008

Warum wird das Leben eigentlich immer komplizierter und die Entscheidungen, die wir zu treffen haben immer bedeutsamer? Oder kommt es mir nur so vor, als ob? Zur Zeit lege ich einfach alles in Waagschalen, mache Plus-Minus-Listen und kann selbst doch kaum etwas an den Dingen drehen. Wenn ich mich also beispielsweise dazu entschließe, mich in Südafrika zu bewerben, so heißt das ja noch lange nicht, dass Ihr mich demnächst am Eastern Cape besuchen könnt (mal ganz abgesehen davon geschieht das sowieso nur, wenn Lubux mitkommt). Ach Scheiße. Ich bräuchte mal eine weise Beratung. Oder aber eine Wahrsagerin, die mir einen kleinen Hinweis geben könnte, wie sich die Dinge entwickeln.

In einem Fall hat jedoch die Deutsche Bahn bereits für mich entschieden. Mein Jahresabo für die Strecke Münster-Düsseldorf hat sich automatisch verlängert, wie ich gerade per Brief erfahren habe, na fantastisch. So komm ich wenigstens nicht weiter auf dumme Gedanken, wie etwa die Bahncard 100 anzuschaffen. Eine Sorge weniger.

Mal ganz abgesehen davon, dass sowohl Jan als auch ich am gestrigen Sonntag arbeiten mussten, war es ein schönes Wochenende. Zum Beispiel verbrachten wir den Samstag mit netten Leuten am Strand in Düsseldorf und fühlten uns wie im Urlaub. Ach, ich vermisse den Rhein.

A propos Rhein. Das letzte Wochenende habe ich in der Schweiz verbracht. Auch wenn es manchmal ein Fluch ist, wenn so viele liebe Menschen sooo weit weg wohnen, sage ich doch mal an dieser Stelle DANKE für ein paar superschöne Tage. Es hat halt nicht alles immer nur Minusse (?).

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Zittermonat September

02.09.2008

So, nachdem das mit Südafrika ja jetzt geklärt wäre, stellen sich weitere Fragen. Wo verbringe ich meinen nächsten Urlaub, der im November ansteht?
Ich hätte die Chance, mit einer Kooperationspartnerin nach Ghana zu fliegen. Allerdings hält mich gerade die Tatsache, dass der günstigste Flug mit dem KLM Cityhopper über Amsterdam nach Accra geht, ziemlich davon ab. Da steig ich NIE wieder ein in dieses Ding und KLM ist mir sowieso nicht geheuer. Und wahrscheinlich bräuchte ich auch die ganze Palette an Impfungen. Das wird teuer.

Wie wäre es mit Irland?
Oder hat jemand einen Vorschlag, wo es im November vielleicht noch warm ist und wo man sich entspannen kann, außer unter der heimischen Bettdecke und wo man mit vertrauenserweckenden Verkehrsmitteln hinkommen kann?

Egal was auch passiert: ab sofort entscheidet nur noch das Schicksal. Ich tue, was ich tun kann, alles weitere liegt nicht in meiner Macht. Ich melde mich wieder, sobald sich Tendenzen auftun. Gute Nacht Freunde.

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Schuhe kaufen hilft immer

04.09.2008

Jeden Tag etwas Neues diese Woche, das ist doch langsam kaum noch auszuhalten... !

Zum Glück gibt es ja Mittel und Wege, ein wenig vom Adrenalin runterzukommen. Vorabendserien gucken zum Beispiel, oder Schuhe kaufen. Das beruhigt. Habe gerade die teuersten Schuhe meines Lebens gekauft, aber das musste einfach mal sein. Noch eine solche Woche überleb ich nicht.

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Wieviel Adrenalin ist eigentlich vorhanden?

13.09.2008

Guten Morgen liebe Menschen,

anstatt mal auszuschlafen, erstelle ich schon wieder Plus-Minus-Listen. Das verlangsamt meine Herzaktivität am frühen Morgen, genauso wie auf Facebook zu chatten oder in Picasa Fotos zu ordnen.

Die Plus-Minus-Liste habe ich letzte Woche ja schon mal geschrieben, jetzt sieht sie allerdings schon wieder ganz anders aus...
Es bleibt alles sehr spannend. Schade, dass ich jetzt nicht, wie eigentlich vorgesehen, in Berlin bin :-( Aber dort würde ich doch wieder nur mehr Schuhe kaufen.

I'm off to buy Brötchen!

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Vollidioten

16.09.2008

Alle doof!
Alle Scheiße!



[bis auf wenige Ausnahmen natürlich]

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Vor 10 Jahren

23.09.2008

waren Elke und ich in New Orleans und ahnten noch nicht, dass der Hurricane George uns einen kleinen Ausflug nach Texas bescheren würde...

Gestern stellte ich fest, dass mein Platzhalter-Fahrrad am Düsseldorfer Hauptbahnhof entwendet wurde. Zum Glück geht der Trend ja zum Zweitfahrrad und mein fahrtüchtiges Rad stand noch parat. Allerdings riss mir heute morgen auf dem Weg ins Büro die Kette. Kann die Pechsträhne nicht endlich mal abreißen?

Tja, was soll ich weiter jammern, shit happens nun mal. Da hilft eigentlich nur Urlaub oder Wochenende!

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Bäääääähhhhh!!!!

28.09.2008

Neben meinem Kopfkissen lag gerade eine halbtote Spinne!!!! Wie ekelhaft ist das denn???
Und erst das?

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Ich will ein neues Bett!

28.09.2008

Hallo Menschen, braucht jemand ein oder zwei Betten? Oder kennt jemand jemanden, der/die ein Bett braucht? Beide sind aus hellem Holz inkl. Lattenrost von Ikea und ich WILL sie nicht mehr sehen. Das eine ist wirklich sehr sehr einfach und kaum genutzt, für Matratzen bis 1,20 x 2,00 m, geht aber auch schmaler, ohne Füße, nur für den Boden. Ohne Matratze ist das für 15 € zu haben, das andere Bett ist 1,40 m breit, man kann Zeug drunter schieben (ne Matratze passt auch drunter) und es ist ohne jeglichen Schnickschnack. Eine gut erhaltene fast neue Matratze gibt's auch noch dazu, zusammen für nur 80 €. Interesse? Bitte melden!

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Für die Nicht-Kowelenzer

05.10.2008

gibt's hier mal ein wenig Aufklärung über dat Brigittsche.

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Einheit

03.10.2008

Schade, dass der Tag der deutschen Einheit ein bundesweiter Feiertag ist, dann fallen die Vorabendserien flach und das ist sehr bedauernswert. Aber wie ich eben im Cinema vom Parteivorsitzenden persönlich erfahren durfte, war dies ohnehin der letzte Feiertag dieser Art.

Natürlich hatte ich beim Verfassen des letzten Beitrags längst ein neues Bett gekauft, wer verkauft denn seine gesamten Betten, ohne schon ein neues zu haben, das wäre schön blöd. Ich kann nur an alle Menschen da draußen appellieren: kauft Euch neue Betten, Ihr werdet es nicht bereuen.

Diese Woche erhielt ich einen Anruf. Ich soll einen Artikel für ein Buch schreiben!?! Vielleicht sollte ich mich mal mit dem einen oder anderen von Euch darüber unterhalten.

Der Nudelauflauf wartet auf's gegessen werden und dieses Wochenende stehen noch einige Parties an, deshalb verabschiede ich mich schon wieder.

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Zu viel

26.10.2008

Ok, es gab Beschwerden, dass sich hier nix mehr tut. Das stimmt. Aber Fisch-Fasch hat zur Zeit andere Sachen zu tun, als Schwachsinn im Internet zu verbreiten. Nach dem Zittermonat September nun der ALLESÄNDERTSICHMONAT OKTOBER.

Was soll ich sagen? Ich war krank, an einem Wochenende NA TOLL WIESO NICHT MAL UNTER DER WOCHE??? und bin trotzdem - da die Tickets schon gebucht waren - mit Jan nach Amsterdam gefahren. Doofe Idee. Nach wenigen Metern bei schönstem Sonnenschein hat mein Körper gestreikt. So sind wir mit dem nächsten Zug nach Zandvoort ans Meer gefahren, haben uns dort abgelegt und gechillt. Kranke gehören ins Bett, soviel steht fest. Ich war auch in Wittfeitzen im Wendland auf einem Seminar, in Enschede und im Münsteraner Zoo, in Gnadenthal auf einem Seminar, ach ja, und einen neuen Job hab ich auch. Mir bleiben noch 11 Arbeitstage in Düsseldorf. Ab Dezember muss ich dann weniger Zugfahren, weniger arbeiten und weniger Geld gibt's auch. Ich habe einen tollen neuen Trekkingrucksack und freue mich über meinen einzigen freien Tag an diesem Wochenenende, den ich mit essen, schlafen und fernsehen verbringe.

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Obama!

05.11.2008

Glückwunsch!!!
Die Kenianer haben den 6. November gleich zum Feiertag ernannt :-)
Und ein schönes Lied:


Ich hingegen habe eine Einladung (nach Bonn) für den Job in Südafrika bekommen...

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Entscheidungen und Konsequenzen

12.11.2008

Mein langersehnter Urlaub ist endlich da! So hatte ich ihn mir zum Zeitpunkt der Beantragung allerdings nicht vorgestellt. Heute beginnt nicht nur mein Urlaub, sondern heute war auch mein letzter Arbeitstag in Düsseldorf. Es war schrecklich. Ich hasse Abschiede, ich hasse es, im Zug und mit Kollegen zu heulen und ich hasse es, wenn ich nicht weiß, was auf mich zukommt. Na klar, es war meine eigene Entscheidung und Veränderungen sind ja immer gut. Aber jetzt??? Ich werde meine Arbeit, meine Kollegen, meine Klienten vermissen. Es werden neue kommen, sicher! Aber trotzdem. Das fühlt sich nicht gut an.

Am Freitag fahren Jan und ich an die Ostsee, mal ordentlich die Köpfe durchpusten lassen, durchatmen und abschalten. Die nächste Woche wird wieder spannend und wenn ich dann am Ende in die Schweiz fahre, weiß ich hoffentlich schon viel, viel mehr. Mein Leben ist ein Krimi. Fortsetzung folgt.

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Bitte

18.11.2008

drückt mir ab 15 Uhr die Daumen!!!

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Oh nein!

21.11.2008

Schreckliche Feststellung: in Kinder Schokobons ist SCHELLACK enthalten! Schellack wird aus Gummilack gewonnen. Gummilack ist die Scheiße von Schildläusen oder so ähnlich! Ich wusste es doch! Bäh! Nie wieder Schokobons? Das Leben ist grausam.

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Ende!

21.11.2008

So Ihr Lieben, danke für's Daumen drücken, es hat sich gelohnt :-)
Noch ist nicht alles geklärt, aber jetzt kann ich immerhin langsam mal wieder aufatmen und Ihr auch, denn Ihr müsst Euch nicht mehr meine panischen was-wäre-wenn-Geschichten am Telefon anhören. Alles wird gut und Fisch Fasch ist happy happy!

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Alles gut

25.11.2008

Noch ein kurzer Nachtrag aus Bern: alle Anrufe sind getätigt und alles ist paletti... was bin ich erleichtert!!! Gleich fahren wir nach Lausanne und ich werde mir wohl aus lauter Erleichterung eine Freitagtasche kaufen MUESSEN! Bis morgen, dann bin ich wieder im Lande.

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Arabisches Shopping

28.11.2008

Morgen ist der letzte Samstag, an dem meine Fahrkarte nach Düsseldorf gültig ist, somit auch die letzte Chance, vier Leute umsonst mitzunehmen. Jan und ich planen einen kurzen Trip ins arabische Viertel Düsseldorfs. Wer also Lust verspürt, uns zu begleiten, melde sich doch einfach per Mail oder Kommentar oder Telefon oder persönlich. Wir starten mit Sicherheit nicht allzu früh!

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Alles neu

02.12.2008

Seit Jahren will ich die Systemzeit an meinem Laptop endlich verändern und immer sagt mir das doofe Ding, dass ich nicht über die entsprechenden Rechte verfüge, an meinem eigenen Laptop wohlgemerkt. Dafür muss ich mich erst mühselig als Admin anmelden. Heute habe ich es ENDLICH getan. Die Uhr zeigt nun korrekte 22 Uhr irgendwas an und nicht 19 Uhr sonstwas. Wieso diese dämlichen Windowsuhren auch immer falsch gehen, das verstehe mal einer.

Mein Fortbewegungsradius ist seit Montag stark eingeschränkt, ich bewege mich nur noch im Karré. Wohnung, Arbeit, Kaisers, Wohnung, Arbeit, Wohnung, Kaisers, Wohnung, Arbeit... Also eigentlich gibt es nur noch schlafen, essen und arbeiten, abwechselnd oder gleichzeitig und in einem Radius von geschätzten 500 Metern, oder wie weit der blöde Kaisers auch sein mag. Mehr dazu, wenn ich ausgeschlafen bin! Da fällt mir ein, ich muss unbedingt die Küchentür noch schließen, sonst weckt mich der Muezzin wieder so früh...

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Rot oder weiß?

09.12.2008

Das stand eigentlich nicht zur Debatte, denn der Weiße sah aus wie ein Mac-Verschnitt und das ist nicht nötig! Also entschied ich mich für den Roten und bin äußerst zufrieden. Nicht nur wollte ich seit Jahren die Systemzeit an meinem Laptop ändern, sondern eigentlich wollte ich ihn seit Jahren auch gegen einen neuen austauschen. Und da man mir ja dieses Jahr aus Dankbarkeit für meine engagierte Tätigkeit in der Landeshaupstadt das Weihnachtsgeld nicht gewährt hat, kann ich mir ja auch mal was gönnen.

Ich hatte mich vor einigen Wochen dazu überreden lassen, einen Artikel für ein Buch zu schreiben. Dass es so müßig würde, konnte ich ja nicht ahnen. Aber immerhin ist der Text nun fertig und das Ersatzweihnachtsgeld sollte bald eintreffen.

Am Wochenende kam der Nikolaus mit jeder Menge Leckereien. Mmmmhhh! Und es kamen auch eine Menge netter Menschen, die sich fast alle in Kambodscha kennen gelernt haben. Der Stammtisch Happy Happy Sabai Same Same hatte sein Jahrestreffen mit allen nötigen Features. Ich leide unter Reizüberflutung aufgrund dieser technischen Neuerungen und sage deshalb au revoir et bonsoir.

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Mein Laptop geht nach Uruguay

10.12.2008

Falls jemand von Euch einen SDRAM SODIMM 144PIN PC-133 CL-3 für einen IBM Thinkpad (oder ist das egal, was für ein Laptop das ist?) übrig oder günstig zu verkaufen hat, am besten mit mehr als 128 MB, dann meldet Euch bitte bei mir!

Ich habe meinen alten Laptop verkauft, er wird Ende der Woche nach Uruguay umziehen und hätte gern noch so einen RAM Speicher.

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Rückschau

10.12.2008

Während ich mich nach einem langen Arbeitstag und einem Olli Schulz Konzert durch die kalte Nacht in Richtung Bett kämpfe, beginnen tausende von Studentenköppen ihren Mittwoch Abend in Münsters Tanzlokalitäten und Bierstuben! Auch wenn es noch nicht allzu lange her ist, so kann ich mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen, was uns damals geritten hat, Nacht für Nacht von Gievenbeck!!! durch Regen, Wind und Eiseskälte Höllenqualen auf uns zu nehmen, um rocken zu gehen! Ich erinnere mich an einen Abend, an dem uns das Beck's auf dem Weg zum Pretty Day gefroren ist, an Abende, an denen das Fahrrad in der Früh platt aufgefunden wurde und dann solidarisch zurückgeschoben wurde, an die Schumistrecke, an permanenten Gegenwind, tja, und an die schmerzhaften Folgen der multiplen und leichtfertigen Schienenüberquerung am Hawerkamp. Als ich eben von der Sputnikhalle zurückfuhr, überquerte ich mindestens 8 mal glitischige Gleise, und das völlig nüchtern!

Als ich da eben auf dem Sofa hockte in den heiligen Hallen habe ich mich gefragt, wieviel Lebenszeit wir da verbracht und vertanzt haben? Bestimmt ein paar Wochen! Auf dass wir an Silvester das Haus nochmal so richtig rocken :-) Ich freu mich jedenfalls drauf!

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Weihnachtspräsente

12.12.2008

Auf der Suche nach schönen Geschenken aus dem Internet bin ich wieder einmal auf meine Lieblingszahnpasta gestoßen. Dieses Jahr gibt es nämlich nur Fairtrade und Ökoweihnachtsgeschenke, zumindest fast. Meine Lieblingszahnpasta ist von Tom's of Maine und da gibt es gleich zwei Favoriten: a) Cinnamint und b) Wintermint. Köstlich!!! Leider würden 5 Zahnpastatuben im internationalen Drugstore Mailorder 59,97 € kosten. Das ist zwar billiger, als in die USA zu fliegen, und dort die Zahnpasten zu besorgen, aber dennoch leicht übertrieben. Da kauf ich doch schweren Herzens wieder Dentagard, da krieg ich nämlich für den Preis fast 100 Tuben für. Schluchz.

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Fassungslos

18.12.2008

Oh mein Gott... Benjamin Prüfer hat letztes Jahr den Medienpreis von der Deutschen AIDS-Stiftung verliehen bekommen!!! Gerüchten zufolge soll diese erbarmungslose Liebesgeschichte auch noch verfilmt werden, wir - der Stammtisch Happy Happy Sabai Same Same - ahnten das bereits seit geraumer Zeit. Die Menschheit bleibt auch wirklich vor nix verschont.

Gestern erfuhr ich, dass mein ehemaliger Arbeitgeber (Jan, lösche bitte umgehend den Link auf meiner Linkliste!) meinen ehemaligen Arbeitskollegen fristlos gekündigt hat, nachdem es ihm nicht gelang, ihn auf "normale Art und Weise" (???) herauszumobben. Mir scheint, die ach so pseudosozialen Menschen sind in Wahrheit die ALLERSCHLIMMSTEN. Ich kann aus 1001 Gründen einfach nur froh sein, dass ich von selber gegangen bin. Hoffentlich hat mein Exkollege einen guten Anwalt an der Angel.

Ansonsten wundere ich mich über die Spitzfindigkeiten der Menschen und wie schnell sie doch beleidigt sind, wenn sie nicht umgehend über alles informiert werden, was sie im Grunde gar nichts angeht und vor allem dann, wenn sie ES nur auf dem indirekten Wege erfahren. Soll man nun eine öffentliche Kundgebung für alle Familienmitglieder, Verwandten, Freunde und Familienmitglieder der Freunde veranstalten, damit es alle auch GLEICHZEITIG erfahren können? Ich bin ratlos...

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Hört her

19.12.2008

Ich möchte Euch diese schöne weihnachtliche Website auf keinen Fall vorenthalten. Auch wenn Ihr wahrscheinlich wenig lesen könnt, so lohnt es sich auf jeden Fall, mal dieses kambodschanische Schätzchen zu öffnen. Oben sind vier Reiter, der dritte ist der Interessanteste, weil er über 500 Schmusesongs enthält. Es gibt sechs Kategorien, wobei die obersten drei Khmersongs sind - ich würde mal grob unterteilen in moderne, rockige und traditionelle Lovesongs, dann folgen:

English Song = Beautiful Love Songs. Hier empfehle ich Euch unbedingt, die Nummer 29 anzuhören, den Klassiker "Mouse love Rice"

Chinese Song = Chinese Sweet Selection

HipHop & RnB

Wenn Ihr dann alle Songs durchgehört habt, wisst Ihr in etwa, wie es mir in Kambodscha ergangen ist :-) Viel Spaß!

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Gefrierpause

08.01.2009

Nachzahlungen für eine längst vergessene Wohnung in Düsseldorf sowie aus Versehen gezahltes Weihnachtsgeld von einer noch lange nicht vergessenen Arbeitsstelle in Düsseldorf sind ganz schön beschissen. Dafür bin ich nun im Besitz zweier Bahncards 25 (ist das dann eine Bahncard 50?), die Bahn schickte mir nämlich am Heiligabend eine Bahn Comfort Bahncard. Na super.
Ansonsten begann das neue Jahr in der großen Hauptstadt kalt und schmerzhaft. Bei solchen Temperaturen muss man entweder Skifahren oder in die Sauna, oder gleich ganz im Bett liegen bleiben. Ich warte auf den Tag, an dem die Temperaturen wieder im zweistelligen Plusbereich anzusiedeln sind. Am besten gleich in den 20ern oder 30ern. Mal abgesehen von klimatischen und finanziellen Sorgen befinde ich mich jedoch auf einer Happyness-Skala in Höhe von 110 %. Alles ist gut und ich meld mich wieder, wenn es wärmer ist.

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Das Schicksal

23.01.2009

meint es gut mit uns (!) Wir fahren gleich zu IKEA!!! Jippie und juhu! Ich habe schon ganz unruhig geschlafen heute Nacht vor lauter Vorfreude.
Aus diesem Grund werfe ich mal wieder überflüssige Möbelstücke zu Schnäppchenpreisen aus der Bude:

Wer Interesse an zwei grauen Benno CD-Regalen hat (Platz für je 180 CDs) melde sich bitte bei mir. Würden sich bestimmt super in einer bestimmten WG im Geistviertel machen ;-)

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Superpunk

27.01.2009

Kommt jemand morgen mit zum Konzert ins Amp?

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Missraten!

31.01.2009

Pah! Ich habe gerade mal wieder einen missratenen Kuchen gebacken. Alles soweit gut, nur aus der dämlichen Form mochte er nicht rausflutschen und jetzt isser natürlich zerstört, kaputt, häßlich, zum Verschenken eigentlich nicht mehr geeignet. Ich hasse Teige und ich hasse Backformen. Ich mach zukünftig nur noch Blechkuchen, basta. Oder kaufe mir Tortenstücke auf der Hammerstraße, noch besser.

Es ist Halbzeit.

Lubux und ich fliegen nach Marrakesh. Nur 10 Tage, aber besser als gar nix. Eigentlich war es uns beiden ziemlich bis gänzlich unmöglich, so kurzfristig noch Urlaub zu bekommen, aber das Zeitfenster des Möglichen wird nun mal immer kleiner und unsere Arbeitgeber haben Mitleid und Verständnis für uns. So geht's Anfang März los. Jans und Mohammeds Geburtstag sind dieses Jahr zeitgleich, na wenn das mal nix ist. Geträumt hab ich allerdings schon vor einigen Tagen von einem ungewöhnlichen Kälteeinbruch in Marokko. Der erste Schnee seit Jahrhunderten und Eisschollen auf dem Fluß, auf dem wir eine Schifffahrt (Mann, sieht das dämlich aus mit den drei f) machten. Ich werde vorsichtshalber meine Winterjacke mal einpacken, man weiß ja nie.
Nach kurzer Studie des Reiseführers könnte es tatsächlich dieses mal zu einem noch größeren Problem werden, dass wir nicht verheiratet sind! Da sollten wir uns mal noch was einfallen lassen...
Zu diesem Zwecke gleich mal eine kleine Umfrage. Ich verabschiede mich mit mir selbst AUF dem Aasee.

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Grauenvoll

08.02.2009

Auch wenn alle schwer enttäuscht sind, dass man ja noch gar nichts sieht (tut mir leid, beim nächsten Event werde ich mir vielleicht einfach ein Kissen unter den Pulli stecken), passen meine Hosen paradoxerweise dennoch nicht mehr. Das führt zu der unweigerlichen Tatsache, in gewisse Abteilungen der Modegeschäfte zu gehen oder eben gar nicht mehr rauszugehen und zu Hause zu darben, aber das geht ja nicht, das liebe Geld muss schließlich verdient werden. Da ich ja leider keinen doppelten Wodka oder ähnliches im Anschluss an das Betreten gewisser Geschäfte trinken darf, um mich wieder zu beruhigen, nutze ich die einzigartigen Möglichkeiten des weltweiten Webs, um meinen Frust loszuwerden.

Sind die Damen und Herren H&M eigentlich noch ganz bei Trost? Die Auswahl an Hosen ist so schwindend gering, dass einem Angst und Bange werden kann. Oder man muss sich eben mit dem Gedanken abfinden, ab sofort nur noch mit karottenförmigen Stretchjeans, Glanzhosen, Leggings oder Jogginghosen rumzurennen. Auf der H&M Homepage finden sich genau 17 Artikel für Schwangere.
Das heißt natürlich noch lange nicht, dass es diese 17 Artikel auch im tatsächlichen Laden gibt. Außerdem sind die meisten dieser Artikel auch Oberteile, die mal wieder so scheiße genäht sind, dass jede Brust, die ein bißchen von der H&M Brust abweicht, da nicht reinpasst oder von einer Naht zerquetscht wird.

So renne ich also einsam durch die Stadt, bis mich bei C&A ein fast noch größerer Schlag trifft. Hier treffen braune Plastikstretchhosen mit Bundfalten auf graue Jogginghosen und Oberteile, die aussehen wie Zelte und die zu allem Überfluss auch noch kleine häßliche Embleme aufgedruckt haben, zum Beispiel Füße.
HILFE!!! Die entsprechende Homepage tituliert das als "9 Monate schön".

Im Internet entdecke ich, dass Esprit auch Umstandsmode hat - aber kein Esprit-Laden in Münster führt diese Waren, das lohne sich nicht. Verzweiflung!

Ein unglaublich langer Fußmarsch entlang der Hammerstraße führt eine freundliche Freundin und mich schließlich zu einem Industriegebiet, in dem es ansatzweise passable Klamotten zu geben scheint. Ich kaufe eine Jeans mit einer seltsamen Naht, aber mit nur einer Hose isses ja irgendwie auch nicht getan...

Jedoch: man mag es kaum glauben: die Rettung ist nah, teuer und kompromisslos. Ich bin nun Besitzerin einer völlig normal aussehenden Jeans, zu der ich keine knielangen Oberteile tragen muss, um unmögliche Nähte oder Embleme zu verdecken! Großartig!!! Jaja, ich hab Probleme! Wenn's weiter nix ist. In Kambodscha sind die Schwangeren in Schlafanzügen und Nachthemden rumgerannt. Aber dafür isses hier ja viel zu kalt!

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

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Der Abend davor

12.02.2009

Der Vorteil misslungener Kuchen ist, dass man sie getrost selber essen kann und das sogar vor dem eigentlichen Sinn und Zweck! Dabei habe ich doch heute alle mütterlichen Ratschläge verfolgt. Ich sollte es einfach lassen. Allerdings schmeckt er wirklich lecker und da kann man auch mal die Bröseligkeit außer Acht lassen! Vielleicht liegt mein Kuchenpech einfach nur an meiner doofen Backform. Leider ist mir eben noch die Küchenwaage runtergesegelt und jetzt ist sie hin. Ich backe just in diesem Moment nämlich noch einen Kuchen und hoffe, dass der wenigstens was wird, mit den grob abgeschätzten Mengenangaben...

Heute war ich mal wieder beim Zahnarzt. Da gehe ich hin, wenn ich Bestätigung brauche. (So ein Quatsch!) Ich hatte wirklich Bedenken, dass was gemacht werden muss. War aber glücklicherweise nicht so.

Oh SUPER! Gleich kommt Germany's Next Top Model! Ich bin weg!

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Schön!

15.02.2009

Es gab einen Hinweis, dass meine Überschriften so negativ klängen. So wählte ich für heute mal etwas Unverfängliches. Ich backe Kuchen, das wird noch zu meiner Lieblingsbeschäftigung. Das Finanzamt will Dinge von mir wissen. Und ich brauche jemanden, der mir eine komplizierte mathematische Formel entwirft, die mir das Leben erleichtert. Um was es geht? Um das hier.

Leider sind Pädagogen ja zumeist Menschen, die mit höherer Mathematik keine Verträge haben. Solange ich diese Formel nicht habe, muss ich täglich qualvolle Rechnungen per Hand ausstellen. Also, wer mir eine Formel schenken möchte, der bekommt auch einen Kuchen von mir!

Nächste Woche ist schon Karneval, juchhuuuuuu!!!

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Und Geld macht doch glücklich

28.02.2009

Nur noch wenige Tage, dann bin ich im Urlaub, wo hoffentlich die Sonne scheint und es ein klitzekleines bißchen wärmer und freundlicher ist als in dieser Nieselkacke. Ich werde echt noch bekloppt bzw. bin schon am Rande des Wahnsinns. Ich halte das nicht mehr aus, dieses Wetter macht mich fertig! Grau grau grau und der eine meiner zwei Pullis in denen ich nicht aussehe wie ein Fass ist zu allem Überfluss auch noch grau. Die Welt ist gemein!!! Ich überlege ernsthaft, in ein Sonnenstudio zu gehen, so verzweifelt bin ich schon! Aber ich glaube, ein Sonnenstudio ist auch kein Sonnenersatz. War schon mal jemand im Sonnenstudio und kann mir davon berichten? Vielleicht würde eine Lichttherapie in einer Alteneinrichtung auch helfen. Alt fühle ich mich nämlich auch. Ich kann mich nicht mehr bewegen, habe Rückenschmerzen und weiß nicht, wie ich mich nachts hinlegen soll. Ich weiß einzig, dass ab jetzt alles nur noch anstrengender wird. Zur Zeit find ich nur Arbeiten nicht allzu anstrengend. Aber vielleicht helfen da wirklich Sonne und Wärme.
Abgesehen davon ist hier ein ständiger Radau, Nachbarn bohren und hämmern und stöckeln durch's Haus. Ich muss hier weg!!!

Die gute Seite heute: Der Steuerbescheid vom Finanzamt. Ich könnte in die Stadt gehen und einen Haufen Geld ausgeben (bloß wofür?). Die schönsten Schuhe der Stadt sind bereits mein Eigen - es sind Frühlingsschuhe mit Schmetterlingen, ich bin total entzückt! Alles wird gut. Bestimmt.

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Stand der Dinge

09.03.2009

Wir sind in der Sahara!

Ein kurzer Gruss aus dem Urlaub!

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Spruch der Woche:

31.03.2009

"Jetzt sieht man's."

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Ein kleiner Bericht

07.04.2009

Für alle, die gerne wissen wollen, womit ich mich an der Arbeit so beschäftige: MAMBA im WDR.

Freue mich auf Ostern und freie Tage!

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Düsseldorf

29.04.2009

Schon seit November hatte ich nicht mehr das Vergnügen, mit der Deutschen Bahn nach Düsseldorf zu fahren! Umso freudiger erwarte ich den heutigen Tag, der mich unter anderem hierhin führen wird, aber auch zu meinen ehemaligen Arbeitsstätten.

Mal sehen, ob gleich bekannte Gesichter im Zug sein werden. Der Schirmmann fährt ja schon einen Zug früher, könnte also höchstens der Herr Staatsanwalt am Start sein, wenn er nicht gerade mal wieder einen Urlaub in der Karibik macht. Dem Schirmmann bin ich letzte Woche übrigens gleich mehrmals auf der Junkerstraße begegnet. Einmal sogar nicht in seinem Anzug, sondern im Poloshirt auf dem Fahrrad OHNE SCHIRM!!! Wir grüßen uns immer noch nett, aber miteinander sprechen tun wir nicht. Dafür haben sich ganz andere nachbarschaftliche Dinge ereignet, und zwar direkt im Haus. Das wird noch spannend!

Ansonsten fasst das Internet treffend meinen derzeitigen Zustand zusammen:
"...Kurzum, die Qualität Ihres Schlafes hat den tiefsten Stand aller Zeiten erreicht."

Der tollste Tipp dagegen: "Wenn das Schlafen auf der linken Seite mit zwischen den Beinen und hinter dem Rücken verkeilten Kissen nicht mehr möglich ist, dann versuchen Sie, Ihr Nachtlager auf einem bequemen Stuhl aufzuschlagen. In den letzten vier bis sechs Wochen ruhen Sie vielleicht am besten, indem Sie im Sitzen schlafen."

Na dann gute Nacht.

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Gegenmaßnahmen

06.05.2009

Um nicht einzuschlafen und in Hamburg wieder aufzuwachen, habe ich am 29.04. ein paar Sachen aufgeschrieben:

Juhu, ein weiterer der 5 verbleibenden Arbeitstage ist vorbei. Eigentlich müsste ich jetzt im Schwangerenyoga rumliegen, stattdessen sitze ich jedoch im ICE. Der Brillenmann stinkt eklig und sammelt, wie IMMER und in JEDEM Zug - wie macht er das bloß? - Pfandflaschen. Außerdem sitzt hier im Großraumabteil ein Geistlicher in schwarzem Gewand und soeben sind zwei junge Leute mit Atemschutzmasken ausgestiegen. Gerade erreicht mich eine SMS von Nina mit einem Namensvorschlag: "Moses Hussein Steinberg, als transkulturelles Nonplusultra." Auch an der Arbeit wird fleißig an der Namensfindung gewerkelt, indem zweierorts Plakate angebracht wurden, auf denen KollegInnen und KlientInnen sich austoben dürfen:



Ich derweil wundere mich über mein - offensichtlich durch hormonell bedingte Umstellung - neu entstandenes Toilettengedächtnis. Nachdem ich den alten ArbeitskollegInnen in Düsseldorf einen Besuch abgestattet hatte und mir einige doofe Sprüche anhören durfte, schlenderte ich am Rhein entlang und setzte mich zu späterer Stunde von den Landtag. Dort saß ich und beobachtete, wie langsam die Menschen für die Veranstaltung der Grünen eintrudelten. Ich rief ein paar Menschen ihre Namen zu und so fand sich bald nette Gesellschaft. Im Landtag drin natürlich erstmal auf's Klo. Vor langer langer Zeit stand ich mal in 'nem AIDS-Hilfe Infostand im Landtag. Trotzdem fiel mir sofort ein, wo sich die Toiletten befinden, nämlich im UG beim Frisiersalon! Fantastisch.

Ich könnte ja einen Toilettenreiseführer rausgeben mit den schönsten, saubersten und billigsten Toiletten. Werde drüber nachdenken. The global toilet guide 1.0? Schließlich muss ich das Potenzial meiner großartigen neuen Begabung gewinnbringend nutzen. Wo sich überall Toiletten verbergen, unglaublich. Heute war ich sogar in den Katakomben eines katholischen Klosters, Top-Klos, mega-stylish, gutes Klopapier - ein Traum quasi.

Im Landtag war's ok. Politikern allerdings ist wirklich schwer zu folgen. Sie verstehen es bestens, konkrete Fragen so zu umlabern, dass eine Antwort gar nicht mehr erfolgt. Und ein Ergebnis gab's schon mal gar nicht.

Wenn mein Toilettenführer Erfolg hat, muss ich mich vielleicht nicht mehr so schlecht fühlen. Für meine Klienten errechne ich häufig, wieviel Geld sie verdienen müssten, um den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien zu sichern. Für die §104a Leute ist das zwingendes Kriterium, nicht im Januar 2010 abgeschoben zu werden (heutiges Thema im Landtag). Aus Jux und Dollerei habe gab ich neulich beim bmfsfj meine Daten in den Kinderzuschlagrechner ein, wollte einfach mal schauen, ob ich eine kleine Familie über Wasser halten könnte mit Hilfe des Kinderzuschlags. Das erschreckende Ergebnis:

"Nach Ihren Angaben würde der in Betracht kommende Kinderzuschlag von 140 Euro nicht ausreichen, um zusammen mit ihrem Einkommen einschließlich Kindergeld und möglicherweise zustehendem Wohngeld den Bedarf ihrer Familie zu decken. Deshalb kann kein Kinderzuschlag gezahlt werden. In derartigen Fällen ist zu prüfen, ob Anspruch auf Arbeitslosengeld II besteht."

Vielleicht habe ich mich auch vertan. Ich hoffe es.

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Frechheit

09.05.2009

Auf der Suche nach Zimtzahncreme im Biosupermarkt bekam ich soeben mein allererstes MUTTERTAGS-Präsent überreicht: Antifaltenlotion von Weleda...

Danke, danke.

Außerdem teile ich folgende
Neuigkeit mit. Und jetzt: Toastbrot essen.

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DM ist der Beste!

11.05.2009

Es gibt jetzt Ovomaltine Crunchy Cream bei DM!!! Unglaublich! Ich bin begeistert! Nun muss ich nicht mehr in die Schweiz fahren ;-) Allerdings habe ich in den Arkaden den Vorrat schon aufgekauft. Für den Fall, dass Ihr sofort losdüsen wolltet.

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Killing Time

31.05.2009

Heute Abend ist in der Sputnikhalle eine alternative ü-30 Party, Einlass erhält aber schon, wer 28 Jahre alt ist - was ist das für eine Logik? Potenziell klingt das recht verlockend. Ich vermute, die Party ist für alle, die es Samstag in der Sputi nicht mehr ausgehalten haben, weil dort so unglaublich viele junge Menschen rumspringen. Wenn Frauke jetzt nicht in Barcelona wäre und ich nicht so lethargisch, dann wären wir da bestimmt mal hingegangen oder? :-)

Ich schreib hier nicht mehr viel hinein, weil es vermutlich ständig das gleiche Gejammer wäre über ätzende Nächte, eine immer volle Blase, ständige Müdigkeit, mangelnden Platz in der Lunge und extreme Langsamheit. Also nicht wundern.

Mir geht's noch verhältnismäßig gut! Ich genieße die freie Zeit mit all meinen netten Besuchern, die in den letzten drei Wochen vorbeikamen und freue mich über das fantastische Wetter. Langweilig ist mir auch nicht - wer hätte das gedacht? Ich jedenfalls nicht. Aber ich zähle auch die Tage... Bis dahin: Wassermelonen und Erdbeeren sind noch leckerer, als Ovo Crunchy Cream!!!

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Die fünfte Woche

09.06.2009

Vor meinem Fenster türmen sich gigantische Wolken auf. Ich bin froh, drinnen zu sein.

Vor einigen Tagen bot sich mir die Gelegenheit, nach Zevenaar zu fahren. Dort ist der Immigratie- en Naturalisatiedienst des Justizministeriums und ich durfte eine Menge über das Asylverfahren in den Niederlanden erfahren. Besonders hängengeblieben ist, dass Fingerabdrücke von Somaliern und Tibetern unbrauchbar sind. Pech für Eurodac.
Die Koninkllijke Marechaussee zeigte beeindruckende Geräte, um gefälschte Pässe sowie Falschgeld sicherzustellen. Ich stellte mal wieder fest, wie gutgläubig und naiv ich doch eigentlich bin. Naja, so hat jeder seine Aufgabe.

Jetzt ist schon meine fünfte freie Woche und es ist mir immer noch nicht passiert, dass ich mich tagsüber vor die Glotze gesetzt habe, obwohl ich ja durchaus manchmal dazu neige, Schwachsinn im Fernsehen zu gucken - vor allem, wenn ich mich den ganzen Tag mit Weltschmerz konfrontiert sehe, bringt mich Schwachsinn im Fernsehen wirklich immer gut runter.

Nun, da ich mich derzeit nicht dauernd mit Weltschmerz beschäftige, sondern auch mal mit dem Sortieren von süßen kleinen Klamotten oder mit der Auswahl eines schönen Westfalenstoffs oder mit dem Auspacken von gewissen Päckchen mit Giant Jay Oberstylo Kleidung hält sich alles noch im Rahmen! Und eine neue Aufgabe hab ich ja auch noch, sodass ich mich mit Satzungen und Geschäftsordnungen beschäftigen darf.

Mittlerweile ist eigentlich alles vorbereitet, hier und da fehlt noch eine Kleinigkeit, aber das ist nicht der Rede wert. Ich bin sehr sehr gespannt! Und jetzt: Mittagsschlaf.

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Fragen und Anmerkungen

11.06.2009

Nach man sieht ja noch gar nix - jetzt sieht man aber auch endlich mal was - ja jetzt sieht man's - sind da zwei drin - habt Ihr schon einen Namen - wisst Ihr schon was es wird nun die Fragen: ist es nicht bald soweit - bist du schon im Krankenhaus - seid Ihr schon zu dritt?

Es gibt wohl Phasen im Leben, in denen bestimmte Fragen auftauchen. Da wären Flyer mit den entsprechenden Antworten hilfreich. Oder bedruckte T-Shirts. Oder Blogs. Zumindest kann ich Euch sagen: laut Plan soll es ein Krebs werden, es dauert also vermutlich noch ein Weilchen.
Ich arbeite dran.

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Amazon boykottieren

16.06.2009

Warum? Darum!

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Fisch Fasch ist out

28.06.2009

In ist ein ganz anderer Blog, wie mir scheint...


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Wahl

20.07.2009

Vielleicht eine echte Alternative:
HSP.

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Zeitfenster

01.08.2009

In Zeiten des Babyblogs und Facebook verwaist diese Seite ja komplett. Es werden sobald sicher auch keine Auslandsreisen oder -aufenthalte anstehen. Jeder kleine Ausflug ist ja momentan einer Weltreise gleich.

Irgendwann in der nächsten Zeit werde ich von einer Arbeitskollegin zum Grillen abgeholt, weil ich noch immer nicht mobil genug bin, alles allein zu schaffen. Es wird aber! Hoffentlich hält sich das Wetter. Und hoffentlich hat Julius nicht so schlimme Bauchschmerzen. Er liegt schon bereit in seiner Kinderwagentrage und atmet ganz ruhig - bis ich diese Zeilen tippe...

Das einzige, was sich auf dieser Homepage tatsächlich noch tun wird in den nächsten Wochen/Monaten, ist der Marokko-Urlaubsbericht, den ich gedenke online zu stellen. Wenn es soweit ist, melde ich mich. Und alles weitere gibt es dann in echt, am Telefon, per Email oder im Babyblog. Und wenn's dann wieder in die weite Welt hinaus geht oder es sonst etwas zu berichten gibt, was nichts mit Julius zu tun hat, wird dieses Medium sicher wieder aktiviert. Könnte allerdings dauern. So long.

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Sich gepflegt aufregen

23.08.2009

tut ja manchmal auch ganz gut, ne. Und welche Plattform bietet sich besser an, als das Internet.
Da mittlerweile die Ausflüge nicht mehr einer Weltreise gleichen, gibt es in der letzten Zeit auch häufiger welche davon. Das ist sehr sehr schön. Julius hat jetzt auch schon seinen zweiten Reisepass (der erste wurde vom Bürgeramt falsch ausgestellt) und so steht der Welt und uns nichts mehr entgegen. Zunächst aber folgendes: gestern war eine Fraueninfobörse im Rathausinnenhof. Ich durfte dort dank meines ehrenwerten Amtes im Infostand der Aidshilfe stehen. Zu früher Stund kamen erstaunlich viele Männer vorbei. Männer, meist mit ungepflegten Bärten, und Jutetaschen, die es zu füllen galt mit allerlei Giveaways von den zahlreichen Infoständen. Furchtbar. Wenn ich sie freundlich aufgefordert habe, dass wir uns auch über eine kleine Spende freuen, haben sie die Kulis, Blöcke, Schlüsselanhänger schnell wortlos wieder zurückgelegt. Oder eben auch nicht.

An Infoständen trifft man ja ohnehin auf manch sonderbare Menschen. Die einen kommen an und lassen ihre Wut auf die Welt raus, zum Beispiel sollen wir doch mal dafür sorgen, dass die Afrikaner keine Kinder mehr bekommen, dann gäbe es das Aids-Problem auch gar nicht mehr! Die anderen scheinen ziemlich einsam zu sein und dringenden Redebedarf zu haben. Die Leute hinter den Infoständen können ja schließlich nicht einfach weglaufen und bleiben lieb und nett... Mal ganz abgesehen davon war mir das alles ein bißchen zuviel Frau, Emanzipationsgerede und Feminismus. Nun gut. Schön war die kurze Zeit, in der ich Julius auf dem Arm und allein den Stand zu besetzen hatte. Da kamen ältere Damen an und freuten sich und erzählten von ihren Enkelkindern.

Auch schon die ausgelegten Kondome mit Herzverpackung, die aussieht wie ein Lebkuchen oder so, brachte viel Amusement. Viele Jutentaschenmänner fragten neugierig, was denn da drin sei, Duschgel, Bonbons? Die Antwort: "ein Kondom" irritierte dann doch fast immer. "Nee, sowas brauch ich nicht." "Oh, da nehm ich mal eins für einen Freund mit." Zwei um die 40jährigen Asiatinnen erschraken und legten die Kondome kichernd wieder zurück. Ein unerzogenes Kind mit Migrationsvorgeschichte und bekopftuchter Mutter schnappte sich gleich mehrere dieser hübschen Papp-Schächtelchen, bekam dann aber Ärger, als es mit dem Inhalt der Packung wedelte und musste es wieder zurückbringen ;-)

Seit einer Woche befinde ich mich in Elternzeit. Ziemlich coole Sache das. Gäbe es die nicht, müsste ich schon wieder malochen! So genieße ich die Zeit, promeniere mit Julius auf der schönen Promenade, staune, dass so viele andere Mütter alleine mit ihren Kindern promenieren und kein einziger Vater, stelle fest, dass man sich solidarisch anlächelt und freue mich, dass Sommer ist. Die Zeit rennt! Es ist schon fast unheimlich.

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Marokko Teil I

23.08.2009

ist online. Wer Langeweile verspürt, kann sich das gerne durchlesen. Unter dem Menüpunkt "unterwegs".

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Freude!

31.08.2009

Ich habe gerade diese unglaublich geile Kommode auf dem Sperrmüll entdeckt! Danke Julius, dass ich Dich ein bißchen durch die Gegend schieben musste und dabei diesen Schatz entdecken durfte, danke Jan und Pete für den Transport! Kaddy, wir müssen dann morgen noch ein bißchen hämmern und leimen, ok? Jippie!!!!!

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Urlaubsgruesse

08.10.2009

In
Marokko habe ich etwa 25 Postkarten geschrieben, bis heute ist keine einzige davon angekommen, von daher verzichte ich dieses Mal darauf, welche zu schreiben. Ich liege mit Julius und Jans iPhone in Hollum im Bett und freue mich schon darauf, auch gleich einzuschlafen. Das Wetter war heute praechtig und wir haben eine Fahrradtour nach Nes gemacht. Außerdem haben wir einen toten Buckelwal am Strand gesehen. Viele Gruesse und bis bald!

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Schnarchen an meinem Hals

03.11.2009

scheint schön zu sein. Und Physiotherapie anstrengend. Ich stelle mir viele Fragen. Banale, wie "gehe ich heute Abend zum Sport?" Aber auch große wie "wo soll ich riestern?" In all den Monaten bin ich noch kein Stück weiter gekommen. Immer dann, wenn ich eine Entscheidung treffe und sogar schon Vertragsformulare ausfülle, kommt was dazwischen. Zum Beispiel schreibt da jemand einfach rein, dass Julius mit Nachnamen so heißt wie ich. Heißt er aber leider nicht. Also brauch ich neue Formulare. Und erreiche seit Stunden niemanden bei der Bank meiner Wahl. Vielleicht doch ein anderer Anbieter? Ich weiß es doch nicht. Ich weiß doch momentan nicht mal, welches Brötchen ich beim Bäcker kaufen soll. Morgen muss ich arbeiten. Hoffentlich bin ich da entscheidungsfreudiger. Ansonsten sehe ich nicht, wie diese Homepage weiter Bestand haben soll/kann. Habe keine Zeit und Lust, hier was reinzuschreiben. Drum schließe ich sie vorübergehend. Und spreche mit Euch in "Echt". Tschüß.

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Vermeidung des Weihnachtswahnsinns am Samstag

05.12.2009

Heute morgen wachte ich auf und der Regen prasselte eklig an mein Schlafzimmerfenster. Überhaupt entwickelt sich das Schlafzimmerfenster als das ekligste der gesamten Wohnung. In der linken Ecke außen haben sich Tauben eingenistet, die nun regelmäßig fies rumflattern und dauernd auf meiner Fensterbank landen und ins Zimmer glotzen. Eine dicke Taube hat sich einen Platz auf dem Rohr, durch das der Regen fließt, zum Lieblingsplatz gemacht. Von dem aus kann sie noch besser ins Zimmer starren, als von der Fensterbank. Mit Baby kommt es ja doch ab und zu vor, dass ich mich tagsüber im Bett aufhalte, auch wenn das selten ist, weil ich ja doch während Babys Schlaf irgendwelche anderen Dinge erledige. Und dann sind die Vorhänge offen. Tauben sind echt eklig. Obwohl sie ja auch nix dafür können. Na egal.

Jedenfalls hat es heute mal wieder den ganzen Tag geregnet. Um dem Wahnsinn eines Samstags zu entkommen, faßte ich den Entschluss, sämtliche Erledigungen außerhalb der Innenstadt zu machen. Leider hat der DM auf der Hammer Straße noch nicht aufgemacht, sodass der Plan nicht ganz aufging. Aber der Anfang war gut. Ich fuhr zum Biomarkt an der Weseler Straße und kaufte allerhand feine Tees, Gewürze und derlei Dinge. Am Geistmarkt erwarb ich Lindakartoffeln, Ingwer und so weiter. Der Wochenmarkt auf dem Domplatz ist aber doch besser. Wieder zu Hause war ich klitschnass und zog mich um. Da erreichte mich ein Anruf: meine Bestellung in der Apotheke war abholbereit. Ich düste mit dem Rad ins Kreuzviertel zu der Apotheke und kaufte ein Babybioprodukt. Auf dem Rückweg verfuhr ich mich und landete aus Versehen am Ring. Da knallte es in meinem Vorderreifen und ich fuhr die nächste rechts ab. Als ich wieder auf die Promenade wollte, schrie mich eine dämliche Frau zusammen "DAS IST KEIN RADWEG" blabla. Ich antwortete: "Ich wünsche Ihnen auch einen schönen Tag." Woraufhin sie wieder schrie und Polizei rief oder so ähnlich. Münster ist nicht nur die lebenswerteste Stadt der Welt, sondern hat auch die unausgeglichensten und unfreundlichsten Menschen der Welt. In gewisser Weise zumindest. Wie oft wird man hier aus heiterem Himmel angebrüllt, als Fußgänger, Radfahrer oder Kinderwagenschieber. Vor allem im ach so tollen Kreuzviertel. Meine Herren! Die Frau wäre auch eine Kandidatin für die Masterfrage "kriegt sie denn Luft?" gewesen. Wobei das lange keiner mehr gefragt hat, weil SIE mittlerweile ja oben rausgucken kann.

Als ich wieder klitschnass nach Hause kam, stillte ich meinen Sohn und traf mich anschließend mit Frau H. im Café mit dem blödesten Namen überhaupt Bar Celona. Haha. Naja. Es gibt Schlimmeres. Das Café war jedenfalls hoffnungslos überfüllt (soviel zur Wirtschaftskrise zum 1.) und so setzten wir uns gegenüber ins Floyd, um die ganzen Schirm-Menschen in ihrem Weihnachtsgeschenkeeinkaufswahn zu beobachten. Das war recht herzerfrischend. Im Anschluss, da es immer noch regnete, gingen wir ins Gebäude gegenüber, in dem ein riesiger ESPRIT eröffnet hat. Mit großer Umstandsmode-Abteilung. Vor ein paar Monaten erzählten mir die Damen im ESPRIT in den Arcaden noch, dass sich das nicht rentieren würde. Jetzt sind wohl alle schwanger. Dann können sich die Akademiker-Mamis bei ESPRIT einkleiden und ihrem Nachwuchs dann im Königskinder und Rebellen Laden für 80 € Bodies von Steiff kaufen. Soviel zur Wirtschaftskrise zum 2.

Worauf wollte ich eigentlich hinaus? Keine Ahnung. Das muss wohl die Still-Demenz sein. Mein Fahrrad ist übrigens platt. So ein Mist! Das muss der Knall im Vorderreifen gewesen sein. So weit. So gut.

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Münster brüllt

16.12.2009

Julius ist heute Nachmittag ganz rammdösig. Was für ein herrliches Wort. Ich hab es schon ewig nicht mehr benutzt! Wir waren gerade mit dem Münster-Opa Klamotten für den Winter shoppen. Das war ein angenehmes Shopping, weitab von der Innenstadt und das Gute am Shoppen für Babies ist ja, dass sie nix anprobieren müssen. Zu Weihnachten gibt's also Wolle-Seide Bodies, Wollstrumpfhosen und Wollpullis für Julius, oh yeah!

Gestern morgen drehte ich in aller Herrgottsfrühe eine Runde durch die Stadt. Die Weihnachtsmarktbuden hatten noch geschlossen und die Holländer saßen noch in ihren Reisebussen. Einzig ein paar Lieferanten blockierten die Fußgängerzone. Wie schön das war. Als ich mit dem Kinderwagen am Prinzipalmarkt entlangspazierte, erdreistete ich mich, auf dem Kopfsteinpflaster weiterzuschieben, da der Gehsteig von Mülltonnen blockiert war. Wer den Prinzipalmarkt kennt, weiß, dass die Straße dort recht breit ist, wer ihn nicht kennt, weiß es jetzt auch. Die Holländer rennen da auch immer rum, weil ihre Gruppen meist viel zu groß sind, als dass sie noch auf den Fußgängerweg passten. Sie werden dann oft von aggressiven Radfahrer weggeklingelt oder von Busfahrern weggehupt. Wie dem auch sei. Auf einmal brüllte mich eine Radfahrerin von hinten an: "DAS KANN JA WOHL NICHT WAHR SEIN, DA IST AUCH EIN BÜRGERSTEIG!!!!!" Als sie schimpfend an mir vorbeifuhr - übrigens mit Kind auf dem Gepäckträger - erwiderte ich überrascht: "Wow, das wusste ich ja gar nicht" woraufhin sie mich weiter wild anbrüllte. Ich dachte wirklich, falscher Film Teil II. Und Julius ist auch noch wachgeworden, gggggggggggggrrrrrrrrrrrrrrrrrr. Kann ja wohl wirklich nicht wahr sein. Arme Menschen.

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22.02.2010

Diese Seite verwaist. Ich schreibe kaum noch was, weil ich kaum noch Zeit habe, und die Zeit, die mir bleibt, möchte ich mit Menschen verbringen oder telefonieren. Und jetzt ist es spät, ich bin müde, aber ich will trotzdem ein paar Dinge erzählen. Zum Beispiel dies: am Rosenmontag war ich mit Julius, Katrin und Indra in Düsseldorf. Der Düsseldorfer Karneval ist der nächste von hier aus im Rheinland, und deshalb fiel die Wahl auf diesen Ort. "Jeck we can" war das diesjährige Motto. Für Euch Münsteraner unvorstellbar, was richtiger Karneval ist, ich weiß. Aber es ist überhaupt gar kein Vergleich, glaubt mir. Sei's drum. Wir sind, wie letztes Jahr auch, um 11.11 Uhr mit dem NRW Ticket Richtung Essen gefahren. In Essen ist dann schon die Hölle losgewesen und wir haben uns in den letzten Wagen des doppelstöckigen Regionalexpresses gequetscht. Julius hing bei mir vor'm Bauch und rührenderweise wurde mir gleich von mehreren Personen ein Sitzplatz angeboten. Ist aber mit Kind vor'm Bauch gar nicht unbedingt bequemer und deshalb habe ich dankend abgelehnt. Im Zug waren hauptsächlich Ruhrpott-Teenies. Irgendeiner fing an zu rauchen. Na super, dachte ich. Eine von den Mädels rief dann "ey, da ist ein Baby" und kurze Zeit später riefen die Teenis im Chor "Kippe aus! Kippe aus! Kippe aus!" Tatsächlich hat der Typ seine Kippe ausgemacht, unglaublich! Das war wirklich cool.

Oder dies: Samstag bin ich im Zug von Köln zurück nach Münster gefahren. Ich hatte in einem Abteil einen Platz reserviert und eine Menge Gepäck dabei: einen Rucksack, eine Umhängetasche, einen Kinderwagen und natürlich Julius. Ich ging zu meinem Platz. Im Abteil saßen schon zwei ältere Damen mit ihren ausladenden Rollkoffern- sie guckten genervt, als ich hereinpolterte. Rucksäcke sind ja auch immer die schlimmsten Gepäckstücke im Zug... Aber als sie sahen, dass ich noch ein Baby im Gepäck habe, wandelte sich plötzlich die Stimmung "Ach wie süüüüß, ein Baby, ach wie toll, ach wie schön". Und auf einmal waren sie ganz nett zu mir und konnten auch über den Rucksack hinwegsehen. Die eine der beiden hatte einen pink gefärbten Pony und trug ganz viele Goldklunker. Das fand der Julius gut. Die Dame lebt seit 36 Jahren auf Malle, wie sich herausstellte. Die andere Dame war schon 75 Jahre alt und erzählte viel vom Krieg. Beide waren wirklich nett.

Oder das: gestern Abend war ich auf dem allerersten Konzert, seitdem Julius auf der Welt ist. Im Gleis22, was ja direkt um die Ecke ist und von wo aus ich sofort hätte zurückeilen können, falls Jan mich alarmiert hätte. War aber nicht so. Die Schwester kam vorbei und wir begannen den Abend in Butt's Bierstube mit leckeren Vegetarischen Rollen und Kaltgetränken. Zu Gast im Gleis waren Tony Sly, Joey Cape und Jon Snodgrass auf Akustiktournee. Joey Cape ist der Sänger von Lagwagon, eine Band, die ich schon vor 15 oder 16 Jahren live gesehen habe und seitdem bestimmt 30 mal, Tony Sly der Sänger von No Use for a Name. Beide können so fantastisch schön singen, der Tony Sly noch schöner als der Joey Cape. Hach es war toll. Es war das erste Konzert, welches ich im Gleis rauchfrei erlebt habe. Dabei riecht man erstmal, wieviel die Leute pupsen, eklig. Außerdem waren überall so nervige Schmusepärchen "Schatz, mir ist langweilig, jedes Lied klingt gleich" und Leute, die ständig mit ihren Digicams und Handys gefilmt haben. Nerv! Nerv! Nerv! Sowas gab es früher nicht. Früher war alles besser. Drei Stunden lang haben sie gesungen. Zu lang für eine alte Person wie mich, zu lang für eine junge Mutter. Aber schön war's.

Ach ja. Ich überlege, diese Seite von Herrn Lubux passwortschützen zu lassen. Dann könnte ich mir vorstellen, wieder mehr zu schreiben. Was meint Ihr?

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Flohmarkt

16.05.2010

Das war ein schönes Wochenende! Endlich wieder Flohmarkt! Schade zwar, dass der Nachtflohmarkt gestrichen wurde, und damit die tolle Atmosphäre auch, aber das neue Prozedere hatte auch enorme Vorteile. Mann musste nicht Tage vorher seinen Platz reservieren und verteidigen, sondern konnte online seinen Platz auswählen und morgens zwischen 5 und 7 Uhr aufbauen. Für junge Eltern wie wir kein Problem, unser ganz persönlicher Wecker weckt uns ohnehin irgendwann zwischen 6 und 7 Uhr.

Fast ein Jahr lang haben wir jetzt den Keller vollgestopft mit unnützem Kram und Gerümpel und zahllosen Kisten mit schwarzem Edding die Aufschrift "Flohmarkt 2010" verpasst. Fast sah es so aus, als würde uns das Wetter mal wieder einen Strich durch die Rechnung machen, aber wir hatten echt Glück: es war zwar schweinekalt, aber dafür die meiste Zeit trocken. Der Flohmarkt war wirklich dieses Mal ein voller Erfolg! Durch die neue Zielgruppe Eltern mit Baby rollten die Euros €€€ und unsere Portemonnaies wurden immer immer schwerer. Genial!
Am späten Nachmittag, als wir keine Lust mehr hatten und um uns herum immer mehr Leute ihre Stände abbauten, stellte ich eine "zu verschenken" Kiste auf den Tisch. Da kam eine Frau und regte sich tierisch darüber auf, eine andere nahm sich wortlos zwei IKEA-Teller - aber die meisten haben sich gefreut und bedankt. Wirklich interessant, was für unterschiedliche Leute so unterwegs sind. Ich liebe Flohmärkte und ich liebe es, Sachen zu verkaufen (und nachher ein volles Portemonnaie zu haben...).
Heute dann haben wir das Kinderzimmer entkernt. Jemand hat unser altes Sofa abgeholt, weil es in eine arme Studenten-WG umzieht und wir haben ein - ohne das Sofa sehr wackliges - Regal abgebaut und in den Keller gebracht, der ja jetzt wieder Platz hat! Jippie. Nun ist unser Keller ordentlicher als so manche Wohnung. Was für ein tolles Wochenende! Und jetzt gleich muss ich eigentlich zu einem Konzert ins Gleis22, aber ich bin sooo müde und k.o., dass ich vermutlich wieder einmal versuche, meine Karte loszuwerden (das liegt einzig und allein daran, dass mal wieder niemand mit mir auf's Konzert geht, jawohl!). Denn morgen früh geht ja schon wieder der ganz normale Wahnsinn mit PEKiP, Vorstandssitzungen, Mitgliederversammlungen, Teamsitzungen, Endlosdiskussionen, Spaziergängen etc. los.

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